#1 | ke sagt am 30. Dezember 2017 um 12:41 Uhr

Die Prognose ist gewagt und geht von vielen Kostanten aus.

Unsere aktuelle Kanzlerin macht überwiegend nichts, sie ist aber in der Lage schnell Entscheidungen zu treffen, die jeder Erwartung widersprechen, wenn sie für sich irgendwelche Gründe gibt, die dafür sprechen. Das hat sie mehrfach bewiesen. Dabei ist ihr auch egal, ob sie damit dem Markenkern der CDU widerspricht.
=> Überraschungen sind auch mit Frau Merkel jederzeit denkbar.

Das Streben nach Gerechtigkeit ist im Menschen und selbst in höher entwickelten Tieren vorhanden. Deshalb gehe ich davon aus, dass viele eine gerechte Gesellschaft wollen. Unterschiede gibt es nur, wie diese gestaltet werden soll.

Ich vertraue dem Individuum und nicht dem Staat. Für mich gibt es folgende großen Gerechtigkeitslücken:
– Geringe Rente für Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und eingezahlt haben im Vergleich zu Sozialleistungen
– Fehlende Unterstützung im Rentenalter für die Hausfrauen-Generation
– Kein einheitliche Rentensystem.
– Unterscheide zwischen Beamte und normale Angestellte. Wenn ein System gerecht ist, muss es sich auch auf Staatsbedienstete abbilden lassen
– Generationengerechtigkeit
=> Keine Schuldenpolitik, Investitionen in die Zukunft
– Tendenzen die Solidargemeinschaft und Haftung immer weiter in die EU auszudehnen und damit die Entwertung der Leistungen der dt. Gruppe
– Justiz ist nicht mehr nachvollziehbar (kaum Strafen für Mehrfachtäter, Verständnis in allen Bereichen)
– Staatliche Kontrollen scheinen bei Leistungen an neue Einwanderer zu fehlen (Identitätsnachweis, Alternachweis, Einkommen, …).
– Die Kriminalität ist immer noch zu hoch. Sicherheit können sich nur reiche leisten
– Infrastruktur auf dem Land, in armen Regionen fehlt
– Fehlende Kontrolle bei Steuereinnahmen (Steuerschlupflöcher, Barverkauf, Internet MwSt usw.)
– Wohnungen sind für viele nicht mehr bezahlbar, gleichzeitig wird aber nichts getan, die Wohnkosten in Ballungszentren zu senken
….

Ich verdiene überdurchschnittlich, zahle enorme Steuern inkl. Soli und Kirchensteuern. Das ist für mich OK. Ich erwarte aber auch, dass sich alle, die objektiv keine bspw. gesundheitlichen Hindernisse haben, ebenfalls im Bereich der Erwerbsarbeit und des Steuerzahlens engagieren.

Ich verlange Veränderungen, um unser Land in der Globalisierung zukunftsfähig zu machen. Dabei hilft kein "Bätschi", kein "ab morgen kriegen sie in die Fresse" und keine "ruhige Hand". Wir benötigen eine Vision, die dafür sorgt, dass die zukünftige Generation auch meine Rente erwirtschaften kann. Dies ist auch der Grund, weshalb die Mittelschicht ein Interesse an Zukunftsinvestitionen und Gerechtigkeit haben sollte.
Was nützt das Haus, wenn es in 20 Jahren reperaturbedürftig ist und sich nur noch auf der Resterampe verkaufen lässt? Was nützt Geld, wenn ich mir in 20 Jahren im internationalen Vergleich nichts mehr dafür kaufen kann. Was produzieren wir denn noch?

BTW: Heute zahlt jeder Besserverdiener den Höchststeuersatz. Bei Vergleich werden Soli und Kirchensteuer gerne vergessen.
Der Höchststeuersatz war früher mal für reiche Menschen gedacht. Die Verteilung ist da. Wir müssen auch daran denken, hochbegabte Kinder zu fördern und Menschen, die Spitzenleistungen erzielen, im Land zu behalten.

Ein solidarisches: Der letzte Teilnehmer bestimmt das Tempo hilft nicht.