Weltweit Demos für Pussy Riot

Heute hat ein Gericht drei Mitglieder von Pussy Riot zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Ein erneuter Beweis der Widerwärtigkeit des Putin-Regimes. Auf der ganzen Welt fanden oder finden heute noch Demonstrationen für die Band und gegen das Regime statt. Infos zu den Demos und Kundgebungen findet ihr auf der Site Free Pussy Riot.

Dir gefällt vielleicht auch:

8 Kommentare

  1. #1 | Demokrit sagt am 17. August 2012 um 19:21 Uhr

    Die Strafe ist zweifelsfrei nicht i.O., ein paar Sozialstunden im Pflegeheim hätten gereicht. Nur, mit der Aktion selbst habe ich so mein Verständnisproblem. Hätte ihre Protestmusik nicht gereicht?

  2. #2 | Helmut Junge sagt am 17. August 2012 um 19:50 Uhr

    Die Strafe ist völlig unangemessen. Völlig.
    Werden in Russland andere Delikte auch so hart bestraft?
    Wie ist das hier in Deutschland?

  3. #3 | Fritz Teufel sagt am 17. August 2012 um 21:11 Uhr

    @2: In Deutschland gilt mehr so laissez-faire für die Jugend, damit man später harte deutsche Senior/innen hat (s. vorheriger Artikel) 😀

  4. #4 | Helmut Junge sagt am 17. August 2012 um 23:38 Uhr

    @3, ich bin eher 69iger statt 68iger, habe ich auch immer gesagt.
    Ganz sicher gehöre ich nicht zur Elterngeneration von Stefan.
    Ich habe Fotos, die mich im gleichen Outlook zeigen, wie das Foto von Stefan. Nur da war ich 17.
    Und das liegt lange dem Fototermin von Stefan zurück. Es hat sich während dieser Zeit eben nicht viel verändert. Es scheint etwas Wahres in dem Spruch zu liegen, dass alle großen Bewegungen maximal 20 Jahre anhalten.

  5. #5 | Baumfreund sagt am 18. August 2012 um 00:12 Uhr

    Sicherlich würde das Delikt von Pussy Riot auch hierzulande wegen Hausfriedensbruch und evtl. noch wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft bestraft werden. Aber nicht mit zwei Jahren Lagerhaft!

  6. #6 | JM sagt am 18. August 2012 um 07:30 Uhr

    Zwei Jahre Lagerhaft nicht – aber bis zu drei Jahre Knast

    bevor wir uns über „die Russen“ aufregen, sollten wir die eigenen bekloppten Gesetze mal hinterfragen

    https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__167.html

    § 167 Störung der Religionsausübung

    (1) Wer
    1.
    den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weise stört oder
    2.
    an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt,
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Dem Gottesdienst stehen entsprechende Feiern einer im Inland bestehenden Weltanschauungsvereinigung gleich.

  7. #7 | Arnold Voss sagt am 18. August 2012 um 09:54 Uhr

    @ JM

    Die zentrale Frage ist doch, ob es sich bei der Aktion der 3 Polit-Künstlerinnen um eine „Störung der Religionsausübung“ bzw. um einen „beschimpfenden Unfug“ handelte. Sie selbst haben ihre Aktion ein „Gebet“ genannt. Zwar ein Punk-Gebet, aber sie haben, und das offensichtlich absichtlich, eben diesen religiösen Ausdruck dabei verwandt.

    Künstlerisch gesehen war es also eine Religionsausübung der anderen Art zu einem politische Zweck. Da in Deutschland die Freiheit der Kunst gilt, hätte, nach meiner juristischen Laieneinschätzung, kein deutscher Richter dafür mehr als eine Geldstrafe festgelegt bzw. festlegen können.Selbst die russische Kirchführung scheint das mittlerweile so zu sehen und fordert deswegen von Putin eine Begnadigung.

    Im übrigen bin ich auch als Nichtgläubiger der Meinung, dass man sich zwar über Gott, den Glauben und die Gläubigen straflos lustig machen können muss, wie umgekehrt es auch die Gläubigen mit den Nichtgläubigen/Atheisten tun dürfen. Erst recht gilt das natürlich für die gegenseitige öffentliche Kritik. Aber die konkrete Ausübung des Glaubens zu stören und die dazu benötigten/ gewünschten Räume zu missbrauchen ist eindeutig ein Vergehen gegen die Religionsfreiheit.

  8. #8 | sol1 sagt am 19. August 2012 um 13:28 Uhr

    @ JM

    Zwei Jahre Lagerhaft nicht – aber bis zu drei Jahre Knast

    Ach was!

    Für Sex während einer Silvesterandacht wird lediglich ein Strafbefehl von zehn Tagessätzen verhängt (so geschehen im bayrischen Rennertshofen). Und selbst da waren die Kirchgänger gnädiger als der Pfarrer, der die Anzeige erstattete, und witzelten über eine Taufe, die in neun Monaten anstehe.

    Was ist dagegen ein kurzes Hüpfen im Altarraum?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.