Wenig Resonanz bei den Israelhassern in Duisburg

Pro-israelischer-Gegenprotest in Duisburg (Foto: Roland W. Waniek)
Pro-israelischer-Gegenprotest in Duisburg (Foto: Roland W. Waniek)

Anhänger des „palästinensischen Widerstands“ demonstrierten gestern in Duisburg-Hochfeld gegen Israel. Als Erfolg kann die sogenannte „Palästina Solidarität Duisburg“ das Event nicht verbuchen: Das lag zum einen an der lobenswerten Strategie der Polizei in Duisburg, die hatte die Lage immer unter Kontrolle. Und zum anderen an der Leitung der Palästina-Solidaritäts-Demonstration. Wenn die Welt des selbsternannten „anti-imperialistischen Widerstands“ gegen die angebliche „israelische Apartheid“ durch meine Küchenschublade dargestellt werden würde: Leon Wystrychowski, der die Demonstration der Israel-Hasser anführte, wäre mit Sicherheit nicht als das schärfste Messer in dieser Schublade zu bezeichnen.

Ein schönes Zeichen war auch der, extrem kurzfristig organisierte, pro-israelische Gegenprotest: Etwa 60 Duisburger, teilweise mit Israel-Flaggen, boten dem antisemitischen Hass-Mob lautstark Paroli.

Hochfeld: Sturm im Wasserglas

Etwa 60 Terror-Sympthatisanten fanden gegen 19:00 Uhr auf dem Brückenplatz im Duisburger Stadtteil Hochfeld ein. Aufgerufen zur Demonstration hatte die Palästina Solidarität Duisburg, in deren Verständnis der Stadtteil „Zionistenkiez“ ist. Vor wenigen Wochen hatte die Gruppierung hier versucht, eine Informationsveranstaltung zur BDS-Bewegung zu stören. Seitdem wird auf der Facebook-Seite der „Palästina Solidarität Duisburg“ immer wieder dokumentiert, wie Anti-BDS-Sticker oder Israel-Solidaritätsaufkleber auf Toiletten in Kneipen entfernt werden. Soviel zum Verhältnis der Gruppe zum Stadtteil Hochfeld.

Leon Wystrychowski - "Palästina Solidarität Duisburg" (Foto: Roland W. Waniek)
Leon Wystrychowski – „Palästina Solidarität Duisburg“ (Foto: Roland W. Waniek)

Leon Wystrychowski und andere Teilnehmer der Demo gaben hier der anwesenden Presse, der Andrang war groß, Interviews. Mit den Ruhrbaronen wollte er aus unerklärlichen Gründen nicht sprechen. Eine Verurteilung der Terrorattacke kam nicht über die Lippen des Demo-Organisators. Dafür Plattitüden, wie „Jedes Volk, das unterdrückt wird, hat das Recht sich zu wehren. Das schließt natürlich auch militärische Gewalt ein. Wir wollen, dass das morgen in Palästina aufhört. Israel ist aber verantwortlich für die Gewalt.“ – verwundern müssen diese Statements nicht, in den Facebook-Storys der Gruppe wurde die Landung palästinensischer Terroristen via Gleitschirm dokumentiert. Der Text dazu: „Fidayin landen im 1948 besetzten Palästina“ (Hintergrund: Fidayin)

Was die Terrorangriffe auf Festivals und die Ermordung von Kindern und Jugendlichen mit „militärischer Gewalt“ zu tun hat, weiß auch nur Leon Wystrychowski. Die Definition für diese Art der Kriegsführung lautet „Terror“. („Sie vergewaltigten Frauen neben den Leichen ihrer Freunde“)

Von Antisemitismus wollen die Demo-Teilnehmer, wenn man sie darauf anspricht, nichts wissen. Einen Demonstrationsteilnehmer, den ich anspreche, stört die Besatzung in Gaza. Meine Erwiderung, dass der Gazastreifen seit 2005 nicht mehr durch Israel kontrolliert wird, lässt ihn ratlos zurück. Und er spricht über die jetzt, nach den Terrorangriffen, abgestellte Stromversorgung aus Israel. Keine weiteren Fragen: Wenn man angegriffen wird, stellt man die (kostenfreie) Versorgung ein. Stromrechnungen aus Israel hat die Hamas-Verwaltung in Gaza niemals bezahlt.

Ein anderer Demonstrationsteilnehmer redet von der Lage in den überfüllten Flüchtlingslagern in den palästinensischen Autonomiegebieten. Und demonstriert deshalb gegen Israel. Eigentlich hätte er sich diese Demo auch sparen können: Die Flüchtlingslager könnten Geschichte sein, wenn die palästinensische Verwaltung die Hilfsgelder in Unterbringung der dort wohnenden Menschen stecken würde – und nicht für Terroristen-Renten ausgeben würde.

Pro-Palästina-Demo in Duisburg am 9. Oktober (Foto: Roland W. Waniek)

Am Brückenplatz setzte sich der Demonstrationszug, der zwischenzeitlich auf etwa 100 Teilnehmer anwuchs, in Bewegung Richtung Pauluskirche. Die Demonstranten skandieren „Yallah Intifada, von Duisburg bis nach Gaza!“, „Hoch die internationale Solidarität!“ und „Viva, via, Palästina!“. Zwischendurch ertönen „Allahu Akbar!“-Rufe aus der Zusammenrottung. Diese hinterlassen bei mir ein mulmiges Gefühl: Auf einem der Videos über den Terror-Attacken, auf dem die entkleidete Leiche eines deutschen Terroropfers der palästinensischen Schlächter zu sehen war, skandieren die Mörder ebenfalls „Allahu Akbar!“ um den friedlichen Charakter ihrer Religion zu demonstrieren.

Aus der Demonstrationsmenge heraus werden Passanten und Zuschauer am Fenster angesprochen und aufgefordert sich in die Demo einzureihen. Die Resonanz ist bei Zero. Keinen Menschen interessiert, was Leon Wystrychowski von sich gibt. Er möchte über Kolonialismus und Imperialismus sprechen (natürlich nicht den Russischen, den verteidigt er ja!), die Demonstrationsteilnehmer möchten „Gott ist groß“ rufen. Stefan Laurin bemerkte lapidar nach der Demo: „Es war ein wenig, wie bei Kommunisten, die vor Werkstoren von der Revolution reden: Keinen interessiert es.“

"From the River to the Sea, Palestine will be free" (Foto: Roland W. Waniek)
„From the River to the Sea, Palestine will be free“ (Foto: Roland W. Waniek)

Kurz vor Ankunft an der Kreuzung Karl-Jarres-Straße / Wanheimer Straße pausiert der Demonstrationszug. Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass keine Stopps erlaubt sind. Leon Wystrychowski möchte diskutieren, die Cops nicht. Der Mob läuft weiter und wird vom pro-israelischen Gegenprotest lautstark empfangen. Etwa 60 Teilnehmer stehen dort mit Israel-Flaggen und Bannern und zeigen, was die Zivilisation von dem Hamas-Terror und ihren Unterstützern in Duisburg hält.

Pro-Israel-Demo: Jakob bringt das eigentliche Problem auf den Punkt. (Foto: Peter Ansmann)
Pro-Israel-Demo: Jakob bringt das eigentliche Problem auf den Punkt. (Foto: Peter Ansmann)

Einige Terrorfreunde wollen zu den Gegendemonstranten durchbrechen, die Cops verhindern das routiniert.

An der Pauluskirche wird es kurz spannend als Polizisten zwei Teilnehmer der Terror-Demo aus dem Mob ziehen und festnehmen. Leon Wystrychowski ruft die Teilnehmer auf, sich nicht provozieren zu lassen. Die Demonstranten sind glücklich, wieder „Allahu akbar“ grölen zu dürfen. 

Zid Tamim, aka Zaid Abdulnasser, der ursprünglich für eine andere Veranstaltung der Terrorfreunde an diesem Montag eingeladen war, hält eine Rede auf arabisch. (Dazu eine Polizeimeldung: Durch einen Teilnehmer dieser Versammlung wurden Äußerungen in fremder Sprache getätigt, die nach Rücksprache mit einem Dolmetscher und der Staatsanwaltschaft den Tatbestand des §140 Nr. 2 Strafgesetzbuch erfüllen. Die Beamten schrieben dazu eine Strafanzeige. Darüber hinaus prüft die Polizei derzeit weitere Äußerungen in dieser Versammlung auf strafrechtliche Relevanz.)

Der Aktivist von der Gruppe Samidoun, die in Israel als Terrororganisation eingestuft wird und am Samstag in Berlin die Terrorangriffe auf Israel gefeiert hat, kämpft aktuell gegen seine bevorstehende Abschiebung. Ob die Teilnahme an der Terrordemo in Duisburg in diesem Zusammenhang förderlich war darf bezweifelt werden.

Zid Tamim aka Zaid Abdulnasser (Foto: Roland W. Waniek)
Zid Tamim aka Zaid Abdulnasser (Foto: Roland W. Waniek)

Zum Abschluss des Hass-Events schwadroniert Leon Wystrychowski davon, dass eine Bewegung entstehen soll. Weltweit. Das dürfte sein feuchter, pseudo-antiimperialistischer, Traum bleiben: Als hellste Kerze auf der der Torte fiel der Hobby-Palästinenser nicht gerade auf. Auch nach der Hass-Demo in Duisburg-Hochfeld gilt: Der jetzige Krieg, um die Bewohner in Gaza und die Welt von den Krebsgeschwüren Hamas und Islamischer palästinensischer Dschihad  zu befreien, wird im Nahen Osten durch die IDF geführt (Arye Sharuz Shalicar: So etwas hat Israel in den letzten 50 Jahren nicht gesehen!) und nicht in Duisburg-Hochfeld.

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