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Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank „Bildekräften“: Lest Rudolf Steiner!

"Aus der Akasha-Chronik", Buchcover Foto: Wikipedia, Lizenz: PD
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‘Aus der Akasha-Chronik’, Buchcover Foto: Wikipedia, Lizenz: PD

Die aktuelle Debatte um die Gründung einer „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg wirft die Fragen auf: Soll Anthroposophie zum staatlichen Schulprogramm zählen? Wie esoterisch ist die Waldorfschule? Von unserer Gastautorin Jana Husmann.

Wer sich ein wenig mit Waldorfpädagogik beschäftigt und die Schriften ihres Begründers Rudolf Steiner (1861-1925) studiert, wird leicht über die sprachlichen Besonderheiten stolpern, welche die anthroposophische Rhetorik ausmachen. Das Wort “Bildekräfte” etwa gehört in diese Kategorie, ebenso wie der Begriff des “lebendigen Denkens”, den Steiner seinerzeit vom “toten” abstrakten Denken abzugrenzen suchte. Der heute zentrale Oberbegriff zur Beschreibung von Anthroposophie und Waldorflehre ist “ganzheitlich”. Das klingt irgendwie nach östlicher Weisheit, dem Einklang von Leib und Seele, nach Ausgeglichenheit und Wellness-Oasen. Wer wollte sich nicht gerne “ganzheitlich” fühlen und die Aromen von Weleda im Entspannungsbad genießen?

„Esoterisch“ und „okkultistisch“ hingegen sind Begriffe, die Waldorfschulen bisher eher ungern als Selbstcharakterisierung gelten ließen. Und dies, obwohl die Anthroposophie zweifelsohne den höheren Welten und geistigen Wesenheiten verpflichtet ist, die ihr Begründer Rudolf Steiner als selbsterklärter Hellseher und okkulter Meister beschrieb und verkündete. Doch, so die traditionelle Linie des Bundes der Freien Waldorfschulen, im Unterricht spielten die Inhalte der Anthroposophie keine Rolle. In der aktuellen Debatte um die Zusammenlegung einer öffentlichen Schule und einer Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg wird von Waldorfeltern und -schülern so auch immer wieder vehement beteuert, von „Astralleibern“ oder ähnlichem anthroposophischen Vokabular habe man im Unterricht noch nie etwas gehört.

Steiner im Unterricht?

Schon das anthroposophische Fach Eurythmie, welches das „Tanzen des eigenen Namens“ über Waldorfkreise hinaus bekannt gemacht hat, zeugt indes vom Einfluss der Steinerschen Lehre im Unterricht. Warum auch nicht, mag man angesichts des harmlosen Gehopses denken. Weniger entspannt dagegen sind Berichte zur Bedeutung von Steiners Welt- und Menschenbild im Geschichtsunterricht. So wurde in den letzten Jahren verschiedentlich problematisiert, dass sich Steiners obskure Vorstellungen von „Rassen“ und „Atlantis“ in Mitschriften von Schülern der fünften Klasse wiederfanden. Wie erklärt sich die Vermittlung derartiger Inhalte, wenn die Anthroposophie im Unterricht inhaltlich doch eigentlich keine Rolle spielt?

Das Waldorf-Konzept ist von einer Diskrepanz getragen: Man wirbt mit Steiners vermeintlich „ganzheitlicher“ und künstlerisch ambitionierter Pädagogik als Erziehungskonzept, negiert jedoch weitgehend den Einfluss der Steinerschen Lehre (und damit seiner okkultistischen Weltanschauung) im Unterricht. Die Abgrenzung von anthroposophischen Inhalten wird vorgeblich dadurch plausibilisiert, dass Steiners Schriften im Unterricht nicht gelesen werden. Demgegenüber steht jedoch die Praxis der Lehrerausbildung, in der die Lektüre diverser Steiner-Schriften (ca. 350 Bände der Gesamtausgabe stehen zur Verfügung) und die Vermittlung des anthroposophischen Welt- und Menschenbildes einen zentralen Stellenwert einnehmen. Die künftigen Lehrkräfte müssen Steiners hellseherische Weisheiten also büffeln, bevor sie die Schüler mit anthroposophischer „Erziehungskunst“ beglücken. Die Ideen Steiners, so der dahinter stehende Gedanke, sollen pädagogisch „indirekt“ vermittelt werden. Mit Blick auf diese Praxis spricht etwa der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange von einer „Technik der Indoktrination“.[i]

„Spirituelle Aufgaben“

Ein Grundbestandteil der anthroposophischen Pädagogik ist Steiners sogenannte Jahrsiebte-Lehre, derzufolge sich das Kind in Siebenjahresschritten entwickelt. Zunächst bilde das Kind den „physischen Leib“ aus, dann einen „Ätherleib“, darauf einen „Astralleib“ und erst mit 21 Jahren ein volles „Ich“. Was das dann für die pädagogische Praxis bedeutet, mag je nach Lehrern und Schule ebenso variieren, wie der Einfluss konkreter anthroposophischer Inhalte im Unterricht. Die Begleitliteratur für Waldorflehrer jedenfalls liest sich als Wegweiser der Steinerschen Esoterik. Darin spielt auch der oben erwähnte Begriff der „Bildekräfte“ immer wieder eine Rolle. Laut Anthro-Wiki sind Bildekräfte „ätherische Universalkräfte, in denen und durch die die höheren Hierarchien bis hinauf zu den erhabenen Tierkreiswesen gestaltend wirken.” Der Buchtitel „Bildekräfte der Dichtung. Zum Literaturunterricht der Oberstufe“ (1992) von Heinrich Schirmer lässt also auf tiefe bzw. hohe Einsichten hoffen. Ähnlich wegweisende Inhalte verspricht der Titel des Sammelbandes „Spirituelle Aufgaben des Unterrichts in den Entwicklungskrisen der Gegenwart” (1999). Und auch der von Christoph Göpfert 1999 herausgegebene Band „Das lebendige Wesen der Erde. Zum Geographieunterricht der Oberstufe“ setzt einen Schwerpunkt auf die Vermittlung der geistigen Welten, wenn es in der Einführung des Buches heißt:

„Zu einer wirklichkeitsgemäßen Anschauung vom Wesen der Erde als eines lebendigen Organismus gelangt man erst, wenn man die Erkenntnisse Rudolf Steiners über die ätherischen Bildekräfte berücksichtigt. Sie wirken nicht nur als Träger von Leben, Formbildung und Wachstum in Pflanze, Tier und Mensch, sondern man kann auch von einem ‚Ätherleib der Erde‘ sprechen.“[ii]

Sicherlich „kann“ man von derartigen anthroposophischen Weisheiten sprechen und auch daran glauben, die Frage ist nur, ob der Geographieunterricht der Oberstufe hierfür der geeignete Ort ist und wenn ja, inwiefern die Steinerschen Thesen transparent zutage treten oder – wie auch immer – „subtil“ vermittelt werden. Die Krux der Waldorfpädagogik liegt in eben dieser Form der Intransparenz und einer strukturell beförderten Willkür, die es letztlich den einzelnen Lehrkräften aufbürdet und überlässt, wie und wie viel anthroposophische Inhalte die Klassenzimmer erreichen.

Bekenntnis zur Esoterik

Autoren der anthroposophischen Zeitschrift Info-3 haben schon vor fünf Jahren dafür plädiert, endlich zur esoterischen Ausrichtung der Anthroposophie und damit der Waldorfschulen zu stehen anstatt diese zu verschleiern. Schließlich, so Sebastian Gronbach, beginnt bereits jeder Schultag mit einem Morgenspruch Rudolf Steiners.[iii] Und, wie Jens Heisterkamp 2007 schreibt:

„es geht der Anthroposophie letzten Endes nicht um ein paar bessere Schulen, um gesünderes Essen oder verträglichere Medizin, sondern um ein neues Bewusstsein und ein anderes Weltbild: Anthroposophie zielt auf das dunkle Herz des Materialismus. […] Okkultismus? Und wenn schon! Ätherleib und Akasha-Chronik? Ja sicher, wenn wir das wichtig finden! […] Es gibt keine Instanz, die uns die wahren Abenteuer des Geistes verbieten oder vorschreiben könnte, was Gegenstand von Erkenntnisgewinn werden darf und was nicht. Wir wollen einen erweiterten Wissenschaftsbegriff.“[iv]

Diese offenherzige Perspektive hat seit 2009 schließlich auch der Bund der Freien Waldorfschulen eingenommen. So heißt es in einer Info-Broschüre unter dem Titel „Die Wissenschaftlichkeit der Lehrerbildung an Waldorfschulen“:

„Niemand braucht sich heute mehr zu schämen, wenn er als Anthroposoph und Waldorflehrer bestätigt, dass Steiner nicht nur ein genialer Lehrer und Erzieher, sondern auch ein bedeutender Esoteriker war. Vielleicht war dies das Wichtigste an ihm. Zum wissenschaftlichen Programm einer Ausbildungsstätte für Waldorflehrer und -lehrerinnen gehört deshalb auch eine gründliche Einführung in Steiners Methodenlehre des „übersinnlichen“ Erkennens und ihre Implikationen.“[v]

Dieses Bekenntnis der Waldorfschulen zur esoterischen Weltanschauungsschule ist ein richtiger Schritt. Waldorfeltern und -schüler sollten diese Grundlagen nicht zuletzt vor dem Hintergrund zur Kenntnis nehmen, dass sich laut einer aktuellen Umfrage 90% der Waldorflehrer mit Steiners Weltbild identifizieren.[vi]

Lies!

Was folgt daraus? Steiner lesen! Anstatt die anthroposophischen Inhalte vordergründig aus dem Unterricht auszublenden, wäre es entsprechend wünschenswert, nicht nur Lehrer, sondern auch (angehende) Waldorfeltern und Waldorfschüler zur Steiner-Lektüre zu verpflichten. D.h. Eltern und Schüler sollten sich zumindest in Teilen durch die 350-bändige Gesamtausgabe durcharbeiten und all die detailreichen Beschreibungen des anthroposophischen Evolutions- und Geschichtsmodell kennenlernen, das Grundvokabular „atlantischer Kulturepochen“ und „arischer Wurzelrassen“ beherrschen, von den gallertartigen Zuständen des Menschen in seinen früheren Bewusstseinsstadien zu berichten wissen, die endlosen Darstellungen zu höheren Welten und geistigen Wesenheiten, zu Äther- und Astralleibern, zur Dreigliederung von Physiologie und sozialem Organismus lesen, um die Zeitgeister und Geister der Form, die Jupiter- und Merkurrassen wissen, die Ausführungen zum verhassten Materialismus, dem bösen Geist des dunklen Ahriman, und zum „hohen Sonnengeist“ Christi verfolgen. Wer nur einen Bruchteil der über 6000 Vorträge Steiners zu diesen Themen geschafft hat, weiß sicherlich, was der Steiner-Kritiker Peter Bierl mit der Aussage meint: „Wer Steiner liest, verdient Schmerzensgeld.“ Die Steiner-Lektüre ist nicht zuletzt jenen Senatoren zuzumuten, die die Zusammenlegung von staatlicher Schule und Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg befürwortet haben. Aber lassen wir am Schluss den Meister selbst zu Sinn und Zweck der Anthroposophie als „geistiger Wissenschaft“ zu Wort kommen:

„Sehen Sie, die Geschichte ist so ernst, daß man sagen kann: Es muß die Menschheit auf der Erde auf andere Weise als in alten Zeiten zu etwas kommen, was wiederum etwas hergibt. Denn es ist tatsächlich so, daß, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer. Und sie können nur wiederum gescheit werden, wenn sie nicht auf den Körper angewiesen sind, sondern wenn sie eine wirkliche geistige Wissenschaft haben. Das ist tatsächlich so. Und wenn die Leute darüber lachen, so mögen sie lachen. Aber sie haben ja über alles gelacht, was irgendwo aufgetreten ist und einen großen Umschwung hervorgebracht hat!“[vii]

Lesen Sie weiter und Sie erfahren, dass die Blondhaarigen aussterben, weil die „Nahrungssäfte bis in die Augen hineinkommen“, die Augen mit den Haaren zusammenhängen und die Haare wie Pflanzen sind. Dies sind aber erst die Anfänge der Steinerschen Abenteuer des Geistes. Ob diese ganzheitlichen Ein-Bildekräfte Steiners noch unter dem Begriff „Esoterik“ zu fassen sind, sei der Beurteilung der Leser überlassen.

 

Autoreninfo: Dr. Jana Husmann, Kulturwissenschaftlerin und Gender-Forscherin, lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer Dissertation „Schwarz-Weiß-Symbolik. Dualistische Denktraditionen und die Imagination von Rasse. Religion – Wissenschaft – Anthroposophie“ (2010) hat sie sich ausführlich mit Rudolf Steiners Lehre und Rassismus auseinandergesetzt.

 

mehr zur „staatlichen Waldorfschule“ in Hamburg bei den Ruhrbaronen: 

Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg

 


[i] Prange, Klaus. Zit. in: „Land: Waldorfschulen liegen im Trend.“ In: Badische Zeitung, 29.08.07; „Rudolf Steiner auf den Index?“ Von Andrea Hennis. In: Focus Online, 29.08.07.

[ii] Göpfert, Christoph. „Einführung.“ In: Das lebendige Wesen der Erde. Zum Geographieunterricht der Oberstufe. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben, 1999, S. 9.

[iii] Gronbach, Sebastian. „Dalai Lama fordert Waldorfpädagogik für alle.“ In: Info3, Blogland, 29.07.2007. Online: http://www.info3.de/wordpress/?p=114 (Recherchestand: 29.08.2007).

[iv] Heisterkamp, Jens. „Ein erweiterter Wissenschaftsbegriff muss her!“ Redaktionstagebuch. In: Info3, Nr. 6, Juni 2007, S. 1.

[v] Blickpunkt 2: Die Wissenschaftlichkeit der Lehrerbildung an Waldorfschulen, hrsg. vom Bund der Freien Waldorfschulen, 05/2009, S. 15, Herv. JH. Online: http://www.waldorfschule.de/fileadmin/downloads/blickpunkt/Blickpunkt_2.pdf (Recherchestand: 11.10.2012).

[vi] Vgl. „Staatliche Schule mit Waldorfpädagogik. Grundschule mit Astralleib.“ Von Bernd Kramer. In: taz-online, 01.10.2012, unter Bezugnahme auf den Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich der Universität Mainz.

[vii] Steiner Rudolf. Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre. Achtzehn Vorträge, gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 19.10.1922-10.02.1923. Dornach: Rudolf Steiner Verlag, 1994 (GA 348), Fünfter Vortrag, 13.12.1922, S. 103f.

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35 Kommentare zu “Esoterik an Waldorfschulen – Bildung dank „Bildekräften“: Lest Rudolf Steiner!

  • #1
    Andreas Lichte

    @ Jana Husmann

    Du schreibst: „Schon das anthroposophische Fach Eurythmie, welches das ‘Tanzen des eigenen Namens’ über Waldorfkreise hinaus bekannt gemacht hat, zeugt indes vom Einfluss der Steinerschen Lehre im Unterricht. Warum auch nicht, mag man angesichts des harmlosen Gehopses denken. Weniger entspannt dagegen sind Berichte zur Bedeutung von Steiners Welt- und Menschenbild im Geschichtsunterricht. So wurde in den letzten Jahren verschiedentlich problematisiert, dass sich Steiners obskure Vorstellungen von ‘Rassen‘ und ‘Atlantis‘ in Mitschriften von Schülern der fünften Klasse wiederfanden.“

    Ich finde deine Gewichtung richtig. Allerdings berücksichtigt sie nicht die Opferperspektive, sprich die Perspektive von Waldorfschülern:

    “WALDORFSCHULE – Tanzen in wallenden Kleidern

    Wer das durchgestanden hat, den kann nichts mehr schrecken

    DIE ZEIT, 17.2.2011, von Julian Hans

    Eurythmie ist ein eigenes Kapitel. Es soll Schulen geben, an denen Schüler das wirklich gern machen. Bei uns wurde sie mehrheitlich als Erniedrigung empfunden. Man versetze sich in die Lage eines pubertierenden Jungen, der gerade beginnt, seine Männlichkeit zu entdecken. Wie fühlt der sich, wenn man ihn zwingt, sich ein wallendes Kleid überzustreifen und zu Gedichten zu tanzen? Im besten Fall hat das einen Effekt wie in Johnny Cashs Song ‘A Boy Named Sue‘: Wer das durchgestanden hat, den kann nichts mehr schrecken.”

    Quelle: http://www.zeit.de/2011/08/Waldorfschule-Selbsterfahrung?page=2

  • #2
    Ramon DJV

    Ausgezeichneten Artikel!! Danke.

    Ich erkenne eine Menge.

    Es ist notwendig dass die Waldorfschule zugebt dass sie esoterisch ist, statt eine Mögelpackung zu sein.

  • #3
    Was geht Dich das an

    Antroposophie ist nicht nur esoterisch, sie ist auch rassistisch und ausgrenzend gegenüber Andersdenkenden und -lebenden. Waldorfpädagogische Einrichtungen sind sektenähnlich organisiert. Wenngleich es keine/n Leiter/in gibt, so existieren doch straff hierarchisches Machtstreben der Einzelnen, deren Lehren und Herrschen mittels Autorität funktioniert.

  • #4
    Achim

    Ehrlichkeit ist eine Tugend. Wenden wir doch einmal unseren gesunden Menschenverstand an.

    1.)Nur eine winzige Minderheit aller Eltern glaubt am Trolle und Eöfen und an den ganzen völkisch-germanischen Mist.

    2.)Eine breite Mehrheit aller Eltern glaubt, dass Muslime, Orthodoxe und südländische Katholiken nicht an Trolle und Elfen und an völkisch-germanischen Mist glauben und deswegen ihre Kinder dort nicht hin schicken. Das durchschnittliche Ausländerkimd an der Walldorfschule ist entweder ein Deutsch-Schweizer oder ein Deutsch-Österreicher.

    3.)Die Eltern treffen in Wirklichkeit eine bewusste Entscheidung ob sie ihre Kinder lieber mit Trollen und Elfen und völkisch-germanischen Mist oder lieber mit der Realität konfrontieren möchten.

    Wollen wir wirklich ein seggregiertes Schulsystem leisten?
    G.tt bewahre uns davor!

    Wenn ja, warum sind wir nicht gleich ehrlich und gönnen
    uns lieber ein seggregiertes Schulsystem ohne Trolle und
    Elfen und ohne völkisch-germanischen Mist?

    BTW: Evangelikale Schulen ohne Darwin profitieren in ihrer Popularität auch von der „Migrantenfreiheit“.

    Achim

  • #5
    Andreas Lichte

    @ all

    Anthroposophische Hass-Kommentare werden gelöscht.

    Ich zitiere aber einmal das Ende eines solchen anthroposophischen Hass-Kommentars, der gestern hier einging, Zitat:

    „(…) »zur Lektüre verpflichten« – was für ein hanebüchener Unsinn! – erinnert doch sehr an Verteilung von »Mein Kampf« an deutsche Haushalte!“

    Was bewegt Anthroposophen, immer wieder Vergleiche mit dem Nationalsozialismus anzustellen? Ist es die eigene faschistische Vergangenheit, die Anthroposophen verfolgt?

    Ettore Martinoli, Mitbegründer der „Anthroposophischen Gesellschaft Italiens“:

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses grossen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“

    Ettore Martinoli, „Un preannunziatore della nuova Europa: Rudolf Steiner“, in: „La Vita Italiana“, Juni 1943, Seite 566

    mehr zur anthroposophischen Beteiligung am Holocaust:

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute“

    http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  • #6
    Andreas Lichte

    Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    – Anthroposophische Medizin: „Die Vereinigung anthroposophischer Ärzte stellte eine Hauptstütze der NS-treuen »Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde dar«.“4

    – „Biologisch-dynamische“ Landwirtschaft: „1935 wurde der »Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise« korporatives Mitglied der nationalsozialistischen »Deutschen Gesellschaft für Lebensreform« (Motto: »Die Weltanschauung der Deutschen Lebensreformbewegung ist der Nationalsozialismus«).“5 (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #7
    Dirk Klose

    Die Anthroposophen befinden sich gemäss dieses Artikels offenbar in einem Selbstfindungsprozess. Da die Anthroposophie als Wissenschaft nicht ernst genommen wird, wollen sie sich zu ihren esoterischen Wurzeln bekennen. Ich empfehle den nächsen Schritt: sich als christlich orientierte Religion sehen. Dann gäbe es das Problem nicht, Elementarwesen, Karma, zwei Jesusknaben usw. als Realität hinstellen zu müssen, sondern sie wären Elemente des Glaubens. Dagegen wäre nichts zu sagen.

  • #8
    Andreas Lichte

    @ Dirk Klose #7

    Sie schreiben: „Ich empfehle den nächsen Schritt: sich [die Anthroposophie] als christlich orientierte Religion sehen. Dann gäbe es das Problem nicht, Elementarwesen, Karma, zwei Jesusknaben usw. als Realität hinstellen zu müssen, sondern sie wären Elemente des Glaubens. Dagegen wäre nichts zu sagen.“

    Dagegen ist zu sagen, dass Anthroposophie NICHT „christlich“ ist:

    http://www.ekd.de/ezw/dateien/EZW_KI_Anthroposophie_04_2011.pdf

    „Einschätzung

    Anthroposophie ist eine esoterische Weltanschauung, deren Hauptquelle nicht diskutierbar ist, da sie nur von einem „Eingeweihten“ eingesehen werden kann. Da das Menschenbild ebenso wie das Christus- und das Gottesbild aus dieser Quelle zu sein beanspruchen und nicht biblischen Ursprungs sind, erscheint Anthroposophie mit den Grundlagen aller christlichen Kirchen unvereinbar:

    • An die Stelle des in Jesus Mensch gewordenen Gottes tritt eine unhistorische ewige Christus-Wesenheit.

    • An die Stelle der Gnade Gottes, die den Schuldigen annimmt und ihm die Schuld abnimmt, tritt die Notwendigkeit, aus eigener Kraft das negative Karma abzuarbeiten.

    • An die Stelle der verheißenen Auferstehung tritt Reinkarnation – eine Folge vieler Erdenleben.

    • Neben die Bibel tritt als Quelle der Christus-Erkenntnis das „Fünfte Evangelium“ aus der „Akasha-Chronik“.“

  • #9
    Andreas Lichte

    @ Dirk Klose #7

    Wird die Anthroposophie besser, wenn man nur das Etikett wechselt? „Geisteswissenschaft“ durch „Religion“ ersetzt? Haben Sie überhaupt schon Steiner gelesen? Erklären Sie mir bitte folgende „Erkenntnis“ Rudolf Steiners, Zitat:

    „Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“

    Rudolf Steiner, „Allgemeine Menschenkunde“, Standard-Lektüre im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin

    Wenn Sie das Zitat überprüfen möchten, bzw. den ganzen Steiner-Wahnsinn wollen, hier online

  • #10
    Dirk Klose

    Ich behaupte nicht, dass die Anthroposophie an sich schlecht ist. Sie ist in der Praxis erfolgreich und hat damit einen moralischen Vorsprung. Manche ihrer Ideen sind abstrus und bieten so Angriffspunkte für solche, die neidisch auf den Erfolg sind.

    edit Andreas Lichte: einen eigenen Kommentar spare ich mir hier: wer ist „neidisch“ darauf, zu einer Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ zu gehören?

    Ich halte die Anthroposophie für christlich orientiert. Die Einschätzung des EKD ist nicht überzeugend und Ihre Behauptung, dass die Anthroposophie nicht christlich ist, eine persönliche Meinung.

    edit Andreas Lichte: vertritt die EKD eine „persönliche Meinung“?

    Meine Beurteilung der Anthroposophie beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung theoretischer und praktischer Natur.

    edit Andreas Lichte: Dann können Sie mir sicher auch das Steiner-Zitat erklären …

  • #11
    Dirk Klose

    Wie laut Sie auch schreien mögen: Es bleibt Ihre persönliche Meinung. Finden Sie sich damit ab. Und lernen Sie die Meinung Anderer zu respektieren!

  • #12
    Andreas Lichte

    @ Dirk Klose #11

    Sie schreiben: „lernen Sie die Meinung Anderer zu respektieren!“

    Geben Sie mir bitte eine Hilfe: Wie lerne ich die „Meinung Anderer zu respektieren“, wenn diese Anderen so etwas verehren, Rudolf Steiner:

    „(…) So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)

    Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse. (…)“

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

  • Pingback: Waldorfschulen Bullshit-Bingo – Waldorfsprech für Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe | Ruhrbarone

  • #14
    Andreas Lichte

    „Waldorfschulen Bullshit-Bingo – Waldorfsprech für Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe

    In Hamburg soll die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands entstehen. Für die Zeit der langwierigen Kooperationsverhandlungen zwischen Hamburger Senat und Waldorfschule bieten die Ruhrbarone Senator Ties Rabe ein unterhaltsames Lernspiel. Von unserem Gastautor Lukas Böhnlein (…)“

    weiter zum Waldorfschulen Bullshit BINGO! : http://www.ruhrbarone.de/waldorfschulen-bullshit-bingo-waldorfsprech-fuer-bildungssenator-ties-rabe/

  • #15
  • #16
    Absurdität

    Wir leben in einer durch und durch absurden Welt ! Das beweist die Tatsache das soetwas wie Religion und Esotherik überhaupt existieren können jeden Tag.

  • #17
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    (…)

    Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule

    (…) Geschichtsepochenhefte beginnen mit „Atlantis“. Dazu sagt der Anthroposoph Richard Karutz8 – mit dem Ziel, die Vereinbarkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre herauszustellen: „Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.“9

    Im Kapitel „Unsere Atlantischen Vorfahren“ seines Buches „Aus der Akasha-Chronik“ spricht Rudolf Steiner von „Atlantis“ und den „Rassen“, Zitat:

    „Die Vorfahren der Atlantier wohnten auf einem verschwundenen Landesteil, dessen Hauptgebiet südlich vom heutigen Asien lag. Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwicklungsstufen gegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als sogenannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen. Nur ein kleiner Teil der lemurischen Menschheit war zur Fortentwicklung fähig. Aus diesen bildeten sich die Atlantier. – Auch später fand wieder etwas ähnliches statt. Die größte Masse der atlantischen Bevölkerung kam in Verfall, und von einem kleinen Teil stammen die sogenannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört. Lemurier, Atlantier und Arier sind, nach der Benennung der Geheimwissenschaft, Wurzelrassen der Menschheit.“10

    In Atlantis findet also eine Trennung der Menschheit statt, in auserwählte Menschen – „Arier“–, die die „Menschheitsentwicklung“ voranbringen, und andere Menschen, die dem „Verfall“ preisgegeben sind. Die für ihn zwangsläufige Entwicklung fasst Rudolf Steiner in den von Helmut Zander oben erwähnten „Arbeitervorträgen“ im Jahre 1923 so zusammen:

    „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“11

    Im Geschichtsepochenheft liest sich die Auswahl der Menschen mythologisch verklärt so – Atlantis versinkt, und, Zitat Geschichtsepochenheft:

    „Nur ein geringer Teil der Atlantier überlebte die große Flut und die Erdbeben. Diese hatten sich um Manu, den Sonnengeweihten, geschart. Er war dafür ausersehen, das helle Licht der Gedanken zu entfachen. Mit 7 heiligen Rishis führte er sie nach Osten.“

    Zum Vergleich Rudolf Steiner:

    „Das war nach der atlantischen Flut, als diese Kolonie nach Süden ging und dort die erste Kultur der nachatlantischen Zeit begründete, die erste Kultur unserer Zeitepoche. Die fortgeschrittenen Lehrer, die da mit hinunterzogen, die ersten großen Lehrer des alten Indien, sie nennt man die alten Rishis.“12

    Die „erste Kultur der nachatlantischen Zeit“ ist, wie oben ausgeführt, die „Urindische Kulturepoche“. Das Geschichtsepochenheft beschreibt wie Rudolf Steiner eine fiktive Völkerwanderung der auserwählten Menschen: von Atlantis, das laut Steiner im Atlantischen Ozean lag13, zogen die Arier nach Indien.

    Die in der Waldorfschule unterrichtete anthroposophische Kulturepochenlehre ist eine rein weisse Menschheitsgeschichte, eine Geschichte des auserwählten Teils der Menschheit. Aber auch bei den Auserwählten setzt sich die „Menschheitsentwicklung“ fort: Die Höherentwicklung der Menschheit lässt sich anhand der Ausbildung der anthroposophischen „Wesensglieder“ beschreiben.

    Die 9 Wesensglieder im Überblick:

    1. Physischer Leib

    2. Äther-, Lebens- oder Bildekräfteleib

    3. Seelenleib, Empfindungsleib oder Astralleib (im engeren Sinne)

    4. Empfindungsseele

    5. Verstandes- oder Gemütsseele

    6. Bewußtseinsseele

    7. Geistselbst (Manas)

    8. Lebensgeist

    9. Geistesmensch (Atma)

    Bei der Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ wurden die zukünftigen Waldorflehrer auch mit der Bedeutung der „Wesensglieder“ für die „Menschheitsentwicklung“ in den aufeinander folgenden „Kulturepochen“ vertraut gemacht:

    Im Fach „Kunstbetrachtung“, einer anthroposophischen Kunstgeschichte, erläutert der Gastdozent „Dr. Weiss“ [Name geändert] die Entwicklung der Steinerschen „Wesensglieder“ anhand von dafür typischen Kunstwerken: Die alten Ägyper besaßen noch ein „magisches Bewusstsein“, eine unmittelbare Verbindung zur „geistigen Welt“; bei den Griechen bildete sich die „Verstandesseele“ aus; und „um das Jahr 1413 herum begann mit der Entdeckung der Perspektive die Ausarbeitung der Bewusstseinsseele“. „Damit haben die Europäer eine Vorreiter-Rolle übernommen“, erklärt Dr. Weiss.

    Im Zusammenhang mit der Perspektive präsentiert Dr. Weiss noch ein überraschendes Detail: auf nicht nachvollziehbaren Umwegen verortet er den eigentlichen Verdienst an der kulturhistorischen Leistung „Perspektive“ nördlich der Alpen, statt – wie allgemein üblich – in Italien. Aber auch das ist, Zitat Helmut Zander, „kein Unfall“, sondern Anthroposophie, Zitat „ABC der Anthroposophie“:

    „Das Jahr 1413 bezeichnet nun den ungefähren Zeitpunkt, an dem sich in den Völkern des germanischen Kulturkreises die Bewußtseinsseele auszubilden begann. Sie weiter zu entwickeln ist die Aufgabe der bis in die Mitte des vierten nachchristlichen Jahrtausends dauernden Fünften nachatlantischen Kulturepoche.”14

    Bis zum Jahre 3573 n. Chr. haben also die Völker des „germanischen Kulturkreises” die für die Menschheitsentwickelung alles entscheidende Funktion: die menschliche Evolution ist germanisch!

    An dieser Stelle noch einmal der Historiker Helmut Zander:

    „In der Konsequenz dieses Denkens lag auch Steiners Bestimmung des Judentums, das ebenfalls als evolutionshistorisch überholt galt (s. 8.3.2b), und in diesen Kontext gehören auch seine Völkerstereotypien, die gleichfalls hierarchisiert waren und die Deutschen als Avantgarde der Entwicklung sahen (s. 14.3.1a).“15

    „Die Deutschen als Avantgarde der Entwicklung“: ist das damit gemeint, wenn sich die Waldorfschulen in der Öffentlichkeit so vorstellen: „Waldorfschulen als Vorreiter. Nicht mehr lernen, sondern das Richtige.“16?

    zum vollständigen Artikel – mit Literaturliste vom ‘Bund der Freien Waldorfschulen’ zu ‘Rassen’ und ‘Atlantis’: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #18
    Andreas Lichte

    Waldorfschule: Versteinerte Erziehung

    Im Dezember 2012 gibt es in Deutschland 234 Waldorfschulen, die nach der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik unterrichten. Sie versprechen freieres und ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ als Alternative zur öffentlichen Schule. Doch ist die Waldorfschule wirklich frei? (…)“

    weiter zum Artikel von André Sebastiani: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-versteinerte-erziehung/

  • #19
    Andreas Lichte

    @ Jana Husmann

    Du schreibst: „Steiner lesen! Anstatt die anthroposophischen Inhalte vordergründig aus dem Unterricht auszublenden, wäre es entsprechend wünschenswert, nicht nur Lehrer, sondern auch (angehende) Waldorfeltern und Waldorfschüler zur Steiner-Lektüre zu verpflichten.“

    Ich habe dich ernst genommen – natürlich! – und Waldorfschülern den Vorschlag gemacht, Steiner zu lesen:

    Am 15.11.2012 hielt ich einen Vortrag an der Universität Siegen, der auch als Artikel bei den Ruhrbaronen veröffentlicht wurde, hier:

    Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Im Publikum gab es zahlreiche Waldorflehrer und Waldorfschüler.

    Die Waldorfschüler meldeten sich in der an den Vortrag anschliessenden Diskussion wiederholt zu Wort, mit Beiträgen wie: “Ich bin kein Rassist!”

    Irgendwann ist mir die dauernde Wiederholung zu dumm geworden, ich habe den Waldorfschülern sinngemäss geantwortet:

    “Niemand hier sagt, dass Sie Rassisten sind, dass Waldorfschüler Rassisten sind. Aber ich würde mir wünschen, dass Sie Ihr »kritisches Denken«, das Sie an der Waldorfschule gelernt zu haben behaupten, doch einmal KONKRET beweisen. Ich schlage vor: schreiben Sie einen Artikel über Rudolf Steiner, den ich dann beim Blog »Ruhrbarone« veröffentlichen werde.”

    Keine Reaktion. Kein “Ja”, kein “Nein”. Kein gar nichts.

    Als die Veranstaltung zu Ende war, bin ich gezielt zu den Waldorfschülern gegangen, habe nachgefragt:

    “Ist es o.k., wenn Sie für das Blog »Ruhrbarone« einen Artikel über Rudolf Steiner schreiben? Sie können schreiben, was Sie wollen.”

    “Warum sollten wir das tun?”, war die Antwort der Waldorfschüler.

    “Warum sollten wir Steiner lesen?”

    “Sie haben doch die Literaturliste vom »Bund der Freien Waldorfschulen« gesehen, wo es zu Rudolf Steiners Buch »Aus der Akasha-Chronik« heisst: »Nur für die Lehrerhand!« Wenn mir als Schüler so etwas gezeigt worden wäre, hätte ich mir sofort das Buch besorgt …”

  • #20
  • #21
    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    „Als ehemaliger Waldorfschüler kann ich nur jeden davor warnen seinen eigenen Kindern diese esoterisch-okkultistische Weltanschauungslehre anzutun. Wenn man als Eltern der Meinung ist, dass man mit Anthroposophie ja eh nichts zu tun haben möchte, sollte erst recht seine Kinder keinen Anthroposophen aussetzen. Ich war selbst 12 Jahre dieser verqueren Anthroposophischen Weltanschauungslehre ausgesetzt und bin Fassungslos darüber, dass sich jetzt der Staat zum Steigbügelhalter für diese Schule macht.“

    Mirko Ruh, UNTERSTÜTZER – Darum unterschreiben Menschen die Petition Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

  • #22
    Andreas Lichte

    Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

    Die von André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ macht weiter Schlagzeilen. Nun berichtete auch der Deutschlandfunk. Und Henning Kullak-Ublick, Vorstand des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, hält urplötzlich eine „Waldorf-Schule light“ für möglich, nachdem diese zuvor von Waldorf-Seite entschieden abgelehnt worden war: ist Kullak-Ublick glaubwürdig? Von Andreas Lichte.

    Als Kommunikationschef des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ scheint Kullak-Ublick dem selbsternannten Hellseher Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfpädagogik und der esoterischen Weltanschauung Anthroposophie, nacheifern zu wollen. Rudolf Steiner sagt:

    „Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst und dass wir dasjenige, was aus der Geistesforschung geschöpft wird, in den Urkunden wieder aufsuchen … Was heute erforschtwerden kann ohne eine historische Urkunde, das ist die Quelle für das anthroposophische Erkennen.“1

    Es zählt, was der anthroposophische Hellseher sieht, und nicht, was in „Urkunden“ steht, also dokumentiert ist.

    Dokumentiert ist, dass der Lehrplan der ersten Waldorfschulen „Rassenkunde“ enthielt, die in der siebten Klasse einzuführen sei, samt der Diskussion des „Gegensatzes von nördlicher und südlicher Volksart“ und dem kulturellen Ausdruck von „fremden Volksseelen“.2

    Bei einer Pressekonferenz des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ zu Rudolf Steiners Rassismus erklärte Kullak-Ublick aber im Widerspruch zur oben dokumentierten Geschichte der Waldorfschule:

    „Schon bei ihrer Gründung sind die Waldorfschulen mit einem Ansatz angetreten, der im krassest möglichen Gegensatz zu den Beschuldigungen [des Rassismus in der Waldorfschule] steht“.3

    Am 6. September 2007 entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Und auch hier fühlt sich Kullak-Ublick nicht an Fakten gebunden:

    „(…) So erläuterte Henning Kullak-Ublick, Mitglied im Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen, in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur der Hörerschaft, die Bundesprüfstelle habe die inkriminierten ‘Stellen für unwesentlich erklärt und … sie eben nicht indiziert. Gerade das hat sie ja nicht getan. Sie wäre dazu verpflichtet gewesen, wenn sie die eben als rassendiskriminierend angesehen hätte.’ Angesichts der Tatsache, dass in der Entscheidung 5505 [der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien] explizit steht, dass das Zwölfergremium zu dem Ergebnis gekommen ist, dass ‘Die Mission einzelner Volksseelen’ in Teilen ‘als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen’ sei, muss sich Kullak-Ublick eine Verdrehung der Fakten vorwerfen lassen. (…)“4

    Kommen wir zum aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks „Widerstand gegen staatliche Waldorfschule in Hamburg“, der so schliesst:

    „Waldorf-Schulen-Sprecher Kullak-Ublick hält sie auf jeden Fall für möglich: die ‘Waldorf-Schule light’.“

    Ein spektakulärer Sinneswandel, denn von Waldorfseite war eine „Waldorfpädagogik light“ entschieden abgelehnt worden. So hiess es in der „erziehungsKUNST”, Publikation des „Bundes der Freien Waldorfschulen“, ursprünglich, Zitat:

    „Die Interkulturelle Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg in städtischer Trägerschaft wird eine Symbiose zwischen dem Initiativkreis der Waldorfschule Wilhelmsburg, der Schulbehörde und dem bestehenden Kollegium in der Fährstraße darstellen. Dieses Resultat heißt weder ‘Waldorfpädagogik light’, noch dass die Waldorfpädagogik zu einem beliebig austauschbaren Methodenbaustein innerhalb der Staatsschulpädagogik wird, wie die Schulinitiative in ihrer Pressemittelung vom 9. August [2012] erklärt.“

    Wer den Artikel der erziehungsKUNST „Wilhelmsburg: Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft startet“ sucht, in dem diese eindeutige Aussage gemacht wurde, findet ihn nicht mehr. Er wurde nicht etwa gelöscht – was schon unseriös genug wäre – sondern durch einen anderen Artikel ersetzt, teste die automatische Weiterleitung: http://www.erziehungskunst.de/nachrichten/inland/wilhelmsburg-waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-startet/

    Wenn Dokumente plötzlich im Widerspruch zum erwünschten neuen Image stehen, kann man sie auch einfach verschwinden lassen, oder „retuschieren“, ein Vorgang, wie er aus Diktaturen bekannt ist.

    Nach dem geschilderten Umgang mit Dokumenten und Fakten mag jeder selber entscheiden, ob er Henning Kullak-Ublick – oder ganz allgemein, den „Bund der Freien Waldorfschulen“ – weiter für glaubwürdig halten möchte.

    hier zum Original-Artikel > http://www.ruhrbarone.de/henning-kullak-ublick-der-bund-der-freien-waldorfschulen-und-die-glaubwuerdigkeit/

  • #23
    Andreas Lichte

    ‘Waldorfpädagogik ist gefährliche Esoterik’ – André Sebastiani im Interview mit der taz über die geplante ‘staatliche Waldorfschule’

    Noch im Januar 2013 warb Christian Füller in der taz für die umstrittene erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands und diffamierte dabei André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, tollpatschig als „Rudolf-Steiner-Hasser“. Nun bietet die taz Sebastiani die Chance, in einem Interview die Gründe für die von ihm initiierte Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ darzustellen (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfpaedagogik-ist-gefaehrliche-esoterik-andre-sebastiani-im-interview-mit-der-taz-ueber-die-geplante-staatliche-waldorfschule/

  • Pingback: Psiram » Henning Kullak-Ublick, der ‘Bund der Freien Waldorfschulen’, und die Glaubwürdigkeit

  • #25
    Anne

    Ich selbst besuche eine Waldorfschule und hin und wieder frage ich mich, ob Menschen die sich ein Urteil erlauben und Steiner mit Hitler gleichstellen, tatsächlich schon mal eine dieser Schulen besucht haben und sich angesehen haben, wie es dort tatsächlich abläuft. Wir lernen nicht unseren Namen zu tanzen, wir lernen ein eurythmisches Alphabet, womit wir unseren Namen „schreiben“ könnten.
    Und wenn man dann so etwas hört wie: Waldorfschüler gehören einer Sekte an, sie sind alle vom Teufel besessen, weil sie den Fünfstern im Eurythmieunterricht laufen. Dann kann man sich fast nur an den Kopf fassen und sich fragen, ob die Menschen die dieses Buch verfasst haben, irgendwann einmal mit jemandem gesprochen haben, der auf eine Waldorfschule geht. Es ist unfassbar, was alles kursiert. Und wenn Unwissende anschließend diese Bücher lesen und ihre Artikel und Ansichten darauf aufbauen, kann gar nichts Gutes dabei herauskommen. Geht in Waldorfschulen und seht sie euch an. Es gibt 100 Veranstaltungen im Jahr und anschließend wird jeder erkennen, dass all diese Debatten unfassbarer Schwachsinn sind. Für meine Entwicklung hat die Waldorfschule nur Gutes getan. Wir hatten schöne Erlebnisse, haben Stücke einstudiert, gemeinsam gelernt und Pratika absolviert. Alles was andere Schulen auch tun. Unser Lehrplan verläuft etwas anders, aber ich habe eben mein Abitur mit 1 abgeschlossen. Nichts was ich in dieser Schule gelernt habe, hat mir geschadet. Jeder kann seine eigene Meinung haben und mir wurde in meiner Schulzeit niemals, wirklich niemals eine aufgezwungen. Was Rudolf Steiner und Rassismus anbelangt, kann ich wieder nur von einem Irrtum sprechen. Man wird in Rudolf Steiners Schriften, wenn man danach sucht, sicher Dinge finden, die rasstisch klingen. Wenn man es darauf anlegt, kann man in vieles Rassismus hineininterpretieren. Aber dann ist man von Vorurteilen gelenkt. Wer sich intensiv mit den Lehren und Schriften von Steiner beschäftigt, wird verstehen, wie er es gemeint hat. Doch man muss offen für die Anschauung sein und nicht von vorneherein mit einem Brett vor dem Kopf sich alles so zurecht legen, dass es passt. Man sollte sich damit auseinandersetzen und keine Pauschalaussagen treffen. Dann wird man erkennen, dass dies wenig mit Rassismus zu tun hat. Der uns in der Schule übrigens auch nicht nahegelegt wurde.
    Also, erst an Unterrichten teilnehmen, mit Schülern und Lehrern sprechen und dann erst urteilen. Weil diese Aussagen hier alle tierisch überzogen sind. Und ob esoterisch, ja oder nein, spielt wohl kaum eine wichtige Rolle. Bei uns werden keine „geheimen“ Lehren unterrichtet, die man nur versteht, wenn man Teil dieser ist.
    Esoterik im ursprünglichen Sinne ist eine philosophische Grundhaltung von Menschen, die glauben, dass da jenseits der materiellen Welt noch etwas sein muss, mit dem zu befassen sich lohnt. Sie ist also eigentlich alles andere als Konkurrenz- oder Ersatzreligion, sondern als Oberbegriff gemeinsames Bindeglied aller Religionen und philosophischen Weltanschauungen.
    Was soll also diese Debatte, dass die Waldorfschule verstaatlicht wird. Kinder sind kreativer und selbstbewusster wenn sie an Waldorfschulen waren, man macht wunderschöne Erfahrungen und lernt dass Schule (oh Schreck) manchmal sogar Spaß machen kann. Der Leistungsdruck ist bei uns geringer, dafür haben die Kinder in den zweiten Klasse noch ein Leben und kein Tagesplan wie ein Erwachsener mit einer 45 Std. Woche. Und unser Abitur schaffen wir wie alle anderen auch. Also bitte, Schluss mit den unwahren und schwachsinnigen Debatten, weil man sich tatsächlich nur auf das beruft, was Unwissende behaupten.

  • #26
  • #27
    Wissenschaftsrat der GWUP an Senator Ties Rabe

    Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg

    Offener Brief an den Hamburger Schulsenator Ties Rabe

    Sehr geehrter Herr Senator Rabe,

    mit Unverständnis und großer Sorge haben wir Ihre Entscheidung zur Kenntnis genommen, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ein Waldorfkonzept in die bestehende Schule an der Fährstraße zu integrieren. Wir halten diese Entscheidung für ein völlig falsches Signal für den Wissenschafts- und Bildungsstandort Hamburg, die für Deutschland ein Präzedenzfall wäre, und fordern Sie dringend auf, diese Entscheidung zurückzunehmen.

    Die Waldorfpädagogik wurde durch den Esoteriker und Okkultisten Rudolf Steiner begründet und ist Teil seiner esoterischen, anthroposophischen Lehre. Sie enthält ein Sammelsurium von anti-aufklärerischen, pseudowissenschaftlichen und rassistischen Ideen. Dazu zählen beispielsweise eine esoterische Entwicklungslehre („Jahrsiebte“) und eine willkürliche Einteilung der Charaktere der Schüler und Schülerinnen in vier Grundtypen („Temperamente“). Der Waldorf-Klassenlehrer soll nach Steiner Künstler, Priester und höchste Autorität sein. Er soll das Temperament und das angebliche „Karma“ seiner Schüler, das von ihren „früheren Leben“ geprägt ist, durch „Hellsicht“ erkennen und sein pädagogisches Handeln danach ausrichten. Diese esoterischen Konzepte durchdringen alle Fächer, auch den musisch-künstlerischen Bereich. Sie sind ein zentraler Teil der Waldorflehrerausbildung und kommen bis heute im Unterricht zur Anwendung.

    Unsere Gesellschaft benötigt zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs. Dafür brauchen wir einen Unterricht, der sich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachdidaktiken orientiert, nicht an den hellsichtigen Schauungen Rudolf Steiners. Einen Unterricht, in dem die Vielfalt der geistes- und naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden vermittelt wird. Einen Unterricht, der Kinder Freude und Staunen über eine Welt lehrt, die man untersuchen, erforschen und verstehen kann. Einen Unterricht, in dem die Kinder aber auch ermutigt werden, sich selbst, ihre Lehrer und das bisher Erforschte zu hinterfragen, zu testen und ihre Weltsicht gegebenenfalls zu korrigieren und zu erweitern. Das gilt auch für den musisch-künstlerischen Bereich. Mit der Waldorfpädagogik, die mit der Anthroposophie Rudolf Steiners untrennbar verbunden ist, sind diese Erfordernisse einer modernen Gesellschaft in keiner Weise vereinbar. Die Waldorfpädagogik versteht sich als geschlossenes Konstrukt, daher ist es nach unserer Ansicht nicht möglich, einzelne „positiv“ erscheinende Komponenten davon herauszupicken, ohne die schädlichen Komponenten zwangsläufig mit einzukaufen. Lapidar ausgedrückt: Ein bisschen Waldorf geht ebenso wenig wie ein bisschen schwanger.

    Wir fordern daher nachdrücklich, vom geplanten Schulversuch, der auf Kosten der Kinder geht, Abstand zu nehmen und statt esoterischer Lehren ohne Wenn und Aber eine aufgeklärte, moderne und wissenschaftliche Weltsicht ins Zentrum der Schulbildung zu stellen.

    Erläuterungen finden Sie im Anhang dieses Schreibens.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. habil. Rainer Wolf

    Vertreter des Wissenschaftsrats im Vorstand der GWUP

    Unterzeichner:

    Prof. Dr. Michael Bach
    Dr. Mark Benecke
    Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger
    Prof. Dr. Peter Brugger
    Prof. Dr. Christoph Daxelmüller
    Prof. Dr. Edzard Ernst
    Dr. Krista Federspiel
    Prof. Dr. Dittmar Graf
    Prof. Dr. Wolfgang Hell
    Prof. Dr. Martin Hermann
    Prof. Dr. Dieter Herrmann
    Wolfgang Hund
    Prof. Dr. Bernulf Kanitscheider
    Prof. Dr. Johannes Köbberling
    Prof. Dr. Walter Krämer
    Prof. Dr. Peter Kröling
    Prof. Dr. Martin Lambeck
    Prof. Dr. Heinz Oberhummer
    Dr. Rainer Rosenzweig
    Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer
    Dr. habil. Rainer Wolf
    Prof. Dr. Hartmut Zinser.

    Die Unterzeichner sind Mitglieder des Wissenschaftsrates der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.

  • #28
    bertha

    IHR SEID LEUGNER DER GÖTTLICHEN WAHRHEIT. BEDENKET , WAS JESUS mit euch zulassebn wird. IHR W ERDET NACH DEM TOD OJN DER SPIRITUELLE WELT SEHER SEHER HART ABARBEITEN, WEIL IHR DEN MENSCHEN DIE WAHRE LEHRE , HEILUNG, GERMANISCHE NEUE MEDIZIN VORENTHALTET! lest selber www.j-lorber.de DR RYKE HAMER LESEN. AUF IHN WIRFT DIE GELDn )GIERIGE PHARMAINDUSTRIE ALLE TÖDLICHEN PFEILE ( wie jetzt auf PUTI

  • #29
    Stefan Laurin

    @Bertha: Ich finde es sehr schön, dass die Pyschiatrien Patienten wie Ihnen auch einen Internetanschluss zur Verfügung stellen. Aber wenn einer Ihrer Wärter liest, was sie so schreiben, wird das erst einmal nichts mit dem Nachtisch 🙂

  • #30
    Andreas Lichte

    “Eliten an die Waldorfschule – Strickzeug statt Smartphone

    FAZ, 6.8.2014, Jan Grossarth

    (…)

    Hopmann ist ein erklärter Gegner der Steinerschen Pädagogik. Er hält Anthroposophen für eine esoterische Sekte, spricht von „totalitärer Pädagogik“ und findet den Unterricht an manchen Waldorfschulen so subtil indoktrinär, dass es selbst die meisten Eltern nicht bemerkten.

    (…)”

    zum FAZ-Artikel:

    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/waldorfschulen-unter-die-lupe-genommen-13075296.html

    Prof. Hopmann bei den Ruhrbaronen:

    „Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein“

  • #31
    Andreas Lichte

    „Gegenteil-Tag, 365 Tage im Jahr – Rudolf Steiner, ‘Denker’ der Waldorfschule

    (…)

    Wer überlegt, sein Kind in eine Waldorfschule zu schicken, sollte vielleicht aber doch einmal zu einem Buch Steiners greifen. Nur so kann der Unterschied von, Zitat Prof. Klaus Prange, „allgemeiner öffentlicher Präsentation der Waldorfschule, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist“, erkannt werden und man vermeidet, mit der anthroposophischen Pädagogik eine „Mogelpackung“ zu kaufen, „die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“5

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.schiebener.net/wordpress/?p=29762

  • #32
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash ‘Aus der Akasha-Chronik’

    BERLIN. (hpd) Rudolf Steiner (1861–1925) behauptete, Einblick in die “Akasha-Chronik”, ein geistiges Weltengedächtnis in der “Ätherwelt”, zu haben. Über diese “Chronik”, in der alle Ereignisse der Geschichte, alle Taten, Worte und Gedanken der Menschheit enthalten seien, schreibt Rudolf Steiner sein Buch “Aus der Akasha-Chronik”.

    Ich versuche, einem Freund den Inhalt zu erklären:

    (…)“

    weiter: http://hpd.de/artikel/10883

  • #33
    Andreas Lichte

    Damit nie wieder jemand Steiner im Original liest und bemerkt, dass Rudolf Steiner ein Scharlatan und Rassist war, gibt es jetzt eine neue anthroposophische Werkausgabe Rudolf Steiners:

    „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’: ‘Des Steiners neue Kleider’

    (…)

    Was Clement nun als ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners (SKA)’ abliefert, ist der Versuch, der Öffentlichkeit eine rein anthroposophische Sicht auf Rudolf Steiner als unabhängige Wissenschaft zu verkaufen.

    Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

    „Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

    Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“16

    Bulwer-Lyttons „Vril“ wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“17 in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik“.“

    zum vollständigen Artikel beim Ratgeber-News-Blog (mit Quellenangaben): https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/04/14/christian-clements-kritische-ausgabe-der-schriften-rudolf-steiners-ska-des-steiners-neue-kleider/

  • #34
    Andreas Lichte

    Im Artikel von Jana Husmann heißt es: "Man wirbt mit Steiners vermeintlich „ganzheitlicher“ und künstlerisch ambitionierter Pädagogik als Erziehungskonzept, negiert jedoch weitgehend den Einfluss der Steinerschen Lehre (und damit seiner okkultistischen Weltanschauung) im Unterricht."

    Jost Schieren, Professor an der anthroposophischen "Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft", verkauft eine Waldorfpädagogik, die so "normal" wie möglich erscheinen soll:

    Beim Werber Jost Schieren ist "Reinkarnation" normal, wird zu einer weiteren "Sichtweise auf den Menschen", die – Verkaufsargument! – von "Fremdbestimmung" befreit, siehe den Artikel des Humanistischen Pressedienstes:

    "Der Waldorf-Werber", http://hpd.de/artikel/waldorf-werber-12931

  • #35
    Andreas Lichte

    Die "staatliche Waldorfschule" in Hamburg ist in Rekordzeit gescheitert. Das Modellprojekt einer Zusammenarbeit des "Bundes der freien Waldorfschulen" mit den Bildungsministerien der Länder (hier: Hamburg) zeigte die Unvereinbarkeit der fundamentalistischen Weltanschauung "Anthroposophie" mit den pädagogischen Zielsetzungen einer öffentlichen Schule.

    Dazu der Kommentar des Pädagogen André Sebastiani:

    „Hamburger Schulversuch: Ein bisschen Waldorf ging nicht

    Von André Sebastiani

    Der Waldorf-Schulversuch im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg ist gescheitert, wie die taz und das Hamburger Abendblatt übereinstimmend berichten. Im Rahmen eines Schulversuchs wollte man an der Ganztagsschule Fährstraße „Elemente der Waldorfpädagogik“ in den Unterricht integrieren (…)“

    weiter: http://blog.gwup.net/2016/07/06/hamburger-schulversuch-ein-bisschen-waldorf-ging-nicht/

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