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Konzerthaus Bochum: Warnung vor dem Bürgerentscheid

Ein Erfolg des angestrebten Bürgerentscheids in Bochum machte die Stadt Bochum nicht reicher, sondern ärmer. Von unserem Gastautor, dem Bochumer Kulturdezernenten Michael Townsend.

Und das gilt nicht nur im übertragenen Sinn, sondern auch wirtschaftlich:
Für einen Einsatz von 2,4 Mio. Euro erhält Bochum einen bilanziellen Vermögenszuwachs von 33 Mio Euro. So ein Geschenk gibt’s für Kommunen sonst niemals!
Die alltäglichen Arbeitsbedingungen der Bochumer Symphoniker sind so verbesserungsbedürftig, dass im Falle eines Nichtbaus des Musikzentrums mindestens dieselbe Summe für die Schaffung einer räumlichen Alternative erforderlich würde.
Dieses Geld kann man nur einsparen, wenn man das Orchester letztlich ganz abschaffen will. Das sollte man dann aber auch ehrlich sagen, damit alle ein klares Bild von der Initiative haben. Dabei sei der Hinweis gestattet, dass die Abwicklung des Orchesters nur mittelfristige bis langfristige Einspareffekte hätte, der kulturelle und Imageschaden für Bochum aber sofort eintreten würde!
Also: Investiver Spareffekt deutlich (!) im Minusbereich.

Thema Betriebskosten:

Die Stadt Bochum hat nach dem Bau des Musikzentrums zusätzliche Betriebskosten von 300tsd. Euro pro Jahr zu tragen. Ende.
Für die Instandhaltung der Jahrhunderthalle sind bis mindestens 2023 weitere 400tsd. Euro jährlich fällig, ob wir das Gebäude übernehmen oder nicht.

Auch hier muss festgehalten werden:
Wer diese Summe sparen will, muss sowohl auf die Investitionen im Stadtzentrum verzichten, als auch die Jahrhunderthalle schließen und dann damit das Risiko eingehen, den Westpark verfallen lassen.
Aber: Wer will das ernsthaft?
Platzt die Übernahme der Jahrhunderthalle, fehlen in Bochum an Investitionen und Kostenübernahmen des Landes im Westpark und im Viktoria-Quartier zwischen 40 und 56 Mio. Euro!
Selbst, wenn man die zusätzlichen Betriebskosten auf 10 Jahre hochrechnet, stehen hier 7 Mio. gesparte Euro (700.000 Euro Betriebskosten Musikzentrum und JHH x 10 Jahre) gegen 50 Mio. Euro an zuwachsenden Finanzmitteln – den Verlust an Kultur- und Stadtentwicklungsperspektiven nicht gerechnet.

Ein sehr schlechtes Geschäft für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und der Region!

Fazit:

Wer jetzt in Kauf nimmt, dass diese langfristigen Entwicklungsperspektiven im Westpark und im Stadtzentrum einschließlich des bürgerschaftlichen Engagements der Stiftung scheitern, riskiert
– das Fehlen hoher Millionenbeträge aus Förder- und Drittmitteln für die Stadtentwicklung,
– den Wegfall eines zig Millionen schweren Investitionsvolumens nicht zuletzt für die heimische Wirtschaft,
– die Zerstörung eines bürgerschaftlichen Engagements in unserer Stadt auch für zukünftige Projekte,
– vorhandene Aufführungsperspektiven für über 10.000 Musikschüler und verschlechtert die Möglichkeiten im Bereich der kulturellen Bildung und musikalischen Erziehung,
– nach der unsäglichen Diskussion um die Museumsschließung eine überregionale Rufschädigung für Bochum als Kultur- und Wissenschaftsstandort und
– das Scheitern der kulturellen Entwicklungsplanung, die Bochum auch zukünftig zu einem der größten -wenn nicht dem größten- kulturellen Player der Region machen kann und

Besonders die häufig gewählte Verknüpfung mit der Schulentwicklungsplanung mit dem Thema macht an dieser Stelle auch eine intellektuelle Unredlichkeit in der Argumentation deutlich:

In Bochum wird keine Schule geschlossen, um von dem eingesparten Geld Kultureinrichtungen zu bauen oder zu unterhalten. Nicht einmal die Konsolidierungsanstrengungen für den städtischen Haushalt sind der primäre Grund dafür.

In Bochum werden Schulen geschlossen, weil die Schüler dafür nicht mehr da sind und für kleinere Klassen die Lehrer fehlen! Mit dem eingesparten Geld würden nicht nur keine Schulen gerettet, es würde den –leider zahlenmäßig zurückgehenden – Bochumer Kindern und Jugendlichen eine einzigartige Möglichkeit der außerschulischen Fortbildung im musikalischen Bereich genommen.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – und eigene Programme für sie – werden Schwerpunkte des Musikzentrums sein. Das Spektrum reicht von der Durchführung einer jährlichen Europäischen Jugend-Orchesterakademie als Exzellenzprojekt im Bereich der klassischen Musik bis zu Musikerziehung und JeKi.So sollen im großen und insbes. Im kleinen Saal des Zentrums Proben und Konzerte von Jeki Kindern, Musikschülern und Musikschul-Ensembles stattfinden, die im Moment an Orten stattfinden, die sowohl von der Akustik aber vor allem von der Raumgröße oft nicht akzeptabel sind.

Und:

Jeder, der zu diesem Zeitpunkt diese wichtigen Entwicklungen über ein Bürgerbegehren zur Disposition stellen will, muss sich fragen lassen, warum es zu einem Zeitpunkt geschehen soll, an dem bereits
– jahrelange Planungsarbeiten und
– Verhandlungen mit Fördergebern erfolgt sowie
– erhebliche Gelder investiert worden sind als auch

Ratbeschlüsse im zweistelligen Bereich zu diesem Thema gefasst worden sind,  und nicht zu einer Zeit, als entsprechende Grundsätzbeschlüsse noch nicht bestanden. An diesem Punkt hätte dann evtl. noch die Möglichkeit bestanden, Fördermittel sowie Planungs- und Entwicklungskapazitäten als auch Finanzmittel der Stadt in andere Projekte umzuleiten.

Jetzt wären die Ressourcen einfach weg!

Wer kann diese Effekte wollen? Ich zumindest nicht!

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77 Kommentare zu “Konzerthaus Bochum: Warnung vor dem Bürgerentscheid

  • #51
    Volker Steude

    Was Leute anziehen würde wären erstklassige Schulen. Super ausgestattet, mit kleinen Klassen und in hervorragendem Zustand. Da würden Eltern in Scharen nach Bochum ziehen.

    Wegen einem Musikzentrum zieht aber wohl niemand nach Bochum oder bleibt hier. Ich kann gut in Dortmund wohnen und in Bochum ins Musikzentrum gehen oder in Bochum wohnen und mir Dortmund einen Musikgenuss gönnen. Ich ziehe nicht in eine Stadt, nur weil die ein Konzerthaus hat.

    Wir leben in einer Metropolregion, da sind die Wege kurz und ich muss nicht alles um die Ecke haben. Nur Schüler/Innen, die sind nicht so mobil, die brauchen eine Schule um die Ecke… .

  • #52
    Ulrich Fuchs

    Ist doch Unsinn. Man zieht doch nicht in einen Ort, weil die Grundschule in der Nähe ist. Man zieht in einen Ort aus weiß der Deibel was für Gründen und wenn man kleine Kinder hat, sucht sich dann ne Wohnung, in der es in der Nähe Schulen gibt.

    Nein, die Debatte um die Grundschulen hier in Bochum geht schlicht und einfach darum, dass ein paar gutsituierte Eltern entwedern ihren Kindlein nicht zutrauen, ein paar Meter zu laufen (kurze Füße, kurze Wege, haha. Mein Schulweg als Grundschüler war locker ne Viertelstunde, sowas können auch kurze Erstklässlerfüße mit Schulranzen laufen), oder unbedingt ins Grüne ziehen wollen aber sich dann beschweren, dass die Infrastruktur nicht da ist und man die Kids halt durch die Gegend fahren muss. Luxusprobleme.

  • #53
    Eva

    @ Arnold: Die Antwort auf Deine Frage lautet aus meiner Sicht: Ja. Nur weil die Politik in anderen Städten nicht über die Stadtgrenzen hinaus denken kann, heißt das noch lange nicht, dass Bochum genau so agieren sollte. Es geht nicht darum, dass Bochum Herne aussticht oder Essen Gelsenkirchen. (Hier könnte man beliebig die Namen anderer Ruhrgebietsstädte einsetzen.) Diese Kleinstädterei können wir uns schon lange nicht mehr leisten. Das Ruhrgebiet hat in der Zukunft nur dann eine Chance, wenn die knappen Ressourcen gebündelt und gezielt eingesetzt werden.

  • #54
    Volker Steude

    Jetzt aber wieder zu den Zahlen.

    Auch Kostenansatz für den künstlerischen Aufwand schweigen sich Townsend und Schmidt aus.

    Da es dafür offensichtlich gar keine Planzahlen gibt. Setze ich einen Merkposten ein in Höhe von 90.000 EUR/Jahr an.

    Neuer Zwischenstand bei den Kosten des Musikzentrums: 2,2 Mio./ Jahr
    (für Betrieb, Instandhaltung, Abschreibung, Zinsen und künstlerischem Aufwand)

    Punkt 6 – Betriebskosten
    Es wird von 650.000 EUR ausgegangen. Die von der Stadt in Auftrag gegebene Projektstudie des Büros Assmann sagt aber aus, dass in diesem Betrag keine Kosten für Verwaltungsräume für die Symphoniker einkalkuliert sind (http://gruene-bochum.de/presse/news-detail/article/musikzentrum_planung_widerspricht_ratsbeschluss/). Außerdem gibt sie zu bedenken, dass eine Verfehlung des Kostenrahmen um 10% durchaus vorstellbar ist.

    Wenn es keine Verwaltungsräume im Musikzentrum gibt, müssen diese extern angemietet werden. Mit welchen Kosten rechnet die Stadt denn dafür?

    Für die Akkustik wären anstatt der geplanten 12.000m³ umbautem Raum eigentlich 14.000m³ erforderlich. Wie wurden die daraus resultierenden Mehrkosten einkalkuliert?

  • #55
    Arnold Voß

    @ Maik # 50

    Das haben sie wohl. Und wenn es in Essen nicht Jemand wie Bertold Beitz gäbe, dann hätten die auch keine größere und schönere Sinfonie bekommen.

    Aber sie haben Recht, die Folgekosten übersteigen bei solchen Gebäuden, schon allein aus der Tatsache, dass sie rein physikalisch für viele Jahrzehnte, ja wohlmöglich für mehr als ein Jahrhundert, errichtet werden, immer die Entstehungskosten. Und genau deswegen kommen in der Regel die Spender dafür nicht auf. Dann könnten sie es nämlich gleich selber betreiben.

    Ein Superdeal ist es schon dann nicht mehr, wenn die Spende z.B. ihre Eintrittskosten für die nächsten 10 Jahre übersteigen würde. Aber natürlich können sie bei entsprechendem Einkommen diese Spende steuerlich absetzen. Aber sie könnten eben auch das nicht gespendete Geld selbst gewinnbringend anlegen.

    Anderseits gibt es, gerade auf Grund der insgesamt viel größeren Folgekosten, auch für die Spender keinen Grund, so zu tun, als gehöre das Gebäude letztlich doch ihnen bzw. dass sie meinen, entsprechend auf das Einfluss nehmen zu können, was in dem Gebäude passiert. Achtenswert ist allerdings jede Spende nichtsdestotrotz. Und zwar unabhänging von der absoluten Höhe.

  • #56
    Volker Steude

    @Fuchs Wenn ich ins Ruhrgebiet mit Kindern ziehe, schaue ich, in welcher Stadt gibt es die besten Schulen und da ziehe ich eher hin als in andere Städte.

    Wenn ich in einer Stadt mit ausgezeichneten Schulen wohne, ziehe ich mit Kindern nicht weg, obwohl mich mein Arbeitgeber ggf. in eine Filiale versetzt hat die 50km von Bochum weg ist, da nehme ich lieber den weiteren Arbeitsweg in Kauf.

  • #57
    Arnold Voss

    @ Eva # 53

    Grundsätzlich bin ich da ganz deiner Meinung. Aber wenn es schon lange so wäre, wie du und ich es dir wünschen, dann wäre mindesten ein großes Konzert. bzw. Musikhaus des Ruhrgebietes genau da wo es jetzt die Bochumer, bzw. die von denen, die dafür sind, hinbauen wollen. Bochum oder besser seine Innenstadt liegt nämlich ungefähr in der geographischen Mitte der Region und ist von allen anderen Städten aus am besten zu erreichen. Es wäre allerdings viel größer als das was jetzt dahin soll.

  • #58
    Ulrich Fuchs

    @Eva: Die Mär vom Ruhrgebiet als Ruhrstadt habe ich auch mal geglaubt. Das Kulturhauptstadtjahr hat mich eines besseren belehrt: Es funktionierte nicht, die Wege sind zu weit. Man fährt zwar mal in eine andere Stadt um irgendwelche Geschichten zu machen, aber stets mit dem Gefühl, die eigene Stadt zu verlassen. Das färbt auf die Befindlichkeiten der Menschen ab. Wir tun uns ja schon schwer, dass sich Wattenscheider, Gerther oder Stiepeler als Bochumer begreifen. Als Ruhrstädtler werden sie sich nie fühlen.

    Und damit muss man wohl wirklich multizentrisch denken, vielleicht mit bestimmten Schwerpunkten in den Einzelzentren (Essen: Hochkultur, Bochum: Subkultur?). Aber bei 300000 Einwohnern kann man durchaus ein stattliches Zentrum haben. Man betrachte mal Freiburg oder Münster im Vergleich mit Bochum: Deutlich weniger Einwohner, aber deutlich mehr Stadt. Soll heißen: Mit 370000 Einwohnern und einer Uni müsste man in Bochum eigentlich ganz andere Sachen stemmen können, wenn man den Strukturwandel mal endlich mental akzeptieren würde. Und zwar ohne andere Städte zu kannibalisieren (ok, Herne und Hattingen vielleicht). Das Musikzentrum ist ein Schritt in dieser Richtung.

  • #59
    Stefan Laurin

    @Ulrich Fuchs: Der Ruhm des Münsteraner Theaters ist ebenso an mir vorbeigegangen wie die bundesweite Bedeutung der Freiburger Bühnen. Aber davon mal ab: Werfen Sie doch einmal einen Blick auf eine Landkarte. Sehen Sie da Unterschiede zwischen Freiburg, Münster und Bochum? Könnte es sein, dass die nicht von größeren Städten umgeben sind und nicht Teil eines Ballungsgebietes sind? Und könnten Sie mir bitte erklären, was das Musikzentrum mit Strukturwandel zu tun hat? Habe ich die zahlreichen neuen Jobs für Akademiker verpasst, die an dem Bau hängen?

  • #60
    Ulrich Fuchs

    Ich sprach von deutlich mehr Stadt. Nicht von deutlich mehr Theater. Man soll es nicht glauben, aber das ist ein Unterschied. (Mit dem Theater haben wir in Bochum die einzige Trumpfkarte. Aber fällt ihnen sonst noch eine ein, warum Bochum irgendwie chick sein sollte?). Und der Blick auf die Landkarte sollte zeigen, dass auch Bochum nicht ganz umlandfrei ist. Herne. Hattingen. Sprockhövel. Witten. Da gibts ne ganze Menge Leute, die die Auswahl zwischen Dortmund und Bochum haben, bei der Frage, wo’s einen am Wochenende oder zum Einkaufen hinzieht. Und was für die Entscheidung zählt ist nicht, wo’s mehr Konzerthäuser gibt oder mehr Theater. Sondern was sich mehr nach Stadt anfühlt. Und das tut Bochum eben nicht, weil man in dieser architektonischen Ödnis Bochum an jeder Ecke merkt, dass die Einwohner sich offenbar nicht als Städter begreifen, sondern als Dorfbewohner, die Dinge nur insoweit machen, als sie unmittelbar nutzbringend sind. Stadt zeichnet sich aber immer auch ein bisschen durch Angeberei aus, durch Überflüssigkeit. Oder was finden wir schön, wenn wir nach Paris, London, Münster, Freiburg und so weiter fahen? Dass es da Dinge gibt, die einfach nur Geld kosten, niemandem unmittelbar nutzen, aber da sind und gut aussehen. Plätze, Angebergebäude der letzten Jahrhunderte, Parks, Skulpturen, Treppen. Die Möglichkeit, belebt zu werden. Bochum fehlt genau das, und wir müssen versuchen, für die nachfolgenden Generationen das in Bochum herzustellen, städtischer werden. Weg vom Zweck. Essen und Dortmund gelingt genau das inzwischen deutlich besser.

  • #61
    Stefan Laurin

    @Ulrich Fuchs: Das einzig Urbane in Bochum ist das Bermudadreieck. Ein Haus in dem Musik für alte Leute gespielt wird, ist da kein großer Gewinn. Schauen sie sich doch einmal die Untersuchungen an wer in klassische Konzerte reingeht… Sie können auch einen Edel-Tanztreff für Senioren fordern. Wichtiger wäre es für Freiräume für kleine Initiativen und Kulturgruppen zu fördern.
    Und wenn Sie der Stadt helfen wollen, dann machen Sie was gegen den geplante ECE-Citykiller. Wenn der kommt es sowieso alles egal.

  • #62
    Maik

    @#55 | Arnold Voß

    Och, Sie kennen doch gar nicht meine Präferenzen für ein Schwimmbad. Was glauben Sie, was mir das Wert ist. Ich spare eine insg. 1 Stunde Fahrzeit mit der EVAG und auch noch über 5€ für die Tickets pro Schwimmbadtag. Da sind die 1000 € selbst mit Eintrittsgeld (das ich ja woanders auch zahlen müsste) gut angelegt, wenn ich das auf 10 Jahre hochrechne erhöhe ich glatt auf 2000€ mit Absetzung von der Steuer auf 3000€. 😉 und da ist immer noch nichts subjektiv bewertetes drin.

    Für mich ist das dann sehr wohl ein Super-Deal, fraglich ist nur, ob es insg. eine Begründung gibt, dass wegen mir öffentlich zu finanzieren.

    Die Philharmonie können Sie wegen mir geschenkt haben. War es die Hütte, die Millionen nachgeschossen bekommen hatte, weil der (damalige) Intendant das Budget überzogen hatte? Ich meine, das war in dem Jahr, wo die Zeche Carl wegen einem Minus im untersten sechsstelligen Bereich dicht machen musste… Das sind halt die Geschenke, die man so bekommt. Da ist das egal, ob das vom Herrn Beitz oder von Frau Müller ist.

    Ich will die Spendenbereitschaft aber gar nicht madig mache. Ich finde das toll, ehrenwert und das wird viel zu wenig gemacht. Es nützt aber nichts, das man einem geschenkten Gaul eben doch auch mal ins Maul schauen sollte. Und der Bürger, wie Herr Townsend ja anmerkte mit seriösen und transparenten Zahlen gefüttert wird über was er da eigentlich abstimmt bzw. im Rat hat abstimmen lassen. Die repräsentative Demokratie sollte nämlich kein Deckmantel für Intransparenz sein, wie das Herr Townsend gerne hätte. Bis jetzt sieht es doch so aus, das nicht eine Zahl, die dieser Kulturdezernent in den Raum geworfen hat haltbar ist. Zumindest konnte er kein Gegenargument entkräften. Im Gegenteil, nach dem er Steuergelder für das Aufschreiben von Lügenzahlen ausgegeben stiehlt er sich kackendreist aus der Affäre, in dem er sagt für die Richtigstellung meiner falschen Zahlen werde er vom Steuerzahler nicht bezahlt. Touché und sauber dem Bochumer Bürger in die Fresse gespuckt.

  • #63
    Maik

    Nachtrag: Es war die Philharmonie: http://www.welt.de/welt_print/article2484836/Warum-die-Essener-Philharmonie-ihren-Intendanten-feuert.html

    Fairerweise muss man nat. noch anmerken, dass man so einen Intendanten nun wirklich nicht einkalkulieren kann

  • #64
    thomas

    @Ulrich Fuchs

    Da haben sie ja richtig den Überblick über die Situation.
    Es geht unteranderem genau um den Erhalt auch von kurzen Schulwegen. Mein Sohn läuft jetzt 15 bis zwanzig Minuten zur Schule. Und das soll auch so bleiben.
    Es ist sicher kein LUXUSPROBLEM wenn man sich über unsinnige Schulschließungen aufregt.
    Was machen weniger gut aufgestellte Familien, sie sind die die finanziell getroffen werden, wenn es darum geht die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Ökologisch kann man darüber auch diskutieren. Oder die Förderung der Selbständigkeit.

    Machen sie sich mal einen Überblick und nennen sie eine fußläufige Alternative zur Borgholzschule, die Brenscheder wird wohl kaum die Kapazität haben zwei Klassen aufzunehmen.
    Erst denken dann posten, wie so oft im Leben!

  • #65
  • #66
    C. Karpus

    @ Ulrich Fuchs

    Die Frage von Thomas aufnehmend:

    Nennen Sie mir doch bitte Ihren Tip zu welcher Schule ein Kind laufen soll, das Ecke Nordring/Kortumstraße wohnt.

    Jetzt bitte nicht die Weilenbrinkschule nennen, die ist nämlich nicht für alle offen.

  • #67
    Dirk Kropp

    Sehr geehrter Herr Karpus,

    Ich bin PR-Berater. Sie sind Rechtsanwalt. Ich muss in meinem Beruf – ähnlich wie ein Journalist – Fakten recherchieren, auf Ihren Wahrheitsgehalt prüfen und bewerten. Sie müssen das vielleicht nicht, das kann ich nicht beurteilen.

    Wenn Sie aber schon recherchieren, wer mit Ihnen diskutiert, dann machen Sie das bitte mit dem Eifer bzw. der Pedanterie, mit der Sie für Ihre Sache streiten.

    Sollten Sie mir noch einmal – wenn auch indirekt – unterstellen, ich sei ein bezahlter PR-Berater der Stadt Bochum, dann dürfen Sie sich über Post eines Kollegen freuen.

    PS: In Bochum geboren und seit 46 Jahren hier beheimatet!

    Mit freundlichem Gruß
    Dirk Kropp

  • #68
    Arend Weitzel

    Argumente für das Musikzentrum Bochum

    Behauptung: Die Stadt spart, wenn das Musikzentrum nicht gebaut wird…

    Sollte das Zentrum nicht gebaut werden, spart die Stadt lediglich einmalig den Eigenanteil von 2,4 Mio. € für das Musikzentrum und 2,17 Mio. für die Jahrhunderthalle und jährlich 300.000 € zusätzliche Betriebskosten für das Musikzentrum.
    In 10 Jahren hätten wir damit 7 Mio. gespart, aber mindestens 43 Mio. € verloren!:
    – 19 Mio. € Förderung für das Musikzentrum durch Land und EU.
    – 14 Mio. € private Spenden (inkl. 2 Mio. Sparkasse/Stadtwerke) für das Musikzentrum.
    – 10 Mio. € Investitionskosten des Landes für die Jahrhunderthalle.
    – plus die zu erwartenden wirtschaftlichen Effekte, durch den Impuls, den das Musikzentrum für Stadtentwicklung und Aufwertung der Innenstadt bringen würde (Stichwort: Umwegrentabilität).

    Behauptung: Die Stadt kann sich die Betriebskosten für das Musikzentrum nicht leisten…

    Die Betriebskosten für das Musikzentrum sind mit 650.000 € im städtischen Haushalt veranschlagt. 350.000 € davon kommen aus dem Etat der Bochumer Symphoniker (Kostenumwandlung durch gesparte Transporte, Mieten, Technikaushilfen, ..)
    Zusätzliche Kosten nur 300.000 €, aber für das gesamte Haus; also auch Nutzung durch Musikschule, freie Gruppen, Chöre, Schüler, etc..

    Behauptung: die Betriebskosten für die Jahrhunderthalle betragen 3 – 5 Mio. € jährlich…

    Die Unterhaltskosten für die Jahrhunderthalle betragen jährlich 400.000 €, was sich bis zur Übernahme durch die Stadt Bochum 2023 nicht ändern wird (der Rest wird weiterhin vom Land gezahlt).

    Behauptung: In Zeiten knapper Kassen müssen wir vor allem in Bildung investieren, nicht in Hochkultur…

    Bildung und Kultur ist kein Gegensatz, sondern ein untrennbares Paar. Musikalische Bildung ist schon jetzt ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Bochumer Musikschule und der Bochumer Symphoniker und wird Kernstück des Angebots des Musikzentrums sein.
    Studien belegen, daß die Beschäftigung mit Musik die geistige und soziale Entwicklung von Kindern extrem befördert.
    Schon jetzt erreichen die Bochumer Symphoniker jährlich über 10.000 Schüler mit ihren Educationprojekten, die Musikschule hat über 11.000 Schüler plus hundert Kinder im JeKi-Projekt – diese Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird sich durch die besseren Bedingungen im Musikzentrum noch steigern.

    Behauptung: Schulen und Straßen werden nicht saniert, weil das Geld in’s Musikzentrum fließt…

    Alle Fördermittel sind zweckgebunden. Wenn das Musikzentrum nicht gebaut wird, kann das Geld NICHT für Schul- oder Straßensanierungen verwendet werden. In den vergangenen Jahren wurden außerdem bereits mehr als 80 Mio. € in Schulneu- und umbauten investiert.

    Behauptung: Es gibt genug Konzerthäuser im Ruhrgebiet…

    Wir bauen kein Konzerthaus, keine Philharmonie, keinen elitären Tempel für die Hochkultur, sondern eine Bildungseinrichtung, eine Begegnungsstätte für alle Bochumer Bürgerinnen und Bürger und eine adäquate Spiel- und Probenstätte für die Bochumer Symphoniker und die Bochumer Musikschule.

    Behauptung: Der Bau wird teurer als veranschlagt…

    Die Kosten sind im Wettbewerb auf 33 Mio. € festgeschrieben. Schon im Verfahren findet eine enge Kostenkontrolle statt. Sollte sich im Wettbewerb herausstellen, daß alle Entwürfe zu teuer sind, wird nicht gebaut.
    Kostenüberschreitungen müssen nicht sein. Auch in Bochum gibt es dafür Beispiele, z.B. das neue Gymnasium.

    Behauptung: Der Stadt geht nichts verloren, wenn das Musikzentrum nicht gebaut wird…

    Für 2,4 Mio. € Eigenanteil bekommt die Stadt ein Musikzentrum im Wert von 33 Mio. € geschenkt.
    Sollte das Zentrum nicht gebaut werden, muß die Stadt Investitionen von mindestens 5 Mio € tätigen, um die Probenstätte der Bochumer Symphoniker so um- bzw. neu zu bauen, daß Arbeitsschutzbedingungen eingehalten werden. Es geht hier auch um die Arbeitsbedingungen von über 100 städtischen Mitarbeitern!
    Wenn man nicht investiert und Bochum auch noch die letzten Anziehungspunkte nimmt, ist die Abwärtsspirale nicht mehr aufzuhalten. Es werden sich weniger neue Firmen ansiedeln, es werden weniger Arbeitsplätze geschaffen, es wird weniger gut verdienende Mitarbeiter geben, er wird weniger Kaufkraft in den Bochumer Einzelhandel fließen, die Einwohnerzahlen werden sinken, es wird noch weniger Kinder geben, es werden noch mehr Schulen geschlossen.

    Behauptung: Die Konzerte der Bochumer Symphoniker sind nur für eine besserverdienende Elite…

    Eintrittskarten für die Konzerte der Bochumer Symphoniker sind ab 14,30 € zu haben. Mit den üblichen Ermäßigungen sogar für die Hälfte.
    Zum Vergleich:
    – Eintrittskarte Circus Charles Knie: 20,00 €
    – Günstigster Sitzplatz Rewirpowerstadion: 22,50 €
    – Günstigster Sitzplatz Starlightexpress: 29,90 €
    – Günstigste Eintrittskarte Grönemeyer-Konzert am 22.05.2012 im Rewirpowerstadion: 86,00 €
    – Günstigste Karte für Herbert Knebel am 23.03.2012 im Ruhrcongress: 28,00 €

  • #69
    C. Karpus

    Sehr geehrter Herr Kropp,

    für die Klarstellung bedanke ich mich und bitte Sie um Entschuldigung.

    Mit freundlichen Grüßen

    C. Karpus

  • #70
    Volker Steude

    @Weitzel

    wenn Ihre Kostenangaben nicht vollständig sind, werden die Bürgern zu recht beim Bürgerentscheid gegen das Projekt stimmen.

    Geben Sie bitte an:
    – Höhe der Spenden von Stadtsparkasse, Stadtwerken und VBW
    – jährliche Kosten für die Instandhaltung des Musikzentrums
    – jährliche Kosten für die Abschreibung des Musikzentrums
    – jährliche Zinslast für 6,57 Mio. (2,4 Mio Stadt, 2 Mio. Stadtwerke, 2,17 Mio Jahrhunderthalle)
    – jährliche Kosten für Abschreibungen Jahrhunderthalle
    – jährliche Kosten für zusätzlichen künstlerischen Aufwand

    Die JHH hat einen Zuschussbedarf von 2.248 Mio. EUR (siehe Verwaltungsvorlage 20101500). Davon trägt die Stadt heute 0,4 Mio. Wenn die Stadt das Eigentum vom Land übernimmt, muss sie grds. die gesamten Zuschüsse tragen, ggf. werden diese noch bis 2023 vom Land übernommen. Spätestens danach sind die Zuschüsse für die JHH für die Stadt ein Problem.

    Dia unreflektierte Angabe von Zahlen ohne Quelle schaden Ihrem Vorhaben, da leicht erkennbar ist, dass die Zahlen unvollständig sind.

  • #71
  • #72
    Arend Weitzel

    FAQ MUSIKZENTRUM BOCHUM

    Warum braucht Bochum ein Musikzentrum?
    Bochum braucht ein Musikzentrum als Bildungseinrichtung und Begegnungsstätte für alle Bürgerinnen und Bürger. Sowohl die über 10.000 Musikschülerinnen und Musikschüler als auch die Bochumer Symphoniker benötigen dringend eine adäquate Spiel- und Probenstätte. Das Musikzentrum wird aber zugleich künstlerisch-professionellen Schaffensraum für alle anderen musikalischen Akteure der Stadt wie die zahlreichen Chöre bieten. Solch eine Einrichtung fehlt bisher.

    Wie groß soll das Musikzentrum sein?
    Die aktuellen Planungen für das Musikzentrum sind auf die konkreten Bochumer Bedürfnisse und Ziele abgestimmt. Dazu gehört als Raumprogramm:
    • ein konzertant nutzbarer, großer Saal mit 820 bis 1000 Plätzen und Bühne
    • ein nicht fest bestuhlter, für Musikakustik optimierter Multifunktionssaal in der Marienkirche mit etwa 200 bis 400 Plätzen und Bühne
    • Workshop- / Seminarräume, Education-Center
    • ein großes Foyer – auch für Lesungen, kleinere Konzerte, Get-Togethers und nicht Vorhersehbares
    • Stimmzimmer, Probenräume, Künstlergarderoben
    • Räume für die Infrastruktur eines konzertanten Hauses
    • Notenarchiv, Inspizientenräume, Lagerräume

    Ideal wäre auch die Unterbringung der Verwaltungsräume der Bochumer Symphoniker im Gebäude oder in unmittelbarer Umgebung des Musikzentrums.

    Wie soll es aussehen?
    Zurzeit läuft der Architekturwettbewerb, in dessen Rahmen zehn Architekturbüros aufgefordert worden sind, Entwürfe für die Errichtung des Musikzentrums zu planen und einzureichen.

    Wann soll das Musikzentrum gebaut werden?
    Geplanter Baubeginn ist 2013.

    Wer soll es nutzen?
    Das Musikzentrum soll als Spiel- und Probenstätte der Bochumer Symphoniker und als Forum für musikalische Bildung der Bochumer Musikschule und weiterer kultureller Anbieter und Produzenten dienen, außerdem der gemeinnützigen Förderung von Musik, kultureller Bildung und Wissenschaft.

    Kann sich Bochum ein Musikzentrum leisten?
    Bochum kann es sich keinesfalls leisten, nicht mehr in Stadtentwicklung zu investieren: in Straßen, moderne Seniorenzentren, Kindertagesstätten, Schulen. Bochums Bürgerinnen und Bürger wissen: Eine Stadt, die nicht mehr investiert, verliert ihre Anziehungskraft, ist nicht mehr lebenswert. Und sie verliert damit auch viele Einnahmen – die Grundlage von Investitionen in der Zukunft.

    Firmen, die qualifizierte Fachkräfte benötigen, hätten es deutlich schwerer, ohne attraktives kulturelles Umfeld diese für den Standort Bochum zu motivieren, es würden somit möglicherweise weniger Arbeitsplätze geschaffen, gut verdienende, hochqualifizierte und mobile Fachkräfte könnten ihren Wohnsitz mit ihren Familien in anderen Städten wählen mit allen Konsequenzen für Steuerkraft, Kaufkraft, Immobilienmarkt etc.

    Bochum kann es sich nicht leisten, durch den Verzicht auf Investitionen in Einrichtungen, die Garanten für eine hohe Lebensqualität sind, seine oberzentrale Position, seine Stellung als kulturelles Zentrum der Region durch Stillstand oder gar Rückwärtsentwicklung aufs Spiel zu setzen. Dazu gehören insbesondere auch Einrichtungen der Hoch- und Basiskultur, der kulturellen Bildung, der Freien Kulturszene und dazu gehört auch das Musikzentrum.

    Fehlt das Geld, das für den Neubau des Musikzentrums ausgegeben wird, an anderer Stelle?

    Alle Fördermittel sind zweckgebunden. Wenn das Musikzentrum nicht gebaut würde, könnte das Geld nicht für Schul- oder Straßensanierungen verwendet werden. Es könnte noch nicht einmal in Bochum eingesetzt werden.

    Außerdem: Bochum investiert im derzeitigen Fünf-Jahres-Zyklus mehr als 100 Millionen Euro, dem größten Investitionsbudget der Stadt, in Schulneu- und umbauten und engagiert sich mit viel Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung.

    Wie hoch sind die Kosten für das Musikzentrum, und wie teilen sie sich auf?
    Die Kosten sind im Wettbewerb auf 33 Millionen Euro festgeschrieben. Schon im Verfahren findet eine strenge Kostenkontrolle statt. Sollte sich im Wettbewerb herausstellen, dass alle Entwürfe zu teuer sind, würde nicht gebaut. Die zusätzlichen gebäudespezifischen Betriebskosten dürfen sich auf maximal 650.000 Euro jährlich belaufen. Davon erwirtschaften die Bochumer Symphoniker jährlich 350.000 Euro selbst im Rahmen Ihres vorhandenen Budgets.

    Wie werden die Kosten finanziert?
    16,53 Millionen Euro Förderung für das Musikzentrum kommen von Land und EU, 14,3 Millionen von privaten Spendern – inklusive zwei Millionen von Sparkasse und Stadtwerken als selbständige Unternehmensentscheidungen, 2.4 Millionen beträgt der kommunale Eigenanteil.

    Nicht in Euro und Cent zu beziffern sind der Imagegewinn und die wirtschaftlichen Effekte durch die Impulse, die das Musikzentrum für die Stadtentwicklung und die Aufwertung der Innenstadt bringt. Wenn das Zentrum nicht gebaut würde, sparte die Stadt lediglich einmalig ihren Eigenanteil von 2,4 Millionen Euro für das Musikzentrum und 300.000 Euro zusätzliche Betriebskosten jährlich.

    Für Abschreibung nach den Regeln der kommunalen Finanzwirtschaft ist mit deutlich unter 100.000 Euro Jährlich zu rechnen.

    Wie kommt es zum herausragenden Engagement der Bochumer für das Musikzentrum?

    Bochum hat ein kulturell ambitioniertes Publikum. Hier leben viele Menschen, die häufig kulturelle Veranstaltungen besuchen, nicht zuletzt dank der Tradition des seit Jahrzehnten renommierten Schauspielhauses. Bochums Bürgerinnen und Bürger haben für die Förderung der Musik in vielfältiger Form Verantwortung übernommen.

    Mit der Stiftung für ein Konzerthaus hat ihr Engagement eine neue Dimension erreicht: 14,3 Millionen Euro kommen von privaten Spendern. Dies zeigt die Bereitschaft der Menschen in der Ruhrregion, auch in schwierigen ökonomischen Zeiten Verantwortung für die Lebensqualität in Bochum zu übernehmen. Ohne dieses überwältigende bürgerschaftliche Eintreten für das Projekt gäbe es das Musikzentrum nicht, da ein großer Teil der Finanzierung nicht sicher gestellt werden könnte.

    Dafür ist den über 25.000 Spendern ein besonderer Dank auszusprechen.

    Könnten die Bochumer Symphoniker nicht weiter an Orten wie dem Audi Max, der Jahrhunderthalle Bochum und draußen spielen?
    Das Audi Max der Ruhr-Universität ist in erster Linie der größte Hörsaal der Ruhr-Universität und auf damit auf die akustischen Belange von Vorträgen etc. ausgelegt, nicht für Musikakustik.

    Die Jahrhunderthalle Bochum ist Hauptspielort der Ruhrtriennale und damit über den größten Teil des Jahres durch diese und andere Veranstaltungen belegt, so dass hier keine kontinuierliche Spiel- und Probenstätte für die Bochumer Symphoniker oder die Musikschule eingerichtet werden könnte. Ebenso ist die Charakteristik der Akustik des Schauspielhauses als Sprechtheater.

    Die Bochumer Symphoniker werden auch nach der Errichtung des Musikzentrums ihre Tradition beibehalten, Produktionen an den Orten zu präsentieren, an denen sie bisher auch gespielt haben, wie Open Air Konzerte im Bermuda3eck oder Konzerte in der Bogestra-Wagenhalle .

    Für ihre hochkarätigen Sinfoniekonzerte benötigen jedoch einen auf Naturklang hin optimierten Raum, der von seiner Größe und seinem Volumen ihrer hohen künstlerischen Qualität entspricht. Den gibt es derzeit in Bochum in dieser Beschaffenheit nicht.

  • #73
    elioth

    Alle Befürworter sprechen immer davon das die Stadt „nur“ 2,4mio dazu tun muss. Aber wenn ich keine 2,4mio Euro habe? Ich kann mir doch auch kein Haus kaufen nur weil es grad im Angebot ist… Wenn kein Geld da ist kann ich es auch nicht ausgeben… schon gar nicht für Dinge die nicht Überlebensnotwendig sind… Das lernen meine Kinder ja jetzt schon mit ihrem Taschengeld… Traurig das Erwachsene Menschen nicht verstehen was kleine Kinder im Grundschulalter begreifen! Außerdem tut Herr Towns End immer so als würden wir in Bochum in einer Kulturwüste leben… Auf der einen Seite wird überlegt das Museum (welches übrigens viele Angebote auch für Kinder berreithält)zu schließen auf der anderen Seite schreit er nach Kultur in Bochum… Dann das Argument es gäbe direkte Verbindungen zwischen dem MZ und den Grundschulen alleine über das JEKI-Projekt… Das ist ja der größte Witz… Hat schon mal jemand die Kosten dafür betrachtet? Sicher immer noch günstiger als Privater Unterricht, aber von JEDEM Kind ein Instrument kann auch hier wohl keine Rede sein! Also wenn Das Geld das die Stadt NICHT hat, trotzdem ausgegeben werden soll, dann gibt es sicher bessere Möglichkeiten und ich spreche hier nicht nur vom Erhalt von Grundschulen.

    Thema Sanierungsstau an Grundschulen und damit verbundene Kosten… Die Borgholzschule ist komplett renoviert und saniert… es gibt soger gewisse extras die vom Förderverein der Schule bezahlt werden (Lärmschutzsegel u.ä.) und damit nie Beantragt wurden… Also warum eine Schule Schließen die
    1. keinen Sanierungsstau und damit verbundene Kosten hat?
    2. genug Interessenten hat um zwei Klassen Bilden zu können
    3. eine großzügige motivierte Ganztagsbetreuung anbietet (80 Plätze 8-16h)
    4. eine Schule die seit über 100 Jahren (älteste Grundschule Bochums) gute Arbeit leistet und gestärkte selbstbewuste Schüler an die Weiterführenden Schulen entlässt

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  • #77
    t.weber

    Hallo, ich war Heute Morgen 05.11.2012 in Bochum bei den Baumfällarbeiten. Eine
    Frau Scholz war nicht da. Sie wird sich aber wohl wieder im Blitzlicht sonnen bei der Grundsteinlegung sowie der Einweihung. Ich als zugezogener Essener muss sagen: es gibt soviele Schandflecken in Bochum, da kann so ein Haus allein auch nicht glänzen.!!!!!!!!!!

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