1

0:5 in München: Eines dieser Spiele, für die man die mitgereisten BVB-Fans entschädigen müsste

Das Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Während man bei Schalke 04 mit sich und der Welt schon seit Monaten extrem unzufrieden ist, gegen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt in dieser Woche zwei weitere Heimpleiten kassierte, liegt die Borussia aus Dortmund grundsätzlich noch immer voll auf auf Kurs Saisonziel.

Die Champions League-Qualifikation dürfte dem BVB nach menschlichem Ermessen, sechs Spieltage vor dem Ende der Bundesliga-Saison 2018/19, kaum noch zu nehmen sein. Mit 63 Punkten nach 28 Spieltagen absolvieren die Schwarzgelben mitten im vor Saisonbeginn angekündigten Neuaufbau des Kaders eine der besten Spielzeiten der Vereinsgeschichte. Alles könnte so schön sein für einen Fan der Favre-Truppe.

Und trotzdem hängt der Haussegen am heutigen Sonntag auch in Dortmund mehr als schief. Mit einer Niederlage beim Auswärtsspiel bei Bayern München musste man insgeheim rechnen. Dass diese aber mit 0:5 dermaßen heftig ausfiel, das schockte Team und Fans dann schon.

Aus zwei Punkten Vorsprung ist so innerhalb weniger Minuten ein Ein-Punkte-Rückstand in der Tabelle geworden. Das ist beileibe kein Drama, ist in den verbleibenden Wochen bis Mitte Mai auch noch gut und gerne wieder aufzuholen, so inkonstant wie die jahrelang so übermächtig aufspielenden Bayern in dieser Saison auftreten.

Bitter ist das peinliche Auftreten an der Isar in erster Linie für die tausenden mitgereister Anhänger des BVB. Viele von ihnen sind immer wieder bereit ihr Wochenende für diesen Klub zu opfern, nehmen alle zwei Wochen Reisestrapazen und nicht unerhebliche Unkosten gerne in Kauf um ihren Verein im Stadion des jeweiligen Gegners vor Ort zu unterstützen. Das haben viele Dortmunder auch am gestrigen Samstag einmal mehr auf eindrucksvolle Art und Weise wieder getan.

Die Mannschaft, die im Gegensatz zur großen Mehrheit ihrer Fans privilegiert im Flieger nach Bayern angereist war und in einer Luxusherberge abgestiegen ist, hat die eigene Anhängerschaft hingegen hängengelassen wie wohl nur selten in den vergangenen Jahren. Und das ausgerechnet beim vermeintlichen Saisonhighlight.

Mit 0:4 lag der BVB schon zur Pause im Hintertreffen. Hätten die Münchener in Anbetracht der gefallenen Vorentscheidung nicht frühzeitig ein paar Gänge zurückgeschaltet, es hätte sogar ein dramatischeres Ergebnis als ein 0:5 setzen können. Was für eine Ohrfeige für die anwesenden Unterstützer der Borussen!

Ein florierendes Unternehmen wie Borussia Dortmund es darstellt, sollte nach dieser Nicht-Leistung des Kaders über eine finanzielle Entschädigung für seine mitgereisten Fans nachdenken. Das wäre nicht nur eine nette Geste, es wäre in Anbetracht der immensen Umsätze die man dank dieser treuen Anhängerschaft seit Jahren macht, auch finanziell leicht zu stemmen.

Gewährte man jedem der rund 5.000 BVB-Anhänger, die mit im Stadion der Münchener waren, gegen Vorlage der Eintrittskarte beispielsweise 100 Euro ‚Schmerzensgeld‘, die Vereinskasse würde ‚lediglich‘ um 500.000 Euro erleichtert. Eine Summe, die für viele der an der Pleite beteiligten Spieler wohl nicht einmal einen Monatslohn darstellt.

Denkt mal darüber nach, liebe Verantwortliche des BVB!

RuhrBarone-Logo

Ein Kommentar zu “0:5 in München: Eines dieser Spiele, für die man die mitgereisten BVB-Fans entschädigen müsste

  • #1
    thomas weigle

    Auch wenn der BVB gestern nur AUWEIA war, wird er mindestens Dritter, denn selbst wenn die SGE ihre Siegesserie fortsetzen kann, werden die 11 Punkte nicht aufzuholen sein, auch nicht die 13 von BMG, sollten sie heute gegen Werder gewinnen.
    Also ruhig und freundlich bleiben und darauf hoffen, dass die Bayern mal wieder an anderer Stelle schwächeln. Was die Forderung nach einer Entschädigung angeht, naja. Obwohl es da meiner Erinnerung nach so was schon mal irgendwo gegeben hat. Da hat die betroffene Mannschaft die nächste Auswärtsreise der Fans gesponsert.
    Was S04 angeht: "Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß" Und jetzt auch noch den VAR am Hacken. Das ist bitter.
    Was Bayern angeht, bin ich eine gespaltene Persönlichkeit. Denn Bayern wünsche ich jedes fußballerische Ungemach an die Hacken, aber Nico K. gönne ich ohne Umschweife die Meisterschaft Ohne ihn wären die heutigen SGE-Erfolge nicht denkbar. Er hat da viel Grund reingebracht. In zwei Jahren von der bestandenen Relegation nach Europa…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.