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And „Das Goldene Brett“ goes to …


2011: P.A. Straubinger für seinen Pseudodokumentarfilm Am Anfang war das Licht, in dem Werbung für den esoterischen Blödsinn „Lichtnahrung“ gemacht wird. 2012: Prof. Harald Walach für sein akademisches Engagement für den Kozyrev-Spiegel, einer Aluröhre, in der man der Telepathie mächtig wird. 2013: Die Homöopathen ohne Grenzen für den Einsatz von esoterischen Zuckerkügelchen als Medikament in Krisengebieten. 2014: Xavier Naidoo für sein verschrobenes Weltbild mit rechtsextremen Verschwörungstheorien. 2015: Stefan Lanka für sein Engagement zur Leugnung der Existenz des Masernvirus. 2016: Ryke Geerd Hamer für seine antisemitische und wissenschaftsfeindliche Germanische Neue Medizin. 2017: Peter Fitzek, dem König eines, seines, Deutschen Reiches.

Und das Goldene Brett für den erstaunlichsten pseudowissenschaftlichen Unfug des Jahres 2018 im deutschsprachigen Raum geht an …

Mit Wiener und Hamburger Charme wird jedes Jahr ein pseudowissenschaftlicher Geschäftemacher bzw. ein Opponent der geistigen Volksgesundheit mit diesem Schmähpreis ausgezeichnet, diesmal bereits zum achten Male. Das Goldene Brett ist längst zu einem integralen Teil der Berichterstattung am Ende des Kalenderjahres geworden. Auch die Ruhrbarone berichten regelmäßig darüber. Wir haben die diesjährigen Kandidaten bereits vorgestellt:

  • Hans Tolzin, Impfgegner und Lügenpresseausschimpfer: Laudatio gehalten von S.M. Steinitz (stern-Kolumnistin).
  • Christina von Dreien samt Mutter, kindliche Esoterikikone und Youtube-Star der neuesten Zeit: Vorgestellt von ihrem größten Fan Lisz Hirn (Philosophin).
  • Das Wiener Krankenhaus Nord und der „Bewusstseinsforscher“ Christoph Fasching, für die Errichtung eines Energieeschutzringes um ca. 100.000 Euro Steuergeld: Besungen vom Guru-Tester Christian Kreil (“Stiftung Gurutest” bei derStandard).

Die Laudatoren im von mir aus gesehen fernen Hamburg sind Matthias Grübel (Autor bei extra3, NDR), Nicola Kuhrt (Wissenschaftsjournalistin, MedWatch) und Marcus Rohwetter (Kolumnist „Quengelzone“, DIE ZEIT).

Andere Länder, andere Sitten

Neben dem Goldenen Brett der Wiener und Hamburger Skeptiker gibt es noch einige andere Negativpreise für Geschwurbel und Pseudowissenschaft in Europa.

Die Schwedischen Skeptiker verleihen seit 1987 zwei Preise. Der erste, Enlightener of the Year, geht an jemanden, der sich für die Wissenschaft eingesetzt hat. Der Obscurantist of the Year ist eher mit dem Goldenen Brett vergleichbar. Die Finnen vergeben seit 1989 den Huuhaa Prize für das Bewahren von Aberglauben und das Ausnutzen der Leichtgläubigkeit von Menschen. Die Belgier sind seit 1996 auch mit dabei. Sie verleihen The Skeptical Pit an jemanden, der außergewöhnlich unkritisch gedacht hat und die Popularisierung von Wissenschaft völlig missverstanden hat. Die Niederländische Vereniging tegen de Kwakzalverij verleiht seit 2003 den Master Quack Prize für eine Person oder Organisation, von der angenommen wird, dass sie die Quacksalberei am meisten gefördert hat. Die Esten verleihen den Umbluu Award für die bemerkenswertesten Aktivitäten im Bereich der Verbreitung von Pseudowissenschaften. Und die Portugiesen verleihen mit dem Fying Unicorn Award Preise in gleich drei Kategorien: Das Grammophon für Medien, Den Falling Star für Prominente und den Preis genannt The King is Naked für alle anderen.

Ein ähnlicher Award ist der Goldene Aluhut, der in Deutschland seit 2015 jährlich vergeben wird. Die diesjährige Zeremonie fand bereits am 30. Oktober in Berlin statt. Der Goldene Aluhut wird in fünf klassischen Disziplinen vergeben:

  • Verschwörungstheorien allgemein: YouTube-Kanal „Truthvestigation by Nadja“
  • Politik: Rüdiger Hoffmann/Klasen von staatenlos.info
  • Medien & Blogs: BILD
  • Medizin & Wissenschaften: David Sieveking, „Eingeimpft“
  • Esoterik: Dachverband Geistiges Heilen e.V.

Aber kehren wir zurück zum Goldenen Brett.

Das Goldene Brett für das Lebenswerk 2018

Dieses Jahr wurde der Demeter-Verband, der landwirtschaftliche Produkte zertifiziert, die unter Zuhilfenahme der anthroposophischen Ideologie hergestellt wurden, mit dem Preis fürs Lebenswerk ausgezeichnet. Man könnte meinen, Demeter sind die Guten, die rein natürliche Biolebensmittel ohne Chemie und ohne Gen und ohne Industrie herstellen. Rein natürlich ist aber kein Kriterium für irgendwas. Von einem Bären angefallen zu werden ist auch rein natürlich. Chemiefrei ist nicht einmal Mutter Natur, alles Natürliche ist auch nur rein chemisch. Demeters Bauern arbeiten durchaus auch mit industriellen Hilfsmitteln und fast alle heute verfügbaren Lebensmittel, ob bio oder nicht bio, sind über tausende Jahre hinweg durch den Menschen genetisch verändert worden. Demeter hat einen Marktanteil von ca. 8 Prozent und macht einen jährlichen Umsatz von 200 Mio. Euro (Diese Daten stammten von 2004).

Mit dem an sich bedeutungslosen Schlagwort „biologisch-dynamische Landwirtschaft“ meint man eine okkulte esoterische Vorgehensweise, um Nahrungsmittel herzustellen. Diese okkulte Vorgehensweise inkorporiert z. B. Rituale, bei der verdünnte Schafgarbe im Hirschmagen auf dem Feld ausgebracht wird, um den Pflanzen zu einem „harmonischen Gedeihen“ zu verhelfen. Viele solche sinnlosen Rituale sind vorgeschrieben, um ein Demeter-Betrieb sein zu können. Demeter-Kunden meinen, sie können der Umwelt etwas Gutes zu tun, jedoch wird von den Anthroposophen ein vorwissenschaftlich-magisches Weltbild gefördert, das frei erfundene Ansichten des Gurus Rudolf Steiner beinhält.

Demeter wurde vom Biologen Erich Eder, der auch erfolgreich gegen den pseudowissenschaftlichen Granderwasser-Humbug kämpft, vorgestellt.

And the Winner is:

Ein Salzburger „Bewusstseinsforscher“, der einst ein Autohändler war und dann 2012-Weltuntergangsseminare gab, kassierte 95.000 Euro für die Errichtung eines Energieschutzringes um das Krankenhaus Nord in Wien. Seine Leistungen umfassen die „Schwingungen des Grundstücks auf das höchstmögliche Niveau angehoben“ zu haben sowie das Gebäude „in den natürlichen Umgebungsplan von Mutter Erde“ eingebettet zu haben. Seine Maßnahmen sollen verhindern, dass „negative Energien des Umfelds Einfluss auf das Haus und die Menschen nehmen“. Der Bauherr veranlasste und bezahlte dies.

Das Goldene Brett 2018 geht an jenen Energetiker ohne Gewerbeschein und an das Krankenhaus Nord. Wir gratulieren herzlichst, höherschwingend und mit viel Energie!

Dies sind würdige Preisträger, aber dass die Wirtschaftskammer Österreich, die das Humbug-Gewerbe der Humanenergetiker unterhält, leer ausgeht, finde ich persönlich schade. However, die WKO hat noch so manches Jahr die Chance, für den esoterischen Blödsinn genannt Humanernergetik, den Schmähpreis für den größten pseudowissenschaftlichen Humbug zu ergattern.

Der Autor ist Mitglied der GKD und der GWUP. Er betreibt die Facebook-Seite Initiative „Wissenschaft als Maßstab – kein Gewerbeschein für Humbug“.

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17 Kommentare zu “And „Das Goldene Brett“ goes to …

  • #1
    Andreas Lichte

    @ Michael Jachan

    Zitat: "Demeter macht einen jährlichen Umsatz von 17 Mrd. Euro."

    woher kommt diese Zahl? Ich bezweifle, dass sie stimmt – wikipedia nennt für das Jahr 2004:

    "Der Marktanteil von Demeter bei ökologischen Produkten betrug Anfang 2004 zwischen sieben und acht Prozent bei einem Jahresumsatz von 200 Millionen Euro.[34]"

    https://de.wikipedia.org/wiki/Demeter_(Anbauverband)

  • #2
    Andreas Lichte

    Anthroposophische Landwirtschaft leicht verständlich für den Laien:

    „(…) Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt. Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird (…)“

    Rudolf Steiner, „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft: Landwirtschaftlicher Kursus, Koberwitz 1924“, GA 327, Seite 201, siehe auch:

  • #3
    Michael Jachan Beitragsautor

    @Andreas Lichte

    Da bin ich Fake News aufgesessen. Danke, hab es korrigiert! 🙂

  • #4
    Andreas Lichte

    @ Michael Jachan #3

    jetzt steh ich als der "Oberlehrer" da, aber ich würde im Artikel noch die Jahreszahl "im Jahr 2004" einfügen: ich vermute, heute ist der Jahresumsatz von Demeter größer …

    natürlich wäre es interessant, die aktuellen Zahlen zu kennen, aber da taucht das allgemeine Problem beim "Anthroposophie-Imperium" auf, dass man schwer an belastbare Zahlen kommt, auch nicht beim Verkaufsschlager Waldorfpädagogik – Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, Zitat:

    "(…) Die wenige sonstige empirische Forschung, die es zu Waldorfschulen gibt, stammt fast ausschließlich aus der Feder bekennender Waldorfianer oder ihnen nahestehender. Das liegt freilich daran, dass die Waldorfschulen eine wirklich unabhängige, ergebnisoffene Untersuchung ihrer pädagogischen Praxis nicht zu lassen (…)"

    aus dem Interview: "„Man kann nicht nur ein ‘bisschen« Waldorf’ sein“, https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #5
    Michael

    @ Andreas

    hier ein paar Faktene für DICH.

    1924
    zu Pfingsten hält Rudolf Steiner im schlesischen Koberwitz acht Vorträge "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft".

    Der "Landwirtschaftliche Versuchsring der anthroposophischen Gesellschaft" erprobt umgehend die Angaben Steiners in der landwirtschaftlichen Praxis. Die "Verwertungsgenossenschaft für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsmethode" wird drei Jahre später gegründet.

    1928
    wird das Demeter-Warenzeichen eingeführt. Die ersten Merkmale für Demeter-Qualitäten werden formuliert. Auf der Finca Irlanda in Chiapas, Mexiko, beginnen die Brüder Rodolfo und Walter Peters mit der biologisch-dynamischen Kaffeekultur.

    1930
    Wird die Demeter-Monatsschrift zum öffentlichen Organ der biodynamisch interessierten Landwirte und Gärtner. Lili Kolisko und Ehrenfried Pfeiffer entwickeln in Deutschland die Kupferchlorid-Kristallisation als bildschaffende Methode, mit der innere Qualitäten von Lebensmitteln in ihrer ganzen Komplexität sichtbar gemacht werden können. An der Landwirtschaftskammer Berlin und Brandenburg zeigen erste Versuche die Wirksamkeit der biologisch-dynamischen Präparate.

    1931
    werden bereits 1000 Höfe biologisch-dynamisch bewirtschaftet.

    1932
    wird der "Demeter-Wirtschaftsverbund" gegründet. Der Impuls, den Steiner gesetzt hat, kommt verstärkt auch im Ausland an. In der Schweiz, den Niederlanden, in Österreich, England, Schweden und Norwegen stellen Bauern auf die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise um.

    1933
    Die Schweizer Firma Holle ist die erste, die Demeter Erzeugnisse verarbeitet.

    1941
    werden alle Demeter-Organisationen und die Monatsschrift "Demeter" in Deutschland durch das nationalsozialistische Regime verboten.

    1946
    tritt der "Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise" die Nachfolge des Versuchsringes an und muss intensive Aufbauarbeit leisten. Erste Einführungskurse für Interessierte finden statt.

    1950
    erscheint die erste "Lebendige Erde", die Zeitschrift des Forschungsrings. Das "Institut für biologisch-dynamische Forschung" wird in Darmstadt gegründet.

    1952
    beginnt die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den Universitäten in Deutschland und aller Welt.

    1954
    konstituiert sich der Demeter-Bund.

    1957
    96 landwirtschaftliche Demeter-Vertragsbetriebe bewirtschaften ca. 2000 Hektar in Deutschland biodynamisch

    1958
    wird die "Arbeitsgemeinschaft für Verarbeitung und Vertrieb von Demeter-Erzeugnissen" (AVV) gegründet

    1963
    veröffentlicht Maria Thun ihre langjährigen Beobachtungen kosmischer Zusammenhänge bei Einjahrespflanzen und entwickelt ihren Aussaatkalender, der seitdem jedes Jahr erscheint.

    1973
    wird die erste Dissertation (von Ulf Abele) zu einer biologisch-dynamischen Fragestellung an der Universität Giessen angenommen. Die Universität Hohenheim stellt ihr Versuchsgut Ensmad auf Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise um.

    1974
    Auf dem Demeter-Betrieb „Dottenfelderhof“ wird die erste biologisch-dynamische Landbauschule gegründet. Mit „Demeter-Milch“ kommt das erste tierische biologisch-dynamisch erzeugte Produkt auf den Markt, vertrieben in Reformhäusern.

    1978
    startet die Landwirtschaftskammer Rheinland mit der Universität Bonn und dem Forschungsring den Langzeitversuch "Betriebsvergleich biologisch-dynamisch/konventionell" auf dem Boschheide-Hof im Rheinland, der die humusaufbau-fördernde Wirkung der Präparate nachweist.

    1983
    Die freie Ausbildung in biologisch dynamischer Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Gärtnerei startet auf Demeter-Höfen in Norddeutschland.

    1988
    wird die "Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau" (AGÖL) als Zusammenschluss aller kontrolliert biologisch wirtschaftenden Anbau-Organisationen in Deutschland auf Initiative von Demeter gegründet.

    1994
    verabschiedet Demeter als erster ökologischer Anbauverband Richtlinien für die Verarbeitung von Lebensmitteln. Dr. Hartmut Spieß, Mitarbeiter im "Institut für biologisch-dynamische Forschung", schließt die erste Habilitation über ein biologisch-dynamisches Thema, die Mond-Rhythmen, ab. Der Verband strukturiert sich bundesweit neu und verlagert Verantwortung in die gewachsenen Regionen.

    1995
    Richtlinien für Demeter Bienenhaltung werden verabschiedet. Sie orientieren sich konsequent am Tierwohl (z.B. Naturwabenbau).

    1996
    wird aus der "Arbeitsgemeinschaft für Verarbeitung und Vertrieb" von Demeter-Erzeugnissen das Demeter-Marktforum. Alle bundesweit tätigen Verbandseinrichtungen ziehen in das Demeter-Haus am Rande von Darmstadt.

    1997
    wird Demeter International e.V. als Zusammenschluss 19 unabhängiger Demeter-Organisationen weltweit gegründet. Alle Kontinente sind vertreten.

    1998
    wird von Demeter Deutschland die strategisch bedeutsame Ausrichtung auf den Fachhandel als Vertriebspartner beschlossen.

    1999
    feiert die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise ihren 75. Geburtstag. Der Demeter-Verband geht wichtige Schritte auf dem Weg zu einer weltweiten Markengemeinschaft: Demeter bekommt ein neues Erscheinungsbild, das Markenzeichen wird überarbeitet. Das Demeter-Marktforum mit Erzeugern, Verarbeitern, Händlern und Verbrauchern erarbeitet das eigenständige Demeter-Marketing für Vielfalt unter einer gemeinsamen Marke. Die Demeter-Verarbeitungsrichtlinien gelten jetzt weltweit. Mehr als 3500 Demeter-Produkte von italienischen Antipasti über das kräftige Vollkornbrot, den Spitzen-Wein bis zum preisgekrönten Eis, schnelle Tiefkühl-Lasagne, Textilien und Kosmetika sind im Fachhandel zu haben. Die Demeter-Markengemeinschaft ist weltweit die größte Anbietergruppe kontrolliert ökologischer Waren.

    2000
    Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover gewährt mit dem Kronsberghof, der noch heute nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet wird – einen Einblick in die biodynamische Wirtschaftsweise. Der BSE-Skandal verändert die Rahmenbedingungen für die Demeter-Mitgliedsbetriebe und den gesamten Bio-Markt und bestätigt einen Grundsatz biodynamischer Landwirtschaft, Raufutterfresser wie Kühe – rein pflanzlich zu ernähren.

    2001
    Dr. Wolfgang Schaumann, Vordenker der bio-dynamischen Bewegung und jahrzehntelang in Vorständen vom Demeter-Bund, erhält das Bundesverdienstkreuz. Das Bio-Siegel wird auf der Grundlage der EG-Verordnung 2091/92 eingeführt. Das Manifest "Lebenslandwirtschaft" des Forschungsrings wird mit 12.000 Unterschriften der Politik überreicht.

    2002
    Gründung des Bundesverbandes der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft als Nachfolgeorganisation der AGÖL. Einrichtung des Brüsseler Büros von Demeter International zur Vertretung der biologisch-dynamischen Interessen.

    2004
    Der Forschungsring initiiert die "Ernährungs-Qualitäts-Studie" als erste wissenschaftliche Untersuchung der Wirkung von Demeter-Lebensmitteln auf das körperliche, geistige und seelische Befinden des Menschen. Mit Hilfe von Stiftungen kann eine Professur für Biologisch-Dynamischen Landbau an der Universität Kassel eingerichtet werden. Mit dem Demeter-Aktiv-Partner-Konzept bekommen Bio-Fachhändler Unterstützung, um sich besonders für die biodynamische Wirtschaftsweise zu engagieren.

    2007
    Der Demeter e. V. wird zum Dachverband der gesamten bio-dynamischen Bewegung in Deutschland.
    Die Mitgliederversammlungen von Demeter-Bund, Demeter-Marktforum und Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise haben den Zusammenschluss und die Auflösung des Marktforums in ihren jeweiligen Mitgliederversammlungen beschlossen. Der Forschungsring überträgt die Verbandsaufgaben auf den Demeter e. V., so dass nun auch die Richtlinienarbeit dort angesiedelt ist. Im Forschungsring als gemeinnützigen Verein werden weiter die reinen Forschungsaufgaben gebündelt.

    2008
    Die erste Demeter Delegiertenversammlung im neugeordneten Demeter-Bundesverband trifft in Oberursel Beschlüsse. Demeter-Pioniere werden ausgezeichnet: Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Gründer der biodynamischen Sekem Farm in Ägypten, Dr. Ibrahim Abouleish, würdigt sein Bemühen um den interkulturellen und interreligiösen Austausch beider Länder. Der Demeter-Lämmerhof ins Schleswig Holstein gewinnt den Wettbewerb Förderpreis Naturschutzhöfe 2008.

    2009
    Das „Demeter Journal“ erscheint. Die Kundenzeitschrift hat das Leitmotiv: Bio-Dynamische Qualität genießen und verstehen.

    40 Jahre Demeter-Verbraucherverein Nürnberg. Mit einer Abo-Kiste Anfang der 60er Jahre und dem „Demeter-Arbeitskreis Nürnberg“ (1966), der als Außenstelle des „Demeterbundes“ Erzeuger, Händler und Verbraucher betreute, neue Produkte auf den Markt brachte und Zusammenkünfte der Landwirte im Nürnberger Landkreis arrangierte, fing alles an. Aus dieser Arbeit heraus wurde der „Demeter-Verbraucher Nürnberg e. V.“ gegründet.

    Die ersten zwei Demeter-Marketingtagungen „Netzwerke als Ausweg aus der Krise“ und „Biodynamisch in allen Facetten und mit Emotionen erklären“ waren ein voller Erfolg.

    Zum ersten Mal wird ein Demeter-Produkt des Jahres präsentiert.

    2010
    Der neu gebildete Fachbeirat Züchtung im Demeter e. V. will Finanzierung und Vermarktung biodynamisch gezüchteter Sorten fördern. Demeter verabschiedet eine eigene Richtlinie für die biodynamische Pflanzenzüchtung. 50 Jahre Demeter Baden-Württemberg. Demeter diskutiert nun zu bio-dynamischen Themen auch auf Facebook mit interessierten Verbraucherinnen und Verbrauchern.

    2011
    Demeter NRW feiert seinen 50sten Geburtstag. Demeter engagiert sich im Verbund Ökologischer Praxisforschung, verleiht den Land-Wirtschafts-Kulturpreis und ruft zum ersten Mal als Träger zur Demo „Wir haben es satt“ auf .

    2013
    Die erste beschreibende Sortenliste mit biodynamisch gezüchteten Getreidesorten erscheint in der Schriftenreihe des Forschungsrings. Die Demeter-Delegiertenversammlung beschließt, die biodynamische Züchtung jährlich mit einem festen Betrag zu fördern.

    2014
    Italienische Forscher (Uni Pisa) finden eine dem Pflanzenhormon Auxin-ähnliche, fördernde Wirkung des Hornmistpräparates auf das Bodenleben.

    Anlässlich des 90 jährigen Jubiläum von Steiners Kurs für Landwirte wird neben vielen kleineren Veranstaltungen die Biodynamische Wissenschaftstagung zusammen mit Instituten der Universitäten Bonn und Kassel-Witzenhausen gehalten.

    Biodynamische Landwirtschaft wird durch die Vorstellung von Demeter Höfen in TV- Formaten wie „Schönes Landleben“ oder „Lecker aufs Land“ zunehmend auch in visuellen Medien vermittelt.

    2015
    Die Demeter Akademie geht an den Start. Gemeinsam mit Bioland gründet Demeter die Ökologische Tierzucht gGmbH: Zur Züchtung von Öko-Geflügel soll hiermit ein Alternative zu den einseitig gezüchteten Tieren der Zuchtkonzerne aufgebaut werden.

    ….. never ending Erfolgsstory….

    Herzliche Grüße

    Dein

    Michael

  • #6
    Michael Jachan Beitragsautor

    Das ist ja nur Copy/Paste eines Wertbetextes. Den esoterischen Humbug von Steiner/Demeter beweist das auch nicht. Nicht einmal ansatzweise.

  • #7
    Andreas Lichte

    @ Michael Jachan #6

    zu Deiner info, damit Du dich nicht wunderst: der Kommentator "Michael“ (als „Gunnar“ bei Deinem Artikel "Das Goldene Brett vorm Kopf 2018: Die edle Runde der Kandidaten“) ist ein "persönlicher Fan" von mir, der mir (fast) überall hin im Internet folgt. Das Thema des jeweiligen Artikels ist völlig unwichtig, Hauptsache "Michael" kann irgend etwas sagen, mit dem er meint, mich provozieren zu können … na ja, ist ja sein Leben, wenn er nichts besseres zu tun hat.

    Sinnlos, auf all die Stellen hinzuweisen, wo Michael schon kommentiert hat, nur ein Beispiel: „100 Jahre Waldorfschule 2019: Staatlich anerkannte Reinkarnation“, https://hpd.de/artikel/staatlich-anerkannte-reinkarnation-15846

    „Michaels“ Kommentare ab hier: https://hpd.de/comment/37313#comment-37313

  • #8
  • #9
    Michael

    @ Michael Jachan

    Es ist Ja nun, wie es ist ( doch ziemlich simpel, oder?)
    Die ( Demeter, Bioland, Naturland) betreiben halt die gesündere und artgerechtere Landwirtschaft und Tierhaltung.

    Was Ihr daraus für kleinkarierte ( mein lieber Andreas vom MSB Spartakus voran : -) ) und ideologische Grabenkämpfe in der Taubenzüchterpostille des Gurus Laurin macht, ist Eure Sache.

    Ich kann nur für mich selbst Sorge tragen und dafür sorgen, dass Ihr mich erfreut. Und das funktioniert größtenteils vorzüglich. 🙂

    Hier einmal für Dich Michael ein wenig Erheiterndes zu Andreas:

    …. ja, genau 40- 50 Spams pro Abend. Das sind die feinen Methoden von unserem Andy L. vom Bahnhof Zoo.

    https://egoistenblog.blogspot.com/2011/02/der-querulant-andreas-lichte.html

  • #10
    Michael Jachan Beitragsautor

    Nein. Diese Industrien folgen irren und wirren esoterischen Regeln, sind impfkritisch, wollen Medizin durch Humbug wie Homöopathie ersetzen und sind gegen Vernunft und Aufklärung.

    Deswegen haben sie ja auch das Goldene Brett erhalten.

    Bitte lies mal was kritisches. Psiram Wiki etc.

  • #11
    Michael

    @andy Lichte

    …. wenn du wüsstest 🙂 🙂

    du läufst bei mir sowas von nebenher. Du nimmst dich halt wie immer zu wichtig. Das scheint eines Deiner grundlegenden Probleme zu sein.

    Liebe Grüße

    Michael

  • #12
    Michael

    Doch, die Tatsachen sprechen für sich.

    Warum sollte ich einseitig Kritisches wie Psiram lesen. Hat mich bisher nicht überzeugen können, weil sie definitiv einseitig sind und sich jeder strafrechtlichen Verfolgung entziehen. Tolle Leseempfehlung von Dir!
    Zitat:
    "Wenn Sie heute über Ihren Mitschüler, Ihren Nachbarn oder einen Bekannten etwas falsches im Internet behaupten, ist das eine Straftat. PSIRAM weiß dies. Und arbeitet wohl nicht zuletzt deshalb anonymisiert. Damit betreiben die Macher der Internetseite, welche zuvor die Seite ESOWATCH betrieben und von denen viele Autoren einst bei WIKIPEDIA ihre zu „Fakten“ mutierten Theorien und Falschinformationen zum Besten gaben, und wo viele übrigens auch heute noch weiterhin als Autoren tätig sind – einen Internetpranger, in dem sie mit genau der unseriösen Arbeitsweise auftreten, die sie den bei PSIRAM von ihnen aufgelisteten Personen gerne vorhalten wollen. Da reihen sich dreiste Lügen an Halbwahrheiten und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, mit dem Ziel, möglichst seriös wirkend andere zu brandmarken. "

  • #13
    Michael Jachan Beitragsautor

    Lieber anderer Michael!

    Setze dich sachlich mit den irren und wirren Predigten des Gurus Steiner auseinander, bevor du hier weiter postest. Quellen hab i eh schon genannt.

    Adios.

  • #14
    Andreas Lichte

    @ Michael Jachan

    Der "Egoistenblog" wurde früher von "Michael Eggert" betrieben. Eggert hatte viele Gründe, Lügen über mich zu verbreiten. Ein "Grund" ist beispielsweise der folgende Artikel, über den er sich bei dessen Erscheinen mächtig aufregte:

    "Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    (…)

    Es ist also schlicht unmöglich, Massimo Scaligeros Faschismus zu „übersehen“. Das ist Absicht, denn wie sollten Anthroposophen sonst Scaligeros Leben und Werk feiern, wie es die „Anthroposophische Gesellschaft Italiens“ im Dezember 2006 zu Scaligeros hundertstem Geburtstag tat?

    (…)

    Vollends privat wird die Verehrung Rudolf Steiners und Massimo Scaligeros bei Michael Eggert, der meines Wissens keine offizielle Funktion in der Anthroposophie hat, und auch nicht in einer anthroposophischen Einrichtung arbeitet. Eggert soll hier für die Haltung des normalen Durchschnittsanthroposophen stehen.

    Michael Eggert wurde von Peter Staudenmaier – dem dieser Artikel zu verdanken ist, siehe „Credits“, unten – und mir über Massimo Scaligeros Faschismus, Rassismus und Antisemitismus umfassend informiert. Michael Eggert hatte also nicht mehr die deutsche Standardausrede „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“, als er Massimo Scaligero auf seinem Blog „Egoisten“ als spirituellen Lehrer vorstellte, siehe: „Die Kraft des Lebens“. Kein bedauerlicher Einzelfall, zuletzt gab es im Januar 2012 einen weiteren Blogeintrag Eggerts zu Scaligero: „Unbewegt“

    Eggert preist die „Spiritualität“ Massimo Scaligeros an, eine „Spiritualität“, die Scaligero als Legitimation der Judenverfolgung diente. Warum tut Eggert das? Fragen Sie ihn selber nach seinen privaten Motiven. Ich kann nur vermuten, dass es für Eggert und viele andere Anthroposophen einfach zu spät ist, sich von ihrem anthroposophischen Glauben zu befreien. Was bliebe ihnen noch? „Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück“ – Henrik Ibsen

    (…)"

    zum vollständigen Artikel bei den "Ruhrbaronen": https://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/39020

  • #15
    Michael Jachan Beitragsautor

    Oje, jetzt haben wir wieder einen PSIRAM-Verschwöri. Und zufällig ist er auch Steinerist.

  • #16
    Andreas Lichte

    @ Michael Jachan

    Weisst Du eigentlich folgendes (ich vermute "ja", sag’s aber trotzdem mal …):

    "(…) „In den ersten acht Jahren des »Dritten Reiches« wuchs die biologisch-dynamische Bewegung stark an und genoß die Gunst vieler NS-Größen, etwa von Heß, Rosenberg, Ohlendorf, Baeumler, Wilhelm Frick und Robert Ley. Der biologisch-dynamische Landbau wurde in der nationalsozialistischen Presse mit auffallender Begeisterung gefeiert.“7 „Das »Dritte Reich« kann als die Zeit angesehen werden, in der die biologisch-dynamische Landwirtschaft ihre grösste staatliche Unterstützung bekam.“8 (…)"

    mehr dazu hier: "Anthroposophie und Nationalsozialismus: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft«", https://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • Pingback: Das Berufsbild des Energet(h)ikers in Österreich | Ruhrbarone

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