Ticker: Pegida marschiert durch Duisburg „Wer Deutschland nicht liebt soll Deutschland verlassen.“

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Zum 37. Mal wird heute in Duisburg Pegida aufmarschieren. Das heute vor 77 Jahren die Progromnacht stattfand, stört die Rechtsradikalen nicht. Und anders als in München gab es auch keinen Versuch von Seiten der Behörden, die Veranstaltung zu untersagen. Allerdings will sich heute die Zivilgesellschaft wieder auf Duisburgs Straßen zeigen. Am vergangenen Montag stellten sich nur knapp 120 Gegendemonstranten 230 Pegida-Anhängern entgegen. Für heute haben Parteien, Gewerkschaften und Initiativen ihren Protest angekündigt. Sowohl Pegida-Anhänger als auch deren Gegner versammeln sich auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes. Getrennt werden sie von Einsatzkräften der Polizei. Von Thomas Meiser, Sebastian Weiermann und Stefan Laurin.

20.30 Uhr: Lage am Hauptbahnhof ruhig, aber angespannt. Hubschrauber kreist über der Szenerie. Nazis ziehen ab. Das war dann wohl für heute.

20.22 Uhr: Pegida erreicht mit dem Ruf „Antifa Hurensöhne“ wieder den Hauptbahnhof. Sounds like a normal Nazi-Demo.

20.07 Uhr: Nazi-Gegenr versuchen aus dem Kessel auszubrechen und bewerfen die Polizei mit Flaschen. Die reagiert mit Pfefferspray auf die Angriffe.

20.03 Uhr. Pegida zieht durch  Duisburg,. Die beliebtesten Parolen: „Antifa Hurtensöhne“, „Antifa wie schade, Duisburg macht sich gerade“, „Wer Deutschland nicht liebt soll Deutschland verlassen“ und „Merkel muss weg“.

20.02 Uhr: Die Polizei hat die Gegendemonstration „locker gekesselt“. Kleinere Gruppen von Nazi-Gegnern haben sich in die Stadt aufgemacht und suchen nach Gelegenheiten, die Pegida-Demo zu stören.

20.00 Uhr: Pegida-Demo ist gestartet. Polizei ist mit nicht ausreichenden Kräften in Duisburg unterwegs.

19.58 Uhr: Fast wären Nazis und Nazi-Gegner aufeinandergeprallt. Polizei geht nun vor allem gegen die Nazi-Gegner vor.

19.52 Uhr: Hooligans haben sich unter die Gegendemonstranten gemischt und waren froh, als die Polizei ihnen zu Hilfe kam.

19.40 Uhr: Polizei baut mit ihren Polizeiwagen nun Wände auf. Das ursprüngliche Konzept zur Trennung der verfeindeten Demonstranten war auch nach unserer Einschätzung eher suboptimal.

19.34 Uhr: Die Straße vor dem Hauptbahnhof ist frei. Die Polizei konnte die Demonstranten dazu bewegen, sich wieder auf den Bahnhofsvorplatz zurück zu ziehen. Alles ging ruhig und friedlich vonstatten.

19.30 Uhr: Polizei ist jetzt mit starken Kräften vor Ort.

19.28 Uhr: Gegendemonstranten beginnen die Straße vor dem Hauptbahnhof zu besetzen.

19.19 Uhr: Nun redet Dominik Horst Roeseler, Pro-NRW Funktionär und Organisator der Hogesa-Demos. Seine Botschaft ist ein klassischer Nazi-Spruch: „Wer Deutschland nicht liebt soll Deutschland verlassen.“
19.16 Uhr: Bei Pegida sind es jetzt 300 Personen. Ein schwarzer Redner beschwört die Einheit der Deutschen. Die Dortmunder Nazis sind zwar nicht viele, aber die wichtigen Kader sind dabei: SS-Siggi, Michael Brück und Lukas Bals sind nach Duisburg gekommen.

19.11 Uhr: Demonstranten singen des Ärzte-Stücks „Schrei nach Liebe“. Unser Mann vor Ort verzweifelt an der Qualität des Gesangs.

19.10 Uhr: Redner bedauert, dass der DGB nicht zu den Protesten gegen Pegida aufgerufen hat und unter den Demonstranten nur weniger Sozialdemokraten seien. Dies würde man sich merken.

19.05 Uhr: Die Dortmunder Neonazis sind angekommen.  15 Mann schließen sich Pegida an.

18.57 Uhr: Rangeleien zwischen Polizei und Gegendemonstranten. Veranstalter versuchen zu deeskalieren. Die Polizei filmt und fotografier derweil mit großem Eifer.

18.54 Uhr: Die Hools versuchten bei Marsch durch den Bahnhof Starbucks zu stürmen, was sie Polizei gerade so verhindern konnte. Sie vermuteten wohl Linke darin. Duisburger Linke bei Starbucks… Da würden Lenin und Stalin persönlich dazwischen gehen.

18.49 Uhr: Die zum Teil vermummten Hools machen sich nun auf den Weg zur Pegida-Demo.

18.34 Uhr: 100 Hools hinter dem Hauptbahnhof- Peinlich: Nur ein Dutzend Polizeibeamte sind bei ihnen. Derweil hat sich ein verwirrter Pegida-Anhänger unter die Gegendemonstranten gemischt und fordert die Abschaffung der Rundfunkgebühren.

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Brand nahe Flüchtlingsunterkunft: Brandbeschleuniger gefunden

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Am Leibniz-Gymnasium hat es gebrannt – eine Notunterkunft für Geflüchtete ist in unmittelbarer Nähe.

Am Dortmunder Leibniz-Gymnasium an der Kreuzstraße haben in der Nacht zu Sonntag Müllcontainer gebrannt. In unmittelbarer Nähe der Schule sind derzeit Geflüchtete in einer Turnhalle untergebracht. Mittlerweile bestätigt die Polizei, Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden zu haben. Von Sebastian Weiermann und Alexandra Gehrhardt

Update: Schon am Sonntagmittag hatten Anwohner berichtet, dass die Polizei Hinweise auf einen Brandbeschleuninger gefunden habe – das hat die Pressestelle nun bestätigt. Um welche Art von Brandbeschleuniger es sich handelt, möchte sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt geben. „Die Nähe zur Unterkunft legt natürlich den Schluss nahe, dass es einen rechten Hintergrund gibt. Darum haben wir auch die Soko Rechts eingeschaltet, die intensiv ermittelt“, sagte Sprecher Gunnar Wortmann. „Doch wir ermitteln weiter in alle Richtungen.“

Das Feuer war kurz vor 5 Uhr am Sonntagmorgen ausgebrochen und hatte die Fassade des Schulgebäudes beschädigt. Nur etwa 50 Meter weiter über den Schulhof befindet sich die Turnhalle der Schule, die seit September als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt wird. Auch ein Hubschrauber war am Morgen über dem Kreuzviertel im Einsatz gewesen.

leibniz2_ageAm Sonntagabend hatten sich rund 70 Menschen zu einer spontanen Kundgebung im Kreuzviertel, in dem die Notunterkunft errichtet ist, getroffen. Darin hatten sie, neben dem Feuer am Leibniz-Gymnasium, auf eine Reihe rassistischer Überfälle und Anschläge vom Wochenende, hingewiesen: Unter anderem hatte in Castrop-Rauxel eine geplante Flüchtlingsunterkunft gebrannt, und in Wismar hatten mindestens 20 Menschen zwei syrische Geflüchtete mit Baseballschlägern angegriffen.

 

NSU-Ausschuss in Dortmund – People looking at things

Mallinckrodtstraße in Dortmund, Graffiti: Nazibanden zerschlagen
Ortstermin an der Mallinckrodtstraße. Bild: Gehrhardt

Dortmund, Mallinckrodtstraße, Nordstadt. Es ist neblig, es nieselt, es ist grau. Zwei Polizei-Motorräder nähern sich, die gelben Westen der Fahrer leuchten durch das Grau. Hinter ihnen ein Bus, er hält genau vor der Hausnummer 190, einem ehemaligen Kiosk. Die Tür öffnet sich, etwa eineinhalb Dutzend Menschen steigen aus. Sie sind hier, um sich den Ort anzuschauen, an dem am 4. April 2006 Mehmet Kubaşik vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet wurde. Und ihnen ist anzusehen, wie ernst es ihnen ist und was sie wollen: „Licht in die dunkle rechte Szene bringen“. Von Alexandra Gehrhardt und Sebastian Weiermann 

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Tag der Deutschen Einheit. Partei Die Rechte will in Hamm marschieren.

12047421_935367953195308_1033581677_n25 Jahre Deutsche Einheit, schönes Wetter und die Nazis der Partei Die Rechte haben nichts besseres zu tun, als in Hamm demonstrieren zu wollen. Ab 14.00 Uhr wollen sie sich zusammenrotten und ihren… Aufmarsch durchführen. Man wird sie aber nicht so einfach gewähren lassen und so sind zahlreiche Gegenproteste geplant. Wir berichten live aus Hamm…

15.21 Uhr: Zwischenkundgebung… irgendwo im Westen von Hamm halten die Nazis nun eine Zwischenkundgebung ab. Natürlich nicht irgendwo, geschwungen werden die Reden an der Ecke Vorsterhauser Weg und Wilhelmstraße… und es ist lang, sehr, sehr lang…

14.45 Uhr: Und nun beginnt der Zug der Neonazis in Richtung Hammer Westen. Anscheinend sind in der Zwischenzeit noch weitere Gruppen von Teilnehmern hinzugekommen, denn nun ist von bis zu 300 Neonazis die Rede. Was kommt ist das Übliche, das wie üblich Ekelhafte. Die Nazis skandieren ihre Parolen „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ und „Nationaler Sozialismus jetzt!“

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14.30 Uhr: Die Polizei lässt in Rufweite der Nazi Demonstration Gegenprotest weitgehend zu. Zwei Veranstaltungen finden dort gerade ab, aber es bleibt auch weiterhin ruhig und friedlich.

14.25 Uhr: Horch… der Worch! Auch der Chef des Vereins ist gekommen und lässt es sich nicht nehmen, einen Vortrag zum besten zu geben… Inhalt? Wollen wir das wirklich wissen? Ok… Worch arbeitet sich an den großen der Deutschen Politik ab, unter dem Bundespräsidenten tut er nicht. Was er an Gauck inhaltlich auszusetzen hat? Keine Ahnung, denn darüber redet er ja nicht. Sein Thema ist die wilde Ehe, in der der Bundespräsident lebt… Wir wollen an dieser Stelle nicht spekulieren, ob die alten Kameraden damals all ihre Lebenspartner vorschriftsmäßig von den Traualtar geschleift haben…

14.21 Uhr: Die Polizei sagt, es seien 80 bis 100 Nazis, die in Hamm demonstrieren wollen… oder müssen. Spaß kann das alles nicht machen. Nach Verlesung der Auflagen leiert Sascha Krolzig nun eine… nun ja, Rede herunter. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass er selbst von dem gelangweilt ist, was er da vorträgt. Die Kameraden stehn im Kreise und dürfen sich anhören, dass die Zuwanderung von unqualifizierten Menschen Probleme bereiten wird. Stimmt, da können geschätzt 80 Prozent der anwesenden Nazis mitreden, „unqualifiziert“, das kennen sie…

14.00 Uhr: Gut… Blockade wäre jetzt etwas übertrieben, aber immerhin 40 Demonstranten haben sich immer noch im Bahnhof aufgehalten, um den Nazis die Wege zumindest zu verengen. Sie wurden nun aufgefordert, den Bahnhof ruhig zu verlassen. Überhaupt, ruhig. Bislang ist es in Hamm ruhig und entspannt.

13.30 Uhr: Die Zeiten ändern sich, auch in Hamm. Im letzten Jahr stand der Häkelclub mit seiner Aktion gegen die Nazis noch ziemlich alleine da. In diesem Jahr haben sich jedoch mindestens 10 unterschiedliche Gruppen zusammengetan, um gegen die Nazis zu demonstrieren. Unter den bislang 500-600 Teilnehmern befinden sich die Falken, der DGB, die evangelische Kirche und, wie gesagt, noch viele andere. Und in diesem Moment startet die Demo.

13.20 Uhr: Vor dem Bahnhof Hamm gab es bis gerade zwei Demonstrationen gegen die Nazis, die einer Blockade des Bahnhofs gleichgekommen sind, mehr oder weniger. Beide Veranstaltungen sind beendet und die Teilnehmer haben sich zusammengetan. Unter organisatorischer Führung einer örtlichen Antifa Gruppe mit dem charmanten Namen „Häkelclub“ will man sich nun in Richtung der angekündigten Demoroute der Nazis machen. Die Nazis auf der anderen Seite sollen bereits irgendwo eine spontane Kundgebung abgehalten haben. Nichts genaues weiß man nicht, wir können das jedenfalls von hier aus nicht verifizieren. Aber wenn es diese Kundgebung gegeben haben sollte, dann sollen es knapp 50 Teilnehmer gewesen sein.

12.45 Uhr Durch den Bahnhof von Hamm stromern die ersten Nazis. Sie wollen ihren Kameraden wohl verraten, was sie erwartet. Nun, zur Zeit werden sie von ca. 200 Gegendemonstranten vor dem Bahnhof erwartet. So ist zum Beispiel #Blockado vor Ort, um den Nazis den Nachmittag zu ungemütlich wie nur möglich zu machen. Aber auch die Polizei trifft ihre Vorbereitungen. So langsam beginnt man den Zugang zum Bahnhof zu beschränken, nur noch mit Fahrkarte kommt man hinein.

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Vom Beobachten, Mitmachen und einem System des Helfens – #trainofhopedo

Blick von einer Bahnsteigtreppe. Am Fuß der Treppe stehen Menschen, über der Treppenbrüstung hängt ein Transparent mit der Aufschrift Welcome to Germany".Es gibt Tage, da verlässt man die eigene Rolle. Dabei ist die journalistische eigentlich ziemlich komfortabel: Wir schauen zu, berichten, ordnen ein, bewerten. Wir bleiben aber immer irgendwie „draußen“. Und manchmal fällt das alles in sich zusammen und wir sind „drin.“ Seit in Dortmund alle paar Tage Hunderte geflüchteter Menschen ankommen, um im Kulturzentrum Dietrich-Keuning-Haus erstversorgt und dann in NRW verteilt zu werden, ist das mehr als einmal passiert. Und als es vor einigen Tagen hieß, die Anlaufstelle brauche jede helfende Hand für die folgende Nacht, hörten wir auf zu beobachten und halfen eine Nacht mit. In den letzten zwölf Tagen haben wir viel gelernt über Hilfe und Solidarität, „Gute“ und „Schlechte“ und über ein System des bürgerschaftlichen Engagements, das staatliche Aufgaben ersetzt. Von Alexandra Gehrhardt und Sebastian Weiermann

Irgendwie „drin“ waren wir eigentlich schon seit dem 5. September, als sich die Ereignisse, die seitdem in Sozialen Netzwerken unter dem Schlagwort „#trainofhope“ geschildert werden, ankündigten. Wir waren am Abend und in der Nacht am Hauptbahnhof, als dutzende Helfende eine beeindruckende Hilfsaktion auf die Beine stellten, und wir hatten Klöße im Hals, als am Sonntag und in den Tagen darauf die Züge einrollten, mehrere tausend Menschen, die über die halbe Welt unterwegs waren und auf ihrer Flucht Strapazen überstanden haben, die sich die meisten von uns nicht vorstellen können, Dortmund erreichten und mit Gesängen und Applaus begrüßt wurden. Wut und Freude mischten sich bei uns immer wieder miteinander. Freude über die Hilfsbereitschaft vieler Menschen. Wut über die Inszenierung von Politikern wie Innenminister Ralf Jäger, OB Ullrich Sierau oder Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

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Liveticker zu den OB-Wahlen

OB-Wahl 2015: Wir haben Bochum und Wolfgang Wendland im Blick.
OB-Wahl 2015: Wir haben Bochum und Wolfgang Wendland im Blick.

OB-Wahl 2015. In zahlreichen Städten werden heute die Oberbürgermeister gewählt. Unser Hauptaugenmerk wird auf Bochum liegen, wo der Sänger der Punkband „Die Kassierer“ für das Amt kandidiert. Aber auch Nachrichten aus anderen Städten werden hier auflaufen.  Ein guter Grund also auch heute unseren bewährten Liveticker zu verfolgen.

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Bochum: Nur wenig Bewegung in Umfrage zur OB-Wahl

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Vom 13. bis 22. August 2015 hat BOB-Wahl, das Umfrage-Projekt zur Bochumer Oberbürgermeister-Wahl, eine erneute Befragung zu den erwarteten Ergebnissen am 13. September 2015 durchgeführt. Diese Umfrage erfolgte genau 4 Wochen nach der Juli-Befragung. Sie erlaubt Ansätze zum Vergleich der Entwicklung. Diesmal sind auch alle 12 Kandidaten bekannt. Die Juli-Umfrage konnte sich nur mit 10 Kandidaten befassen. Alle waren damals nicht bekannt. Nachstehend findet sich eine auf der Befragung beruhende Prognose – in Klammer die Ergebnisse des Vormonats.

SPD-Bewerber Thomas Eiskirch MdL (SPD) kann mit 35,2 % [35,7 %] seinen deutlichen Vorsprung gegenüber dem CDU-Kandidaten Klaus Franz mit 25,8 % [27,3 %] halten. Monika Engel (Grüne) reduziert sich auf 10,4 % [12,1 %]. Die Kandidaten von SPD und Grünen bleiben zusammen bei unter 50 %.

Horst Hohmeier (Die Linke) wird mit 6,9 % [5,7 %] verbessert gesehen, Günther Gleising (Soziale Liste) bei 2,8 % [2,4 %]. Für Wolf-Dieter Liese (AfD) werden 2,9 % [2,8 %] prognostiziert und für Jens Lücking (Freie Bürger) weiterhin 3,8 % [3,8 %].  Omid Pouryousefie geht auf 2,5 % [2,2 %].

Wolfgang Wendtland wird bei 6,2% [6,6 %] gesehen.  Markus Zarkse steht bei 1,1% [1,6 %]. Neu erhoben wurden Werte für den unabhängigen Bewerber Franz-Josef Ermann und den NPD-Bewerber Claus Cremer. Die unten dargestellte Tabelle prognostiziert für Ermann 1% und für den NPD-Kandidaten 1,3 %.

BOB-Wahl.de ist ein Gemeinschaftsprojekt der Blogs Pottblog.de, Ruhrbarone.de und Schmidts-Katze.info
Mehr Infos zum Verfahren und weitere Daten unter Bob-Wahl

Train of Hope: NRW-Innenminister Jäger und Dortmunds OB begrüßen Flüchtlinge

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Flüchtlinge werden im Keuninghaus versorgt

Im Laufe der Nacht sollen Flüchtlinge aus Ungarn per Zug am Dortmunder Hauptbahnhof eintreffen. Zur Zeit dominiert dort die Hilfsbereitschaft, ca. 100 bis 150 Menschen organisieren am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofes die Hilfe für den Moment, wenn der Zug gegen 3.00 Uhr am Morgen eintreffen soll. Dortmund gilt in dieser Nacht als zentraler Anlaufpunkt für die Flüchtlinge. Eintausend werden erwartet. Wir sind vor Ort.

16.02 Uhr: Der dritte Zug ist soeben angekommen. Wie alle Flüchtlinge geht es erst einmal ins Keuninghaus. Dort stehen freiwillige Dolmetscher den Flüchtlingen bei der Erledigung der Formalitäten beiseite und sie erhalten die eingegangenen Spenden. Mit Bussen werden sie dann auf Städte in ganz NRW verteilt. Kein heute in Dortmund angekommener Flüchtling wird in der Stadt bleiben.

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10.30 Uhr: Etwas früher als erwartet ist der zweite Zug in Dortmund angekommen. Schöne Geste: NRW Innenminister Ralf Jäger und Dortmund Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) begrüßen die ankommenden Flüchtlinge. Bürokratie live: Ein Teil der gespendeten Lebensmittel wurden weggeworfen:

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10.20 Uhr: NRW Innenminister Ralf Jäger (SPD) ist am Dortmunder Hauptbahnhof eingetroffen,

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10.14 Uhr: Gegen 11.00 Uhr wird der zweite Zug mit bis zu 1000 Flüchtlingen erwartet. Helfer bereiten zur Zeit wieder Erstversorgungspakete für die Flüchtlinge vor.

9.02 Uhr: Die ersten Flüchtlinge haben Dortmund erreicht und werden mit Applaus begrüßt. Die ganze Nachte haben sich Helfer auf ihr Kommen vorbereitet. Tausende Essenpakete, Schlafsäcke, Decken und vieles mehr wartet nun auf sie. Nach einem kurzem Aufenthalt im Keuning-Haus sollen sie nun auf Städte in ganz NRW verteilt werden.

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3.55 Uhr: Die Nazis sind von der Polizei in die S-Bahn Richtung Witten gesetzt worden und haben somit den Bahnhof verlassen. Wie man in der Nacht von Witten nach Dorstfeld kommen will… Tscha… Rückmärsche sind selten lustig, vor allem wenn es schon ein wenig kühler wird, aber das hat bei den Kameraden ja schon Tradition, das kennt man von früher. So nicht gekannt hat man das verworrene, unkoordinierte, Einsatzkonzept der Polizei. Es ist der Polizei

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Kampf dem islamischen Faschismus

Antifaschisten protestierten am vergangenen Wochenende gegen einen "Lies" Stand in Bochum
Antifaschisten protestierten am vergangenen Wochenende gegen einen „Lies“ Stand in Bochum

Die radikale Linke in Deutschland hat keine Analyse des Islamismus. Jedes in eine Mülltonne geritzte Hakenkreuz löst größere Empörung aus als Anschlags­drohungen des sogenannten »Islamischen Staats« gegen Ziele in Deutschland. Antifa heißt aber, nicht nur gegen herkömmliche Nazis zu sein, sondern sich jeder faschistischen Bewegung entgegenzustellen. Von Sebastian Weiermann und Patricia Pielage

Die Arbeit gegen Neonazis ist essentieller Bestandteil der Aktivitäten radikaler Linker in Deutschland. Gerade heute, in Zeiten, in denen fast jede Woche irgendwo eine Unterkunft für Geflüchtete brennt und die Nazis ihre Chance wittern, an die rassistischen Ressentiments ganz normaler Bürgerinnen und Bürger anzuknüpfen, ist es selbstverständlich, dass Linke sich mit klassischer Antifa-Arbeit beschäftigen (müssen). Auch die Morde des NSU und deren schleppende Aufklärung haben gezeigt, dass Nazis weiterhin eine ernstzunehmende Bedrohung darstellen. Aber das kann noch nicht alles sein. Denn außer den klassischen Nazis gibt es eine weitere faschistische Bewegung: den Islamismus. Auf der lokalen Ebene kommt diese Bewegung zunächst recht harmlos daher. In vielen Städten gibt es inzwischen Infotische junger Salafisten, an denen kostenlose Koranexemplare verteilt werden. Im Hintergrund werben Islamisten aber auch vermehrt junge Leute für den Kampf des »Islamischen Staats« (IS) im Irak und in Syrien an. Der IS hat wiederholt zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen. Mehrere islamistische Anschläge sind nur mit Glück verhindert worden. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann ein solcher Anschlag gelingt – und Islamisten genau wie Nazis Menschen töten. In vielen anderen Ländern ist es ihnen schon gelungen.

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Bochum: Sechs Kandidaten bei der Ruhrbarone-Elefantenrunde

Die große Ruhrbarone-Elefantenrunde Foto: Sabine Michalak
Die große Ruhrbarone-Elefantenrunde Foto: Sabine Michalak

Als wir im März gemeinsam mit dem Team des Mandragoras den Termin der Ruhrbarone-Elefantenrunde zur OB-Wahl auswählten, gingen wir nicht davon aus, dass wir zielsicher den Tag mit dem schlechtesten Wetter Ende August erwischen würden.

Aber die von uns zeitweise befürchtete Katastrophe blieb aus: Immerhin 80 Besucher kamen, um mit Thomas Eiskirch (SPD), Klaus Franz (CDU), Monika Engel (Grüne), Horst Hohmeier (Linke), Wolfgang Wendland (Unabhängig) und Jens Lücking (Freie Bürger) die vermutlich aussichtsreichsten Bewerber auf der Bühne am Konrad-Adenauer-Platz live zu erleben. Bei Bier (die Kandidaten), Wasser (die Kandidatin) und Cola (der Moderator) gab es eine muntere Diskussion rund um die drängenden Themen der Stadt.

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