Polemik und Morddrohungen: Erschütternde Reaktionen auf Gaza-Kommentar

Gaza 2023 Foto Fars Media Corporation Lizenz: CC BY 4.0 DEED


Viele Wochen ist es nun her, dass ich in meinem Kommentar „Die Menschen in Gaza“ für eine differenzierte, kritischere Sicht auf die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen plädiere, die man meiner Ansicht nach nicht einschränkungs- und vorbehaltlos und schon gar nicht ausnahmslos als unbeteiligte Leidtragende im wiederentflammten Nahost-Konflikt bezeichnen darf, so wie dies in den medialen Echokammern hierzulande oft der Fall ist. Von unserem Gastautor Tobias Huch.

In diesem Meinungsbeitrag stellte ich fest, dass die strikte und trennscharfe Unterscheidung zwischen „Zivilisten in Gaza” und der Terrororganisation Hamas, wie sie in der westlichen Öffentlichkeit praktiziert wird, leider zu naiv ist. Denn zur Wahrheit gehört, dass sich Zivilisten aus Gaza aktiv an den Morden, Vergewaltigungen und

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Der Ökologismus als alles durchdringender Mythos

Klimaaktivist auf einer Demonstration in Bochum


Als noch niemand voraussah, welche kulturelle Hegemonie die grüne Weltanschauung erlangen würde, provozierte der Soziologe Karlheinz Messelken mit einer steilen These: Der Ökologismus habe die beiden großen Mythen des 20. Jahrhunderts abgelöst, den Rassismus und den „Klassismus“. Alle drei hätten viel gemeinsam. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Die Grünen hätten ihren Zenit überschritten, kann man derzeit in vielen Variationen lesen und hören. Ob die Partei tatsächlich dauerhaft Wähler verlieren wird, weiß niemand. Viele totgesagte Bewegungen sind wiederauferstanden. Sicher ist jedoch: Im vergangenen halben Jahrhundert hat die grüne Weltanschauung (weit über die Partei hinaus) eine kulturelle Vorherrschaft erreicht, die alle konkurrierenden Interpretationen der Wirklichkeit überragt – und dies in allen westlichen Industrieländern, aber ganz besonders in Deutschland. Die Rettung zunächst der Umwelt und später des Klimas wurde zum Leitmotiv an den Universitäten, in den Redaktionen, im Kulturbetrieb, Bildungswesen, Kirchen und allen politischen Parteien.

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Artists 4 Ceasefire: Die gefürchteten „deutschen Kulturschaffenden“ melden sich zu Wort

Auch Lustigmann Sebastian 23 hat die Petition unterschrieben Foto: Joel1272 Lizenz: CC BY-SA 4.0

Mit „Artists4Ceaesfire“ melden sich „deutsche Kulturschaffende“ in einer Petition zu Wort, die immerhin den Vorteil hat, mich nach langer Zeit an eine gute Freundin meiner längst verstorbenen Großmutter zu erinnern. Sie und ihr Mann – beide haben in den 90ern das Zeitliche gesegnet – mochte ich als Kind und Jugendlicher sehr, gehörten sie doch einer Sorte aufrechter Sozialdemokraten, die es heute nicht mehr gibt, und vor denen man auch rückblickend den Hut ziehen muss. Von unserem Gastautor Thomas von der Oten-Sacken.

Ihr Mann war der einzige aus der größeren Bekanntschaft meiner Großmutter, der während der Nazizeit im Zuchthaus saß und für mich waren die beiden – gerade angesichts des Rumgedruckses und -gemaches, das kam, wenn man in der eigenen Familie rumfragte, was die damals eigentlich so gemacht hatten, eine Art Vorbild.

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„Die zunehmende Zahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung im Gazastreifen wird den weltweiten Druck auf Israel verstärken“

Hamas Terrorkommandeur Yahya Sinwar Foto: Fars Media Corporation Lizenz: CC BY 4.0


Die Forderung nach „Ceasefire Now“ wird von jenen, die sich als pro palästinensisch bezeichnen, seit längerer Zeit wie eine unglaublich subversive und dissidente Forderung präsentiert, zuletzt erst auf der Abschlussveranstaltung der diesjährigen Berlinale. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Nun mag man sich fragen, was an dieser Forderung eigentlich politisch so wünschenswert ist, zielt sie doch nur auf ein temporäres Ende eines Krieges, den die selbe Szene regelmäßig als Genozid oder Vernichtungskrieg bezeichnet. Aber nicht genug, es stellt sich auch die Frage, warum sie fordern, was dieser Tage, um nur einige zu nennen, die Regierungen der EU, der USA und fast aller arabischen Länder auch fordern und unter diplomatischem

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„Nur Eigenständigkeit kann einen retten“

Annie Reich, Eva und Lore (von links rechts) , von Wilhelm auf dem Balkon fotografiert (Foto: privat / Lore Rubin-Reich)


Zum Tode der Psychoanalytikerin Lore Reich Rubin.  Von unserem Gastautor Roland Kaufhold

 

Am 24. Februar ist die Psychoanalytikerin Lore Reich Rubin in Seattle verstorben. Sie wurde 95 Jahre alt, wie der amerikanische Psychoanalytiker Daniel Benveniste  im Auftrag der Familie

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Daniela Klette: Die RAF und der 7. Oktober

Fahndungsfotos von Daniela Klette Foto (Ausschnitt): LKA Niedersachen


Laut Angaben eines Terrorismusexperten hat die Festnahme der EX-Raflerin Daniela Klette auch etwas mit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober auf Israel zu tun. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Wenn stimmt, was Hans-Jakob Schindler vom Counter Extremism Project (CEP) der Frankfurter Rundschau gegenüber erklärte, entbehrte dies nicht einer gewissen Ironie der Geschichte:

„In Berlin gibt es eine große und sehr aktive linksextremistische Szene. Die RAF-Leute sind für viele in diesem Milieu immer noch Helden. (…)

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Mit Keffiyeh auf der Berlinale

Berlinale auf 3Sat Screenshot: Ruhrbarone

Die diesjährige Berlinale endete als Solidaritätsveranstaltung für Palästina. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

In einem Artikel fasst es Nils Kottmann für die Juedische Allgemeine so zusammen:

Kritik an den Hamas-Terroristen, die für die Bodenoffensive im Gazastreifen verantwortlich sind, gab es von der Jury oder den prämierten Künstlern nicht. Mehrere Gäste der Berlinale trugen am Samstagabend Kufiya. So auch der amerikanische Regisseur Ben Russel (»Direct Action«), der in seiner Dankesrede Israel einen Völkermord vorwarf. Auch dafür gab es Applaus statt Widerworte.

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„Wohin die Juden hingehen sollen, wenn Israel tatsächlich vernichtet wird, sagen sie nicht“


Gewiss haben jene, die diese Zeilen lesen, Organisationen wahrnehmen können, deren Name «Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden …», «Jüdische Stimme für Frieden…» oder «Jewish Voice for Peace» oder ähnlich lautet. Von unserem Gastautor Emrah Erken.

In Deutschland heisst die entsprechende Organisation „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten“. Bei Europeans Jews for Just Peace handelt es sich um eine Organisation, welche die antisemitische #BDS-Bewegung unterstützt. Hier ist ein entsprechender Artikel.

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Spenden für Gaza – Spenden für die Hamas?

Gaza 2023 Foto Fars Media Corporation Lizenz: CC BY 4.0 DEED

Der Gaza-Konflikt hat zu einem Boom an Spendenaufrufen im Internet geführt. Darunter befinden sich auch solche von islamistischen Organisationen wie der Hamas, die damit ihre Terroraktivitäten finanzieren. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Auf den ersten Blick sieht es nach viel gutem Willen aus: Die seit ungefähr einem Jahrzehnt wie Pilze aus dem Boden schießenden Crowdfunding-Plattformen, auf und mit denen jeder für einen guten Zweck Geld sammeln kann. Das System ist einfach: Man schreibt ein paar Zeilen, was man tun will, fügt ein paar Bilder hinzu und gibt seine Kontodaten an. Und solange das Ganze nicht völlig ominös klingt, hat man einen Spendenaufruf fertig, der dann über Soziale Medien an ein breites Publikum verteilt werden kann.

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Wird die Bezahlkarte zur Eintrittskarte in die Kriminalität?

Sercan Celik Foto: Privat


In Deutschland sollen Asylsuchende und Flüchtlinge einen Teil der staatlichen Unterstützung künftig über eine sog. Bezahlkarte beziehen und nicht mehr als Bargeld. Der rechtliche Anspruch und die Höhe der Auszahlung zur Deckung des „notwendigen persönlichen Bedarfs“ richtet sich nach Lebenssituation und Alter der Asylbewerber.  Unser Gastautor Sercan Celik  ist Vorsitzender der SPD in Kierspe 

Selbstverständlich wäre eine solche Regelung nur bundeseinheitlich sinnvoll, denn sonst würden neue Diskussionen ausbrechen. Wieso sollten Asylsuchende in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg anders behandelt werden als in Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern? Diese Frage wäre, gerade aus Sicht der Asylsuchenden, berechtigt.

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