„Das unterirdische Gaza fordert jeden Tag das Leben vieler junger Israelis“

Israelische Opfer nach dem Terrorangriff der Hamas Foto: Kobi Gideon / Government Press Office Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die Hoffnung auf Frieden mit den palästinensischen Nachbarn haben nach dem 7. Oktober selbst linke Kibbuzniks aufgegeben. Im Kampf gegen die Hamas stehen dabei Israelis zusammen, die sich zuvor in zwei verfeindeten Lagern befunden haben. Ein Lagebericht aus Israel nach drei Monaten Krieg mit der Hamas. Von unserem Gastautor Oliver Vrankovic.

Am Vorabend des Überfalls palästinensischer Terroristen auf den westlichen Negev war die israelische Gesellschaft unheilbar zerstritten. Der in den letzten Jahren wieder aufgekochte Kulturkampf war kurz vor dem Siedepunkt und zwei Gruppen in Israel standen sich unversöhnlich bei Protesten für und gegen die Regierung gegenüber. Die scharfen Auseinandersetzungen um die Justizreform und das Verhältnis von Staat und

Weiterlesen

Aleviten in der türkischen Politik: „CHP muss Politiker alevetischen Glaubens bei Kommunalwahl prominent aufstellen – sonst fällt die Unterstützung“

Ekrem İmamoğlu Foto: i Hacaloğlu Lizenz: Gemeinfrei


Die Abwesenheit von Politikern mit alevitischem Glauben in der Führung der türkischen Oppositionspartei CHP nach der Abwahl des Aleviten Kemal Kılıçdaroğlu, geboren in Nazımiye in Tunceli, wirft berechtigte Fragen zur Vielfalt innerhalb politischer Strukturen auf. Vor den anstehenden Kommunalwahlen 2024 erheben Aleviten energisch Forderungen nach repräsentativer Teilhabe, um nicht nur ihre Präsenz in der CHP-Führung zu betonen, sondern auch nach einem prominenten Bürgermeister mit alevitischem Hintergrund. Der Druck auf den Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu nimmt zu, sich für die Anliegen der Aleviten einzusetzen, da andernfalls die Alevitengemeinschaft droht, die CHP nicht mehr zu unterstützen. Unser Gastautor Ufuk Sezer ist Türkei-Experte aus Hamburg

Die kommenden Kommunalwahlen dienen als Katalysator für die Aleviten, die ihre Forderungen nach repräsentativer Teilhabe energisch vorbringen. In einer Gesellschaft, die so vielfältig wie die türkische ist, gewinnt die Notwendigkeit einer inklusiven politischen Repräsentation zunehmend an Bedeutung. Die Forderung nach der Integration eines alevitischen Politikers in die CHP-Führung spiegelt breitere

Weiterlesen

Ruhrgebiet: Nach der Klage des BUND gegen Newpark  erinnert die IHK Nord Westfalen an die Grundidee und Intention des Industrieparks

Dr. Fritz Jaeckel Foto: IHK Nord Westfalen Lizenz: Copyright


Unser Gastautor Fritz Jaeckel ist Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen und spricht sich  für das geplante Gewerbegebiet Newpark in Datteln aus.

Die Newpark -Idee wurde vor über 25 Jahren entwickelt mit dem Ziel, dem Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet einen positiven Impuls zu geben. Angesichts beständig hoher Arbeitslosenzahlen in der Region, die sich in der Vergangenheit als „verlängerte Werkbank“ (Chemie, Stahl, Textil) in NRW durchaus einen Namen gemacht hatte, sollte das Projekt Newpark  primär internationale Unternehmen anlocken. Newpark  sollte und durfte deshalb kein normales Gewerbe- und Industriegebiet werden. Vielmehr sollte es organisiert werden wie ein modernes Einkaufszentrum mit einer zentralen Betreibergesellschaft, innovativen Flächennutzungsmodellen und speziellen Angeboten für Unternehmen, die sich Standorte weltweit aussuchen können. Newpark  sollte für NRW, ja sogar für Deutschland, Alleinstellungsmerkmale bekommen.

Weiterlesen
Werbung


Woher sollen die 11,2 Milliarden Euro für Bochums Nachhaltigkeitsstrategie kommen?

Kunstwerk in Bochum Ehrenfeld Foto: Laurin


11,2 Milliarden Euro wollen SPD und Grüne in Bochum bis 2035 in eine „Nachhaltigkeitsstrategie“ stecken. Viel Geld, von dem nicht einmal klar ist, woher es kommen soll schreibt und Gastautor Daniel Obitz (CDU), Mitglied im Rat der Stadt.

Es ist ein Mammutpaket für eine Jahrhundertaufgabe: Bochum hat sich eine Nachhaltigkeitsstrategie verschrieben, die jetzt also im Stadtrat verabschiedet werden soll. Wir müssen auch als Kommune unseren Teil beitragen, wer würde da widersprechen? Und doch hat man es uns als CDU schon in dem einen oder anderen Gremium um die Ohren

Weiterlesen

„Kernenergie kann auch in Deutschland eine Zukunft haben“

Matthias Hauer Foto: CDU/CSU Fraktion


Matthias Hauer (CDU) ist direkt gewählter Bundestagsabgeordneter im Essener Süden. In einem Gastbeitrag erklärt er, warum die CDU in ihrem neuen Grundsatzprogramm der Kernenergie wieder eine Zukunft in Deutschland gibt.

Unter dem Eindruck der Katastrophe von Fukushima beschloss der Deutsche Bundestag im Juni 2011 den vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022. Rückblickend erscheint die – damals über

Weiterlesen

Griechenland macht vor, wie man Erdogan handhaben muss

Macit Karaahmetoğlu
Foto: Stella von Saldern Lizenz: Copyright


Nach langen Jahren voller Konflikte stehen die Zeichen zwischen Griechenland und der Türkei auf Annäherung im Eiltempo. Unser Gastautor Macit Karaahmetoglu begrüßt die jüngsten Beschlüsse der beiden Länder und sieht darin ein mögliches Vorbild für das türkisch-europäische Verhältnis. 

Griechenland und die Türkei haben eine umfangreiche Freundschaftserklärung unterzeichnet – nur ein Jahr nachdem der türkische Präsident Erdogan dem Land mit Kriegsrhetorik begegnete und dem griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis seine Existenz absprach.

Weiterlesen

Zweierlei Maß: Sudan und Gaza

Flüchtlinge in dafur Foto: USAID Lizenz: Gemeinfrei


Die verhaltene Resonanz der westlichen Intellektuellen gegenüber Ländern wie Afghanistan oder dem Sudan wirft die Frage auf, ob sie sich wirklich für die Menschlichkeit einsetzen oder eher von politischen Motiven geleitet werden. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Santishree Dhulipudi Pandit ist Vizekanzlerin der angesehenen indischen Jawaharlal Nehru Universität, also über den

Weiterlesen
Werbung


Palästinenser-Vertreter in Deutschland: Laith Arafeh, Botschafter non grata

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas mit dem palästinensischen „Botschafter“ Laith Arafeh Foto: DBT / Janine Schmitz / photothek

Unser Gastautor Tobias Huch will, dass Laith Arafeh, Palästinas Vertreter in Deutschland, des Landes verwiesen wird.

Laith Arafeh sitzt in einer Villa mit Wintergarten in der Rheinbabenalle 8 in Berlin-Grunewald. Eine recht ordentliche Adresse. Eigentlich ist es die Hundekehlestraße 26a, aber das klingt bei weitem nicht so gut und immerhin wird Herr Arafeh sonst mit „Eure Exzellenz“ angesprochen – die übliche Anrede für einen Botschafter. Irgendwie passt das aber auch: Denn hier ist mehr Schein als Sein.

Weiterlesen