Bochum: Kaspersky vor Ausstieg bei deutscher IT-Sicherheitsfirma G Data

Generaloberst Oleg Salyukov, Oberbefehlshaber der Bodentruppen Russlands, und Natalia Kasperskaya, Vorsitzende der Info Watch Group, 2018 nach einem Vortrag über die „Entwicklung der Informationstechnologie“ vor Generälen und Offizieren des Generalkommandos der Bodentruppen Foto: Mil.ru CC BY 4.0

Angesichts des Ukraine-Kriegs steht die russische Investorin Natalya Kaspersky beim Bochumer Unternehmen G Data, einer führenden deutschen IT-Sicherheitsfirma, vor dem Ausstieg. Es sei vereinbart, dass sich Kaspersky von ihrem Anteil in Höhe von 17 Prozent an G Data trennen werde, sagte Kai Figge, einer der Gründer, Chefs und Eigentümer des Unternehmens, im Podcast „Die Wirtschaftsreporter“ der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitagausgaben). „Wir sind derzeit in einem Prozess, wo wir mit verschiedenen Investoren sprechen“, so Figge.

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Heute in Dortmund: „Frauen, Leben, Freiheit“

Protest gegen die Mullahs Symbolfoto Foto: Thomas von der Osten-Sacken

Heute 16 Uhr findet in Dortmund am Platz der Deutschen Einheit am Fußballmuseum eine Kundgebung gegen den Terror des iranischen Mullah-Regimes statt. Während die iranische Regierung den Terror gegen die Demonstranten immer weiter erhöht, breitet sich im Land selbst eine neue Form des Widerstandes aus: Klerikern wird die Windel vom Kopf gehauen:

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Dortmund: Weihnachtsmärchen: „Alice im Wunderland“ feiert Premiere

Probenfoto zu „Alice im Wunderland“ mit Bianka Lammert, Thomas Ehrlichmann und Malin Kemper /// Copyright: Birgit Hupfeld

Auch in diesem Jahr feiert ein weltbekannter Text als Weihnachtsmärchen des Kinder- und Jugendtheaters Premiere im Dortmunder Schauspielhaus. KJT-Intendant Andreas Gruhn erzählt den Klassiker „Alice im Wunderland” von Lewis Carroll in einer eigenen Bühnenfassung neu für ein junges Publikum ab sechs Jahren. Die Uraufführung findet  am Freitag, 11. November, um 19 Uhr im Schauspielhaus statt. Alles fängt mit einem sprechenden

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Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet sinkt leicht im Oktober

Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0

253.143 Menschen waren im Oktober im Ruhrgebiet arbeitslos gemeldet – 941 oder 0,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Oktober 2021 stieg die Arbeitslosenzahl um 2,6 Prozent. Üblicherweise sinkt die Arbeitslosigkeit im Oktober stärker. Der relativ schwache Rückgang lag unter anderem daran, dass sich in NRW inzwischen viele Geflüchtete aus der Ukraine arbeitslos gemeldet haben.

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Bochum: FDP lehnt generelles Feuerwerksverbot ab

Feuerwerk Foto: Dirk Vorderstraße Lizenz: CC BY 2.0

Die Deutsche Umwelthilfe fordert derzeit wieder einmal , dass Silvesterfeuerwerke „ein für alle Mal“ verboten werden. „Den Verbotsphantasien der Deutschen Umwelthilfe sind anscheinend keine Grenzen gesetzt. Und so kommen sie auch in diesem Jahr mit ihrer Dauerforderung, jegliches Feuerwerk zu Silvester zu verbieten. Wir lehnen dieses überzogene Verbot weiterhin ab“, sagt Léon Beck, der stellvertretende Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion Bochum in einer Pressemitteilung.

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Kein „Europäischer Dramatiker:innen Preis“ für Caryl Churchill

Staatstheater Stuttgart Schauspielhaus by Avi1111 dr. avishai teicher cc 4.0


Das Schauspiel Stuttgart hat auf die Berichterstattung der Ruhrbarone reagiert.

Im April hat die vom Schauspiel Stuttgart eingesetzte Jury des „Europäischen Dramatiker:innen Preises“ der Britin Caryl Churchill den Preis 2022 für ihr Gesamtwerk zugesprochen. Der Preis wird vergeben vom Schauspiel Stuttgart. Gefördert wird die mit 75.000 Euro dotierte Auszeichnung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Nach erneuter Beratung hat die Jury am 31. Oktober beschlossen, ihre Entscheidung zurückzuziehen und den Preis in diesem Jahr nicht zu verleihen.

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Straßenmagazin Bodo im November

Die Journalistin Golineh Atai spricht über den Freiheitskampf der Frauen im Iran, der Künstler Klaus Dauven verewigt überlebensgroß das Bochumer Opfer rechter Gewalt Josef Anton Gera, die Klimaaktivistin Lina Eichler erklärt, was die „Letzte Generation“ will, die Millionenerbin Marlene Engelhorn fordert, überreiche Menschen müssten anerkennen, dass ihr Geld keine Herrschaft rechtfertigt, Büchner-Preisträgerin Emine Sevgi Özdamar liest in und über Bochum.

Nach vielen Jahren bei der ARD leitet Golineh Atai seit Anfang des Jahres das ZDF-Studio in Kairo. Für ihre Arbeit, vor allem als Korrespondentin in Moskau und für ihre Reportagen vom Maidan in Kijiw wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr aktuelles Buch porträtiert die Menschenrechtsaktivistinnen im Iran, dem Land ihrer Eltern.

Lina Eichler (20) ist eines der Gesichter der „Letzten Generation“. Hervorgegangen aus einem Hungerstreik im Vorfeld der Bundestagswahl gehört die Bewegung zu den meistgehassten Klimaschutzakteuren: Ihr Mittel ist die „maximale Störung“, vor allem mit Straßen- und Autobahnblockaden. Was will die „Letzte Generation“?

Im Herbst 1997 wird der 59-jährige Josef Anton Gera, ein Bochumer aus der Wohnungslosenszene, von Neonazis so schwer verprügelt, dass er stirbt. Lange wahren nur Antifa-Gruppen sein Gedenken. Zum 25. Todestag trägt nun ein Platz seinen Namen und ein meterhohes Wandbild erinnert an ihn.

Hans im Glück aus Herne 2: Anfang der 1980er geht es mit Kohle und Stahl längst bergab, die Industrien haben die Region verwüstet, nun wachsen Jugendarbeits- und Perspektivlosigkeit. 1983 strahlt das ZDF zur besten Sendezeit eine Serie aus, die diese düstere Seite des Strukturwandels einfängt wie keine zweite.

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Mevlüde Genç verstorben

Gemeinsame Demonstration von Deutschen und Türken am Tatort in Solingen im Juni 1993 Foto: Sir James Lizenz: CC BY-SA 2.0 de


Mevlüde Genç ist tot. Sie ist im Alter von 79 Jahren in Solingen verstorben. Vier ihrer Kinder und eine Nichte sind 1993 von Neonazis bei dem Brandanschlag auf das Haus ihrer Familie in Solingen ermordet worden.

Das meldet das deutsch-türkische Magazin „Merhaba“ aus Berlin. Kamil Genç gab am Sonntagmorgen eine Erklärung ab, in der er erklärte, seine Mutter sei zusammengebrochen und in die Notaufnahme gebracht worden, und dann die Nachricht von ihrem Tod verkündete.
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International Business Club in Gelsenkirchen: Integra-Award für Mehmet Gürcan Daimagüler

Mehmet Daimagüler Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0


Am Samstagabend wird der Rechtsanwalt und Menschenrechtler Mehmet Gürcan Daimagüler mit dem Integra-Award in Gelsenkirchen ausgezeichnet. Mit dem Preis wird sein „das Engagement zur Förderung des gesellschaftlichen Dialogs“ ausgezeichnet.

Preisträger Daimagüler, geboren 1968 in Eiserfeld-Niederschelden (heute Siegen), wurde bekannt vor allem durch seine Arbeit als Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess. Mit seinem 2011 erschienenen Buch „Kein schönes Land in dieser Zeit“ leistete er einen prominenten und konstruktiven Beitrag zur deutschen Integrationsdebatte. „Der Rechtsanwalt und Harvard-Absolvent ist ein starker Kämpfer für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. So macht er sich in seinem neuen Amt als erster „Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland“ in besonderem Maße gegen Diskriminierung und Rassismus stark. Sein Plädoyer im Verfahren gegen

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