Nadja, Samstag, 5. März, 19.00 Uhr, Christuskirche, Bochum
Der Ruhrpilot
Dortmund: Mehrheit hat nichts gegen Rot-Schwarz…Der Westen
NRW: Kommunen können CO2-Bilanz im Netz erstellen…RP Online
Ruhrgebiet: Geierabend im TV…Pottblog
Bochum: Koalition unterstreicht Willen zum Bau des Musikzentrums…Der Westen
Dortmund: Zweites Container-Terminal…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: Teldafax Kunden sind verunsichert…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Cottbus-Fans erheben schwere Vorwürfe gegen Polizei Duisburg und Bahn…Der Westen
Duisburg II: Siegerentwurf zum neuen Mercator-Quartier vorgestellt…Der Westen
Essen: 100 Mio Euro für die marode Messe…Bild
Essen II: Neues Theater ums Café…Der Westen
Internet: Türkei sperrt ganz blogger.com wegen Fußball…Netzpolitik
Facebook: noguttfriends.de – Fans von Guttenberg unter Deinen Facebook-Freunden?…Pottblog
Kuba: Kitschiges Interieur einer ideologisch verblindeten Karibikidylle…Zoom
Libyen: Und was nun?

Gaddafi schießt die Revolution in Libyen zusammen und die Welt schaut zu. Einmal mehr zeigt sich: Wenn es ernst wird, kommt der Pazifismus an seine Grenzen.
Gaddafi ist in die Offensive gegangen und und droht mit tausenden Toten. Da kann man sich jetzt auf einen pazifistischen Standpunkt zurückziehen und es sich einfach machen. Vor allem, wenn man nicht das Risiko hat, zu den Opfern Gaddafis zu gehören. Und wer der wirklich Böse ist, ist natürlich auch klar: Der Westen natürlich…
Vor der Küste Libyens formieren sich Kriegschiffe der USA und auch Deutschlands. Noch wird ein militärisches Eingreifen dementiert. „Humanitäre Hilfe dient als Vorwand für eine bevorstehende militärische Intervention der westlichen Staaten in Libyen.“ erklärt Nuri Aygün, Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE. NRW. Aygün weiter:„Wenn humanitäre Hilfe ernst gemeint wäre, müsste der Umgang mit den Flüchtlingen in Europa nicht so schäbig sein. Das Verhängen von Sanktionen, ein Flugverbot über das Staatsgebiet von Libyen und die Verstärkung von militärischer Präsenz vor Libyen sind Zeichen in Richtung eines militärischen Eingreifens in Libyen.
Ich glaube zwar, dass die meisten Menschen in Libyen im Augenblick andere Sorgen haben als Genosse Aygün, aber die leben ja auch nicht im idyllischen Hamm.
Der Spiegel hat die verschiedenen Optionen aufgelistet – vom Flugverbot bis zum Einsatz von Bodentruppen. Keine von ihnen klingt wirklich gut. Aber vielleicht kann ja der Westen arabische Truppen dabei unterstützen, zumindest ein Flugverbot durchzusetzen. Immerhin sieht sich Ägypten als regionale Macht. Nun ist ein guter Zeitpunkt um zu zeigen, dass das Land diesem Anspruch auch gerecht wird.
Es ist auf jeden Fall der Zeitpunkt gekommen, die verschiedenen Möglichkeiten zu diskutieren. Und militärische Optionen gehören zu den Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. Die Libysche Opposition ist in der Frage einer Intervention gespalten. Wenn sie allerdings gefordert wird, wird der Westen handeln müssen.
Gisbert zu Knyphausen
Gisbert zu Knyphausen, Freitag, 4. März, 20.00 Uhr, Forum, Bielefeld
Der Ruhrpilot

Dortmund: Hasi ist wieder da…Ruhr Nachrichten
NRW: Erst studieren, dann zahlen…RP Online
Bochum: Nächster Schritt der Ruhr-Universität zur Elite-Uni…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Sperrbezirk soll Straßen-Prostitution eindämmen…Der Westen
Dortmund II: Schweigen der Zeugen schützt die Täter des HirschQ-Überfalls…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Rettungsassistent schreibt Buch über Loveparade-Katastrophe…Der Westen
Gelsenkirchen: Sondermüll-Zwischenlager der AGR soll nach Herten ziehen…Der Westen
Gelsenkirchen II: Raúl schießt Schalke nach Berlin…Spiegel
Umland: SPD Meschede kritisiert MdL…Zoom
Recht: Nachbarn sind keine Ersatzempfänger für Pakete…Law Blog
Apple: Jobs macht iPad2 zur Chefsache…FAZ
Kommunalwahl 2009: Dortmunder durften verarscht werden

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat entschieden: Die Kommunalwahl in Dortmund muss nicht wiederholt werden.
Die Ruhr Nachrichten melden gerade, dass das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen der Klage von 11 SPD-Ratsmitgliedern und einem Rechtsradikalen gegen den Beschluss des Dortmunder Rates, die Kommunalwahl 2009 zu wiederholen, erfolgreich war. Der Dortmunder Rat wollte die Wahl wiederholen, weil einen Tag nach der Wahl der damalige Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer (SPD) überraschend ein Haushaltsloch von gut 100 Millionen Euro bekannt gab. Vor der Wahl hatte die SPD immer ihre solide Haushaltsführung betont – und hatte bei der Wahl gut abgeschnitten. Die Mehrheit der Ratsmitglieder sahen darin einen Wahlbetrug. Die Verwaltungsjuristen in Gelsenkirchen nicht:
Die Wahl zum Stadtrat in Dortmund muss nicht wiederholt werden, da nicht davon auszugehen ist, dass der Wahlausgang durch eine ordnungs- und pflichtwidrige Amtshandlung der damaligen Stadtspitze beeinflusst wurde.
Dies entschied heute die 15. Kammer des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen, nachdem der ehemalige Oberbürgermeister und die ehemalige Stadtkämmerin als Zeugen zu den Umständen gehört wurden, die einen Tag nach der Kommunalwahl 2009 zur Verhängung einer ab dem 1. September 2009 wirksamen Haushaltssperre geführt haben.
Dortmunder dürfen also verarscht werden.
Die Dortmunder SPD hatte sich übrigens für Neuwahlen ausgesprochen und auch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) stellte sich im vergangenen Jahr erfolgreich erneut dem Votum der Wähler. Eine Haltung, die den roten Hinterbänklern und dem DVU-Ratsvertreter, die gegen den Rat klagten, fremd zu sein scheint. Gegen das Urteil kann der Rat Berufung einlegen.
Tom Wolfe ist 80
Ohne ihn wären viele Texte, die wir heute lesen, deutlich langweiliger: Tom Wolfe, Schrifsteller und Journalistm gehört, neben Hunter S. Thompson, Truman Capote und Norman Mailer, zu den Begründern des New Journalism.
Aus der literarischen Tradition der »Beat Generation« wuchs mit der Hippie-Bewegung das Bestreben engagierter Schreiber, neue journalistische Formen auszuprobieren, die unmittelbarere Ausdrucksformen gestatteten und den Leser stärker zu fesseln vermochten. Das ist der »New Journalism«.
Das schreibt Wilhelm Ruprecht Frieling im literaturzeitschrift.blog. Die Texte wurden persönlicher, die Autoren spielten häufig selbst eine wichtige Rolle, die Grenzen zwischen Literatur und Journalismus wurden durchbrochen. Dabei waren die Texte immer exzellent recherchiert – wie bei der Wattenscheider Schule.
Ob die Reportage Die Helden der Nation über der Anfänge der US-Raumfahrt, die Romane Fegefeuer der Eitelkeiten oder Ich bin Charlotte Simmons – ich kenne keinen Text von Tom Wolfe, den ich nicht mit absoluter Begeisterung gelesen habe. Heute wird der Mann im weißen Anzug 80 – herzlichen Glückwunsch.
Niels Duffhuës
Niels Duffhuës, Donnerstag, 3. März, 20.00 Uhr, Subrosa, Dortmund
Der Ruhrpilot

Dortmund: Alle suchen Hasi…Ruhr Nachrichten
Herzlichen Glückwunsch: Tom Wolfe zum Achtzigsten…FAZ
Ruhrgebiet: Das Revier kriegt nasse Füße…Der Westen
Bochum: Einzelhandel muss kämpfen lernen…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Kirchen und Gewerkschaften wollen Allianz für freien Sonntag bilden…Der Westen
Dortmund II: Spieplan im Theater Dortmund ist bunt und abwechslunsgreich…Ruhr Nachrichten
Dortmund III: Rumänen und Bulgaren räumten Häuser in der Nordstadt…Der Westen
Duisburg: Zeitplan für Verkauf des Theaters am Marientor wird enger…Der Westen
Umland: Gewerkschafter demonstrieren in Düsseldorf…Zoom
Umland II: Bremerhaven kämpft gegen den Verfall…Zeit
Guttenberg: Bedeutungsverlust…Post von Horn
Guttenberg II: Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat?…Netzpolitik
Guttenberg: Weil sich Leistung lohnen muss…
Mit Karl Theodor zu Guttenberg hat ein Liebling der Massen das Kabinett verlassen. Gescheitert ist er an seiner Verachtung gegenüber den bürgerlichen Konventionen.
Ein herausragendes Merkmal des Adels ist, dass ihm das Leistungsprinzip weitgehend unbekannt ist. Man ist was man ist und hat was man braucht. Und was man nicht hat und trotzdem braucht, nimmt man sich eben. Zum Beispiel einen Doktortitel.
Die Verachtung des Leistungsprinzips klingt irgendwie ein wenig nach Linkspartei und tatsächlich: In der gemeinsamen Verachtung der Leistungskultur sind sich Adel und Kader erstaunlich nahe.
Jemand der dem bürgerlichen Pendant zum Adelstitel mit so viel Verachtung gegenüber tritt wie Guttenberg dem Doktortitel konnte in einer Koalition, deren Anhänger sich zum größten Teil als zum Bürgertum gehörend definieren nicht überleben. Franz Walter hatte das gestern auf Spiegel.de schön beschrieben:
Nun dämmert den akademisch-arrivierten Mittelschichten mit Hochschulzertifikaten, dass die Nonchalance der CDU-Granden und Guttenberg-Apologeten – „was sind schon Fußnoten“; „scheiß was auf den Doktor“ – ihre Berechtigungsausweise für berufliche Erfolge und gesellschaftliche Statuspositionen gefährdet.
Ein solches Statustdenken kommt jemanden wie Guttenberg wahrscheinlich ziemlich piefig vor. Er bekam alles zur Geburt geschenkt – Kontakte, Reputation und Geld. Erarbeiten musste sich so einer nie irgendwas. Wie sollte er Achtung vor der Leistung anderer entwickeln? Die Verachtung des bürgerlichen Leistungsprinzips wurde ihm zum Verhängnis. Und das ist gut so – denn Leistung muss sich wieder lohnen.
