Der Ruhrpilot

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Mr. Verantwortungslos: Adolf Sauerland

Duisburg: CDU huldigt Sauerland…Der Westen

Verkehr: Ende der Milliarden-Mauschelei beim VRR…Der Westen

NRW: 152 Castoren sollen nach Ahaus rollen…RP Online

NRW II: Land ohne Opposition…RP Online

NRW III: Poker um WestLB…taz

Ruhrgebiet: Zwischen Zeche und Zechen…Spiegel

Bochum: Politjournalist trifft auf Silikon-Blondchen…Ruhr Nachrichten

Gelsenkirchen: FH-Institiut stellt Sicherheits-App vor…Gelsenkirchen Blog

Umland: Laufen im Wald nach dem Tauwetter…Zoom

Medien: Ulrich Horn bloggt  wieder…Post von Horn

Medien II: Ruhr-Nachrichten App ist da…Ostroplog

Medien III: Bundesverfassungsgericht entscheidet erneut zugunsten der VG WORT…Kaffee bei mir?

Wirtschaft: Der Mythos von der schrumpfenden Mittelschicht…Welt

Erinnerung: Der fast vergessene Nazijäger…taz

Online: Knickt Leutheusser-Schnarrenberger ein? IP-Vorratsdatenspeicherung vorgeschlagen…Netzpolitik

NRW: Lässig in die Neuwahlen

Scheitert eine Regierung mit ihrem Haushalt und drohen dann Neuwahlen, ist meistens die Stimmung am Boden. Nicht in NRW: Grüne und SPD können lässig in die Neuwahlen gehen. Zittern müssen die Oppositionsparteien.

NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann gab dem Spiegel ein Interview: Wenn das Landesverfassungsgericht den Nachtragshaushalt der Minderheitsregierung kippen würde, so stelle sie klar, gäbe es Neuwahlen. Und nach diesen Wahlen will sie auch Schwarz-Grüne nicht ausschließen, ist aber mit Rot-Grün sehr zufrieden. Man regiere, sagte Löhrmann, auf Augenhöhe miteinander.

Löhrmann redet lässig über Neuwahlen. Ungewöhnlich für ein Regierungsmitglied, denn normalerweise sind Neuwahlen nach so etwas wie einem gescheiterten Haushalt für eine Regierung eine Katastrophe. Nicht in NRW. Wären morgen Wahlen, Rot-Grün hätte eine satte Mehrheit. Und die Grünen könnten sich vielleicht sogar den Koalitionspartner aussuchen. Denn vielleicht sind ja nur nich drei Parteien im kommenden Landtag. Die FDP wäre mit jetzt 4 Prozent in den Umfragen wahrscheinlich nicht mehr im Landtag vertreten und auch für die Linkspartei mit  um die 5 Prozent wird es eng. Gut möglich, das deren Abgeordnete bald wieder im Sandkasten mit Hammer und Sichel spielen dürfen. Ihre Weigerung, bei einem etwaig nötig werdenden Sparhaushalt Kürzungen im Personalbereich mitzutragen, könnte schnell zur Kürzung ihrer Mandate beitragen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Gerhard Papke bewegt sich, von leichter Panik getrieben, schon einmal auf SPD und Grüne zu und bringt eine Ampel-Koalition in NRW ins Spiel. Nach der Wahl legte er sich zwar noch mit dem damaligen FDP-Vorsitzenden Andreas Pinkwart an, als der mit SPD und Grünen reden wollte, aber die Zeiten sind vorbei. Die Angst, wieder in seinen alten Jobs arbeiten zu müssen, scheint gewaltig zu sein. Papke war vor seiner Zeit als Landtagsabgeordnete ein schlichter Mitarbeiter der Friedrich Naumann Stiftung und Kofferträger des FDP-Bundestagsabgeordneten Paul Friedhoff. Das treibt natürlich die Kompromissfähigkeit voran.

ePetition für freies WLAN

Wer sein WLAN für alle freischalten möchte geht im Moment ein hohes rechtliches Risiko ein. Stefan Meiners will das mit einer ePetition ändern.

Stefan Meiners ist Blogger und sitzt für die Grünen im Rat der Stadt Voerde. Noch bis zum 24. Februar kann man seine ePetition für freies WLAN unterzeichnen.

Sein Ziel:

Ich möchte, dass es eine eindeutige Rechtslage gibt, die mir erlaubt mein privates Wireless-LAN (WLAN) unverschlüsselt zu betreiben und damit Hinz und Kunz einen Zugang zum Netz anzubieten.

In der aktuellen Situation ist der Betrieb eines unverschlüsselten WLAN nicht verboten. Jedoch macht die Rechtsprechung ein  faktisches Verbot durch Gerichtsurteile möglich. Im Rahmen dieser Urteile ist der “Betreiber” eines WLAN verpflichtet, die aktuellste Verschlüsselung zu nutzen. Das bedeutet, dass ich nicht nur WPA  nicht mehr benutzen darf, neuere Urteile verbieten sogar die Nutzung des durch den Hersteller voreingestellten Sicherheitsschlüssels – und sei er noch so zufällig.
Folge ich diesen Vorgaben nicht, mache ich mich nicht strafbar. Wenn aber jetzt jemand hingeht und sich in mein WLAN einloggt, kann ich dafür belangt werden, was er anstellt.
In der aktuellen Situation ist der Betrieb eines unverschlüsselten WLAN nicht verboten. Jedoch macht die Rechtsprechung ein  faktisches Verbot durch Gerichtsurteile möglich. Im Rahmen dieser Urteile ist der “Betreiber” eines WLAN verpflichtet, die aktuellste Verschlüsselung zu nutzen. Das bedeutet, dass ich nicht nur WPA  nicht mehr benutzen darf, neuere Urteile verbieten sogar die Nutzung des durch den Hersteller voreingestellten Sicherheitsschlüssels – und sei er noch so zufällig.
Folge ich diesen Vorgaben nicht, mache ich mich nicht strafbar. Wenn aber jetzt jemand hingeht und sich in mein WLAN einloggt, kann ich dafür belangt werden, was er anstellt.
Den ganzen Text gibt es hier.

Bisher haben über 3200 Menschen die ePetition von Stefan unterschrieben. Da ist also noch Luft nach ob.

Via Zoom

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Tunesien: „Wir haben das Gefühl, hereingelegt worden zu sein“…Welt

Tunesien II: The First Twitter Revolution?…Foreign Policy

NRW: Ein weiter Weg zur Integration…Welt

NRW II: Land droht ein neues Bahn-Chaos…Welt

Ruhrgebiet: Bund bremst Verkehrsausbau im Revier…Der Westen

Duisburg: Planungsdezernent Dressler würde gern zwei Möbelhäuser  ansiedeln…Der Westen

Essen: IHK – Messe leidet unter unfairem Wettbewerb…Der Westen

Wirtschaft: Brüderles Zahlenpropaganda…Frontmotor

Medien: „Ich kenne von ihm keinen dummen Satz“…Vorwärts

Online: Die SecondLife Kulturkonferenz am 22. Januar 2011…Kueperpunk

Umland: Die Insektenschmiede…Zoom

Schock: Alle Horoskope falsch?

Der Tag begann  heute mit einem Schock für alle Trottel. Am Kiosk empfing sie die Bild mit der Schlagzeile „Alle Horoskope falsch?“

„Alle Horoskope falsch?“ fragte die Bild in ihrer heutigen Ausgabe. „Natürlich“ möchte, man mit einem Schulterzucken antworten. Was denn sonst? Und auch die Begründung des Artikels,  dass die Tierkreiszeichen nicht korrekt zugeordnet sind ist nicht ganz neu. Jetzt ist also eine Waage ein Schütze oder ein Wassermann ein Löwe – oder so oder vielleicht noch ganz anders.

Amüsant wird es, wenn man sich die Panik der Horoskop-Gläubigen vorstellt: Ein irritierter Blick über den Frühstückstisch: Ist die Gattin vielleicht kein feuriger Stierin sondern nur ein kalter Fisch? Und was ist mit den Kindern? Ein saugeiles Leben als Zwilling oder eine elende Existenz als ewige Jungfrau? Nein, es war kein guter  Trotteltag.

Loveparade, Adolf Sauerland und Duisburgs Image

Adolf Sauerland

In einem WAZ-Interview äussert sich Sauerland zu den Imageproblemen Duisburgs nach der Loveparade.

Einen Gedanken will Duisburgs OB Adolf Sauerland in dem Interview zum schlechten Ruf Duisburgs gar nicht erst aufkommen lassen: Dass er  ein Teil des Problems ist und nicht ein Teil seiner Lösung. Duisburgs Ruf ist auch ruiniert, weil diese Stadt von charakterlosen Gestalten regiert wird, von denen Sauerland die erbärmlichste ist. Sein Verweis auf die Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen, die er abwarten will zeigt das sehr genau. Verantwortung ist dieser Gestalt fremd. Nach den 21 Toten der Loveparade gab es für ihn nur eine Möglichkeit, seiner Stadt einen Dienst zu erweisen: Der sofortige Rücktritt.

Aber Sauerland ist nicht das einzige Problem und es ist schon spannend zu lesen, wie er auch die anderen nicht nennt. Da ist zum Beispiel die Koalition von SPD, Grünen und Linkspartei im Rat. Das die Fraktion der Linkspartei  mit Hermann Dierkes von einem ausgewiesenen Antisemiten geführt wird, scheint SPD und Grüne nicht zu stören. Übrigens auch nicht den Christdemokraten Adolf  Sauerland. Bei dem Vornamen vielleicht auch kein Wunder.

Doch das ist immer noch nicht alles. Mit dem Djäzz und dem Hundertmeister stehen wichtige Pfeiler der in Duisburg ohnenhin traditionell schwach entwickelten Szenekultur auf der Kippe. Auch das erwähnt Sauerland mit keinem Wort, obwohl das Versagen der von ihm geführten Verwaltung klar ist.

Und wie sehen Sauerlands Projekte aus, mit denen er die Stadt nach vorne bringen will? Möbelbunker und Ramschhändler sollen die Wende bringen. Mein Tipp: Den Namen der Stadt in KiK ändern. Ist auch kürzer.

Nein. Duisburg hat kein Imageproblem. Die Stadt hat ein Problem mit ihren Politikern. In allen Parteien. Nur wie immer gilt: Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken.

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Geierabend: Sehr gelungene Premiere…Pottblog

Tunesien: Was ist da los?…Netzpolitik

Internet: 10 Jahre Wikipedia – gleißendes Licht und aufziehende Schatten…Spiegelfechter

NRW: Frist für NRW-Nachtragsetat läuft ab…RP Online

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NRW III: Proteste gegen Gas-Pläne von ExxonMobil…Ruhr Nachrichten

Ruhrgebiet: Geberkonferenz für Innovation City geplant…Der Westen

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Ruhrgebiet III: Die RuhrKunstMuseen setzen ihre Zusammenarbeit fort…Xtranews

Duisburg: Sauerland will Duisburg aus dem Imagedilemma befreien…Der Westen

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Bochum: Lärmschutz bedroht Jobs…Ruhr Nachrichten

Umland I: Sind die Patienten-Akten in der ehemaligen Veramed-Klinik sicher aufbewahrt?…Zoom

Eine Legende ist gestorben

Siegfried Maruhn ist tot. Er ist mit 87 Jahren gestorben, heute am Freitag. Siegfried Maruhn war Chefredakteur der WAZ. Er war eine Legende. Er hat die WAZ zur größten Zeitung des Reviers gemacht.

Ich habe Siegfried Maruhn nicht selbst erlebt. Ich habe nur von ihm gehört, ich habe gehört wie gute Kollegen von ihm schwärmten, von seiner Gradlinigkeit und seiner Zuverlässigkeit.

Der Lebensweg von Siegfried Maruhn ist anfangs durch Krieg und Diktatur geprägt. Er stammte aus Ostpreussen, ging in Frankfurt am Main zur Schule, wurde Wehrmachtssoldat und erlebte Tod und Verderben in Afrika. Er kam 1946 aus der Gefangenschaft zurück und wurde kurz darauf Redakteur einer englischsprachigen Zeitung für die amerikanische Zivilverwaltung. Die Idee der Demokratie hatte er verinnerlicht. Er wurde Chef vom Dienst bei der Frankfurter Ausgabe der Neuen Zeitung. Ab 1952 kam er dann zur WAZ – zuerst nach Bochum, dann nach Essen. Ab 1958 war er Stellvertretender Chefredakteur und von 1970 bis 1988 schließlich Chefredakteur der WAZ.

Siegfried Maruhn prägte diese Zeitung und damit diese Region mit einem am Wohl der Menschen ausgeprägten Verständnis von Pressefreiheit. Er verabscheute Radikale und Extreme. Siegfried Maruhn suchte Ausgleich, Wahrheit und Wahrhaftigkeit. So machte er die WAZ groß und erfolgreich. Und so festigte er Demokratie und Freiheit im Ruhrgebiet.

Siegfried Maruhn hinterlässt vier Söhne, sieben Enkel und seine Frau, mit der er 53 Jahre verheiratet war.

Unser Beileid gilt ihnen.

Auch wir bei den Ruhrbaronen werden sein Andenken bewahren.