
Als Freund regelmässiger Erwerbsarbeit ist der Dortmunder Nazi Siegfried Borchard, Spitzname „SS-Siggi“, selten aufgefallen. Schon in jungen Jahren wurde Borchard kriminell, später dann einer der bekanntesten Neonazis Deutschlands: Borussenfront, FAP, Die Rechte. Immer wieder ging es für ihn in den Knast. Zeitweilig rutschte er vollkommen ab und war regelmäßig mit einer Flasche Bier an seiner damaligen Stammbude an der Scharnhorstraße zu sehen. Mittlerweile wirkt er zumindest wieder wie jemand, der sich regelmäßig duscht. Läuft bei Siggi, könnte man flott sagen. Und es läuft bei ihm auch beim Jobcenter. Die gemeinsam von der Stadt Dortmund und der Arbeitsagentur betriebene Einrichtung hat, wie viele Einrichtungen in Dortmund, ein Herz für Nazis. Wie die WAZ berichtet, musste SS-Siggi nicht beim Jobcenter erscheinen – er wurde als Gefahr für die Mitarbeiter angesehen. Bei anderen ist so etwas wahrscheinlich ein Grund die Stütze zu streichen, Siggi bekam die Staatsknete einfach so überwiesen. Für den bundesweit bekannten Nazi briet man eine Extrawurst. Bei normalen Arbeitslosen, die nicht mehrfach vorbestraft und Rechtsradikale sind, ist man wohl nicht so lässig.






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