Wo das Essener Ordnungsamt waltet

Wer darf hier in Essen parken? (Foto: Sebastian Bartoschek)

Essen. Mittwoch, 16. April 2025, 18.32 Uhr. Ich freue mich darauf, das Eintreffen meines Vereins Skeptix zu besuchen. Um 19 Uhr sind wir verabredet. Ich freue mich, in meiner Örtlichkeit am Kennedyplatz zu sein. Das wird bestimmt toll, denke ich mir, als ich im Auto sitze und einparken will. Ebenfalls sehe ich zwei Mitarbeiter des Ordnungsamts Essen. Was ich jedoch nicht kommen sehe, war, was dann passierte. Es ist eine Posse – und andererseits ein Lehrstück darüber, was in Deutschland möglich ist und was Menschen hier gerne tun, wenn es nur Gesetzescharakter hat.

Ich fahre ein E-Auto. Man mag zu E-Autos stehen, wie man will. Ich mag E-Autos. Ich mag Fortschritt. Ich mag es zu sehen, was heutzutage alles an Technik möglich ist. E-Autos müssen geladen werden. Dafür gibt es neben der Möglichkeit, dies zu Hause an extra installierten Steckdosen zu tun, auch öffentliche Zapfsäulen. Man fährt heran, steckt das Auto an, lässt es eine Weile stehen und fährt weiter. Am Kennedyplatz befindet sich so ein Ort. Man kann dort für bis zu vier Stunden parken, während man das Auto lädt. Genau dorthin begab ich mich mit meinem Auto und wollte – man ahnt es – parken, laden und nach dem Vereinstreffen wieder wegfahren.

Als ich in die Parkbucht fahre, kommt ein Mitarbeiter des Ordnungsamts auf mich zu und sagt:

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NRW-Forscher gewinnen Preis für EU-Digitalmarkt-Analyse

Mit dem Antitrust Writing Award 2025 ausgezeichnet (von l. nach r.): Ökonom Prof. Dr. Paul Heidhues vom Düsseldorf Institute for Competition Economics sowie der Jurist Prof. Dr. Rupprecht Podszun vom Institut für Kartellrecht. (Fotomontage: HHU / Paul Schwaderer)

Große Digitalkonzerne wie Google, Apple oder Amazon kontrollieren zentrale Zugänge im digitalen Raum. Sie entscheiden, welche Anbieter auf Plattformen sichtbar sind, welche Geschäftsmodelle Chancen haben – und wo der freie Wettbewerb endet. Um genau hier gegenzusteuern, hat die EU den Digital Markets Act (DMA) geschaffen. Er soll sogenannte „Gatekeeper“ an Regeln binden, um offene Märkte und fairen Wettbewerb zu sichern.

Zwei Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen haben nun dafür eine zentrale Frage gestellt: Reichen juristische Regeln allein – oder braucht es mehr wirtschaftliches Know-how? Für ihre Antwort wurden sie nun ausgezeichnet. Prof. Dr. Paul Heidhues, Ökonom am Düsseldorf Institute for Competition Economics, und Prof. Dr. Rupprecht Podszun, Jurist am Institut für Kartellrecht der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, erhielten gemeinsam mit einem internationalen Team den renommierten Antitrust Writing Award 2025. Ihr Aufsatz wurde als bester Beitrag in der Kategorie „General Economics“ prämiert.

Der Kern ihrer Analyse:

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Corona traf Jugendhilfeeinrichtungen besonders hart

Für die meisten in Deutschland ohnehin ein Ärgernis: Jugendliche. (Foto von Martin Guido auf Unsplash)

Fünf Jahre nach dem ersten Lockdown rücken neue Daten eine Gruppe in den Blick, die bislang in Debatten kaum vorkam: Jugendliche in stationären Jugendhilfeeinrichtungen. Laut einer qualitativen Studie der Universität Münster waren sie während der Coronapandemie deutlich stärkeren Einschränkungen ausgesetzt als Gleichaltrige in Familien. Befragt wurden 40 junge Menschen aus Wohngruppen, betreutem Einzelwohnen und Pflegefamilien.

Die Studie zeigt, dass besonders im betreuten Einzelwohnen Isolation zur Regel wurde. Kontakte zur Herkunftsfamilie waren zeitweise untersagt, persönliche Treffen mit Gleichaltrigen oft unmöglich. Auch die digitale Ausstattung war vielerorts unzureichend: fehlende Endgeräte, schwaches Internet, kaum Unterstützung beim Lernen auf Distanz. Die Folgen:

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Schlechte Zeiten für Möpse

… und andere brachyzephale Hunderassen.
Brachyzephalie, oder Kurzköpfigkeit, ist ein besonders fieses Qualzuchtmerkmal.
Dem Hund wurde ein derartig deformierter Schädel herbei gezüchtet, dass überlebenswichtige Funktionen nur noch sehr eingeschränkt vorhanden sind.

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7 Strategien, damit die Grünen schuldig bleiben

Wie schaffen wir es, die Schuld auch weiter den Grünen zu geben? (Foto: Roland W. Waniek)

Bei der letzten Bundestagswahl verloren die Grünen deutlich. Nun sind die Weichen für eine große Koalition unter Friedrich Merz gestellt. Es ist eine Zeit der Neuorientierung, des Machtverlusts – und der offenen Fragen. Viele Menschen spüren Unsicherheit. Die zentrale aber lautet: Wie schafft man es, die Grünen trotzdem weiterhin für alles Schlechte verantwortlich zu machen – für Inflation, kulturelle Dekadenz, vergiftete Kinderseelen und Energiepreise?

Als Service für unsere Leserinnen und Leser bieten die Ruhrbarone hier sieben bewährte Strategien, mit denen das zuverlässig gelingt – samt psychologischer Mechanismen für die stabile Feindbildpflege im Alltag. Was ist eine „Argumentatio ad Trans*um“? – Ein mächtiges Schwert, wie Hillary nie eines hatte, und das wir nun in die Hand unserer Leserschaft legen.

Strategie 1: Die grüne Saat ist gesät
Die Grünen regieren nicht mehr? Macht nichts – ihre Schuld bleibt. Denn alles, was jetzt passiert, wurde damals vorbereitet. Egal, ob Strompreise, wirtschaftliche Schwäche oder gesellschaftliche Polarisierung: Man kann problemlos behaupten,

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