Kollegah und Farid Bang: „Lass die blöden Musels doch machen“

Kollegah und Farid Bang (2013) Foto: Selfmade Records Lizenz: CC BY-SA 2.0


Muslime und Migranten werden in der Gesellschaft nicht ernst genommen. Sie sind immer noch die „anderen“, ihre Fehltritte und Leistungen werden nicht in dem Maße beachtet, wie es bei den Nicht-Muslimen  der Fall wäre.

Hätte Philipp „Fips“ Burger, der Sänger der italienischen Band „Freiwild“ gesungen, sein Körper sei definierter als der von Auschwitzinsassen, hätte Freiwild beliebig hohe CD-Verkäufe und Streams erzielen können, nie wäre die Band mit einem Echo ausgezeichnet worden und nie wäre sie bei der Show in Berlin aufgetreten.

Sicher, auch die Auftritte der völkischen Italiener waren skandalträchtig und für den Echo, genau wie die Aufregung um Kollegah, notwendig, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Der Skandal scheint fester Teil der PR-Planung dieses peinlichen Events zu sein, auch wenn diese nun vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist: Echos werden zurückgegeben und ein Sponsor hat sich bereits verabschiedet. Die Verteidigungslinie der Echo-Verantwortlichen von

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Der Ruhrpilot

Rainer Wendt Foto: Superbass Lizenz: CC BY-SA 4.0


NRW: 
Elf Jahre nicht im Dienst – ohne rechtliche Grundlage…Welt
NRW: Landesregierung will stärkeren Schutz für Juden prüfen…RP Online
NRW: Groschek fordert streitbare SPD…WN
NRW: Wo Kollegah ein Vorbild ist…FAZ
Debatte: Das Insektensterben ist das neue Waldsterben…Welt
Debatte: Fehlbildungen im Bildungssystem…Novo
Debatte: Gaming und Schamanismus – die Kunst, sich in einen Jaguar zu verwandeln…NZZ
Debatte: Die Legitimationskrise…Jungle World
Ruhrgebiet: A59 bleibt noch länger gesperrt…RP Online
Ruhrgebiet: Requiem für eine Zeche…RP Online
Bochum: Freibäder öffnen Liegewiesen zum Sonnenbaden…WAZ
Dortmund: Bagger schaffen am Hafenkai Platz für Stadtentwicklung…WAZ
Dortmund: „Stadtgespräche im Museum“ gehen weiter…Nordstadtblogger
Duisburg: Das Steak aus der 24-Stunden-Filiale…WAZ
Duisburg: 31 Masernfälle seit Jahresbeginn…RP Online
Essen: EBB fordert mehr Abschiebungen, um Sozialkosten zu senken…WAZ

Köln, die Ruhrgebietsstadt im Rheinland

Martin Börsche Foto: Leila Paul Lizenz: CC BY-SA 3.0


Roter Filz gehört und gehörte wie Kohle, Stahl, Schalke, Dortmund, A40 zum Revier. Doch in diesen Tagen bekommen die hiesigen Genossen ein Lehrstück sozialdemokratischer Kultur vorgeführt. Mal nicht an der Ruhr, sondern am Rhein – in der Hauptstadt des Klüngels: in Köln. 

Die Geschichte fängt im Dreck an, besser dem Kölner Müll-Spendenskandal um die Jahrtausendwende. Die SPD-Granden Heugel und Rüther fallen darüber – mal überhaupt nicht sanft. Den Laden der KölnSPD übernehmen zwei junge Genossen: Martin Börschel und Jochen Ott. Von ersterem, so die Legende, soll die Kölner SPD-Legende Ben Wisch (Hans-Jürgen Wischnewski) gesagt haben, er sei der klügste und fähigste des Nachwuchses. Er wird recht behalten, zumindest wenn man es überspitzt Abgewichstheit nennt. Der andere Jochen Ott, bekannt für sein Temperament, das gerne außer Kontrolle gerät, wenn er unliebige Menschen anherrscht, Lehrer und nicht ganz so gewieft wie Börschel.

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Der Ruhrpilot

Er prügelte auf einen Menschen in Berlin ein, weil er ihn für einen Juden hielt.

Debatte: Es reicht!…Welt
NRW: Schicht im Schacht…Zeit
NRW: Börschel und die Strippen…Post von Horn
NRW: Ministerin Schulze Föcking unter Druck…RP Online
NRW: Wer Lehrer werden will, sollte nach NRW…Welt
NRW: Olympia Rhein-Ruhr 2032: 14 Städte wollen mitmachen…WAZ
Debatte: Wenn der Islam zu Deutschland gehört, dann auch sein Antisemitismus…Cicero
Debatte: Verdis Lohn-Triumph geht auf unsere Kosten…Welt
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Debatte: Die Deutschen wünschen sich eine Globalisierung mit Sicherheitsgurt…FAZ
Bochum: 18 von 32 Heimen erfüllen in Bochum die Einzelzimmerquote…WAZ
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Dortmund: So viel Geld kostet die Tarifeinigung die Stadt…WAZ
Duisburg: Tarifeinigung wird eine Herausforderung…WAZ
Essen: Stadt droht nach Tarifabschluss mit härterem Sparzwang…WAZ
Essen: Zu teuer – Public Viewing auf dem Kennedyplatz fällt aus…WAZ

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Der Ruhrpilot

Ministerpräsident Armin Laschet zeichnet Dr. Werner Müller mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen aus Foto: Foto: Land NRW / R. Sondermann

Ruhrgebiet: „Pionier für die Zukunft des Ruhrgebiets“…RP Online
NRW:  Intransparente Erneuerung der SPD…General Anzeiger
NRW: Plan der SPD-Strippenzieher in Gefahr – Vorteil für Kutschaty…General Anzeiger
NRW: Zwei Kandidaten mit Ballast…NRZ
NRW: Kinderschützer fordern bessere Ausbildung für Lehrer gegen Cybergewalt…RP Online
Debatte: Düstere Prognose für unseren künftigen Wohlstand…Welt
Debatte: Die Verwechslung von liberalen Werten mit weit offenen Grenzen…FAZ
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Debatte: Der eine schreit «Lügenpresse», der andere «Nazi»…NZZ
Debatte: „Neue Stufe der Verrohung erreicht“…FAZ
Debatte: Vielfalt in Schubladen…Novo
Debatte: Kein Schwein kauft Veggie-Wurst…FAZ
Ruhrgebiet: Festival Ruhr International bietet Multikulti zum Anfassen…WAZ
Bochum: Ausbildungsquote ist im Sinkflug…WAZ
Dortmund: Stadt bittet Wirte von Straßencafés zur Kasse…WAZ
Dortmund: Graffiti in der „Speicher Pop-Up-Show“…Nordstadtblogger
Duisburg: Wirtschaft will Beitrag zur Wedau-Entwicklung leisten…RP Online
Essen: Was sich nach dem Terror-Alarm im Limbecker Platz veränderte…WAZ

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Islamisten Bernhard Falk und Sven Lau.


NRW: 
So will NRW jetzt von Essen aus gegen Islamisten und Frauenfeinde vorgehen…Westen
NRW: Polizei soll Dashcams gegen Rettungsgassen-Verweigerer einsetzen…Spiegel
NRW: Freude über Sankt Martin als Kulturerbe…RP Online
NRW: 35 Fördermanager sollen superschnelles Internet voran bringen…AZ
Debatte: Buntes Deutschland nur mit starkem Rechtsstaat…Welt
Debatte: SPD – Eine Partei auf Wiedervorlage…FAZ
Debatte: „Die Mädchen wollen das nicht“…taz
Debatte: Deswegen lehnt die deutsche Wirtschaft die Internetsteuer ab…FAZ
Debatte: Muntere Materialisten…NZZ
Debatte: Wer hat den Grünen den Auftrag gegeben, die Welt zu retten?…Welt
Debatte: Rechtsrock an der Neiße-Grenze…Jungle World
Ruhrgebiet: „WAZ“ und Lokalradios erinnern crossmedial an die Bergbau-Ära…Turi2
Bochum: Politik hat sich 2012 verrechnet und falsch entschieden…WAZ
Dortmund: Die Phoenixhalle steht vor dem Neustart…WAZ
Dortmund: Talk zu „Einwanderungsland Deutschland“…Nordstadtblogger
Duisburg: Kampf gegen Clans – Sonder-Staatsanwälte starten im Sommer…WAZ
Essen: Ruhrbahn-Affäre ums Gehalt: Justiz ermittelt wegen Untreue…
WAZ

017 Das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz

Werden in Bayern psychisch Kranke bald wie Kriminelle behandelt und registriert? Es macht den Anschein, wenn man sich diesen Gesetzesentwurf anschaut. Psychiater Robert von Cube und Psychologe Sebastian Bartoschek schauen ein wenig genauer hin, und kommen zu der Einschätzung, dass hoffentlich jemand gegen das Gesetz vors Verfassungsgericht zieht.

Stadt Köln will Armenier-Mahnmal abreissen

Die Stadt Köln will ein gestern von der „Initiative Völkermord“ an der Hohenzollernbrücke errichtetes Mahnmal zum Gedenken an den Genozid an den Armeniern im ersten Weltkrieg morgen abreisse lassen. Es ist das einzige Denkmal in Deutschland, dass an die gemeinsame Verantwortung des Deutschen und des Osmanischen Reiches an diesem Verbrechen erinnert. Das Denkmal war ohne Genehmigung der Stadt errichtet und ihr geschenkt worden. Die Initiatoren rufen für morgen 8 Uhr zu Protesten am Mahnmal auf. Die Initiative Völkermord teilte in einer ersten Stellungnahme mit: “ Exakt eine Woche vor dem internationalen Gedenktag an den Genozid soll unter Berufung auf das NRW-Wegerecht das Erinnern in dieser Stadt unsichtbar gemacht werden. Ein skandalöser Vorgang, der auch der Bundestagsentschließung zum Völkermord an den Armeniern diametral widerspricht.“

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„Alice Weidel ist eine Goldmann-Sachs-Lesbe“


In Dortmund demonstrierten am Samstag 600 Neonazis aus ganz Europa gegen Liberalismus und Globalisierung. In Reden beschworen Redner eine jüdische Verschwörung gegen die Rassereinheit und die Unabhängigkeit der Nationen. Neu ist die Zusammenarbeit der Nazis über die Grenzen hinweg nicht, aber sie gewinnt an Bedeutung.
 

 

Wenn überzeugte Nationalsozialisten aus ganz Europa zusammen demonstrieren, kann das immer schnell zu Missverständnissen führen. Die Demonstration von 600 Rechtsradikalen, organisiert von der Neonazi-Partei „Die Rechte“, unter der Parole „Europa erwache“ war erst wenige hundert Meter nach ihrem Start am Dortmunder Hauptbahnhof am U-Turm, einem der Wahrzeichen der Stadt, angekommen, als eine Durchsage aus dem Lautsprecherwagen kam: „Könnt ihr bitte aufhören, „Ausländer“ raus zu rufen? Das ist uns in den Auflagen verboten worden und, naja, wir wollen keinen Ärger.“ Der Ärger drohte nicht nur von Seiten der Polizei, denn „Ausländer raus“ auf einer Demonstration zu rufen, bei der viele der Teilnehmer aus dem Ausland kamen, zeigt, dass die internationale Zusammenarbeit der Neonazis nicht immer ganz einfach ist. Das Rechtsradikale aus Russland, Bulgarien, den Niederlanden oder Ungarn gemeinsam mit deutschen Neonazis marschieren, ist nicht neu, aber die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt: „Das hat zum Teil aber auch den Grund, dass Reisen billiger geworden sind, so dass heute ganze Gruppen zu Demonstrationen nach Spanien, Bulgarien oder Deutschland fliegen, während das früher nur ein oder zwei Vertreter waren“, sagt Fabian Virchow, Rechtsextremismusforscher an der Hochschule Düsseldorf.  Auch sprächen heute viele osteuropäischen Neonazis Englisch, so dass die Verständigung einfacher geworden sei.   

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Die Apokalypse ist bislang ausgeblieben

Biblische Darstellung Buch change me! Kapitel 9 Bild: Distant Shores Media/Sweet Publishing Lizenz: CC BY-SA 3.0)


Seit Jahrzehnten sterben wir alle – durch Atomkrieg, Waldsterben, Bevölkerungswachstum, Klimawandel. Seltsamerweise ist die säkulare Apokalypse bisher ausgeblieben. Von unserem Gastautor Matthias Kraus.

Als ich in den 1980ern Abi machte, war die große Frage: Wozu? Denn eines galt als gesetzt: Das neue Jahrtausend werden wir nicht mehr erleben. Okay, vielleicht ein paar Reiche. Fraglich nur, ob die wenigen Bonzen, die den wegen der Aufrüstungsspirale unausweichlich bevorstehenden Atomkrieg in ihren Privatbunkern überleben würden, zu beneiden wären. Fünf Jahre zuvor war ich noch zu jung, um die damals größte globale Gefahr zu begreifen: Die nächste Eiszeit, so warnten Forscher, könnte bevorstehen.

Mit der Adoleszenz kam das Waldsterben: Saurer Regen zerstörte den deutschen Wald, schon

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