Tobias Huch über Fake News, Gendefekte und Spendenbetrug: „Die Anzeige ist reine Einschüchterung“

Tobias Huch Foto: Privat


Tobias Huch ist bekannt für seine pro-israelische Haltung und seine Kritik an Desinformation in sozialen Netzwerken. Jetzt soll er wegen Volksverhetzung angezeigt worden sein – weil er auf genetische Risiken durch sogenannte Cousin-Ehen hingewiesen hat. Im Gespräch erklärt Huch, was hinter den Vorwürfen steckt – und warum sie juristisch haltlos sind.

Tobias, auf Instagram ruft eine bekannte Anwaltskanzlei gemeinsam mit Islamisten dazu auf, gegen Dich Strafanzeige nach § 130 StGB wegen Volksverhetzung zu stellen. Was ist passiert?

Tobias Huch: Die Anzeige ist juristisch völliger Unsinn. Es geht – mal wieder – um den Versuch, mich einzuschüchtern. Ich bin das gewohnt: Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe „Palästina

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Die Demokratie braucht einen neuen Kampfgeist

Eugène Delacroix – Die Freiheit führt das Volk

Die Welt wirkt heute chaotischer und unsicherer als je zuvor. Doch hinter all den Krisen und Schlagzeilen stehen alte Muster, die sich kaum verändert haben. Die Spielregeln sind im Kern dieselben geblieben – und sie sind heute klarer erkennbar als je zuvor.

Wer die meiste Macht hat, bestimmt die Politik. Wer die meisten Informationen besitzt, kontrolliert die Medien. Wer das meiste Geld hat, beherrscht das Finanzsystem. Wer die besten Wissenschaftler

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Was Rassismus wirklich ist – und warum die aktuelle Definition gefährlich ist

Rassismus ist Mist. Ihn zu instrumentalisieren, allerdings auch. Grafik: erstellt mit Sora
Rassismus ist Mist. Ihn zu instrumentalisieren, allerdings auch. Grafik: erstellt mit Sora


Ein Kommentar über ideologische Scheuklappen, Opferhierarchien – und den Preis für ein falsches Weltbild.

Rassismus ist Mist. Aber: Rassismus ist kein neues Phänomen. Menschen haben sich schon immer abgegrenzt – Stamm gegen Stamm, Dorf gegen Dorf, Kultur gegen Kultur. Was heute „Rassismus“ heißt, war früher schlicht Feindbildpflege. Das ist ein evolutionäres Überbleibsel, das Zugehörigkeit stiften und Fremdes abwehren sollte. Später wurde daraus eine Ideologie: biologisch aufgeladen, systematisiert, tödlich. Doch so vielschichtig Rassismus historisch auch ist, eines ist er ganz sicher nicht: ein exklusives Problem irgendeiner Mehrheitsgesellschaft.

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Europa sollte Israel und die Ukraine mehr unterstützen – viel mehr

Zivilsten bereiten sich 202 in Kyjiw auf den Kampf gegen den russische Armee vor Foto: Yan Boechat/VOA Lizenz: Gemeinfrei


Israel und die Ukraine kämpfen in Kriegen, die Europa noch vor sich hat. Tatsächlich hat Europa solch einen Krieg auch schon hinter sich – nur ist der Zweite Weltkrieg schon lange her – und haben die Amerikaner hier entscheidend unterstützt. Mein Eindruck ist, dass Europäer dazu neigen, die Augen vor der Realität zu verschließen. Oder die Realität gar nicht richtig erfassen. Von unserem Gastutor von Arne Kruse. 

Diese Ignoranz sorgt dafür, dass Europäer nicht verstehen, mit wem und was Israel es zu tun hat und wem und was die Ukraine es zu tun hat. Das wiederum führt zu überzogener Israel-Kritik. Es führt

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Europa hat ein großes „Opfa“ auf seiner Stirn stehen

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission Foto: European Parliament Lizenz: CC BY 2.0


Europa hat keinen Grund, sich über Donald Trump zu beschweren. Die Schwächen des alten Kontinents, die der US-Präsident bei den Zollverhandlungen mit der EU ausnutzte, sind kein Schicksal, sondern freiwillig gewählt.

15 Prozent Zoll auf fast alle europäischen Produkte, 30 Prozent auf Stahl und Aluminium, dafür null Prozent Zoll auf US-Autos, 550 Milliarden Dollar sollen in den USA investieren, 100 Flugzeuge von Boeing gekauft und für 750 Milliarden Dollar Energie aus den USA importiert werden. Aus europäischer Sicht ist das kein guter Deal, aber einer, zu dem es keine Alternative gibt: Europa mit seinen 400 Millionen Einwohnern wäre Russland ohne die USA hilflos ausgeliefert. Ja, Europa ist noch ein großer Markt, aber technologisch in vielen Bereichen abgehängt, sodass klar ist, dass es auch

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Aufklärung oder Krieg: Yoseph Haddad, arabischer Israeli, über eine Mentalität, die Israel vernichten will

Hamas feiert in Gaza: Kindersoldat by Hadi Mohammad cc 4.0

Ein arabischer Israeli aus Nazareth, in Haifa geboren, Sohn eines orthodoxen Priesters. Später Kampfsoldat in der Golani Brigade, heute Journalist, in Israel ist Yoseph Haddad wie ein Rockstar bekannt. WINA, das jüdische Stadtmagazin aus Wien, hat ihn im März interviewt. „Wir müssen Stärke zeigen“, sagt er, „tun wir das nicht, werden wir vernichtet.“

Für hiesige Ohren unerhört, was Yoseph Haddad (39) sagt. Spricht man mit Ukrainerinnen darüber, die es ins Ruhrgebiet geschafft haben, sagen sie sanft und entschieden: Ja. Auch sie konfrontiert mit einer Mentalität, die wahllos vernichtet. Vor mehr als zwanzig Jahren, am 4. Oktober 2003, wurde das Maxim Restaurant in Haifa zerbombt, ein arabisch-jüdisches Restaurant. 21 Israelis, Juden wie Araber, wurden ermordet, 51 weitere schwer verletzt, nur kurz zuvor hatte Haddads Familie im Maxim gegessen. Die 28jährige Hanadi Jaradat mordete im Auftrag des Islamischen Dschihad, der 18jährige Yoseph Haddad begreift: „Diesen Terroristen ist es egal, dass sie Araber töten. Sie haben es auf uns abgesehen, weil wir Israelis sind. Wenn wir als arabische Israelis der IDF beitreten, der israelischen Armee, tun wir dies, um unser Land zu verteidigen.“ Gegen wen, gegen was? „Die Mentalität des Nahen Ostens.“

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Der Ruhrpilot

MdB Felix Banaszak - Bündnis90/Die Grünen (Foto: Peter Ansmann)
MdB Felix Banaszak – Bündnis90/Die Grünen (Foto: Peter Ansmann)


NRW:
Als es um die AfD-Anziehungskraft bei jungen Männern geht, werden die Grünen-Chefs selbstkritisch…Welt
NRW: Caroline Bosbach bleibt Krisensitzung in eigener Sache fern…NTV
NRW: 25 Jahre danach ist der Wehrhahn-Anschlag eine offene Wunde…NTV

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