„Ich schäme mich nicht nur fremd, für dich, Freund Akif“

Thomas Hoofakif_ende

Es wird einsam um Akif Pirincci. Nach seiner gestrigen Hetzrede bei einer Pegida Kungebung in Dresden, bei der er unter anderem bedauerte, dass zur Zeit die Konzentrationslager geschlossen seien, hat sich heute Nachmittag der Bertelsmann-Verlag von dem Autor getrennt. Nun gehen auch die eigenen Leute von Bord. Der Administrator seines Blogs hat in einem offenen Brief die Zusammenarbeit aufgekündigt:

Und so schäme ich mich. Ich schäme mich nicht nur fremd, für dich, Freund Akif.

Ich schäme mich für mich. Dafür, dir bei der Errichtung deiner Plattform zur Verbreitung deines Unsinns behilflich gewesen zu sein, in der Hoffnung, dein Intellekt würde es begreifen, als ich dir sagte, dass 95% deiner Leser von rechten und ultrarechten verweisenden Webseiten kämen, und das du deren Hass schürende Vorurteile und Ängste befeuerst, da sie deine Polemik nicht verstehen.

Ich sehe, auch du verstehst nicht.

Lebewohl

Dein Webmaster Torsten

Ob das Pirincci stört, sei dahin gestellt. Morgen erscheint im Manuscriptum Verlag sein neues Buch mit dem Titel „Die große Verschwulung“ – da wird Pirincci der Rummel um seine Person recht sein. Ein neuer Admin wird sich da schnell finden lassen.  

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Correctiv: „Mut wagen – Zukunft gestalten“

correctiv_zollverein
Am 5. November geht es auf Zeche Zollverein in Essen um die Zukunft des Journalismus. Unter dem Leitspruch  „Mut wagen – Zukunft gestalten“ werden  ausgewählten Experten mit den Besuchern diskutieren.

Das Recherchebüro Correctiv sorgt sich um die vierte Gewalt, denn ihre Funktionsfähigkeit ist zentrale Voraussetzung für Demokratie und fairen Wettbewerb. Zugleich glauben Correctiv an kraftvolle Antworten auf die Veränderungen durch die Digitalisierung. Sie  glauben an eine dritte Säule im Journalismus – den gemeinnützigen Journalismus.

Gerade in ländlichen oder sozial schwachen Gebieten, schreibt  Correctiv in der Ankündigung zu der Veranstaltung, zögen sich Medienhäuser zurück. Gleichzeitig bieten neue Technologien vielfältige Möglichkeiten für Bürger, eigene Publikationskanäle aufzubauen. Correctiv sieht diese Entwicklung nicht als Bedrohung, sondern als Chance für neue Formen der demokratischen Teilhabe:

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Der Ruhrpilot

reker
NRW: 
Reker wird neue Kölner Oberbürgermeisterin…FAZ
NRW: In Köln wagt kaum einer, die heikle Frage zu stelle…Welt
NRW: Rechtsextreme trainieren Messerkampf…Bild
Debatte: Wir, der Westen…FAZ
Debatte: „Wir werden kein islamisches Land“…Welt
Debatte: Deutschland verharrt im Lagerkampf…Cicero
Debatte: Gentechnik – Deutschland steigt aus…Novo Argumente
Debatte: Kochen für die Revolution…Jungle World
Ruhrgebiet: Tristesse der Tiefe…Welt
Bochum: Proteste gegen DDR-Jubelfeier…Der Westen
Dortmund: Untersuchungsausschuss besucht NSU-Tatort in der Nordstadt…Der Westen
Duisburg: TaM-Chefin bremst Erwartungen…Der Westen
Essen: Pflegeprobleme werden sich zuspitzen…Der Westen

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Reker-Attentäter: Ein Nazi-Schläfer?

Die "Antifaschistische NRW Zeitung" berichtete 1994 über die Teilnahme von Frank S. an einem Nazi-Aufmarsch.
Die „Antifaschistische NRW Zeitung“ berichtete 1994 über die Teilnahme von Frank S. an einem Nazi-Aufmarsch.

Am Samstagmorgen wurde die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker bei einem Attentat schwer verletzt. Der 44-jährige Frank S. griff die Politikerin mit Messern an und verletzte sie im Halsbereich. Schnell wurde bekannt, dass der Täter aus „fremdenfeindlichen Motiven“ handelte. Er machte Reker für die Flüchtlingspolitik der Stadt Köln verantwortlich. Frank S. ist kein „verwirrter Einzeltäter“, er bewegte sich in den 1990er Jahren in der neonazistischen Szene.

Bevor Frank S. nach Köln zog lebte er in St. Augustin bei Bonn. Mitte der 1990er Jahre gab es in Bonn eine sehr aktive Neonaziszene rund um die Protagonisten Norbert Weidner und Ralf Tegethoff. Beide führten die 1995 verbotene „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) im Rheinland an. Nazi-Gegner und Migranten wurden von Mitgliedern der FAP in Bonn und dem Umland immer wieder attackiert. Auch Frank S. soll an Körperverletzungen beteiligt gewesen sein. Darüber hinaus beteiligte er sich an neonazistischen Demonstrationen, zum Beispiel 1994 als 180 Neonazis versuchten, in Erinnerung an Hitlers Stellvertreter Rudolf Hess in Luxemburg aufzumarschieren. Nach dem gescheiterten Aufmarsch wurden die Rechten in Gewahrsam genommen und aus Luxemburg abgeschoben.

Im Verlauf der 1990er Jahre soll Frank S. mehrere Bewährungsstrafen unter anderem wegen Raub und Körperverletzung gesammelt haben. Im Winter 1997 soll er sogar inhaftiert worden sein.

Frank S. war Anhänger einer verbotenen Nazi-Partei, er nahm an konspirativ organisierten Veranstaltungen teil und soll extrem gewalttätig gewesen sein. Dass er das Attentat auf Henriette Reker aus rassistischen Motiven begangen hat, steht außer Frage. Fraglich ist nun, ob Frank S. noch immer über Verbindungen in die Nazi-Szene verfügte.

Der Ruhrpilot

Foto: Robin Patzwaldt
Foto: Robin Patzwaldt

Gelsenkirchen: Rock im Revier zieht 2016 aus der Arena auf die Trabrennbahn… Der Westen

Gelsenkirchen/S04: Fährmann verlängert bis 2020… Kicker

Bochum: Omnibusbahnhof – Entscheidung über Bau wohl frühestens im November… Der Westen

Dortmund: Tatort-Kommissarin keilt gegen eigenen Film… Der Westen

Dortmund: Polizist schwer verletzt: Dortmunder Neonazi verurteilt… RuhrNachrichten

Essen: Evag-Mitarbeiter müssen für Raucherpausen ausstempeln… Der Westen

Ruhrgebiet: Dealerbande im Ruhrgebiet ausgehoben – acht Haftbefehle… Westfälische Nachrichten

Debatte: Die große Verwirrung um den gelben Sack… Die Welt

NRW: Düsseldorf will Tour-Start 2017 austragen… Focus

Deutschland: Schwarze Kasse – Fußball-WM 2006 mutmaßlich gekauft… Spiegel

Deutschland: Bundestag beschließt Vorratsdatenspeicherung… FAZ

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Der Ruhrpilot

Im alten Georg-Melches-Stadion. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei
Im alten Georg-Melches-Stadion. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei

Debatte: Unfassbar, wie weit der Drang nach Medienpräsenz geht… Focus

Politik: „Davon können gemeine Arbeitnehmer nur träumen“… Handelsblatt

NRW: Rockergruppen haben starken Zulauf… Westfälische Nachrichten

Essen: Georg-Melches-Stadion – Wurde Asbest fachgerecht entsorgt?… Der Westen

Bochum: „Leben des Brian“-Vorführung landet vor dem Amtsgericht… Der Westen

Duisburg: Neudorfer Flüchtlingshilfe gegründet… Der Westen

Gelsenkirchen/S04: Zukunft von Heldt weiter offen – Kommt Heidel aus Mainz?… Kicker

Dortmund/BVB: Schmelzer fehlt BVB-Trainer Tuchel bei Rückkehr nach Mainz… Der Westen

Dortmund/TV: Tatort- „Kollaps“ läuft Sonntag… RuhrNachrichten

Umland: Beitragsservice ist in Warstein schneller als das Sozialamt… Der Westen

Umland: Kölner Internetwoche – Wie werden wir eine digitale Gesellschaft?… Die Welt

Die Galgen hoch, die Reihen fest geschlossen (I)

Besorgte Bürger (Symbolfoto/ Quelle: Image Editor/ Flickr/ cc-by-sa)
Besorgte Bürger (Symbolfoto/ Quelle:
Image Editor/ Flickr/ cc-by-sa)

Am Montag zogen 9.000 PEGIDAler*innen durch Dresden, am Wochenende zuvor demonstrierten über 100.000 Menschen gegen den freien Handel mit den USA. Im Nachgang zeigten sich Kommentatoren überrascht – sei es über antisemitische und nationalistische Töne am Wochenende oder über zwei Galgen am Montag, die per Beschriftung nahe zu legen versuchten (was bei PEGIDA-Schlümpf*innen natürlich immer so eine Sache ist), dass diese Hinrichtungswerkzeuge für die Kanzlerin und den Vizekanzler gedacht sind. Diese Überraschung wiederum überrascht. Für mich ist sie nur der Zwischenstopp zu einer neuen Terrororganisation in Deutschland, deren Herkunft, Strömungen und Organisation ich in den nächsten drei Wochen zu skizzieren versuchen werde.

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