„Szenen aus Ruhrtopia“ ist der Musik-Podcast der Ruhrbarone. Carsten Kleine und Peter Hesse streifen durch die Proberäume und Studios des Ruhrgebiets – und portraitieren in lockeren Gesprächen Bands und Musik-Akteure.
Beim FC Schalke 04 deutet sich ein Drama an!

Gut ein halbes Jahr nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga tut sich der FC Schalke 04 im Unterhaus schwer. Schwerer zumindest, als es viele zu Saisonbeginn gedacht hätten. Zwar liegt der Klub aus Gelsenkirchen in der aktuellen Tabelle nach 19 absolvierten Spielen in der Saison 2021/22 mit nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz durchaus noch in einem Bereich, der den angestrebten Aufstieg am Ende der Spielzeit ermöglichen könnte, doch ist Platz sechs mit Sicherheit nicht das, was sich die Anhänger des Vereins erhofft bzw. erwartet hatten.
Nicht umsonst sorgte kürzlich der Sender ‚Sport1‘ mit einer Falschmeldung in Bezug auf die Entlassung von Trainer Dimitrios Grammozis für viel Aufsehen. Wäre die Nachricht völlig undenkbar gewesen, sie wäre wohl nicht dermaßen in die Schlagzeilen geraten, sondern sofort als völliger Unfug enttarnt worden. Die heftigen Reaktionen auf die ‚Ente‘ zeigten, dass es große Unzufriedenheit auf Schalke gibt. Sogar so viel, dass eine Entbindung des Coaches von seinen Aufgaben für viele zumindest denkbar erschien.
„El-Alamein-Babyboomer“: Edna Brocke über ihr Leben (und ein schwerdeutsches Linksbürgertum)

“Now this is not the end, it is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.” Erklärte Winston Churchill, britischer Premierminister, nachdem die Briten die deutsche Wehrmacht bei El Alamein gestoppt hatten, das war am 4. November 1942. Bis zu diesem Tag musste, wer im britisch mandatierten Palästina lebte, damit rechnen, dass deutsche Truppen das heutige Israel von Süden her aufrollen würden mit dem Ziel, alle Juden zu ermorden. Unter ihnen Käte und Ernst Fürst, acht Jahre vor El-Alamein waren sie aus Deutschland nach Jerusalem entkommen, neun Monate nach El-Alamein kommt Edna zur Welt. Genauer: Sie kommt in ihre eine Welt, ihre zweite kommt später hinzu. 79 Jahre später hat Edna Brocke, die Nichte von Hannah Arendt, ihr „Leben in zwei Welten“ bilanziert, das Büchlein aus dem Lit-Verlag ist keine Autobiographie, eher ein assoziatives Erinnern, sehr unterhaltsam, völlig subjektiv „und ein wenig exemplarisch“.
Von 1988 bis 2011 Jahr hat Edna Brocke die Alte Synagoge Essen geleitet, sie hat das Haus von seinem musealen Mahnmal-Konzept befreit: „Ich war nicht gewillt zu ‚ermahnen‘, sondern zu erklären, was erklärt werden kann, und offen zu lassen, was nicht zu erklären ist.“ Ihr Konzept: den Jewish way of life zu zeigen, dessen komplexe und komplizierte Vielfalt, ein „Haus jüdischer Kultur“.
Das Jahr 2021 im Rückblick – längst nicht so schlecht wie sein Ruf

So langsam neigt sich das Jahr 2021 dem Ende entgegen. Wie wohl die meisten hier, habe auch ich für mich über die Weihnachtstage, die auch diesmal wieder ruhiger als gewohnt ausgefallen sind, darüber sinniert, was von den vergangenen zwölf Monaten am Ende im Rückblick wohl hängenbleiben wird, wie sich diese Zeit auf mich und mein Leben ausgewirkt haben.
Nun, die erste Reaktion war natürlich auch bei mir: ‚Gut, dass sich dieses blöde Jahr bald versabschiedet. 2021 war übel, wird sicherlich nicht in guter Erinnerung bleiben‘. Doch je länger ich mir darüber Gedanken gemacht habe, je weniger konnte ich diese negativen Gefühle bestätigen. Eigentlich gehe ich sogar relativ gut gelaunt in das neue Jahr, was mich selber, in Anbetracht der vielen Einschränkungen zuletzt, einigermaßen erstaunt hat.
Waltrop: Mit Treckern, Lichtern und Hupen gegen den vorweihnachtlichen Corona-Frust

Auch wenn man es selber vielleicht gar nicht wahrhaben will, die Corona-Pandemie hat uns alle irgendwie verändert. Mir selber ist das am Sonntag wieder einmal ganz klar geworden. Da stehe ich gegen 19 Uhr im Nieselregen, bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, an der von meiner Wohnung aus nächstgelegenen, größeren Straßenkreuzung in Waltrop und warte darauf, dass angekündigte knapp 100 bunt beleuchtete Trecker laut hupend an mir vorbeifahren. Und das, obwohl ich zu dieser Zeit auch viel bequemer, und früher bestimmt auch lieber, daheim auf der Couch sitzend, den Sonntagsspielen in der Fußball-Bundesliga hätte zugucken können.
Kinderbuch mit Ruhrgebietsbezug von Susanne Scheidle: „Fritzis Suche nach etwas ganz Anderem“
Der Name Susanne Scheidle dürfte den Stammlesern dieses Blogs wohlvertraut sein. Nicht nur, dass die hauptberufliche Künstlerin uns ausgangs des ersten Corona-Jahres ein ausführliches, offenes, kritisches Interview über die Herausforderungen gab, mit denen sie als Kulturschaffende in Pandemie-Zeiten zu kämpfen hatte, auch als regelmäßige, meinungsstarke Kommentatorin unserer Beiträge ist Susanne immer wieder bei den Ruhrbaronen präsent.
Jetzt hat die bildende Künstlerin aus dem Ruhrgebiet ein Kinderbuch vorgelegt, das mit so viel Herz und Liebe zum Detail gestaltet ist, das wir es an dieser Stelle heute gerne einmal unserer Leserschaft vorstellen möchten.
Alles außer Koalas

Vergessen Sie den Titel im Rosamunde-Pilcher-Style und freuen Sie sich auf ein großartigen Roman für alle Leser ab 14 Jahre.
Die Handlung: Ein Austauschjahr in Australien. Alles soll sich ändern, findet Jannik, als er auf die andere Seite der Welt reist. Vor allem er selbst. Wenn er sich neu erfinden könnte, wäre Jannik gerne so rätselhaft wie Sienna, die das Meer und ihre Freiheit liebt, die Jannik nahekommt und ihn dann doch immer wieder voller Fragen im Regen stehen lässt. Oder wenigstens halb so lässig wie sein Gastbruder Neil, der scheinbar alles kann. Neil Maden ist ein guter Typ, aber verdammt verschlossen. Die ganze Familie – allen voran der depressive Vater – hütet ihre Probleme wie geheimnisvolle Schätze – bis Ruby wegläuft, die jüngste Tochter der Madens. Als Jannik erfährt, dass Sienna die Ex-Freundin seines Gastbruders ist und sie nach der Beerdigung ihrer Oma spurlos verschwindet erkennt Jannik, dass das Erwachsenwerden auf der anderen Seite des Globus mindestens genauso kompliziert ist, wie in Berlin.
Die Autorin Nora Joana Hoch, geboren 1983 in Bochum, studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis‹ in Hildesheim und arbeitet als Dramaturgin und Theaterpädagogin am GRIPS Theater in Berlin. »Das Salzwasserjahr« ist ihr Debütroman.
Zieht Euch warm an!
Deutschland im Winter. Ein Reisehandbuch von Freunden.
Man muss nicht in ferne Länder reisen, um Unvergessliches zu erleben. Mit diesem Grundgedanken und der Devise: „Endlich Winter“ haben die Herausgeber mit 40 Reiseautoren ein Vademecum besonderer Tipps für ungewöhnliche Orte, Events und Ausflüge zusammengetragen, die sich sowohl an Winterfans richten, als auch an diejenigen, die sich als Wintermuffel bisher lieber vor dem Elektrokamin einkuschelten um beim „Traumschiff“ aus der ZDF-Mediathek vom nächsten Sommer zu träumen. Die Südsee kann warten, denn der Reisedepeschen-Verlag hat mit dem Reisehandbuch „Deutschland im Winter“ mehr als 250 proaktive Alternativen parat.
Phantastische Gruselreise durch die Hustadt, Bochum und das Ruhrgebiet
Rezension zu Pia Lüddeckes Roman: In Dreams
Mysteriöse Dinge ereignen sich im Dunstkreis der Ruhr-Universität. Menschen verschwinden. Bei Nacht werden dämonische Tiere mit glühenden Augen gesichtet. Eine zwielichtige Firma wirbt für ein ominöses Wellnessprogramm. Und ständig diese Stromausfälle…
Die junge Literaturstudentin Indra und der neurotische Psychologie-Doktorand Arno Löwenherz widmen sich der Erforschung luzider Träume, als sich ihr beschauliches Leben in einen Alptraum verwandelt. Unversehens wird Indra in die unheimlichen Vorgänge rund um das angebliche Wellnessinstitut verwickelt. Doch wer zieht die Strippen? Die Frage quält nicht nur ihren Freund und Mentor, der ohnehin hinter allem eine Verschwörung wittert. Sollte er damit Recht behalten?
Die Autorin PIA LÜDDECKE kam in einer dunklen Gewitternacht
Der Ruhrpilot

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