Gelsenkirchen: Ist Horst Heldt auf Schalke aktuell noch ausreichend handlungsfähig?

Arena auf Schalke. Foto: Michael Kamps
Arena auf Schalke. Foto: Michael Kamps

Wenn der FC Schalke 04 am kommenden Sonntag ab 17.30 Uhr mit seinem Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten SV Werder Bremen den Rückrundenauftakt in der Fußball-Bundesliga beschließt, dann stehen die sportlichen Themen bei den ‚Knappen‘ hinten an.

Zwar liegt die Breitenreiter-Truppe nach der Hinrunde ‚nur‘ auf Rang 6, hat nur zwei der letzten sieben Bundesligaspiele gewinnen können (und das auch noch daheim gegen die Abstiegskandidaten aus Hannover und Hoffenheim), doch das Augenmerk in und um Gelsenkirchen liegt auch gegen Ender der Winterpause noch immer abseits des Platzes.

Der vermutlich ohnehin spätestens im kommenden Sommer scheidende ‚Manager‘ Horst Heldt beschäftigt mit seiner, nun nennen wir es mal ‚stockenden‘ Personalpolitik aktuell noch immer Fans und Medien.

Nicht nur, dass der 46-Jährige nach Vertragsablauf im Sommer vermutlich selber seinen Sessel räumen soll, seine Nachfolge noch immer ungeklärt ist, auch in der Mannschaft ergeben sich derzeit so einige größere Baustellen. Heldt selber gerät dabei zunehmend in Erklärungsnot.

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Das Konzert der „Cavern Beatles“ im RuhrCongress Bochum

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The Cavern Beatles“ stehen seit über 25 Jahren in wechselnder Besetzung auf Bühnen in ganz Europa und gelten als eine der besten Beatles-Coverbands.

Gestern Abend gastierten Paul Tudhope als John Lennon, Simson Ramsden als Ringo Starr, Rick Alan als George Harrison und Chris O’Neill als Paul McCartney im RuhrCongress in Bochum.

Viele der Gäste mögen wohl wegen der an Paul, Ringo, George und John gekoppelten Erinnerungen gekommen sein. Der Großteil des Publikums bewegte sich auf jeden Fall altersmäßig in der 50 Plus-Generation, weswegen die Veranstaltung wahrscheinlich auch “vorsorglich” bestuhlt war.

Da hatte man zuerst Bedenken, ob so etwas wie eine kleine “Beatlemania” überhaupt aufkommen könnte, aber nach einer kurzen Aufwärmphase gelang es der Liverpooler Tribute-Band doch, ihr Publikum von den Sitzen loszureißen und es wurde textsicher mitgesungen, geklatscht und getanzt.

Selbst ich kannte jeden der gespielten Songs, was nicht schwer war, denn der Abend gestaltete sich als eine wahre Hitparade an Beatles Klassikern mit etlichen Nummer-Eins-Hits und das über gute zwei Stunden.

Songs wie I Want to Hold Your Hand, Can’t Buy Me Love, A Hard Day’s Night, Yesterday, Help!, Michelle, Yellow Submarine, Twist and Shout, Lucy in the Sky With Diamonds, Penny Lane, Let It Be und Here Comes The Sun, um nur einige zu nennen, nahmen uns mit auf eine musikalische Zeitreise in die wilden 60-er Jahre und ließen die vielleicht bedeutendsten acht Jahre in der Geschichte der Popmusik Revue passieren.

Und den „Cavern Beatles“ gelang es, das alles mit einer verblüffenden Perfektion vorzutragen, nicht nur musikalisch, auch optisch kamen sie den Originalen schon sehr nahe. Da wurden die Kostüme und Perücken und Instrumente gewechselt, passend zur jeweiligen Zeit und den jeweiligen Stücken.

Alles in allem ein runder Abend und wie sagte Rolf (70 Jahre ) aus Witten so schön:” Yeah Yeah Yeah” !!

„The Darkness“ geben Konzert in der Zeche Bochum

Foto Veranstalter
Foto Veranstalter

Die britische Glamrock-Band The Darkness meldete sich 2012 nach sieben Jahren Pause mit dem großartigen Comeback-Album „Hot Cakes“ zurück und wurde damit umgehend wieder zur bedeutendsten Hardrock-Formation Großbritanniens.

Im Juni letzten Jahres legte die Band mit „Last of Our Kind“ den Nachfolger vor, der in fast allen Nationen ähnlich erfolgreich war wie sein Vorgänger. Im Zuge ihrer ausgedehnten Welttournee kommen The Darkness zwischen dem 19. Januar und 1. Februar für sechs Konzerte in Stuttgart, München, Berlin, Köln, Bochum und Hamburg nach Deutschland.

Ihre Bandgeschichte liest sich wie eine klassische Rock-Oper.

Im Jahr 2000 von den Brüdern, Gitarrist Dan Hawkins und Sänger Justin Hawkins, Bassist Frankie Poullain und Schlagzeuger Ed Graham im britischen Lowestoft gegründet, findet sich unm die vier Musiker schnell eine große Fangemeinde und ihr Debütalbum „Permission To Land“ (2003) schießt sie sozusagen über Nacht in den Rockhimmel.

Mit drei Millionen verkauften Alben und drei gewonnenn BRIT Awards (2004) werden zu einer der größten Bands ihrer Zeit.

Doch die Zerwürfnisse untereinander, Alkohol und Drogen führten bereits ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „One Way Ticket to Hell …and Back“ (2005) zur Auflösung der Band.

2010 kam es zur Versöhnung der beiden Brüder und so ging es mit den Urmitgliedern, Bassist Frankie Poullain und Drummer Ed Graham 2011 zurück ins Studio. Innerhalb weniger Sessions entstanden die Grundzüge des Albums „Hot Cakes“. Seither ist das Quartett nicht mehr wegzudenken aus dem globalen Hardrock-Olymp. Sie touren ebenso fleißig wie in ihren Anfangstagen und verzücken die Rockgemeinde mit unnachahmlich schweißtreibenden Shows. Seit letztem Jahr allerdings mit Rufus Tiger Taylor am Schlagzeug.

Karten für alle sechs Deutschlandtermine gibt es unter www.mlk.com.

Karten für den 31.01.2016 in der Zeche Bochum gibt es unter www.kingstar-music.com und bei Eventim.

Liveticker: Ein Jahr Pegida-Duisburg

Bahnhofsvorplatz Duisburg: 36. Pegida-Kundgebung. Bild: mupfl
Bahnhofsvorplatz Duisburg: 36. Pegida-Kundgebung. Bild: mupfl


Heute feiert Pegida in Duisburg Jubiläum: Seit einem Jahr ziehen Wutbürger und Neonazis durch die Stadt. Für heute rechnet die Polizei mit bis zu 700 Demonstranten auf Seiten von Pegida. Zahlreiche Gruppen haben indes Gegenproteste angekündigt. Wir sind vor Ort und berichten live.

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Pegidahauptstadt Duisburg

Seit einem Jahr versammeln sich in Duisburg jeden Montag Rechte. Zum 44. Mal marschiert Pegida NRW heute vor den Hauptbahnhof. Über das Jahr wurde aus dem Montagsspaziergang besorgter Bürger ein Szenetreff von Nazis und von Hools. Und die Zivilgesellschaft nahm dies stoisch hin.

Duisburg vor einem Jahr, schweinekalt wie heute Abend.

Daumen raus: Pegida-Hools im Duisburger HBF. Bild: BgDZ
Daumen krumm: Pegida-Hools im Duisburger HBF. Bild: BgDZ

Die Eisenhüttenstadt scheint einig wie in besten Zeiten, 4000 Menschen versammeln sich vor dem Stadttheater. Federführend zusammengetrommelt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DBG). Der junge Oberbürgermeister Sören Link (SPD) redet Tacheles: „Hier und heute zeigen wir der Pegida, welcher Geist durch unsere Stadt weht. Wir lassen unsere Stadt nicht spalten in Christen und Muslime. Lassen Sie uns heute und in Zukunft daran arbeiten, dass Duisburg eine Stadt des friedlichen Miteinanders vieler Kulturen bleibt. Zeigen wir miteinander unsere Stadt von ihrer besten Seite.“

Als Zeichen des Protestes gegen die Rechten am Hauptbahnhof erloschen die Lichter zentraler Gebäude: Im Rathaus, am Stadttheater, auf dem Stadtwerketurm, an der Salvatorkirche, im Landschaftspark Nord. Auch der Duisburger Handel zeigte Flagge, die Goldene Treppe im Einkaufszentrum Forum und das Gebäude der Sparkasse am Kuhlenwall hüllten sich in Dunkelheit.

Doch das wars dann schon, diese grosse Manifestation der Zivilgesellschaft am 19. Januar 2015 war die einzige ihrer Art.

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Zombieshow: Lulu – Eine Mörderballade am Theater Oberhausen

Lulu – Eine Mörderballade am Theater Oberhausen (Foto: Birgit Hupfeld)
Lulu – Eine Mörderballade am Theater Oberhausen (Foto: Birgit Hupfeld)

So lebendig wie am Theater Oberhausen sind die Zombies nirgends sonst im Ruhrgebiet. Herbert Fritsch brachte sie einst mit Nora hierher und nun bevölkern sie wieder die Bühne – diesmal eine verlassene Fleischerei. Allerdings nicht mit Ibsen und in der Regie des Belgiers Stef Lernous. Gegeben wird „Lulu – eine Mörderballade“; nicht von Frank Wedekind, sondern von den Tiger Lillies und nur sehr frei nach Wedekind.
Es wird gesungen, nur sehr wenig gesprochen und etwas getanzt. Irgendwie ist das also Musiktheater,
vielleicht ein bisschen Musical, aber doch viel mehr eigentlich ein bebildertes Konzeptalbum. Was die Tiger Lillies da komponiert und getextet haben,

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Keine Handlungsspielräume. Keine Lösungen. – Warum den Stadtrat dann nicht gleich abschaffen?

Am Rathaus in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt
Am Rathaus in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt

Ein Thema lässt mich heute den ganzen Tag schon irgendwie nicht mehr los. Der Gedanke daran ist grundsätzlich gar nicht neu, doch ein scheinbar ‚harmloser‘ Beitrag in der Lokalzeitung, hat das Thema bei mir mal wieder frisch ins Gedächtnis gebracht: Da steigt bzw. stieg die Entlohnung für den örtlichen Stadtrat, bei mir hier vor der Haustür, im vergleichsweise beschaulichen Ruhrgebietsstädtchen Waltrop, aufgrund einer Verfügung des NRW-Innenministeriums, zum 1. Januar 2016 entsprechend nun um 10% an. Eigentlich nur eine Randnotiz.

Die Belastung für den Steuerzahler beläuft sich, lt. Lokalzeitung auf zukünftig stolze 267.365 Euro/Jahr. Verglichen mit anderen Ruhrgebietsstädten ist das sicherlich nicht besonders viel, aber doch immerhin. Die Fraktionsvorsitzenden der beiden ‚großen Parteien‘ erhalten hier am Ort demnach zukünftig Aufwandsentschädigungen von jeweils 1160,80 Euro, einfache Ratsmitglieder von 290,20 Euro pro Monat. OK, auch diese Infos nimmt man als Bürger ja schon seit Jahren immer wieder so ähnlich hin.

Nun geht es mir hier und heute mit diesem Beitrag auch gar nicht darum grundsätzlich zu hinterfragen ob das denn nun eine angemessene Entschädigung für die Betroffenen ist, ob eine 10%ige Anhebung in Zeiten knapper Kassen nicht unverhältnismäßig ist o.ä.. Die Frage die sich mir aktuell dazu stellt ist eine viel weiterreichende: Sollte sich eine inzwischen völlig überschuldete Stadt diesen doch erheblichen Kostenpunkt so überhaupt noch ‚gönnen‘, sind die knapp 40 lokalen ‚Volksvertreter‘ auf der hiesigen Bühne der Lokalpolitik in diesen Zeiten so überhaupt noch sinnvoll?

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Das Konzert von Steven Wilson in der Jahrhunderthalle Bochum

michalak_wilsonNeben seinen zahlreichen anderen großartigen Musikprojekten ist der britische Musiker, Produzent, Toningenieur, Gitarrist und Keyboarder Steven Wilson auch als Solokünstler unterwegs.

Im März letzten Jahres brachte er sein viertes Soloalbum Hand. Cannot. Erase. auf den Markt, das einschlug wie eine Bombe. Es ist ein sehr nachdenklich stimmendes Konzeptalbum um eine Frau, die sehr lange verstorben und unbemerkt in ihrer Wohnung liegt. Er schreibt es aus weiblicher “Perspektive” und setzt dabei verstärkt auf elektronische Komponenten.

Wie sein Werk The Raven That Refused to Sing (And Other Stories) zwei Jahre zuvor, erreicht es Platz 3 der deutschen Charts und ist, laut vieler Kritikerstimmen, eines der besten Alben, die uns das Jahr 2015 beschert hat.

Die darauffolgende Tour, die am 12.03.2015 in Cambridge ihren Auftakt hatte, führte Wilson bereits durch zahlreiche Länder und Städte in der ganzen Welt und war und ist zum größten Teil ausverkauft.

Und auch die Nachfrage nach den Terminen seiner Hand. Cannot. Erase. -Tour 2016die bis Juli schon bekanntgegeben wurden, ist ungebrochen hoch. 

Gestern Abend stand Steven Wilson in der Jahrhunderthalle in Bochum auf der Bühne und es war schon sein Zusatzkonzert für uns, da das heutige ( am 15.01.2016 ) bereits nach kurzer Zeit ausverkauft war.

Es war ein sehr emotionaler Abend.

Statt einer Vorband sorgte ein Intro für die richtige leicht düstere und atmosphärische Stimmung, die im Publikum schnell zu einer andächtigen Stille führte.

Punkt 20 Uhr betrat Steven Wilson dann mit seiner Tourband die Bühne, die von nun an Raum für Steven Wilsons bewegende und endlos erscheinende Songs bot.

Er spielte ein wunderbares Set, im dem er vor allem sein Konzeptalbum nicht nur musikalisch, sondern auch visuell gelungen umsetzte. Aber auch ältere Songs fanden ihren Platz.

Das Konzert heute Abend in Bochum ist ausverkauft.

Weitere Informationen unter www.prime-entertainment.de.

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NSU-Untersuchungsausschuss befragt Staatsanwaltschaft, Polizei und Zeugin zu Dortmund

Plenarsaal im NRW-Landtag: kreisförmige Sitzreihen mit Abgeordneten.
Der NSU-UNtersuchungsausschuss im NRW-Landtag tritt wieder zusammen. Bild: Alexandra Gehrhardt

Am vergangenen Dienstag wurde der Mord an Mehmet Kubaşık in der Dortmunder Nordstadt erstmals ausführlich im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen thematisiert. Um in den Tatkomplex Dortmund einzusteigen, waren die Ehefrau und Tochter Kubaşıks gehört worden. Elif und Gamze Kubaşık schilderten eindrücklich, wie sich ihr Leben nach dem Mord an ihrem Ehemann und Vater verändert hat. Eine nicht unwesentliche Schuld daran hat nach Aussagen der Frauen die Polizei. Bei Nachbarn und Bekannten seien Fragen gestellt worden, was Mehmet Kubaşık mit der PKK, der Mafia oder Heroinhandel zu tun habe, Jugendliche seien auf der Straße angesprochen und gefragt worden, ob sie Drogen von Herrn Kubaşık gekauft hätten. Dies habe das soziale Umfeld der Familie komplett zerstört. „Niemand wollte mehr etwas mit uns zu tun haben“, hatte Elif Kubaşık gesagt. Auch um diese Ermittlungsmethoden wird es in der heutigen Sitzung gehen.

Geladen sind Dr. Heiko Artkämper, der die Staatsanwaltschaft Dortmund leitet, die damalige Leiterin der Mordkommission Barbara Lichtenfeld, Michael Schenk, der als Kriminalhauptkomissar die Ermittlungen im Mordfall leitete, und die Zeugin Jelica D.. Sie hatte am Tag des Mordes zwei Männer mit Fahrrad in der Nähe des Tatortes gesehen, die sie als „Junkies oder Nazis“ beschrieb. Die Beschreibung „Nazis“ tauchte in späteren Ermittlungsberichten nicht mehr auf. Für die Beamten von Staatsanwaltschaft und Polizei haben die Parlamentarier mit Sicherheit einige unangenehme Fragen vorbereitet. Alexandra Gehrhardt und Sebastian Weiermann berichten von 9.30 Uhr an wieder im Ticker.

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Hard Action kommen für ein VISIONS In Concert nach Dortmund

Foto Veranstalter
Foto Veranstalter

Die finnische Formation Hard Action ist noch eine relativ junge Band.

Im März 2014 von Gitarrist Ville Valavuo (ehemals Speedtrap), Schlagzeuger Markus Hietamies (ehemals Speedtrap) und Lead Sänger / Gitarrist Günter Kivioja (ehemals Chestburster) gegründet, vollendeten sie ihr Line-UpEnde 2014 mit ihrem Bassist A-P Heinola (ehemals First Times) und starteten dann im Juni 2015 mit ihrem Debütalbum “Sinister Vibes” via Svart Records direkt durch.

Gemeinsam ist allen vier dabei die Liebe für und die Freude am 1970s Rock und späten 70s Punk Rock, der mit Bands wie MC5 oder den Stooges aus Detroit kam.

Diese Mischung aus der vollen, rhythmischen Wucht des Rock’n’Roll und der schnellen Energie des Punk zeichnet die Songs von Hard Action aus, die von starken Leadgitarren Parts gekrönt werden.

Die ersten Auftritte der Finnen haben also  gezeigt, dass sie es keineswegs ruhig angehen lassen, sondern insbesondere auf der Bühne abgehen wie die Rakete.

Im Rahmen ihrer Deutschland-Tour Anfang 2016 kommen Hard Action für ein VISIONS In Concert am 02.02.2016 nach Dortmund ins FZW.

Mit im Gepäck: The Dirty Nil aus Kanada, die ihren ähnlichen Soundmix allerdings mit noch mehr rotzigem Punk versehen.

Tickets gibt es unter www.fkpscorpio.com und unter www.fzw.de