Der Ruhrpilot

Eine Tragödie ohne Schuldige?
Eine Tragödie ohne Schuldige?

Duisburg: Die Akte Loveparade wird immer dicker…Welt

NRW: Zu viel Mittelmaß auf den Bühnen…Welt

NRW II: Der alltägliche Missbrauch in einer grünen Kommune…Welt

Bochum: Intendant freut sich auf den Wandel…Ruhr Nachrichten

Duisburg II: DLRG in Duisburg kann sich Wasserrettung nicht mehr leisten…Der Westen

Hamm: Hunderte demonstrieren gegen Rechte…Bild

Wie sich Verdi eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl vorstellt: Drei Tische, sechs Politiker und fünf Co-Referenten

Diskussion zur Bundestagswahl bei VerdiIn der vergangenen Woche lud die Gewerkschaft Verdi angesichts der Bundestagswahl zu einer Podiumsdiskussion (mit anschließendem „Politiker-Speed-Dating“) ein. Das ganze geschah unter dem Motto „Zeit für Gerechtigkeit! Wir haben die Wahl!“ und rund 100 interessierte Personen fanden sich ein und erlebten einen wahrhaft faszinierenden Abend.

Es fing schon gleich bei der Begrüßung an, wo sinngemäß gesagt wurde, dass man die Diskussion sich angesichts klarer Umfragezahlen fast schon schenken könne. Dabei wurde dann aber ignoriert, dass just an dem Tag es mehr oder weniger seriöse Umfragezahlen gab, wonach zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün der Unterschied recht knapp sei.

Dann gab es auch intern erst einmal Zeit für Gerechtigkeit, denn es wurde erklärt, warum auf den Werbeflyern nur die Kandidaten von (in dieser – von den Politikernamen her alphabetischen – Reihenfolge) Linkspartei, CDU, SPD, Grüne und der Piratenpartei standen, denn irgendwie gab es Probleme mit dem FDP-Vertreter Kontakt aufzunehmen. Der schaffte es dann aber doch da zu sein, was ja auch irgendwie zum Thema Gerechtigkeit passt.

Verdi wollte diesmal es etwas anders machen als in der Vergangenheit und so wurden die sechs Politiker an drei Stehtischen aufgereiht. Hier durften sie sich selber nach eigenen Koalitionspräferenzen einordnen sollten; die Ergebnisse waren hier nicht überraschend: erst CDU/FDP, dann SPD/Grüne und am sprichwörtlichen Katzentisch Links- und Piratenpartei.

Ähnlich wie bei den amerikanischen Townhall-Meetings sollten dann den einzelnen Kandidaten Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt werden, bei denen sich die Fragesteller direkt an einzelne Kandidaten wandten. Diese an sich gar nicht schlechte Idee krankte jedoch deutlich an der Umsetzung: Es waren keine Fragen mehr, es waren schon eher Co-Referate, die da teilweise minutenlang auf die Bundestagsabgeordneten und die, die es noch werden wollen, herunterrasselten.

Das ganze war symptomatisch für ein Missverhältnis bei der ganzen Veranstaltung:

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Der Ruhrpilot

So sehen Verlierer aus_ Marc Jan Eumann, Staatssekretär im Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Foto: Landtag NRW
 Marc Jan Eumann, Staatssekretär im Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Foto: Landtag NRW

NRW: NRW-Medienstaatssekretär Eumann soll Doktortitel verlieren…FAZ

NRW II: Uni leitet Verfahren gegen Krafts Staatssekretär ein…Welt

NRW III: Eumanns Zukunft als Medienstaatssekretär ist offen…Der Westen

NRW IV: Warum Marc Jan Eumann nicht als Staatssekretär zurücktreten muss…Pottblog

NRW V: Bahnen zu voll und zu unpünktlich…Kölner Stadtanzeiger

Debatte: Das gelebte Nichts…Konkret

Ruhrgebiet: Jetzt treffen sich die Opel-Kampfhähne…Der Westen

Ruhrgebiet II: Tiefenentspannung pur beim Ruhr-Reggae-Summer in Mülheim…Der Westen

Bochum: Dehoga will nicht zur Bildungsmesse…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Tatort Opernhaus – Mord im Theater…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Gedenken an Opfer der Love Parade…FAZ

Duisburg II: Die Funksprüche der Loveparade-Katastrophe…WAZ-Recherche

Duisburg III: Haushalt genehmigt…RP Online

Essen: Mahler zum Antritt und Abschied…Der Westen

Essen II: Warum Essens Politik dem Fastenbrechen mit Muslimen fernbleibt…Der Westen

 

Ruhr Nachrichten-Verlag kauft Coolibri


coolibri_201307_grDas Stadtmagazin Coolibri wechselt den Besitzer: Gründer Roland Scherer hat das Magazin an den Überblick-Verlag verkauft, der zum Medienhauses Lensing gehört, in dem auch die Ruhr Nachrichten erscheinen. 

Nach 30 Jahren hört Coolibri-Gründer Roland Scherer auf: Er geht in Rente. Und hat Coolibri an den  Überblick-Verlag verkauft, der zum Medienhauses Lensing gehört, in dem auch die Ruhr Nachrichten erscheinen. Das wurde heute auf einer Betriebsversammlung den Coolibri-Mitarbeitern mitgeteilt. Nach der Meldung des Mediendienstes Newsroom muss das Kartellamt dem Verkauf noch zustimmen.

Für die arg gebeutelten Stadtmagazine ist der Einstieg eine größeren Verlages in das Segment ein gutes Zeichen: Bei Lensing scheint man zu glauben, dauerhaft mit Coolibri Geld verdienen zu können. Inhaltlich hat das Heft  vergangenen Jahren zugelegt, schon bevor Michael Blatt Chefredakteur wurde – aber klar, durch ihn gab es noch einmal einen Schub. Bei DuMont und beim Jahreszeiten-Verlag sah das zuletzt anders aus: Der Jahreszeiten-Verlag schloss im vergangenem Jahr die Print-Ausgabe des Magazins Prinz, der zu DuMont gehörende Berliner Verlag verkaufte in dieser Wochen den Berliner Tip an den Mediendienstleister Raufeld.

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Stärkungspakt: Leistung darf sich in NRW nicht lohnen

rex_kinoNach wem Willen von SPD und Grünen werden die erfolgreichen Städte in Zukunft bestraft: Sie sollen ab 2014  jährlich knapp 182 Millionen Euro an die Pleite-Kommunen abgeben.  Das Motto von Rot-Grün: Leistung darf sich nicht lohnen.

Düsseldorf ist schuldenfrei: Die Stadt hat 2005 ihre RWE-Aktien verkauft, dafür 363 Millionen Euro erhalten und seine Schulden abgezahlt. In Düsseldorf gibt es kostenlose Kindergartenplätze, der Standort boomt, die Stadt hat finanzielle Spielräume, von denen die Kommunen im Revier nur träumen. Dort sind die meisten Städte pleite und Spitzenleistungen erbringt man traditionell nur im Jammern über die eigene Lage. Aber die RWE-Anteile mochte man nicht verkaufen – weder zu Zeiten als die Aktien noch viel wert waren und heute, wo sie es nicht mehr sind, schon gar nicht: An das Tafelsilber will man nicht heran. Und während Düsseldorf kostenfreie Kindergartenplätze geschaffen hat, haben die Ruhrgebietskommunen sich auf weiter wirtschaftliche Abenteuer eingelassen: Die Steag wurde auf Pump gekauft – am Ende wird das eine Milliarde kosten. Überall werden Stadtwerke gegründet – die Stadt als Konzern und die Hobbypolitiker in den Räten als Konzernlenker. Und obwohl man kein Geld hat, wird es trotzdem ausgegeben: Neue Konzerthäuser, Museen  – Repräsentationsbauten, zumeist errichtet ohne jede Interesse dafür, was dort später stattfindet und ob noch Geld für ein attraktives Programm bleibt.

Diese unverantwortliche Politik wird in Zukunft noch belohnt werden. Der Stärkungspakt der Kommunen wird dafür sorgen, dass  erfolgreiche Städte wie Düsseldorf an die Pleitekommunen 182 Millionen im Jahr abtreten müssen. Das nennt sich dann Solidarität: Anstatt das Geld für ihre Bürger auszugeben, müssen sie die Kamikaze-Wirtschaft vor allem der Revierstädte finanzieren, die nicht in der Lage sind sich zum Beispiel durch mehr Zusammenarbeit zu sanieren.

Ulrich Horn bringt es auf den Punkt:

Hannelore Kraft hat den Stein der Weisen gefunden. Sie entdeckte ihn in Städten, die noch manierliche Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen ausweisen. Diese Städte will Kraft melken, man kann auch sagen: plündern. Die Beute soll an Städte verteilt werden, die sich seit Jahrzehnten hoch verschulden, ohne mit diesen Krediten nennenswert neue Wirtschafts- und Steuerkraft zu erzeugen.

Leistung darf sich in der Welt von SPD und Grünen nicht lohnen – sie muss bestraft werden. Anstatt die Pleitestädte zu zwingen, sich an den erfolgreichen Städten zu orientieren, wird ihre Unfähigkeit weiter finanziert.

Der Ruhrpilot

Marc Jan Eumann
Marc Jan Eumann

NRW: Krafts Problem-Staatssekretär zittert um Doktortitel…Welt

Umland: Streit um Autonomes Zentrum in Köln…taz 

NRW II: Land braucht kein eigenes Marktgesetz…RP Online

NRW III: 45.000 Flohmarkt-Händler in der Existenz bedroht…RP Online

NRW IV: Jeder fünfte Mitarbeiter in NRW-Ministerien hat einen Nebenjob…Der Westen

NRW V: Reiche NRW-Gemeinden laufen Sturm gegen Kommunal-Soli…Der Westen

Medien: Dirk Graalmann geht – WAZ sucht neuen Sportchef…Newsroom

Bochum: Kassandra – Großer Stoff auf kleiner Bühne…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Mieter in Sorge – Dämmstoffe gasen aus…Der Westen

Dortmund: Irritationen – wann kommt der neue Chef der Wirtschaftsförderung?…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Pläne für Mercatorstraße sind laut Stadt Duisburg alternativlos…Der Westen

Essen: A52-Verzicht beschert kaum Flächen-Gewinne…Der Westen

Reminder: SSBO-Festival: die Wattenscheider Schule rockt Oer-Erkenschwick

Die Wattenscheider Schule als Opener beim SSBO Festival in Oer-Erkenschwick

+++ Lesung in der Weltstadt bevor es Anfang August in die Provinz Berlin geht +++

heute, 18. Juli, 21 Uhr, im Joe’s – direkt am Festivalgelände

Lindenstraße 4, Oer-Erkenschwick

Eintritt: frei

 

Das SSBO Festival über sich selbst:

„Veränderung beginnt mit uns selbst und wer etwas verändern möchte, tut gut daran Freunde um sich zu scharen, die dieselben Träume teilen. Wir wollen im Gras sitzen und Livemusik von Bands hören die uns begeistern. Wir wollen warme Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, während uns elektronische Klänge zum Tanz verleiten. Wir wollen, dass unsere Sinne durch jegliche Form von großer und kleiner Kunst betört werden. Wir wollen uns neu erfinden, Altes umwerfen, Spaß haben, das Leben genießen, Freunde treffen, neue finden und vor allen Dingen den allzu grauen Alltag vergessen. Wir sind SSBO und wir wollen das alles auch für euch. Also machen wir uns gemeinsam auf den Weg dorthin!“

Hier geht es zum Line-Up – ES LOHNT SICH!

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Essen: Fußball-Viertligist ‚Rot-Weiss Essen‘ ist noch immer das Aushängeschild im Sport

Flutlichtmast. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei
Flutlichtmast. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei

Der Verein ‚Rot-Weiss Essen‘ ist trotz aller sportlichen und wirtschaftlichen Kapriolen zuletzt noch immer das Aushängeschild der Essener Sportlandschaft. Darauf haben die Rot-Weissen am gestrigen Abend in einer aktuellen Pressemeldung hingewiesen.

Die Studie ‚Sportmonitoring Essen 2013‘ sieht den Viertligisten von der Hafenstraße noch immer in der Führungsposition, gefolgt von den Moskitos (Eishockey) und dem TUSEM.

„Rot-Weiss Essen ist der mit Abstand bekannteste und gemeinsam mit dem TUSEM der beliebteste Verein der Stadt. Dies ergab die Studie „Sportmonitor Essen 2013“ der FOM Hochschule für Ökonomie & Management. Die Wissenschaftler haben im Rahmen ihrer Untersuchung herausgefunden, dass Rot-Weiss in der Stadt sehr gut ankommt und dabei ein ausgeprägtes positives Imageprofil aufweist.

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Der Ruhrpilot

Ralf Jäger Foto: IM-NRW
Ralf Jäger Foto: IM-NRW

NRW: „Sparen vor Ort wird bestraft“…Welt

NRW II: Streit um Stärkungspakt…RP Online

NRW III: Opposition zweifelt an Studienplatzgarantie…Der Westen

NRW IV: Staffelübergabe beim WDR…Bild

Ruhrgebiet: Ruhrtriennale muss Abschlussprogramm ändern…Ruhr Nachrichten

Ruhrgebiet II: Vertrag für Betrieb des Rhein-Ruhr-Express wird unterschrieben…Bild

Bochum: Grüner erhält Hausverbot in Bochumer Bermuda-Kneipe wegen Rauchverbot…Der Westen

Dortmund: Darum standen falsche Daten auf dem Dortmunder NSU-Mahnmal…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Land NRW kauft Mehrheit am Duisburger Hafen…Der Westen

Essen: Aus für A 52 – CDU und FDP wollen „den Fehler korrigieren“…Der Westen

Unna: Naziaufmarsch ohne Fackeln?…NRWRex

Umland: Ein Bürgermeister widersetzt sich dem Gesetz…Welt