Forensik: „Basta-Politik von NRW-Gesundheitsministerin Steffens ist unverantwortlich und inakzeptabel.“

Josef Hovenjürgen, MdL, CDU
Josef Hovenjürgen, MdL, CDU

Die Standortentscheidung von NRW-Ministerin Barbara Steffens für den Bau einer forensischen Klinik in Haltern am See ist vollkommen intransparent und daher nicht nachvollziehbar.  Unser Gastautor Josef Hovenjürgen ist CDU-Landtagsabgeordneter in NRW.

Die Kriterien, welche die Ministerin der Auswahl von potenziellen Standorten für Maßregelvollzugskliniken in NRW zu Grunde gelegt hat, können beim Standort AV 9 in Haltern am See zu einem Großteil nicht erfüllt werden. Den Kriterienkatalog des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW finden Sie unter: www.mgepa.nrw.de/gesundheit/versorgung/massregelvollzug/index.php

Zu Punkt 1.2 : Infrastrukturelle Vorgaben: Am Standort AV 9 ist keine der infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben. Zum einen ist die verkehrliche Erschließung unzureichend, zum anderen sind abwassertechnische Erfordernisse, wie eine Kanalisation, nicht vorhanden.

Zu Punkt 2.3: Zeitpunkt der Verfügbarkeit Die Fläche des AV 9 Geländes steht frühestens für die Jahre 2017-19 zur Verfügung.

Zu Punkt 3.1: Größe, Zuschnitt, natürliche Lage Die Ministerin attestiert dem Gebiet vorauseilend eine Eignung, die erkennbar nicht gegeben ist. Der Standort AV 9 befindet sich mitten in einem Waldgebiet. Daraus leiten sich zwingend  Fragen nach brandschutzrechtlichen Vorgaben ab.

Um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Waldflächen und der Maßregelvollzugsklinik zu schaffen, müsste ein viel größeres Gebiet gerodet werden, als die Fläche, die der Standort AV 9 aufweist. Ein derartiger Eingriff in die angrenzende Landschaft ist nicht akzeptabel.

Zu Punkt 3.2.: Erreichbarkeit Das Argument der Ministerin, die Straftäter in dem Landgerichtsbezirk unterzubringen, indem sie beheimatet sind, ist nachvollziehbar und findet breite politische Zustimmung. Es stellt sich jedoch die Frage, ob ein Standort wie AV 9 in Haltern am See, der sich am süd-westlichen Rand des Landgerichtsbezirk Essen, in unmittelbare Nähe zur Grenze des Kreises Borken (Landgerichtsbezirk Münster) befindet, hinsichtlich der akzeptierten

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NRW: Schlechte Tage für Wissenschaftsministerin Svenja Schulze

TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC
TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC

Ein mauer Platz 11. im Wissenschaftsminister-Ranking des Deutschen Hochschulverbandes und viele Abiturienten stehen  an den Unis vor verschlossenen Türen. Keine guten Tage für NRW Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD).

Platz 11. und ein Ausreichen – keine gute Note gibt der Deutsche Hochschulverband NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulte und auch viele Abiturienten in NRW würden Schulze wohl durch die Prüfung rasseln lassen: Durch den doppelten Abiturjahrgang ist die Zahl der Studierwilligen gestiegen. Allerdings werden viele keinen Platz an der Unis des Landes finden, denn die Hochschulen machen dicht, führen für immer mehr Fächer einen Numerus Clausus ein. Die Uni Duisburg-Essen hat fast alle Fächer mit einem NC belegt, in Dortmund streiten sich Hochschulleitung und Studenten um die Einführung von NCs auf alle Lehramtsfächer.

Die gute Nachricht für Schulze: Den schwarzen Peter in dem Spiel haben die Hochschulen, sie führen die NCs an, sie sind es, die den Studenten die Tür vor der Nase zuschlagen.

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Der Ruhrpilot

Ralf Jäger Foto: IM-NRW
Ralf Jäger Foto: IM-NRW

NRW: Mehr Transparenz für den Geheimdienst…General Anzeiger

NRW II: Rechtspopulistische Nachwuchsorganisation…BNR

NRW III: Richter urteilen über Haushalt…Welt

Bochum: Emotionsgeladene Premiere von „Elektra“…Ruhr Nachrichten

Bochum II: SPD arbeitet an der eigenen Zukunft…Der Westen

Dortmund: Staatsschutz schult BVB-Ordner im Kampf gegen Rechts…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Wahlplakat von OB Link sorgt für Schlagzeilen…Der Westen

Duisburg II: Sechs Grundschulen sollen geschlossen werden…Der Westen

Essen: Warnstreik an der Uniklinik…Der Westen

Essen II: Uni Duisburg-Essen belegt fast alle Fächer mit einem NC…Der Westen

Film: Hänsel & Gretel Hexenjäger – furiose Fortsetzung zum klassischen Märchen mit Blut, Steampunk und Witz…Pottblog

Umland: Kreationisten, Die Grünen und der Kampf gegen Wissenschaft in den Schulen…Psiram

Falken werfen Bandbreite-Sänger Marcel „Wojna“ Wojnarovic raus

Die Duisburger Band die Bandbreite tritt vor Stalinisten, Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretikern auf. Dabei gibt sie sich locker und links. Den Falken, dem Jugendverband, dem der Sänger  Marcel „Wojna“ Wojnarovic bislang angehörte, reichte es nun. Sie haben den  Sänger der Band rausgeworfen.

Marcel „Wojna“ Wojnarovic, Sänger der Duisburger Band die Bandbreite ist kein Falke mehr. Als Grund für den Ausschluss gab der Jugendverband seine antifaschistische Tradition an:

Am Donnerstag den 14.2.2013 beschloss der Vorstand des Bezirks Westliches Westfalen der SJD – Die Falken den Ausschluss des Sängers der Band „Die Bandbreite“, Marcel Wojnarovic. Seit einigen Jahren war der Sänger der „Bandbreite“ im Verband der Falken und im politischen Umfeld umstritten. Dies

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Wie sehr das Kraftwerk ‚Datteln 4‘ die Landschaft seit 2006 verändert hat

Löringhof 2006. Foto: aufpunktpixel
Löringhof 2006. Foto: aufpunktpixel

Gestern habe ich hier bei den Ruhrbaronen auf einen, wie ich finde, recht geschmacklosen Fotowettbewerb hingewiesen, welchen der Energiekonzern E.On nun ins Leben gerufen hat.

Dort sollen die schönsten Fotos rund um die Kraftwerke in Datteln gekürt und auch prämiert werden.

Geschmacklos finde ich diese Idee u.a. deshalb, weil es vielen Anwohnern, welche den ‚alten‘ Zustand der Landschaft dort noch kennen, nun noch einmal besonders bitter vor Augen geführt werden dürfte, wie sehr sich die Landschaft vor ihrer Nase seit dem Jahre 2006 doch verändert hat.

Und das Alles auch noch vor dem Hintergrund der seit Jahren schon schwelenden juristischen Auseinandersetzung um das Kraftwerksprojekt in Datteln.

Alles in Allem, daher wohl keine wirklich gute Idee von E.On.

Und offenbar war und bin ich mit meiner Meinung dazu nicht alleine

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So warb Duisburgs OB Sören Link mit Schülern

Die Bild-Zeitung beschrieb heute, wie Duisburgs OB Sören Link mit Schülern im Wahlkampf um Stimmen warb – Gesamtschüler ließen sich auf dem Schulhof  fotografieren, was nach Paragraf 57 des Landes-Schulgesetzes nicht erlaubt ist. Schulen haben sogar – vielen Sozialdemokraten wird das als Gesetzeslücke erscheinen  – gegenüber SPD-Kandidaten neutral zu sein. Uns liegt der Vertrag vor, mit dem die Schüler ihre Bildrechte abtraten – exklusiv für den Wahlkampf von Sören Link. Und Geld haben die Schüler natürlich nicht bekommen:

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[Eine Reise in die Vergangenheit – Historischer Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle]

jahrmarkt_michalak

Gestern war ich für euch beim Pink Monday in der Jahrhunderthalle im Bochumer Westpark. Im Rahmen des größten historischen Indoor-Jahrmarkts, der dort bereits zum 6. Mal stattfindet, waren wieder alle Lesben, Schwule und Freunde eingeladen, einen Abend lang Nostalgie pur zu erleben.

Und es ist den Veranstaltern und auch den Schaustellern ausserordentlich gut gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, die einen in vergangene Zeiten eintauchen läßt. Schon beim Betreten der großen Halle wird man von den vielen bunten Lichtern, Drehorgelklängen und dem typischen Jahrmarktstreiben eingefangen und ich denke, egal wie alt man ist, es ist eine Attraktion für alle Generationen. Und auch gestern füllte sich im Laufe des Abends die „Jahrmarkthalle“ immer mehr und die Stimmung war sehr ausgelassen. Die Klassiker, wie die Raupe, das Riesenrad, der Autoscooter, das Pferdekarussel und die Überschlagschaukel standen nicht still, und auch die anderen zahlreichen Angebote, wie Hau-den-Lukas, die Geisterbahn, das Entenangeln und die Schießbuden fanden großen Anklang.

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Der Ruhrpilot

Sören Link (SPD) grinst. Mit 15 Prozent der Zustimmung aller Wahlberechtigten hat er Chancen OB in Duisburg zu werden.
Sören Link (SPD) freut sich

Duisburg: Benutzte  OB Link Schulkinder für den Wahlkampf?…Bild

Ruhrgebiet: Netzwerk X – Auf der Suche nach dem Schlüssel…Coolibri

NRW: Gute Gründe für das Sitzenbleiben…RP Online

NRW II: Kommunen sollen ran, weil E.on nicht mehr will…Welt

Bochum: Pro NRW will sich in der Krachtstraße blamieren…Bo Alternativ

Dortmund: Kay Voges will eine aktuelle Form des Dogma-Prinzips aufführen…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Elf Mio Euro stopfen Löcher im Zoo und im Stadtkonzern DVV…Der Westen

Essen: Das Stromnetz in Bürgerhand?…Der Westen

Film: Get the Gringo – Besprechung zum Action-Knaller im mexikanischen Gefängnis…Pottblog

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Tatort Dortmund: Casting für Kleindarsteller und Komparsen

Tatort
Tatort
Über die Qualität des Tatorts aus Dortmund kann man geteilter Meinung sein (siehe dazu auch hier bei den Ruhrbaronen: Tatort Dortmund – Die große Langeweile).

Nichtsdestotrotz gehen die Dreharbeiten dort weiter und wie westfalen-heute.de meldet, werden jetzt für einen neuen Fall der erfolgreichen Krimireihe der ARD Kleindarsteller und Komparsen gesucht. Man hofft dabei auf Interessenten aus Dortmund bzw. dem gesamten Ruhrgebiet.

Wann? Samstag, 23. Februar 2013, von 11:00 bis 15:00 Uhr.
Wo? Treffpunkt ist das Kino Schauburg, Brückstraße 66 (in der Nähe zum Dortmunder Hauptbahnhof).
Wer? Jede Person, die Lust auf den Tatort und Film an sich hat, so Chef-Caster Gregor Weber. Gesucht werden Komparsen zwischen null und 100 Jahren, jeder Hautfarbe und Herkunft.

E.On startet umstrittenen Fotowettbewerb in Sachen ‚Kraftwerk Datteln‘

Blick in Richtung Kraftwerk Datteln von der 'Halde Hoheward' aus. Foto: Robin Patzwaldt
Blick in Richtung der Kraftwerke Datteln von der ‚Halde Hoheward‘ aus. Foto: Robin Patzwaldt

Dass Konzerne durch mehr oder wenige geschickte PR-Arbeit und Werbung auf verschiedenen Ebenen ständig versuchen das eigene Ansehen und hauseigener Projekte zu pflegen und in der Öffentlichkeit positiver darzustellen, das ist in unserer Republik Alltag.

So gesehen wundert es auch nicht, dass auch der E.On-Konzern in den letzten Jahren durch verschiedene Aktionen permanent versucht den umstrittenen Kraftwerksneubau ‚Datteln 4‘ in ein möglichst positives Licht zu setzen, und um möglichst viel Sympathie und Akzeptanz bei der Bevölkerung im näheren Umkreis des riesigen Kühlturms im Kreis Recklinghausen wirbt.

In Erinnerung sind mir persönlich z.B. in diesem Zusammenhang noch die Beleuchtungsaktion in der Vorweihnachtszeit 2011, als große Weihnachtsmotive per Lichtstrahl an den riesigen, grauen Kühlturm des fast fertigen Kraftwerkbaus geworfen wurden, welche wohl irgendwie die Herzen der Dattelner Bevölkerung erhellen und diese dem neuen Nachbarn gegenüber freundlicher stimmen sollten.

Als Anwohner der Region sind mir natürlich auch die alle paar Wochen wiederkehrenden Hinweise in der Lokalzeitung auf Besichtigungstouren über die umstrittene Baustelle geläufig. Ebenso erhalte ich seit einigen Jahren regelmäßig eine ‚Zeitung‘ des Konzerns, welche mich offenkundig von den zahlreichen Vorteilen und Annehmlichkeiten eines solchen Riesen in meiner direkten Nachbarschaft überzeugen soll.

Gestern allerdings, verschlug es mir fast die Sprache, als ich

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