The Low Anthem, Sonntag, 20. März, 21.00 Uhr, Stadtgarten / Studio 672, Köln
Der Ruhrpilot
Dortmund: Etwa 1500 protestieren gegen Atomkraft…Ruhr Nachrichten
Japan: Bruce Willis ist nicht in Fukushima…Weissgarnix
Internet: BKA-Zahlen belegen den Erfolg von “löschen statt sperren”…Netzpolitik
NRW: Atomanlagen sollen überprüft werden…RP Online
NRW II: SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen „regieren stabil“…Stern
Verkehr: Sauerlandlinie wird für ein Jahrzehnt zur Dauerbaustelle…Ruhr Nachrichten
Bochum: Symphoniker arbeiten mit Harald Schmidt…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Opel dementiert Gerüchte über Kündigung von 1200 Mitarbeitern…Der Westen
Duisburg: Das verkommene Bündnis…RP Online
Duisburg II: Partnerschaftsvertrag zwischen Duisburg und Fort Lauderdale unterschrieben…Der Westen
Essen: Rheinisch-Westfälische Restrisiken…Frontmotor
Essen II: Ausbau der Messe Essen in den Grugapark sorgt für Auseinandersetzung…Der Westen
Sauerland: „Highway 2013“ in Meschede…Zoom
Datteln 4: Weitere Teilgenehmigungen entzogen

Die Bezirksregierung in Münster hat Teile des Vorbescheides zu Datteln IV zurückgezogen. Letztendlich entschieden ist damit die Zukunft des Kraftwerksbaus noch nichts.
Für den BUND ist die Rücknahme von Vorbescheiden das zumindest ein Teilerfolg: „Auf Antrag des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bezirksregierung Münster der E.ON Kraftwerke GmbH eine weitere Genehmigung entzogen. Mit der heute verfügten partiellen Aufhebung des immissionsschutzrechtlichen Vorbescheids folgte sie dem BUND-Antrag aber nur teilweise.“ Der Umweltverband kritisiert das Vorgehen der Behörde als halbherzig: „Damit wird die Missachtung geltendes Rechts fortgesetzt“, sagt BUND-Sprecher Dirk Jansen in einer Presseerklärung.
Entsprechend ruhig reagiert dann auch Kraftwersbetreiber Eon auf die Entscheidung aus Münster. Auf Anfrage der Ruhrbarone teilt das Unternehmen mit: „Aus unserer Sicht hat die Entscheidung der Bezirksregierung Münster keine Auswirkungen auf die Ausnutzbarkeit der bestandskräftigen Teilgenehmigungen 2 und 3. Wir halten an der Errichtung und Inbetriebnahme unseres neuen Kraftwerks in Datteln fest und sind von der erfolgreichen Realisierung der Anlage fest überzeugt. Die Anlage in Datteln ist an ihrem konkreten Standort aus unserer Sicht nach wie vor genehmigungsfähig.“
Allerdings geht man bei Eon davor aus, dass Datteln 4 erst 2013 ans Netz gehen wird. Eon könnte dabei von einem eventuell beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie profitieren. Sollte Deutschland, wie von vielen politisch erhofft, schneller als geplant seine Atommeiler stilllegen, steigen die Chancen für Kohlekraftwerke.
„Sprengbagger 1010“ – Stummfilm-Juwel bei den Zollverein Konzerten
Der 1929 uraufgeführte deutsche Stummfilm „Sprengbagger 1010“ (gesprochen: „tausendzehn“) ist nach langer Zeit am 18. März 2011 um 20.00 Uhr auf dem Welterbe Zollverein Schacht XII, Halle 12, zu sehen: Sprengbagger 1010 ist mit bekannten Schauspielern der deutschen Stummfilm-Ära besetzt, allen voran Heinrich George als skrupellosem Industriemogul. Die restaurierte Fassung wird mit der historischen Originalmusik für Orchester, Chor, Sauerstoffflaschen und Sirenen vom WDR Rundfunkorchester Köln aufgeführt.
Die Geschichte dreht sich um einen Ingenieur, der einen riesigen Abbaubagger bauen lässt. Tragischer weise lässt er ihn in seiner Heimatregion einsetzen. Der Bagger beginnt sein zerstörerisches Werk an der Natur. Es kommt zu einem dramatischen Showdown im Sprenggebiet.
Schacht XII der Zeche Zollverein, architektonisch im Stil der Neuen Sachlichkeit gehalten, wurde zwischen 1928 und 1932 erbaut. Somit ist der Schacht der perfekte Aufführungsort für Sprengbagger 1010, der 1929 entstand.
Ein seltener Glücksfall ist die Überlieferung der seinerzeit eigens für diesen Film komponierten Begleitmusik des Komponisten Walter Gronostay (1906-1937). Der Schüler von Arnold Schönber hat in den 1930er Jahren, bis zu seinem frühen Tod, wegweisende Filmmusiken geschrieben. Gronostay geht bei Sprengbagger 1010 experimentierfreudig ans Werk: seine Besetzung sieht neben einem erweiterten Kammerorchester auch Gasflaschen, Werkssirenen und einen achtköpfigen Sprechchor vor.
Ort der Veranstaltung:
Halle 12, Schacht XII [A12], Gelsenkirchener Str. 181
Preise und Zeiten
Eintritt: 18 Euro (ermäßigt 12 Euro)
Freitag, 18. März 2011, 20.00 Uhr
Anti-Atom Proteste im Ruhrgebiet
Auch an diesem Wochenende finden im Ruhrgebiet wieder Kundgebungen und Demonstrationen gegen Atomkraft statt. Hier ein kurzer Überblick.
Dortmund
Freitag 18.März, 18.30 Uhr, Menschenkette in der Dortmunder Innenstadt. Treffpunkt: Reinoldikirche
Essen
Samstag, 19. März, 14.00 Uhr Demonstration, RWE-Turm
Bochum
Sonntag, 20. März, 13.00 Uhr, Kundgebung, Rathausplatz
Waltrop
Samstag, 19. März, 11 Uhr Dortmunder Straße in der Fußgängerzone, Höhe Waltroper Zeitung.
Montag:
Wieder zahlreiche Mahnwachen in vielen Städten. Einen Überblick gibt es bei Ausgestrahlt.
Samstag, 26 März
Großdemonstrationen in Berlin, Kön, Hamburg und München
Daniel Hope: „Alles, was schiefgehen kann, geht auch schief“

Geigenvirtuose Daniel Hope über kleine und große Pannen, Yehudi Menuhins Blackout und ein explodierendes Klavier
Herr Hope, in Ihrem neuen Buch »Toi, toi, toi! Pannen & Katastrophen in der Musik« schreiben Sie, dass Musiker oft sehr abergläubisch sind. Wie ist das bei Ihnen, tragen Sie bei Auftritten stets eine Hasenpfote bei sich?
(lacht) Nein, ich habe einen anderen Glücksbringer. Meine Hasenpfote ist ein bestimmtes Seidentuch, das ich bei Konzerten immer dabei habe. Ich weiß, dass das irrational ist, aber diese Art von Routine beruhigt mich irgendwie. Dabei kann einem nichts und niemand helfen, wenn man auf der Bühne steht und ein teuflisch schweres Solo spielen muss.
Welches war Ihre bisher größte Panne bei einer Aufführung?
Das schlimmste Erlebnis hatte ich bei einem Konzert in Frankreich, als mir mitten in einem Streichquartett von Mozart eine Saite riss. Sie war mit solcher Wucht zersprungen, dass sie mir ins Gesicht schnellte und das messerscharfe Metall meine Oberlippe aufschnitt. Das Blut tropfte ohne Unterlass, sodass ich hinter der Bühne behandelt werden musste. Doch das war noch nicht alles …
… Murphys Gesetz …
…genau, »alles, was schiefgehen kann, geht auch schief«. Als ich auf die Bühne zurückkehrte, kicherten meine Mitspieler jedes Mal, nachdem sie zu mir geblickt hatten. Erst leise und heimlich, aber bald darauf schon ganz unverhohlen. Schließlich brachen sie in überbordendes Lachen aus – der ganze Saal lachte laut und fröhlich mit.
Was war geschehen?
An meiner geplatzten Lippe war von der ärztlichen Behandlung ein großes Stück blutgetränktes Papier kleben geblieben. Das muss in etwa so ausgesehen haben wie die Nudel in dem populären Sketch von Loriot. Zu allem Überfluss musste ich nach dem Konzert auch noch feststellen, dass ein Hund, der durch eine offene Außentür hereinspaziert war, auf meinen Instrumentenkoffer gepinkelt hatte.
Young Rebel Set
Young Rebel Set, Samstag, 19. März, 19.00 Uhr, Gebäude 9, Köln
Der Ruhrpilot
Atomkraft: Das Aus für deutsche Atomkraftwerke durch geheimen Prüfbericht?…Pottblog
NRW: Streit um Haushalt…Süddeutsche
NRW II: Ergänzende Anmerkung zu „Iudex non calculat – Die Verfassungsrichter in NRW als Oberökonomen“…Nachdenkseiten
NRW III: Trauerbeflaggung aus Verbundenheit mit Japan…Bild
NRW IV: Ausschuss soll Skandal um Landesarchiv beleuchten…Der Westen
Ruhrgebiet: „Gift für das Trinkwasser“…Der Westen
Ruhrgebiet II: Landschaftsverband Westfalen-Lippe steigt bei Zollverein aus…Der Westen
Bochum: Beim Bau des Musikzentrums ist Eile geboten…Der Westen
Bochum III: Feuerwehr misst wegen drohender Atomkatastophe in Japan Strahlung…Der Westen
Dortmund: Prostituierte gehen auf die Straße statt auf den Strich…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: DFB ist sauer auf die Stadt…Ruhr Nachrichten
Essen: Modell-Stadt für Integration…Der Westen
Essen II: Künstlergruppe Freiraum – Verwirklichung braucht mehr Platz als DIN A4…Der Westen
Gelsenkirchen: VW eh VfL Wolfsburg holt Felix Magath als neuen Trainer und Manager!…Pottblog
Internet: Empowering or Censoring Citizens?…Netzpolitik
Umland: Wurden in Meschede gesunde Buchen gefällt?…Zoom
Die Multiplikation, die Gaußsche Summenfaktor-Regel und das Restrisiko

Die vier Grundrechenarten: plus und minus, mal und durch. Zusammenzählen nennt sich Addieren; die Umkehroperation der Addition ist die Subtraktion. Wird der gleiche Summand wiederholt addiert, kann man sich die Sache auch leichter machen, nämlich malnehmen. Der arithmetische Fachausdruck heißt Multiplikation, ihre Umkehroperation Division, und schon hat es sich. Bei der Multiplikation entsteht das Produkt. Ihre beiden Faktoren heißen Multiplikand und Multiplikator. Man kann sie selbstverständlich umdrehen oder auch ganz auf diese Ausdrücke verzichten, also einfach sagen: Faktor mal Faktor = Wert des Produkts. So geht Malnehmen.
Multiplizieren ist wichtig. Zum Beispiel, wenn man Wahrscheinlichkeiten berechnen möchte, zum Beispiel Risiken. Ein Risiko – ganz egal welches, sogar auch ein Restrisiko – ist nämlich immer ein Produkt, und zwar aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Da fast alles im Leben irgendwie riskant ist, „berechnen“ wir permanent – routinisiert bis zum Unbewussten – die Risikowerte unseres alltäglichen Handelns. Ja, den Risikowert. Nicht etwa die „Risikowahrscheinlichkeit“; denn dieser Begriff ist missverständlich, erweckt er doch den Eindruck, als ginge es ausschließlich um den einen Faktor „Eintrittswahrscheinlichkeit“. Wir kalkulieren selbstverständlich das etwaige Schadensausmaß mit ein.
Duisburg: SPD und Grüne im Bett mit Israelhasser Dierkes
Duisburg hat mit Adolf Sauerland nicht nur einen widerwärtigen Oberbürgermeister. SPD und Grüne haben nun auch im Rat einen widerwärtigen Koalitionspartner gefunden: Die von dem Israelhasser geführte Fraktion der Linkspartei.
Der Fraktionsvorsitzende der Duisburger Linkspartei Hermann Dierkes gehört zu den widerwärtigesten Gestalten, die in Nordrhein-Westfalen Politik machen. Dierkes rief zum Boykott Israels auf und bezeichnete das Existenzrecht Israels als „läppisch“ (Siehe Video unten). Wegen seiner antisemitischen Ausfälle musste Dierkes seine OB-Kandidatur 2009 zurückziehen. Das nach dem Österreichischen Nazi-Aufklärer Simon Wiesenthal benannte Simon Wiesenthal Center hat sich wegen Dierkes sogar vor einem Jahr mit einem offenen Brief an Gregor Gysi und Petra Pau von der Linkspartei gewandt.
Das alles scheint die Ratsfraktionen von SPD und Grünen nicht weiter zu stören. Gut, den Grünen in Duisburg ist vor nichts fies, die haben im Rat im vergangenen Jahr ja auch nicht für die Abwahl Sauerlands gestimmt, aber die SPD enttäuscht. Das erste Rot-Rot-Grüne Bündnis in einer Stadt in NRW gingen SPD und Grüne in Duisburg mit einem international bekannten Israelhasser ein. Was tut man nicht alles für ein wenig Macht. Und wo sind die prominenten Politiker von SPD und Grünen, die öffentlich gegen dieses Bündnis Stellung beziehen?
Das Video zeigt Dierkes auf dem Trotzkistenkongress Marx is muss, der im November 2009 in Berlin stattfand. Dort diskutierte er mit Gesinnungsgenossen über sein Buch“Bedingungslos an der Seite Israels – nur bedingt auf der Seite des internationalen Rechts”.
