Me and My Drummer, Freitag, 20. Februar, 20.30 Uhr, Blue Shell, Köln
2. Liga: Pyrotechnik mal anders
Interessante, neue Variante einer ‘Pyroshow’ gestern Abend vor dem Zweitligaspiel des FC St. Pauli gegen Greuther Fürth.
Was hier so aussieht als würde der Dachstuhl eines größeren Gebäudes in der Nachbarschaft des Stadions brennen, ist bei näherem Hinsehen lediglich ein beim Einmarsch der Mannschaften auf dem Dach des benachbarten Hochbunkers in Gang gesetztes Pyro-Feuerwerk, wie man es in dieser Form so wohl auch noch nicht gesehen hat.
Das Pyro-Verbot des DFB sollte von den Organisatoren so offensichtlich auf ungewöhnliche Art und Weise umgangen werden.
Genützt hat diese ungewöhnliche Art der Unterstützung am Ende übrigens auch nichts. Der Tabellenletzte der 2. Liga aus Hamburg verlor das Spiel gegen die Franken mit 0:1.
Premiere am Aalto: Monica Lewinsky und der Tod der ipod-Generation

Der Vorhang ist geschlossen während das Autohupen-Vorspiel von György Ligetis Oper „Le Grand Macabre“ erklingt. Er bleibt auch erst mal geschlossen und im Parkett steht ein Sänger auf. Es ist Rainer Maria Röhr der den Piet vom Fass spielt. Er hat lange fettige schwarze Haare eine bemerkenswert grünliche Blässe im Gesicht und erinnert irgendwie an Jonathan Meese. Später werden wir feststellen, dass Nekrotzar und ein Computernerd genauso wie Piet aussehen. Da aber keiner von den dreien einen schwarzen Adidas-Jogginganzug trägt, den Hitlergruß macht oder eine Mutter dabei hat, verwerfen wir die Erstassoziation – der debile Kunstdiktator
Die Macht der Umgangssprache

Vor Kurzem hatte ich eine Auseinandersetzung über Worte pragmatisch / Pragmatismus, nicht hier bei den Ruhrbaronen, sondern in einem anderen Medium, die mich stutzig machte. Zugrunde lag ein Missverständnis. Zum Glück wurde mir die Auffassung meines Gegenüber erläutert, nachdem er sich über die für ihn widersprüchliche Verwendung mit allerlei Faxen (*LOL* usw.) lustig gemacht hatte. Die Worte bedeuteten für ihn ein intuitives Vorgehen und stünden als solche theoretischen Ansprüchen, wie sie z.B. durch Worte analytisch / Analyse erhoben werden, entgegen. Nun sind pragmatische Herangehensweisen, zumindest in Philosophie und Wissenschaft, nicht selten unterscheidbaren Bedingungen geschuldet, die eine allgemeine oder gar prinzipielle Behandlung nicht erlauben. Die Berücksichtung von unterscheidbaren Bedingungen kann sogar zu einer höhergradigen Differenzierung beitragen und erhöht die empirische Relevanz! Sieht man von der in sozialen Medien nicht unüblich gewordenen Faxenmacherei einmal ab, bleiben umgangssprachliche Vorurteile, wie sie z.B. der Duden verbreitet: man findet unter dem Eintrag ‚Pragmatismus‘ die Erläuterung: „den Menschen ausschließlich als handelndes Wesen verstehende philosophische Lehre, die das Handeln über die Vernunft stellt und die Wahrheit und Gültigkeit von Ideen und Theorien allein nach ihrem Erfolg bemisst.“ Der Wikipedia-Eintrag lautet ähnlich, doch betreffen beide Erläuterungen allenfalls die Auffassung von William James, wie er sie in „Pragmatism. A New Name for Some Old Ways of Thinking“ (1907) präsentiert hatte. Die Umgangssprache – und damit umfasse ich auch die sogenannte Hochsprache – bietet keinen hinreichenden Anhalt, obleich ihr von nicht wenigen Leuten die Funktion zugesprochen wird, der Kommunikation zu dienen.
Impfen hilft – auch grafisch

Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, seine Kinder impfen zu lassen. Impfungen helfen. Impfungen schützen. Und zwar nicht nur den Geimpften, sondern auch die Gemeinschaft. Trotzdem gibt es immer wieder Aluhüte und einfache Trottel, die Gründe (er)finden, wieso sie ihren Kindern diesen Schutz vorenthalten. Diese wird das Folgende nicht beeindrucken.
Notizen aus Wien: Rechts des gesunden Menschenverstands

Wien, Österreich.
Was wissen wir Piefkes über Österreich? Es liegt im Süden (vor oder hinter Bayern?), da gibt es Vignetten auf den Autobahnen (so wie in Bayern) und Rechtspopulisten sind da in der Opposition (anders als in Bayern). Das war´s dann fast schon. Rapid Wien war Deutscher Meister. Das war 1940/1941. Davor und danach war es Schalke. So. Und damit sich das ändert gibt es jetzt regelmäßig Infos aus Österreich. Von einem waschechten Wiener Journalisten. Christoph Baumgarten. Habe die Ehre!
Pyrotechnik: Griechen setzen mal wieder ganz eigene Maßstäbe
Schier unglaubliche Bilder kursieren aktuell (mal wieder) vom griechischen Fußball im Internet.
Vor dem Ligaspiel zwischen PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus kam es am vergangenen Wochenende in Thessaloniki nicht nur zu schweren Auseinandersetzungen, im Stadion empfingen die PAOK-Fans beide Teams zudem mit einer riesigen ‚Pyroshow‘.
Dagegen wirken ähnliche Vorfälle in deutschen Stadien, welche auch zuletzt immer wieder zu Geldbußen durch die Sportgerichtsbarkeit führten, geradezu ‚nicht erwähnenswert‘.
LAIBACH: das Ende der Missverständnisse

Das slowenische Künstlerkollektiv LAIBACH und NSK werden seit jeher missverstanden. Sie haben allerdings auch alles dafür getan, dass das lange so bleibt.
Missverständnis 1: Laibach ist eine Band.
Waren sie nie und wollten sie nie sein. Zunächst gibt es keine festen Mitglieder von Laibach, sondern nur das Kollektiv. Bereits auf dem Album „Nova Akropola“ von 1987 findet sich der programmatische Song „Vier Personen“. Laibach besteht immer aus vier Personen, deren Namen Eber, Keller, Dachauer und Salinger sind, sobald sie dem Kollektiv angehören. Auf dem Album WAT von 2003, das die erste deutliche Erklärung des Laibach-Selbstverständnisses
Schauspiel Dortmund: Premiere im Internet
Heute ist Premiere in Dortmund – und auf der ganzen Welt. Das Dortmunder Schauspielhaus wird geliebt und gefürchtet als mediales Theaterlabor. Da ist es nur konsequent, dass nun eine Premiere ausschließlich im Internet stattfindet. „Wenn Gott die Wiederholung nicht gewollt hätte“ heißt der Film von Mario Simon über die Arbeiten am Stück „Das Goldene Zeitalter“. Das Stück, das im Untertitel „100 Wege, dem Schicksal die Show zu stehlen“, basiert vor allem darauf, dass während jeder Aufführung Kay Voges live Regie führte. In seinem Film legt nun Mario Simon offen, wie diese Live-Mechanik tatsächlich funktioniert. Das Erstaunliche daran ist, dass es der Arbeit nichts von seiner Magie nimmt, sondern sie sogar noch erhöht. Selbst, wer bereits eine Aufführung von „Das Goldene Zeitalter“ gesehen hat, wird nach dem Film nicht schlicht sagen: „Aha, so funktioniert das also“. Er wird eher Lust verspüren, eine weitere Aufführung zu sehen, um vielleicht doch noch dem Rätsel dieses Stückes, dass sich mit dem Leben als endlose Wiederholung des Gleichen auseinandersetzt. In diesem Sinne ist „Wenn Gott die Wiederholung nicht gewollt hätte“ auch ein Teaser für die Neuauflage der Produktion, die ab dem 27.2. am Dortmunder Schauspiel unter dem Titel „Das Goldene Zeitalter – 100 neue Wege dem Schicksal das Sorgerecht zu entziehen“ zu sehen ist.
Der Film ist hier zu sehen.
Cro ab März wieder auf Mello Tour

Im Alter von zehn Jahren nahm er seine erste Musik auf, neun Jahre später erschien mit dem Mixtape Trash seine erste Veröffentlichung. Zwei Jahre später bot er sein zweites Mixtape “Meine Musik” ebenfalls zum kostenlosen Herunterladen an und spätestens damit kam der große Stein ins Rollen.
Sebastian Andrej Schweizer, Gründer des Independent-Labels Chimperator Productions, wurde auf den Nachwuchssänger aufmerksam und nahm in kurzentschlossen als jüngsten Chimperator-Act mit ins Boot und unter Vertrag.
Es folgen zwei Nummer Eins Alben (2012 Roap und 2014 Melodie) und ebenso bezeichnet er auch selber seine Musik : eine spezielle Stilmischung aus Indie, Pop und klassischem Rap…kurz Roap.
Die Rede ist von Carlo Waibel, auch bekannt unter dem Namen Cro, Das Phantom und “Der Rapper mit der Pandamaske”.
Vor einigen Tagen feierte er seinen 25. Geburtstag und kann in seinem jungen Leben bereits auf großartige Erfolge zurückblicken. Nicht nur als Sänger, sondern auch als Musikproduzent und Designer.
Im März folgt nun die Fortsetzung seiner Mello Tour, bei der er die großen Hallen und Arenen in Regensburg, Göttingen, Oberhausen und Lingen erneut zum Kochen bringen wird.
Da die Resonanzen auf den ersten Teil seiner Tour 2014 durchweg positiv waren, dürfen wir uns wohl auch in diesem Jahr wieder auf tolle Shows und einen exzellenten Deutschrapper und Entertainer freuen.
Die Tourdaten sind wie folgt:
12.3. Regensburg/Donau-Arena, 13.3. Göttingen/Lokhalle, 14.3. Oberhausen/König-Pilsener-Arena, 15.3. Lingen(Ems)/Emsland Arena
Tickets gibt es bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Weitere Infos u.a. unter:
www.chimperator-productions.de