
Es fließt wieder russisches Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland. Wie lange das so sein wird, weiß niemand. Putin setzt, wie früher die Sowjetunion, Gas als Waffe ein. Er wäre dumm, wenn er es nicht tun würde. Und wir waren dumm, es so weit kommen zu lassen, dass er es heute tun kann.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat zurecht Angst vor „Volksaufständen“ für den Fall, dass die Gasversorgung zusammenbricht. Gas wärmt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nicht nur in 41,2 Prozent der Haushalte den größten Teil des Bedarfs an Wohnenergie, es ist auch mit einem Anteil von 31,2 Prozent der wichtigste Energieträger in der Industrie. Zudem werden 13 Prozent des Stroms in Deutschland mit Gas erzeugt. Die Bundesrepublik importiert 95 Prozent des benötigten Gases. Vor Beginn Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine lag der russische Anteil am Gasimport bei 55 Prozent. Destatis hat auch die Preisentwicklung im Blick: „Importiertes Erdgas war im Mai 2022 um 235,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Im Juni 2022 kostete Erdgas für die Industrie 182,6 Prozent mehr als im Juni 2021.“









