Von der trügerischen Selbsteinschätzung der Deutschen Telekom

Die Erdarbeiten kündigten sich schon im Juni gut sichtbar an. Foto: Robin Patzwaldt

Wer sich in Sachen Telekommunikation für die Deutsche Telekom entscheidet, der tut dies häufig in der Erwartung, dass er für einen etwas besseren Service halt mehr bezahlen muss. Mir sagte mal ein Telekom-Mitarbeiter einer Hotline, als ich mich in einem Beratungsgespräch über den im Vergleich zur Konkurrenz höheren Preis erschrocken zeigte „keiner sagt, dass wir die günstigsten am Markt sind, aber wir sind halt die besten“.

Dass diese hohe Selbsteinschätzung der Telekom aber in vielen Bereichen nicht wirklich zutrifft, das musste ich in den vergangenen Wochen auf eine unschöne Art erfahren.

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Wirtschaft warnt vor „Wohlstandsverlusten in unvorstellbarem Ausmaß“

Peter Adrian, DIHK-Präsident Foto: DIHK/PR

Die deutsche Wirtschaft hat ernüchtert und alarmiert auf die Ergebnisse der Klausur der Bundesregierung in Meseberg reagiert. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ warnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, vor „Wohlstandsverlusten in bislang unvorstellbarem Ausmaß“. Er fügte hinzu: „Die Krise ist da und verschärft sich mit enormem Tempo.“ So hätten sich die Strompreise am Terminmarkt verzwanzigfacht. „Das ist für viele Unternehmen geradezu dramatisch“, erklärte Adrian.

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Gemischte Ernte

Getreideernte Foto: Fischer.H Lizenz: CC BY-SA 4.0


Während die Getreideernte gut gelaufen ist, blicken die Landwirte mit Sorge auf Kartoffeln und Möhren.

Erich Gussen ist Vizepräsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes und bewirtschaftet einen 75 Hektar großen Ackerbaubetrieb in der Jülicher Börde. „Dieses Jahr“, sagt Gussen, „war die Getreideernte im Rheinland gut, aber alles andere leidet unter der Trockenheit.“ Alles andere, das sind vor allem Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Möhren und Zwiebeln, deren Ernte erst in einigen Wochen beginnt. „Wir hatten einen Winter mit ausreichend Regen. Das hat den Pflanzen genutzt, die früh geerntet wurden. Die Gerste haben wir schon im Juni eingebracht, den Weizen im Juli. Da gab es noch genug Wasser im Boden und die Hitze war im Frühjahr nicht so groß.“ Anders sei das zum Beispiel bei den Kartoffeln oder Zuckerrüben: „Denen fehlte das Wasser und sie litten unter der Hitze der letzten Wochen.“

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Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet stieg im August stärker als jahreszeitlich üblich

Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im August 2022 sind im Ruhrgebiet insgesamt 257.904 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 4.738 weniger Menschen ohne Arbeit, was einer Abnahme von 1,8 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Juli 2022 stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 1.476 Menschen, was einem Anstieg um 0,6 Prozent entspricht. Hintergrund ist wie bereits im Vormonat die Erfassung ukrainischer Flüchtlinge. Zum Stichtag waren im August in NRW rund 38.500 aus der Ukraine geflüchtete Personen arbeitslos gemeldet.

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Nach Tankrabatt und 9-Euro-Ticket: Städte- und Gemeindebund für Direktzahlungen an Einkommensschwache

Tankstelle Foto: Emilius123 Lizenz: CC BY-SA 4.0


Hauptgeschäftsführer Landsberg für „gezielte“ Entlastungen – Paket mit „Moratorium für neue Leistungen“ verknüpfen.

Osnabrück. Deutschlands Kommunen fordern nach dem Auslaufen von Tankrabatt und 9-Euro-Ticket Zulagen für Einkommensschwache. „Tankrabatte oder eine unveränderte Fortsetzung des extrem günstigen 9-Euro-Tickets können wir uns nicht leisten. Die Entlastung sollte sich auf Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen konzentrieren und muss einfach und unbürokratisch funktionieren“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des

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STEAG: Zwei Steinkohlekraftwerke sollen aus der Netzreserve geholt werden

Steag-Kraftwerk Walsum Foto: Steag

Der Essener STEAG-Konzern legt wirtschaftlich deutlich zu. In der jetzt veröffentlichten Halbjahresbilanz liegen alle relevanten Kennzahlen deutlich über den Werten des gesamten Vorjahres. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte das Essener Energieunternehmen einen Konzernumsatz von 2,41 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf 386,1 Millionen Euro und übertraf damit das Resultat des gesamten Vorjahres bereits um fast das Doppelte. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EBITDA nahm deutlich auf 450 Millionen Euro zu.

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Ruhrgebiet statt München?

Typische ‚Bude‘ im Ruhrgebiet. Quelle: Wikipedia, Foto: Hans-Jürgen Wiese, Lizenz: CC BY 3.0

Für Studenten und junge Hochqualifizierte – sogenannte „High Potentials“ – sind vor allem „unfertige“ Regionen attraktiv, die sich noch grundlegend wandeln können. Das zeigt eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR), für die bundesweit über 500 Personen im Alter von 18 bis 29 Jahren befragt wurden. Darin bescheinigen die meisten der Befragten dem Ruhrgebiet dasselbe Dynamikpotenzial wie Berlin in den 2000er Jahren. Nirgendwo sonst sind die jungen Menschen so überzeugt von der Potenzialen des Ruhrgebiets wie im Revier: Wer hier lebt, beurteilt die Wandlungsfähigkeit und Zukunftsaussichten der Region noch positiver.

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Waltrop – Meine Schlafstadt im Grünen

Diskutiert wird über die B474n schon über Jahrzehnte. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Regelmäßig am eigenen Wohnort auch die Lokalpolitik zu verfolgen, das kann einen gelegentlich schon zur Verzweiflung treiben. Mit dieser Feststellung bin ich sicherlich hier nicht alleine. Als jemand, der seit 1973 in Waltrop (Kreis Recklinghausen) lebt, hat man im Laufe der Jahre diesbezüglich schon viel erlebt. Das früher einmal so schöne, aufstrebende Vorzeige-Städtchen nördlich von Dortmund hat sich seit den 70er-Jahren sehr verändert. Nicht zu seinem Vorteil, wie ich hier im Blog immer wieder beschrieben habe.

Heute bot mir die Lokalzeitung etwas unerwartet ein weiteres Kapitel dieser traurigen Geschichte, die ich hier im Blog aufgrund ihrer Bedeutung über die Stadtgrenzen hinaus nicht unerwähnt lassen möchte.

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Kohle: Hello again

Blick von der Schleuse Wanne-Eickel über den Kanal auf das Kraftwerk in Herne Foto: Arnold Paul Lizenz: CC BY-SA 2.5


Auch Nordrhein-Westfalen befand sich im Kohleausstieg. Doch nun fahren die alten Meiler wieder hoch.

Wie ist die Luft? „So gut wie überall“, sagt Denise Herter. Sie wohnt im Herne Stadtteil Crange, die Blöcke der Steag-Kraftwerke am Rhein-Herne-Kanal prägen das Bild der Siedlung, in der sie lebt. „Hier ist es grün, ein neuer Sportplatz wird gebaut. Die Kraftwerke stören mich nicht.“

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