Das Rennen der E-Scooter beginnt nun auch im Ruhrgebiet. Die Verleiher stellen zum Ende des Sommers allenorts ihre batteriebetriebenen Roller auf. Von unserem Gastautor Dirk Schmidt.
Die Hauptsaison des Jahres 2019 ist zwar vorbei, aber der späte Start ist der Schaffung der gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland im Frühjahr 2019 geschuldet. Bürokratie braucht Zeit. So können straßenzugelassene E-Scooter bei vielen Elektromärkten nur vorbestellt werden. Lieferung im September oder Oktober. Die Hersteller benötigen noch die Straßenzulassung für ihre Geräte.
Das Kraftwerk ‚Datteln 4‘ im September 2014. Foto: Robin Patzwaldt
Es ist erst ein paar Tage her, da haben wir hier an dieser Stelle darüber berichtet, dass rund um den umstrittenen Kraftwerksneubau ‚Datteln 4‘ noch immer die leidige Debatte kreist, dass dort gigantisch viel Geld zum Fenster heraus geworfen wird.
Sollte der geplante Kohleausstieg Realität werden, woran es bei der momentanen politischen Stimmung im Lande eigentlich keine Zweifel geben dürfte, dann ist das am Ende auch tatsächlich so.
Über 1,2 Milliarden Euro wurden dort bereits verbaut. Seit Jahren reckt sich der gigantische Kühlturm von der Höhe des Kölner Domes in die Landschaft, ohne das das Kraftwerk bisher seinen Betrieb aufgenommen hätte, obwohl die teure Technik im Neubau seit langem schon weitestgehend eingebaut ist.
Wäre im Herbst 2017 der Kessel des Meilers nicht auch noch zum technischen Fiasko geworden, da er im Probebetrieb Risse bekommen hat, das Kraftwerk würde inzwischen wahrscheinlich schon knapp zwei Jahre lang laufen. Trotz der noch immer ungeklärten juristischen Situation. Entsprechende Klagen sind weiterhin anhängig.
Heute macht die Lokalpresse rund um Datteln mit einem nahezu halbseitigen Bericht die Anwohner der Region darauf aufmerksam, dass das Kraftwerk
Nicht nur die Automobilindustrie sondern auch der Nahverkehr steht vor einem Umbruch. Für das Ruhrgebiet mit seinem schlechten Nahverkehrsangebot ist das eine Chance.
Wir stehen vor einem Umbruch im Verkehrsbereich. Allein die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren und in Teilbereichen Brennstoffzellen könnte 50 Prozent aller Arbeitsplätze kosten, da Autos mit Elektroantrieb deutlich weniger Teile benötigen als klassische Fahrzeuge. Diese Schätzung der Baden-Württembergischen
Das Kraftwerk `Datteln 4´ Anfang 2014. Foto: Robin Patzwaldt
Seit gut 10 Jahren interessiere ich mich jetzt für die leidigen Vorgänge rund um das Kraftwerksprojekt ‚Datteln 4‘. Damals wurde der Bau, der schon zuvor jahrelang lokal diskutiert wurde, juristisch gestoppt, was überregional für Aufmerksamkeit sorgte. Das Gerichtsurteil weckte endgültig auch meine Aufmerksamkeit und ich begann mich in die Angelegenheit einzulesen, schloss mich kurz darauf der Fraktion der Kraftwerkskritiker an, begann kurz darauf bei den Ruhrbaronen über die Geschehnisse und meine Gedanken rund um das Projekt zu schreiben. Stammleser dieses Blogs werden sich sicherlich erinnern.
Vom ersten Tag an dem ich mich mit dem Meiler beschäftigt habe an, kursierten stetig diverse Argumente, die schlicht falsch waren und es bis heute sind. Hundertfach habe ich gemeinsam mit einigen anderen Kritikern des Kraftwerks seither versucht diese Dinge in der öffentlichen Diskussion richtig zu stellen. Es ist bis heute nicht gelungen, wie ich gestern erst wieder lesen musste.
Wie es dazu kam, dass Arbeiter und Industrie zunehmend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwanden, erklärt das Buch „Jenseits von Kohle und Stahl“ von Lutz Raphael.
Dass es den klassischen Arbeiter nicht mehr gibt, darin sind sich Medien und Politik weitgehend einig. Und wen es nicht mehr gibt, über den wird nicht mehr berichtet und für den wird schon gar keine Politik gemacht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2017 7.409.552 Millionen Menschen im verarbeitenden Gewerbe
Heute vor 50 Jahren begann das legendäre Festival von Woodstock. Ein Ereignis, welches seinerzeit nicht nur musikalisch, sondern auch politisch Maßstäbe setzte, so dass über die Tage der Veranstaltung in den USA noch heute weltweit gesprochen wird. Der runde Jahrestag stellt also zweifelsohne eine schöne Gelegenheit dar einmal wieder daran zu erinnern.
Das fand auch unser Ruhrbarone-Kollege Dirk Krogull. Doch da hatte er die Rechnung leider einmal mehr ohne Facebook gemacht. Dirks Erinnerung auf dem sozialen Netzwerk von Mark Zuckerberg sucht ihr nämlich heute leider vergeblich (siehe Screenshot oben) in seiner Timeline. Sie wurden nicht nur entfernt, Dirk wurde für 24 Stunden auf Facebook gesperrt.
Es ist bekanntlich längst nicht das erste Mal, dass die Gemeinschaftsstandards von Facebook die Öffentlichkeit zu Diskussionen einladen.
Aki Watzke und Thomas Treß (rechts). Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2018/19 den zweithöchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielt. Mit einem Umsatz von 489,5 Millionen Euro wurde die stark transfergetriebene Rekordmarke des Vorjahres (536,0 Mio. €) zwar nicht erreicht, um Transfererlöse bereinigt stiegen die Erlöse jedoch von 313,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 369,3 Millionen Euro.
Borussia Dortmund ist ein sportlich und wirtschaftlich florierendes Unternehmen. Transferbereinigt stiegen die Konzernumsatzerlöse vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 um € 56,0 Mio. bzw. 17,9 % auf € 369,3 Mio. (Vorjahr € 313,3 Mio.). Dies vermeldeten heute der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, sowie Geschäftsführer Thomas Treß im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2018/19.
Das Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass das Ruhrgebiet zu den finanziell- und wirtschaftlich abgehängten Regionen Deutschlands gehört. Das ist nicht neu sondern seit Jahrzehnten bekannt, gut und richtig ist trotzdem, dass eine Studie erneut darauf hinweist und so das PR-Geklingel der hiesigen Politiker und Wirtschaftsförderer mit der tristen Realität konfrontiert.
Deutschlands Metropolregionen boomen, während der ländliche Raum und der Osten darben? Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Kooperation mit Wissenschaftlern vier deutscher Hochschulen wollte es genauer wissen. Das Ergebnis: 19 von insgesamt 96 deutschen Regionen haben Probleme. Längst nicht alle liegen in Ostdeutschland oder auf dem platten Land.
In den drei Bereichen Wirtschaft, Demografie und Infrastruktur haben die Studienautoren für das Ranking insgesamt zwölf Indikatoren untersucht. Mit Blick auf die Wirtschaft liegen die Schlusslichter in Westdeutschland: Besonders düster sieht es im Ruhrgebiet und Bremerhaven aus.
Diskussionen rund um das vermeintliche ‚Übel‘ Flugreisen kursieren ja aktuell gefühlt fast überall. In deren Schatten ist nun auch der Schienenverkehr einmal mehr vermehrt in den Blickpunkt geraten.