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Corona-Tracking von Apple und Google: So soll es funktionieren

Logos von Apple und Google

Apple und Google erarbeiten ein gemeinsames System um Ansteckungen mit Corona zurückzuverfolgen

Apple und Google haben bekannt gegeben, dass die beiden Unternehmen ein System erarbeiten, das hilft, Ansteckungen mit Corona zu verfolgen. Dabei wollen die beiden Unternehmen verhindern, dass Regierungen das System zur Überwachung von Nutzern missbrauchen. Schon im Mai sollen die ersten Funktionen verfügbar sein. Wir haben uns die Dokumentation angesehen.

Der Vorteil der Zusammenarbeit ist klar: Apple und Google können den allergrößten Teil der Smartphones weltweit direkt erreichen. So könne alle Nutzer Ansteckungen melden. Und sie können über den Kontakt zu Angesteckten benachrichtigt werden. Gleichzeitig wollen die Unternehmen autoritären Regierungen die Überwachung erschweren.

Das System von Apple und Google einfach erklärt

Und so soll das System laut der veröffentlichten Dokumentation funktionieren:

  1. Die Funktion wird über ein Update des Betriebssystems den Nutzern zur Verfügung gestellt. Die Nutzer können dann selbst entscheiden, ob sie diese Funktion aktivieren.
  2. Die Smartphones generieren regelmäßig (alle 10 bis 20 Minuten) eine neue zufällige Kennung und senden sie über Bluetooth aus.
  3. Gleichzeitig empfangen sie solche Kennungen, speichern sie und löschen sie nach 14 Tagen. – weil die Inkubation mit dem Corona-Virus COVID-19 nicht länger dauert. Die Smartphones übertragen die empfangenen Kennungen nicht auf Server, sondern speichern sie selbst und werten sie bei Bedarf auch selbst aus.
  4. Wird eine Nutzerin oder ein Nutzer positiv auf COVID-19 getestet, trägt sie oder er dies in einer entsprechenden App ein.
  5. Dann – und erst dann – lädt das Smartphone seine eigenen Kennungen der letzten 14 Tage zu einem Server hoch (je nach Erneuerung-Intervall sind das zwischen 1.008 und 2.016 Kennungen für den Zeitraum).
  6. Der Server sammelt die Kennungen von Smartphones infizierter Nutzer der letzten 14 Tage in einer Liste und veröffentlicht diese. Wir erinnern uns: Diese Kennungen sind rein zufällig und sagen uns nicht viel.
  7. Alle teilnehmenden Smartphones laden diese Liste herunter und vergleichen sie mit den Kennungen, die sie in den letzten 14 Tagen empfangen haben.
  8. Falls es eine Übereinstimmung findet, benachrichtigt das Smartphone seine Besitzerin / seinen Besitzer um weitere Schritte einzuleiten.

Diese Lösung hat für die Nutzer viele Vorteile und einen gigantischen Nachteil für Überwachungsfanatiker. Die Daten ließen sich nur mit einem unverhältnismäßigen Aufwand zur Überwachung nutzen.

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