Das Ende der Gewürzmanufaktur

Die Gewürzmanufaktur Fortkamp & Wiegers produzierte seit 1921 Gewürze und Gewürzmischungen. Im Jahr 2011 wurde aus dem Betrieb ein staatlich anerkanntes Integrationsunternehmen. Hier arbeiteten behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam in der Gewürzproduktion. Im November 2013 wurde der Betrieb eingestellt, da die Konkurrenz durch große Unternehmen immer stärker wurde.

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2 Kommentare

  1. #1 | der, der auszog sagt am 26. November 2013 um 14:20 Uhr

    Als Gelsenkirchener ist man von dieser Meldung natürlich ein wenig bedrückt, zumal die Gewürzmühle in Bulmke-Hüllen ein schönes Beispiel dafür war, dass man in einer Industriestadt nicht nur mit Kohle und Stahl, sondern auch mit exotischen Produkten sein Geld verdienen konnte.

    Bis vor wenigen Jahren produzierte Fortkamp & Wiegers in Gelsenkirchen unter dem Namen „Portland“ noch für Aldi. Mittlerweile kommen die Portland Produkte aber von Merschbrock-Wiese aus dem ostwestfälischen Rietberg.

    Ich vermute die eindimensionale Ausrichtung auf den Großkunden Aldi bis vor drei Jahren hat dem Gelsenkirchener Traditionsunternehmen jetzt den Kopf gekostet. Neben dem Preisdruck von Aldi dürften aber auch eklatante Managementfehler für das Aus der Gewürzmühle verantwortlich sein.

  2. #2 | Klaus sagt am 26. November 2013 um 16:38 Uhr

    Aldi übt weniger Preisdruck aus als die Konkurrenten im Einzelhandel. Warum Aldi da so einen unberechtigten Ruf bei Branchenfremden hat, ist mir schleierhaft, Tengelmann und Konsorten sind weitaus dreister.

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