15

Das Sankt-Florian-Prinzip hilft leider nicht gegen die 4. Corona-Welle

Zugegeben, es sind extrem komplizierte Zeiten, die wir gerade durchmachen. Die Politik der vergangenen Monate hat entscheidend mit dazu beigetragen, dass es hierzulande leider gerade ungewollt hektisch und teilweise sogar sehr aggressiv zugeht.

Neue, harte Schutzmaßnahmen gegen die 4. Corona-Welle wurden auf der politischen Ebene jetzt endlich beschlossen. In den Augen vieler geschah dies deutlich zu spät. Zudem sind es Maßnahmen, die fast überall für viel Unfrieden und Unverständnis sorgen.

Egal mit wem man in diesen Tagen über die aktuelle Situation spricht, jeder scheint irgendwie sauer und unzufrieden zu sein. Weihnachtsmärkte auf oder zu? Geschäfte zu, oder doch mit 2G(+) weiterhin offenhalten? Hotels auf, oder zu? Urlaubsreisen ermöglichen, oder doch besser darauf verzichten? Bundesligaspiele mit, oder ohne Fans? Und wenn doch mit, mit wie vielen denn dann bitteschön genau?

Die Liste der offenen und emotional diskutierten Fragen ist schier endlos. Und doch eint fast alle Befragten in ihren Antworten die Aussage „Ausgerechnet wir? Aber wir sind doch kein Treiber der Pandemie, wir haben gute Hygienekonzepte und gehen verantwortlich damit um. Deshalb müssen wir auch nicht stärker eingeschränkt, kontrolliert oder gar gänzlich ‚dichtgemacht‘ werden. Unsere Branche hat schon genug gelitten und das Ganze ist so ohnehin völlig ungerecht.“

Und tatsächlich kann man den Argumenten in vielen Fällen sogar folgen. Häufig erscheint es übertrieben, was den Branchenvertretern und ihren Kunden da gerade zugemutet wird. Die Entscheider auf politischer Ebene stehen in diesen Fragen vor einer Aufgabe, die schlicht nicht  zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann.

Denn eines ist doch wohl klar: Die Lage in unserem Gesundheitssystem ist bedrohlich. Und das auch nicht erst seit gestern. Die Zahlen der Intensivpatienten steigen, jeden Tag sterben zu viele Menschen an Covid-19.

Das dringend etwas getan werden muss, sollte also jedem klar sein.

Über die Frage des Was oder Wann und des Wie viel kann man, wie fast immer, trefflich streiten. Nur fehlt uns dazu aktuell schlicht die Zeit. Dass solche Fragen nicht in der vergleichsweise entspannten Sommerzeit entschiedener debattiert wurden mag man dieser Tage bereuen, nur hilft uns auch das in diesen Tagen gerade nicht weiter. Es ist schlicht zu spät für solche Gedanken, jetzt muss gehandelt werden. Und das wird es ja auch gerade. Wenn auch in fast aller Augen zu spät und vielleicht noch immer nicht entschlossen genug.

Wie unser ‚Tanker‘, von dem Professor Lothar Wieler, der Chef des vielkritisierten Robert Koch-Instituts kürzlich in einer Veranstaltung der Bundespressekonferenz so bildhaft sprach, noch um den sich vor uns auftürmenden Eisberg der 4. Welle herumkommen wird, oder aber ob wir am Ende doch frontal dagegen fahren werden, das wird sich ausgerechnet in der sonst so umtriebigen Adventszeit treiben.

Jetzt noch darüber zu lamentieren, welche Branche wie sehr zum Pandemiegeschehen beiträgt, hilft in keinem Fall. Das alte Sankt-Florian-Prinzip und das dazugehörige Motto „Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus, zünd’ and’re an!“ ist sogar kontraproduktiv. Da hilft alles Jammern nichts, bedarf es gerade keiner Schuldzuweisungen und großer Analysen der Versäumnisse der Vergangenheit.

Jetzt muss es für uns alle erst einmal heißen: Arsch zusammenkneifen und da irgendwie bestmöglich durchkommen. Egoismus ist aktuell nicht angesagt!

RuhrBarone-Logo

15 Kommentare zu “Das Sankt-Florian-Prinzip hilft leider nicht gegen die 4. Corona-Welle

  • #1
    Stefan Maier

    Die Menschen müssen sich klar machen, dass das Virus nicht verschwindet – auch wenn man noch mehr Menschen ein- und aussperrt oder sie als angeblichen Treiber brandmarkt.

    Am besten fängt jeder bei sich selbst an. Es ist tatsächlich massiv egoistisch, wenn aktuell Menschen in Cafes, Bars und Lokale gehen nur um dort ihren Spaß zu haben, weil sie denken irgendein Impfstempel im Ausweis würde sie von Solidarität oder Eigenverantwortung befeien oder das Virus abhalten.

  • #2
    Manni

    "Dass solche Fragen nicht in der vergleichsweise entspannten Sommerzeit entschiedener debattiert wurden mag man dieser Tage bereuen, nur hilft uns auch das in diesen Tagen gerade nicht weiter. Es ist schlicht zu spät für solche Gedanken, jetzt muss gehandelt werden."

    Ein ‘Schwamm drüber’ hilft auch nicht weiter, genauso wenig wie fortlaufender Aktionismus. Von den Grippewellen ist bekannt, dass die Anzahl der Erkrankungen im Winter stark ansteigen. Das hat man 2020 ignoriert und musste in den Lockdown. Und es wurde im Sommer 2021 ignoriert, weil Urlaubsreisen und Wahlkampf wichtiger waren.
    Natürlich muss jetzt aufgrund der Versäumnisse und Schlamperei etwas getan werden.
    Trotzdem ist völlig klar, dass der nächste Sommer kommt. Dann muss über eine Strategie gesprochen werden und vorbereitende Maßnahmen müssen umgesetzt werden
    Sonst wiederholt sich das Hamsterrad auch 2023 wieder.

  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Manni: Von ‘Schwamm drüber’ habe ich nichts gesagt. Es hilft jetzt nur nicht darüber erst noch lange zu debattieren, bevor dann irgendwann mal gehandelt wird. Erst handeln, dann aufarbeiten, wenn man die Zeit bzw. Gelegenheit hat.

  • #4
    Susanne Scheidle

    @ Stefan Maier
    Ganz recht, das Virus wird bleiben, das geht nicht mehr weg. Deshalb ist der einzige Weg raus aus der Pandemie die Impfung.
    Am besten fängt jeder bei sich selbst an! Es ist tatsächlich massiv egoistisch, sich nicht impfen zu lassen, obwohl man das könnte.
    Es hilft nämlich überhaupt nicht, die Tatsachen zu verdrehen und die Geimpften als Treiber der Pandemie hinzustellen, weil sie angeblich High Life feiern und die armen Ungeimpften anstecken – auch wenn diese Version gerade sehr in Mode kommt, vor allem unter Ungeimpften – die gerade massenweise die Intensivstationen fluten.
    In dieser Situation mit dem Finger auf Geimpfte zu zeigen und ausgerechnet an diese Adresse gute Ratschläge zu erteilen ist an Dreistigkeit wirklich kaum zu überbieten…

  • #5
    Stefan Meyer

    @Susanne:
    Im Gegenteil – da das Virus nicht weggeht, egal wie hart die Maßnahmen sind, sollte man sich auf das konzentrieren, was man vermeiden und beeinflussen kann:
    zu starke Grundrechtseinschränkungen, eine bleibende Spaltung der Gesellschaft, Zugangskontrollen durch Zertfikate, Schaden durch Auswirkungen der Maßnahmen, Vermeiden von Schulschließung etc.

    Jeder kann eigenverantwortlich – ja, das geht ganz ohne Staat – etwas zum Kampf gegen die Pandemie beitragen, das ist unabhängig vom Impfstatus. Der vollkommen egoistische und unsolidarische Geimpfte, der in der aktuellen Situation (!) High-Life feiern geht wie verrückt, Ansteckungspotential und Superspreading-Events schafft, obwohl das RKI fleht und bittet freiwillige Kontakte zu beschränken, genauso wie jemand der nicht auf Aha-Regeln achtet, keine oder erst eine Impfung hat. Dem Virus ist es zunächst nämlich völlig egal, was der Barcode auf dem Handy bzgl. des Impfstatus sagt. Richtig ist letztlich tatsächlich, dass jeder Mensch individuell ist, den "Geimpften" oder die "Ungeimpften" gibt es nicht – daher ist diese herangehensweise weder sachdienlich oder notwendig. Und es liegen ja im übrigen hauptsächluch Ü70 + Vorerkrankte auf den Intensivstationen, das hat garnichts mit dem Impfstatus zu tun – diese Personen sollte man auch schützen.

    Es ist eine Pandemie, die geht uns alle an. Gerade der vollkommene Tunnelblick auf die angeblich einzige, allerlösende, alternativelose Impfpflicht (nachdem vorher schon das Impfangebot die alternativlose Lösung war, danach der Booster) ist doch gefährtlich – es ist immer eine Kombination aus mehreren Dingen (und ja, für eine Bekämpfung des Virus sind harte oder immere härtere Einschränkungen eben nicht der einzige Weg ). Mit einer Impfpflicht aus dem Sommer 2021 stünden wir ja jetzt ähnlich schlecht da: es stünde zwar Impfquote 100% auf dem Zettel und man wäre glücklich die bösen Ungeimpften geimpft zu haben, es wären aber genau die 4-6 Monate vergangen, wo die Vakzine die ausreichende Wirkung verlieren. Dann stünden wir jetzt im Herbst und Winter da, und müssten 80 Mio nachboostern, die Krankenhäuser wären auch voll. Es ist doch dreist, wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, nur weil man meint, man müsste keine Verantwortung und Solidarität mehr übernehmen, nur weil man einen, zwei, oder drei Piekse hat, nicht hat oder nicht hat.

  • #6
    Stefan Meyer

    @Robin:
    Ich gebe Ihnen Recht:
    auf der einen Seite muss man natürlich handeln, statt Arbeitskreise zu bilden, zu lamentieren, Talkshow-Debatten zu führen, Kompromisse zu machen, diese, jene und wieder andere Interessenvertreter und Organisationen anzuhören (die widerrum für sich selbst kein Infektionsgeschehen bejahen oder einsehen),
    auf der anderen Seite hilft ein aktionistisches Handeln, ein Holzhammer der sich anbietet und der Bevölkerung gut zu verkaufen ist, populistische Sündenbocktheorien (die Ischgl-Touristen, die Skifahrer, die Saisonarbeiter, die Urlauber, die Fleischverarbeiter, die Ungeimpften, jetzt die Ungeboosterten) oder Maßnahmen die nur dem guten Gefühl dienen (mehr Strafen, mehr Kontrollen, mehr Gesetzestexte, noch eine App), mittel- und langfristig wenig.

    Politik sollte sich selbst hinterfragen, den eingeschlagenen Weg ständig überprüfen und natürlich auch einmal mal zugestehen, wenn unklar ist, ob diese jene oder solche Lösung oder Maßnahme erfolgreich war oder sicher erfolgreich sein wird.

    Keine der Lösungen im europäischen Raum war aus epidemiologischer Sicht nachhaltig erfolgreich – in Maßnahme- und Verbotsländern wie Deutschland oder Österreich nicht, in Ländern mit freiheitlichen Regelungen wie Dänemark oder Großbritannien ebenfalls nicht. Die angesprochenen Schäden durch Maßnahmen unterscheiden sich jedoch erheblich.

    Der laute (immer sehr einfache) Schrei nach dem Staat, der alles regeln, am besten verbieten und schließen soll, greift meiner Meinung nach zu kurz und ist, angesichts des Stärkeverhältnisses Virus – Staat, zu naiv.

  • #7
    Manni

    @Robin:"Erst handeln, dann aufarbeiten"

    D’accord. Vor allem, da bereits Patienten wegen fehlender Beten verlegt werden müssen. Und weil die Labore gar nicht mehr alle Tests bearbeiten, und die Gesundheitsämter schon gar nicht mehr mit den Meldungen nachkommen.
    Ich erwarte allerdings im Frühling die Freedom Day – Party anstatt Aufarbeitung und Vorbereitung.
    Hoffen wir, dass Scholz nicht so beharrlich aussitzt wie Merkel

  • #8
    Susanne Scheidle

    @ Stefan Meyer (oder Maier? Sie sollten sich da schon entscheiden…)

    Das Durchschnittsalter auf den Intensivstationen ist inzwischen so um die 50. Und jeder Artz/Pfleger auf der Intensivstation bestätigt, dass 80-90 % von denen Ungeimpfte sind. Richtig ist, dass die Impfdurchbrücke, die eine Intensivbehandlung brauchen, mehrheitlich 70+ und/oder vorerkrankt sind, das ist ein nicht ganz so unwichtiger Unterschied.
    Ich weiß nicht, welche Geimpften Sie so kennen – diejenigen, die ich kenne feiern nicht High-Life, die freuen sich, Freunde wieder sehen zu können – und nicht mehr mit einem quasi-Berufsverbot belegt sind, sofern sie z. b. Künstler sind. Ich war jedenfalls sehr froh, dass von üblicherweise 10 Kunstmessen im Jahr immerhin 2 stattfinden konnten (zu der Zeit noch mit 3G) – übrigens mit Maske und Abstand obwohl zumindest von den Ausstellern fast alle geimpft waren!
    DAs ist jetzt dank des unkontrollierten Infektionsgeschehens und den überfüllten Intensivstationen leider nicht mehr möglich…

    Aber wie auch immer: Wer mit G2 tatsächlich feiert kann sich anstecken, bon, aber er landet nur sehr, sehr selten auf der Intensivstation.

    Wenn im Sommer bereits alle geimpft worden wären, könnte man sich jetzt vergleichsweise entspannt ums Boostern kümmern, anstatt vor der Situation zu stehen, dass die Impfzentren geschlossen wurden wegen der stagnierenden Nachfrage, und jetzt einige dringend ihren Booster brauchen und notgedrungen mit denen konkurrieren müssen, die sich auf einmal doch überlegen, sich Impfen zu lassen, weil das Leben als Ungeimpfte:r langsam ungemütlich wird.

  • #9
    Stefan Meyer

    @Susanne:

    Danke für Ihre Meinung. Die unterschiedlichen Einschätzungen zeigen ja, dass es die eine, beste und einzige Lösung zur Bewältigung eben nicht, sonst hätte man diese ja längst nutzen und angehen können. Irgendwelche Prozent-Diskussionen möchte ich nicht führen – jeder, der auf der Intensivstation landet, ist einer zuviel – da der Impfschutz leider so schnell nachlässt, stehen wir leider bald wieder bei 50/50.

    Da haben wir tatsächlich unterschiedliche Beobachtungen gemacht – ich habe persönlich viele Geimpfte kennengelernt, die sich nach dem "kleinen Pieks" verhalten haben wie der Elefant im Porzelanladen, "Ich hab jetzt meine Schuldigkeit getan: Nach mir die Sintflut! Was interessieren mich Kontaktregeln & Co". Die sehen den Barcode als Freifahrtschein, und haben sich auch nur impfen lassen, um in die Clubs zu können. Dabei geht es doch grade um Solidarität, auch eigenverantwortliche Rücksicht. Zwei von denen sind jedes Wochenende unterwegs, als ich fragte warum sie sich nicht testen lassen (obwohl nur ein kleiner Abstrich und kostenlos möglich) kam zurück: Wir müssen nichts mehr tun, aussderdem ist es viel zu nervig mit dem Termin für den Test und man muss da auch noch hinkommen. Und dann liest mit einer Woche später von Superspreading-Events in irgendwelchen Clubs – eben weil vollkommen egoistisch gefeiert wurde, sogar auf Tests wurde verzichtet, weil zu anstrengend. Die ungeimpften Freunde hingegen verzichten schon seit etlicher Zeit auf Veranstaltungen (bzw. können ohnehin nicht teilnehmen), machen Homeoffice, lassen sich testen, schützen sich und verzichten auf unnötige Kontakte.

    Während wir uns also ständig echauffiert, Sündenböcke gesucht, über Strafen oder Kontrollen diskutiert haben oder unsinnige Diskussionen über Pseudo-Maßnahmen wie 1/2/3G Plus oder Minus geführt haben, vergaßen wir den Schutz derer, die jetzt eben auf den Intenstivstationen liegen – eben der bekannten Pandemie der Alten und Vorerkrankten. Sonst hätten wir die ganze Situation ja nicht. Ebenfalls nicht, hätten die Politik nicht Anlass zum Abbau der Intensivbetten gegeben, die uns jetzt dringend fehlen. Aber gemeinsam Voraus zu schauen, ist jetzt am wichtigsten.

  • #10
    Susanne Scheidle

    @ Stefan

    Es tut mir leid, aber ich muss Ihnen noch einmal widersprechen. Es handelt sich eben nicht um eine "Pandemie der Alten und Vorerkrankten". Es handelt sich auch nicht um eine "Pandemie der Ungeimpften" – es handelt sich um eine Überlastung des Gesundheitssystems durch die Ungeimpften.
    Und genau aus diesem Grund sind jetzt wieder Maßnahmen bzw. Einschränkungen nötig.
    Hier im Blog werden im Ruhrpilot regelmäßig Interviews der FAZ mit Dr. Cihan Çelik, Lungenarzt am Klinikum Darmstadt verlinkt, die sehr lesenswert sind. Es gibt absolut keinen Grund anzunehmen, dass dieser Arzt dummes Zeug redet oder Dinge falsch darstellt. Und er berichtet, dass ca. 90% seiner Intensivpatienten nicht geimpft sind – und die meisten das bitterlich bereuen. Allerdings mehren sich auch die Fälle derer, die noch auf dem Intensivbett leugnen, dass es das Virus überhaupt gibt…

    Dass es Impfdurchbrüche geben würde, war von Anfang an bekannt und wurde auch so kommuniziert. Und jetzt muss ich leider doch nochmal mit Prozenten kommen. Es sind nicht 50/50 auf der Intensivstation, sondern – lt. dem letzten Wochenbericht des RKI den ich gesehen habe – unter den HOSPITALISIERTEN Patienten Ü60 42% geimpft. Das hört sich erstmal nach viel an, aber in dieser Altersgruppe sind 85% geimpft – das bedeutet im Umkehrschluss, dass 58% der Fälle von den 15% Ungeimpften verursacht werden! Das sieht dann schon etwas anders aus.

    Dass die Impfung durchaus wirkt sieht man ja auch, wenn man die Impfquote in den verschiedenen Ländern mit der Inzidenz abgleicht – die Länder mit den niedrigsten Impfquoten haben die höchste Inzidenz, die Krankenhäuser sind überlastet und Patienten werden in andere Bundesländer ausgeflogen. Hier in NRW ist die Lage ja noch immer nicht ganz so bedrohlich wie in Sachsen oder Thüringen.

    Und ein Weiteres ist doch bedenkenswert: Wissenschaftler streiten sich über alles mögliche, das müssen sie auch, so geht Wissenschaft. Aber in einem Fall sind sich anscheinend alle auffallend einig: Dass nur Impfen aus der Pandemie heraus hilft.

  • Pingback: Ein Glückwunsch an den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach! | Ruhrbarone

  • #12
    Arnold Voss

    @ Susanne Scheidle # 10

    "Dass die Impfung durchaus wirkt sieht man ja auch, wenn man die Impfquote in den verschiedenen Ländern mit der Inzidenz abgleicht – die Länder mit den niedrigsten Impfquoten haben die höchste Inzidenz, die Krankenhäuser sind überlastet und Patienten werden in andere Bundesländer ausgeflogen. "

    "Bisher bleibt in Schweden die vierte Welle aus. Die Inzidenz liegt mit 131 deutlich niedriger als in Deutschland und die Lage in den Krankenhäusern ist entspannt. Ende September hob das Land fast alle Coronamaßnahmen auf. Dabei ist die Quote der vollständig Geimpften in Schweden mit 69,3 Prozent nur unwesentlich höher als in Deutschland (68,9 Prozent). "

    Aus dem heutigen Steingart Morning Briefing.

    Und bitte schreiben sie mir nicht als Antwort, dass die Schweden aber am Beginn der Pandemie ein viel höhere Todesrate pro Einwohner hatten als Deutschland. Es geht hier um die sogenannte 5 Welle und um ihren Hinweis auf das Verhältnis von Impfquote zur Inzidenz und zur Hospitalisierung, die eben nicht für alle Länder so gilt, wie sie es hier behaupten.

  • #13
    Arnold Voss

    @ Susanne Scheidler
    P-S. Sorry, es sollte natürlich im letzten Abschnitt 4te Welle heißen.

  • #14
    Susanne Scheidle

    @ Arnold Voss

    Vielleicht war das mit der 5. Welle ja ein Freud’scher Versprecher?
    Die 5. Welle bekommen wir nämlich, wenn nicht genug Leute geimpft sind.
    Für die 4. Welle hilft vermehrtes Impfen nicht mehr, ist zu spät dafür. Wir werden die drücken durch harte Maßnahmen, und es ist noch nicht ganz raus, ob die am Ende auch für Geimpfte gelten werden, wenn das nicht schnell genug geht. Same procedure as last year.
    Die Zahlen werden irgendwann wieder runter gehen, es wird nach Lockerungen gerufen, die Restaurants, Bars und Kinos die noch nicht pleite sind werden öffnen, Herr Kubicki wird markig den "Freedom Day" verlangen – Virologen, Epidemiologen und Statistiker werden mahnen, sich den Mund fusselig reden, und am Ende recht behalten! Die Infektionszahlen werden wieder steigen.
    Dann hätten wir Same procedure as every year… und das will ja wohl keiner!

    Aber es geschehen ja noch Zeichen und Wunder, wie man hört läuft die Impfkampagne wieder an… allerdings wohl nicht in den Ländern, die besonders betroffen sind, dort macht man lieber Fackelmärsche.

    Aber vielleicht ist die Impfquote (die übrigens in Sachsen so um die 50% liegt und in Thüringen nur unwesentlich höher, so viel zum Lieblingsvergleich aller Zweifler: Schweden) ja völlig unerheblich .
    Vielleicht sind einfach mal wieder zu viele Hexen rund um den Blocksberg unterwegs!

  • #15
    Walter Stach

    Susanne Scheidle -14-

    Und die Schweden, also die, die immer noch leben…..

    Lt. Newsblock covid 19 bei t-online -7.1. um 18.28- verschärfen "die " Schweden ihre Maßnahmen im Kampf gegen Covid 19, und die Ministerpräsidentin und die Gesundheitsministerin betonen erneut, daß das Impfen das Wichtigste ist im Kampf gegen covid-19.

    Das schien mir zu Schweden erwähnenswert.

    Bezüglich der radikalen Gegnern aller Maßnahmen gegen Covid 19 in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, insbesondere gegen das Impfen, gibt es nichts erwähnenswert Neues.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.