
Die Europäische Union steht wegen des verpatzten Starts der Impfkampagne in der Kritik. Wer an die europäische Idee glaubt, sollte ihr jetzt nicht mit schwachen Argumenten und falschen Behauptungen beispringen.
Innerhalb der Europäischen Union gilt das Subsidaritätsprinzip. Höherer Ebenen sollen nur aktiv werden, wenn sie eine Aufgabe besser erledigen können als untere Ebene. Ist eine Stadt überfordert, muss das Bundesland handeln, kommen die Bundesländer an ihre Grenzen, springt der Staat ein, schaffen es die Staat nicht, muss die Europäische Union aktiv werden. Dass die Europäische Union für ihre über 400 Millionen Bürger den Impfstoff zentral einkauft, war also erst einmal eine gute Idee: 400 Millionen Bürger sind 400 Millionen Kunden, ein gewaltiges Einkaufsvolumen, mit dem mag gut handeln kann, wenn es um Lieferzeitunkte und Mengen geht. So hätte auch dafür gesorgt werden können, dass die kleineren Länder der Union frühzeitig und schnell mit Impfstoff versorgt werden und das zu besseren Preisen, als wenn sie sich alleine auf den großen Impfstoffbasar begeben hätten.



