Online fallen die Masken – und es ist nicht schön, was wir zu sehen bekommen

Social Media holt aus den Menschen nicht unbedingt ihre besten Seiten heraus. Grafik: DALL-E
Social Media holt aus den Menschen nicht unbedingt ihre besten Seiten heraus. Grafik: DALL-E

Es gibt diesen alten Satz, halb spöttisch, halb resigniert: „Zivilisation ist nur eine dünne Schicht Firnis.“ Wer jemals die Kommentarspalten unter einem Online-Zeitungsartikel gelesen hat oder einen Shitstorm verfolgt, weiß: dünner, als wir dachten. Social Media hat uns nicht ehrlicher gemacht, es hat uns enthemmt.

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Spannungsfall: Hat sich Deutschland wehrlos gewählt?

Roderich Kiesewetter Foto: Büro Kiesewetter Lizenz: CC BY-SA 4.0


Es gibt gute Gründe, jetzt oder in naher Zukunft den Spannungsfall auszurufen. Doch ob es die dafür notwendige Zweidrittelmehrheit im Bundestag gibt, ist zweifelhaft. Deutschland hat sich wehrlos gewählt.

Im Handelsblatt hat der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter die Ausrufung des Spannungsfalls gefordert. Kiesewetter ist der Ansicht, dass die Überflüge russischer Drohnen das „Schlachtfeld vorbereiten“ und Angst in der Bevölkerung auslösen sollen. Kiesewetters Forderung macht Sinn und müsste angesichts der russischen Eskalation ohnehin in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Nur was ist der

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Gaza: Linke schreien, Trump handelt

Gaza ohne Hamas – Trumps Ziel. Foto Dana Bondarenko / Sergey Gavrilov cc 3.0

Zehntausende demonstrierten am Wochenende gegen Israel und für eine Ende des Gazakriegs. Der ihnen verhasste US-Präsident legt derweil ein Plan vor, der ihn tatsächlich stoppen könnte und eine Friedensperspektive aufzeigt. Er hat alle Unterstützung verdient.

Donald Trump ist immer für eine Überraschung gut. Manchmal sogar eine positive. Nach einem Treffen mit Israels Premier Netanjahu breitete er in Washington seinen 21-Punkte-Plan für einen Frieden in Gaza aus, der im Gegensatz zu seiner zynischen „Riviera“-Idee realistisch ist und eine Zukunftsaussicht für die Menschen dort beinhaltet – ohne Hamas. Die wird höchstwahrscheinlich anders als Israel nicht zustimmen. Aber das Gute an dem Plan: Er geht auch ohne sie, auch wenn die Kämpfe dann noch eine Weile weitergehen dürften.

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In Bochum wählen sie noch den Besenstiel, wenn er rot ist

Jörg Lukat (SPD) Gemeinsamer OB-Kandidat von SPD und Grünen für Bochum Foto: Laurin

Lange Zeit galt im Ruhrgebiet der Spruch, dass auch ein Besenstiel gewählt wird, wenn er rot ist. Die Erfolge von CDU-Oberbürgermeisterkandidaten in den vergangenen Jahrzehnten in Essen, Duisburg, Gelsenkirchen und nun Dortmund sind Beispiele dafür, dass diese Zeiten lange vorbei sind. Nur in Bochum gilt noch die Besenstiel-Regel: Jörg Lukat, der

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Noch gelang es, die AfD klein zu halten

Sören Link, SPD (Foto: Peter Ansmann)
Sören Link, SPD (Foto: Peter Ansmann)


Wenn es manchmal heißt, jede Stimme zählt, dann klingt das immer etwas klischeehaft, aber bei den OB-Stichwahlen zeigte Mülheim, dass es eben doch stimmt: Mit hauchdünnen 50,07 Prozent schaffte die SPD-Kandidatin Nadia Khalaf eine Sensation und entthronte Oberbürgermeister Marc Buchholz (CDU). Sieht man ab von diesem Herzschlag-Finale, waren die meisten OB-Stichwahlen am Ende eine klare Sache, vor allem wenn AfD-Kandidaten im Spiel waren.

Weder in Gelsenkirchen noch in Hagen und schon gar nicht in Duisburg hatte die AfD eine Chance, wenngleich ein Drittel der Stimmen in Gelsenkirchen oder fast

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Dortmund: SPD-Infarkt in der Herzkammer

Alexander Kalouti (CDU), der neue Dortmunder Oberbürgermeister Foto: PR Lizenz: Copyright

„Herzkammer der Sozialdemokratie“ hat die SPD-Legende Herbert Wehner Dortmund einmal genannt. Das ist endgültig vorbei: In der Stichwahl hat sich Alexander Kalouti (CDU) gegen Amtsinhaber Thomas Westphal (SPD) durchgesetzt. Er wird der erste CDU-Oberbürgermeister Dortmunds; seit 1946 stellte die SPD das Stadtoberhaupt.

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