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Die Rechte: Trotz offenem Antisemitismus, Hitler und Nazi-Mumie immer weniger Anhänger

Die Rechte-Funktionär Michael Brück hält vor Anhängern in Duisburg eine Rede Foto: Jennifer Marken.

Für Nazi-Partei „Die Rechte“ läuft es nicht gut: Nur 80 ihrer Anhänger liefen auf einer Aufmarsch am 20. April, Hitlers Geburtstag, durch Wuppertal. Gerade einmal gut 200 gestern am 1. Mai auf einer Demo durch Duisburg. Die Zeiten, in denen die Nazis in Dortmund innerhalb von ein paar Stunden 150 ihrer Anhänger mobilisieren konnten, sind lange vorbei.

Ob Hitler-Verehrung, offen antisemitische Parolen oder der Kult um die inhaftierte 91jährige Holocaust-Leugnerin und Nazi-Mumie Ursula Haverbeck als Spitzenkandidatin – nichts zieht in diesem Europawahlkampf. 

Das in zahlreichen Videos zelebrierte Outing des damaligen Nazi-Aktivisten Joel H.  im vergangenen Sommer in Hamm könnte ebenso dazu beigetragen haben, wie die immer besser greifenden Maßnahmen des Staates. Nicht jeder mag im Knast enden oder ohne jede beruflich Aussicht ein gescheitertes Leben führen wie Sascha Krolzig, der zeitweise als Trauerredner aktiv war. Zumal ein Blick auf Sigfried „SS-Siggi“ Borchardt jedem klar macht, wie es enden wird: Als vom Staat abhängiger Almosenempfänger.  Und auch die kuscheligen Nazi-WGs in Dorstfeld sind sicher nicht jedermanns Sache.

Dazu kommt die Konkurrenz durch die AfD: Wer rechtsradikal ist und kein Leben als Penner führen will, hat bei der AfD und ihrer Jugendorganisation durchaus eine Chance auf Karriere und Auskommen, wenn er sich in der Öffentlichkeit ein wenig zurückhält.

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