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Dortmund: Der BVB schießt sich den Hummels-Frust überzeugend von der Seele!

Mats Hummels. Foto: Robin Patzwaldt

Mats Hummels. Foto: Robin Patzwaldt

Wow, was für ein bemerkenswerter Nachmittag im ‘Westfalenstadion’ zu Dortmund! Die Stimmung unter den Fans war vor dem Spiel des BVB gegen den scheidenden Vizemeister aus Wolfsburg mehr als aufgewühlt.

Nachdem Kapitän Mats Hummels in dieser Woche ganz offiziell bestätigte, dass er den Club in diesem Sommer ausgerechnet in Richtung des ärgsten nationalen Konkurrenten der Dortmunder, dem FC Bayern München, verlassen möchte, diskutierte man unter den Schwarzgelben eigentlich zuletzt nur noch über die Personalie Mats Hummels.

Das Match gegen die Wolfsburger heute, geriet da nicht nur urplötzlich zum Randthema, es war praktisch gar keines mehr. In einem Spiel in dem es inzwischen, nachdem den Dortmundern der zweite Platz in der Tabelle nicht mehr zu nehmen ist, es somit sportlich nicht mehr um viel ging mag das zwar grundsätzlich auch nachvollziehbar, da ‚ungefährlich‘ sein. Trotzdem ist es natürlich grundsätzlich sehr schade, dass viele Fans Hummels heute gerade auch bei Spielbeginn diesen bei jedem Ballkontakt recht lautstark mit Pfiffen begleiteten.

Eine unschöne, ja sogar kontraproduktive Aktion, gefährdet solch ein Verhalten auf den Rängen doch grundsätzlich den übergeordneten Vereinserfolg. Und schließlich hat Thomas Tuchel mit dieser Mannschaft in dieser Saison doch noch so einiges vor, steht für die Westfalen ja u.a. auch noch das Pokalendspiel gegen den FC Bayern, mit Mats Hummels im Dortmunder Trikot wohlgemerkt, ins Haus.

Bringt man mit gezielten Aktionen gegen eigene Führungsspieler das gesamte Team leichtfertig selber aus dem Tritt, was ja durch solche ungewöhnlichen Aktionen grundsätzlich immer möglich ist, man würde sich seitens der Fans letztendlich doch auch selber bestrafen. Vielen auf den Rängen schienen sich dessen aber irgendwie nicht klar zu sein.

Hummels ließ sich von der ungewohnten Situation jedoch zum Glück nicht verunsichern, überzeugte mit einer nahezu perfekten Passquote, gerade auch zu Spielbeginn.

Und der restliche BVB? Er spielte trotz der Unruhe im Umfeld von Beginn an wie aus einem Guss. Bereits nach 10 Minuten führte die Borussia durch Tore von Shinji Kagawa und Adrian Ramos mit 2:0. Die Situation auf den Rängen wandelte sich entsprechend.

Je länger das Spiel dauerte, je mehr freuten sich auch die Fans über die gezeigten Leistungen ihrer Schwarzgelben. Mats Hummels wurde nach und nach zum Randthema, das Spiel stand endlich im Mittelpunkt.

Der BVB stellte dann im zweiten Durchgang durch zweimal P.-E. Aubameyang und Marco Reus auf sage und schreibe 5:0! Das Westfalenstadion glich da längst einem Tollhaus.

Der Ehrentreffer der Wolfsburger Gäste durch Andre Schürrle, rund fünf Minuten vor Schluss, mit dem ersten Torschuss der Gäste im zweiten Durchgang überhaupt, konnte die Stimmung im Lager der Schwarzgelben dann auch nicht mehr trüben. Ein Schönheitsfehler, der aus Sicht der Gastgeber gut zu verkraften war.

Die Elf von Thomas Tuchel besiegte die ‚Wölfe‘ so am Ende überraschend deutlich mit 5:1, konnte durch eine sportlich mehr als ansprechende Leistung das Thema Hummels dann auch hoffentlich erfolgreich wieder ein Stück weit zur Seite schieben, auch wenn bei Spielende wieder einige Unverbesserliche auf der Südtribüne wütend in Richtung des Mannschaftskapitäns reagierten, als das Team sich bei den Fans auf der Südtribüne bedankte. Hummels blieb jedoch zumindest äußerlich scheinbar gelassen. Gut so!

Wahrlich bemerkenswert, wie stabil die Elf unter der Regie von Coach Thomas Tuchel zuletzt geworden ist. Spätestens durch Leistungen wie die heutige muss einem um die Zukunft des BVB nicht bange sein, auch wenn der ein oder andere Führungsspieler im Sommer gehen wird. Das gesamte Team hat heute eindrucksvoll bewiesen, dass es in Gänze auf einem sehr, sehr guten Wege ist! Herzlichen Glückwunsch! Einige Fans allerdings sollten sich heute Abend einmal kräftig hinterfragen…

 

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28 Kommentare zu “Dortmund: Der BVB schießt sich den Hummels-Frust überzeugend von der Seele!

  • #1
    Klaus Lohmann

    Mal unsere Leistung beiseite – es ist erschreckend, welchen Niedergang z.Zt. die VW-Profis durchmachen. Letztes Jahr Zweiter der Meisterschaft, ChampionsLeague, aber jetzt werden sie durch die internationalen Ränge Spiel für Spiel weiter nach unten durchgereicht und haben evt. sogar noch Glück, dass die Saison in zwei Spieltagen vorbei ist.

    Liegt’s an Hecking oder an den drohenden finanziellen "Daumenschrauben" durch VW? Wäre Hecking wer für den S04???

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Und bei aller Freude über den überraschend klaren BVB-Erfolg heute, die Wolfsburger waren, obwohl völlig ohne Druck aufspielend eines der schwächsten Teams, die ich in Dortmund in dieser Saison gesehen habe. Keinen Bock gehabt? Da kann man aus BVB-Sicht echt froh sein, dass die Tuchel-Elf, vergleichsweise top eingestellt war und so locker gewonnen hat. Ich hatte eigentlich ein 1: 1 getippt im Vorfeld….

  • #3
    tanizaki

    Lieber Robin,
    mit Begeisterung lese ich all deine Kommentare zum Ballsport, da ich selbst eher wenig Einblick habe um dort qualifiziert mitreden zu können.
    In diesem Fall möchte ich aber eine Lanze brechen für die Reaktion der von Dir gescholtenen Fans.
    Am besten hat das m. M. nach "Reinoldino" aus dem Stadtanzeiger auf den Punkt gebracht.
    Deshalb zitiere ich seine Meinung mit der Überschrift "So nicht, Mats Julian !" in Gänze:
    "Mats Julian möchte also künftig lieber für die Bayern spielen. Und die BVB fans sollen das verstehen. Warum den bitte? War es nicht Hummels, der vor drei Jahren den Götze-Wechsel nach München scharf kritisiert hatte, weil ,,man sehen konnte, wie sich unser Team da entwickelt hat"?
    Und jetzt, da die Dortmunder wieder auf Augenhöhe an die Bayern herangerückt sind, macht sich der Innenverteidiger aus dem Staub. Und war es nicht jener Hummels, der ganz ausdrücklich festgestellt hat: ,,Ich muss nicht acht Meisterschaften haben am Ende meiner Karriere. Ich will lieber etwas Besonderes gemacht haben!" Und bitte Mats komm´ uns jetzt nicht mit dem Argument der familiären Nähe. Es ist doch höchstens dein gekränkter Stolz, einst von den Bayern verkannt und weggeschickt worden zu sein, den du jetzt für dein augeprägtes Ego reparieren möchtest. Und dafür lässt du den BVB und das schwarz-gelbe Projekt im Stich, das Dich groß gemacht hat und dessen Kapitän und Kopf du bist. Apropos Kapitän: Soll die Borussia im Pokalfinale gegen die Bayern tatsächlich ein Mann aufs Feld führen , der lieber beim Gegner spielen möchte? Schwer vorstellbar findet das
    Ihr Reinoldino"
    Zitat Ende
    Hinzu kommt das kurz vorm Spiel kolpotiert wurde, dass Hummels an die Bayern herangetreten ist und nicht umgekehrt.
    Und was sagte Tuchel vor dem Spiel auf die mögliche Reaktion der Fans?
    Sinngemäß, dass er damit klarkommen muß, hat er es sich doch selbst eingebrockt.
    So isses!

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @ tanizaki: Auch ich bin bitter enttäuscht von der Entscheidung von Mats Hummels. Nur muss man das ja nicht während eines Heimspiels gegen ein Mitglied der eigenen Mannschaft so äußern. Das gefährdet, wie ich schrieb, aus meiner Sicht den Erfolg der eigenen Mannschaft. Und das ist ziemlich kontraproduktiv zu dem, was diese ‘Fans’ angeblich so lieben. Man kann das ja vor und nach den Spielen ansprechen und kritisieren. Und wie auch Thomas Tuchel heute sagte, es ist ein Unterschied ob die Fans pfeifen, oder Gesänge anstimmen, die unterhalb jeder Geschmacksgrenze sind. Also, nicht das wir uns da missverstehen, sauer bin ich auch. Aber es gehört so eben auch mit zum Geschäft. Und wenn ich da heute den ‘Hass’ in den Augen einiger auf der Südtribüne da so gesehen habe, das ging mir deutlich zu weit. Im Übrigen kommen solche Fälle ja immer wieder vor. Nicht nur in Dortmund und nicht nur bei den Abwerbungsversuchen der Bayern. Die Erfahrung zeigt, die Zeit heilt da alle Wunden.

    Die Sache wer da wen gefragt hat, die haben die Beteiligten inzwischen ja auch aufgeklärt. Die Bayern haben inzwischen über Rummenigge bestätigt, dass sie Hummels angefragt hatten, und eben nicht Hummels bei den Bayern angefragt hatte….

  • #5
    tanizaki

    Mein Kommentar bezog sich auch lediglich auf die Pfiffe, da ich von dem Rest nichts mitbekommen habe. das ist zwar kontraproduktiv aber auch für die meisten das einzige Mittel was auch ankommt.
    Ich bin vor allem froh darüber, dass Hummels Spiel darunter nicht gelitten hat und sich "meine" Borussia mit einem verdienten und deutlichen Sieg belohnt hat.
    Und zur Frage wer den ersten Schritt gemacht hat: Die Vorlage hat Hummels mit dem Wunsch zu den Bayern zu gehen gegeben. Wer mit dem Teufel paktiert darf sich nicht über den Verlust seiner Seele wundern. Das wird leider nicht das letzte sein was uns bis zum Pokalfinale aufgetischt wird.

  • #6
    Klaus Lohmann

    @#5 tanizaki:

    Mal abgesehn davon, dass Mats Götze damals für dessen alle überraschenden, *abgeschlossenen* Bayern-Deal so kurz vor einem der wichtigsten Spiele in der Vereinsgeschichte kritisiert hatte (mit dem Tenor auf "vorher nie was angedeutet"), was mit seiner nun wochenlang schwelenden reinen Wechsel*absicht* nicht vergleichbar ist – bitte keine falsche Legendenbildung!

    Watzke hat heute in mehrere Mikrofone deutlich gesagt, dass ihn – der vorab lt. eigenen Worten intensiv mit Hummels diskutiert hat und somit einiges von dessen Beweggründen genau kennt – das gestrige dumpfe Gelaber von Wurst-Uli über das angebliche "Anklopfen" von Mats ziemlich erbost hat. Und sowas kann man nur dann laut ins Mikro sagen, wenn es stimmt – was ja später durch Rummenigges Geständnis und Korrektur der Hoeneß-Aussage auch bestätigt wurde.

    Wir halten also fest, dass das Interesse an einem Wechsel mindestens beiderseitiger Natur war und ist. Wer als Fan heute einem Fußballprofi diktieren möchte, niemalsnienicht über bestimmte Vereine und berufliche Veränderungen nachzudenken, sollte sich bitte still in die Kreisliga beamen und dort Folklore verbreiten, anstatt erwachsene Menschen mit Pfiffen und strafbewehrten Beleidigungen zu diskriminieren. Es gibt überreichlich andere Gründe, um Gegner und einzelne Spieler auszupfeifen und zu bepöbeln, wenn es denn der "Stimmung" für derart gepolte Fans dienen muss.

    In meinem gesamten, schwatzgelb "verstrahlten" Umfeld kenne ich Niemanden, der Hummels ernsthaft böse ist oder dessen Loyalität anzweifelt. *Das* ist die vorherrschende Fanmeinung, nicht die der 300 unterbelichteten Pfeifen heute im Stadion. Und wir sollten heutzutage nicht mehr auf das vergiftende Geschwätz eines Ex-Knackis aus München reinfallen;-)

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  • #8
    leoluca

    Das war überfällig: Borussia Dortmund hat am Montagmorgen die Konsequenzen aus den aktuellen Entwicklungen gezogen und sich vom Klub-Slogan „Echte Liebe“ verabschiedet. Auf einer außerordentlichen Sitzung entschied sich der Vorstand um BVB-Boss Hans-Joachim Watzke für den angemesseneren Leitspruch „Lass uns Freunde bleiben“. Der Mannschaftsbus wurde bereits umlackiert.

    http://mutti-der-libero.de/bvb-aendert-vereins-motto-echte-liebe/

  • #9
    Walter Stach

    leoluca

    Es ist wohl "gut so " und "sehr naheliegend ", wenn derzeit wieder einmal in diversen Kommentaren in Zusammenhang mit der "Causa Hummels" und mi Blick auf das einschlägige Fan-verhalten darüber philosophier wird – "ernsthaft", ironisch, sarkastisch, satatirisch -sh. auch Dein Betrag-, was den ein "echter Fan" ist, ob es die "echt (die wahre ) Liebe" zum Verein gibt, was sie ausmacht, wie sie sich äußern oder gar wie sie sich zu äußern hat oder wie sich sie sich auf keinen Fall zeigen darf, was "Treue zum Verein " sein soll -Treue der Spieler, Treue von Fans-.

    Mir scheint, da "unser" BVB weltweit 1oo.ooo tausende Fans hat, daß es unsinnig ist zu versuchen, einigermaßen plausibel das Fühlen, das Denken, das Handeln all dieser Individuen bezogen auf ihren BVB so zu analysieren, so zu erfassen, daß sich daraus ein allgemein akzeptables "BVB-Fan-Profil" erstellen läßt.
    Folglich ist es -zumindest -sehr problematisch, wenn der einen Fan dem anderen bescheinigt, er sei kein solcher, wenn die eine "Fan-Gruppe" -gibt es die überhaupt als geschlossene Formation?- einer anderen "fehlende BVB-Liebe" vorhält oder wenn der eine Fan dem anderen vorhält, er gehe "nicht richtig" mit Hummels, mit seinem anstehenden Wegang zum FCB um.

    Also….
    laßt uns weiter stretien über das, was "den echten Fan" ausmacht, darüber, ob es die "echte Liebe" zum BVB gibt und wie die sich zu äußern hat oder was mit ihr ganz und gar nicht zu vereinbaren ist, wer "der treueste Fan" ist -der in der Nordkurve oder der aus einem Bereich des Stadions, laßt uns unsere Gefühle über Hummels bekunden und sie austauschen bzw. miteinander "austragen", aber
    das alles sollte in der Gewißheit geschehen, daß es hier kein "richtig oder falsch" gibt, daß es bei uns allen um Gefühle geht, die in unterschiedlichem Maße von praktischer Vernunft gezügelt wird oder wegen des Gefühlsübermaßes gar nicht gezügelt werden kann.

    Ich habe meine Meinung in der Causa Hummels und zum Fan-Verhalten im Stadion -zum Verhalten der angeblich 3oo Fans in der Nordkurve und zu dem der übrigen Fans, das ist aber eben nur eine von vielen, vielen anderen und vielen, vielen gegenteiligen Meinungen:

    Wenn ich mich in Hummels "hineindenke", dann kann ich seine Gründe für einen Wechsel zum FCB nachvollziehen.

    Das ändert nichts daran, daß ich seinen Weggang sehr, sehr bedauere mich,über seinen Wegang zum FCB (!!) maßlos ärgere und folglich damit begonnen habe, kritischer auf den Charakter von Max Hummels zu blicken, ich das ohnehin schon bisher der Fall war.

    Der BVB wird m.E. auch ohne Hummels 2o16/2o17 in der Bundesliga mit großen Erfolgschancen wieder "oben mitspielen", und zwar um einen Cham.lig-Platz und in der Champ.lig auch ohne Hummels nicht untergehen.

    An der Politik des "Wegkaufen" von Spitzenspieler seitens des FCB bei "ernstzunehmender" Konkurrenz in der Bundesliga wird sich auch zukünftig nichts ändern. Und "wir Gegner des FCB" werden uns darüber weiterhin ärgern dürfen."Die besten Spieler werden weiterhin von Bayern angezogen werden wie Fliegen von einem MIsthaufen" -so endet heute einen Beitrag zum Thema Hummels/BVB/FCB in der TAZ -S.38- von Klaus Bittermann; "auf den Punkt gebracht!!!!".

    Was einige Fans aus der Nordkurve nach dem Spiel in Richtung Hummels verbal von sich gegen haben, liegt weit außerhalb des Bereiches, in dem sich für mich (!) tolerables Verhalten von Menschen anderen gegenüber zu bewegen hat -selbst gegenüber "echten" Feinden, zu dem Hummels nicht zählt.

    Wer das alles ganz anders sieht als ich, , ganz anders bewertet, dem steht das ebenso frei wie mir (als einem unter hundertausenden von BVB-Fans ).

    "Fans des BVB" sind so wie sie sind und sind extrem "verschieden". Das läßt sich nicht ändern, auch nicht durch Vorstandsbeschlüsse, durch Medienlob oder Medienschelte oder durch eine Fan-Gruppe gegenüber einer anderen. "Ett iss wie ett iss" und das "ist gut so".

  • #10
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Was da auch noch mit hinzu kommt, Walter, das ist das Alter der jeweiligen Person, denke ich. Ich selber habe auch erst im Laufe der Jahre immer mehr Gelassenheit in vielen Fragen des Fußballs entwickelt. Und dazu gehört auch die Erkenntnis, dass Spielerwechsel häufig erst sehr emotionalisieren, die Zeit aber auch dabei grundsätzlich die Wunden heilt. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass Manuel Neuer z.B. inzwischen längst als Bayern-Spieler eingestuft wird, obwohl auch das vor Jahren eben noch ganz anders war, er als Ur-Schalker galt….

  • #11
    Thomas Weigle

    Es ist doch alles nur ein Spiel, die schönste Nebensache der Welt. Hab ich jedenfalls mal irgendwo gelesen.

  • #12
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: Es ist doch in der Tat etwas herrliches, wenn man sich mal vom ‘eigenen’ Team als Fan löst, und die Entwicklungen in einer Liga insgesamt beobachtet. Mir gefällt das inzwischen fast besser als Anhänger eines einzelnen Teams zu sein. Ganz ernsthaft. Es ist wirklich die wunderbarste Nebensache der Welt für mich, wenn ich die Geschehnisse in einer solchen Liga intensiv verfolgen kann. Habe ich damals übrigens in der NHL ‘gelernt’, wo ich kein Lieblingsteam hatte, einfach von der Liga und dem Sport begeistert war, und als Deutscher ganz unvoreingenommen und wirklich ‘neutral’ auf die Liga zu schauen begann. Dann kann man sich nämlich auch wirklich freuen, wenn ein Team tolle Aufbauarbeit leistet, am Ende einen Titel gewinnt o.ä.. Mag auch ein Faktor sein, warum mir das zuletzt auch in der Buli immer besser gelingt. Aber das hier nur mal ganz am Rande erwähnt…

  • #13
    Klaus Lohmann

    „Lass uns Freunde bleiben“ – gar nicht mal so schlecht, jedenfalls kompatibel zu "11freunde.de" und Beckenbauers Franzl, äääh, Schorsch Aigner;-))

  • #14
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: Wie herrlich Fußball sein kann, das zeigt gerade das Montagsspiel Bremen vs. Stuttgart. Unglaublich unterhaltsam bisher. Da kann man als neutraler Zuschauer nur seine Freude dran haben. Sie Stuttgarter sehen das bisher naturgemäß wohl anders. 😉

  • #15
    Klaus Lohmann

    Robin, aber gleichzeitig wird ebenso "unglaublich" demonstriert, warum Bremen und Stuttgart da unten rumkrebsen – beide Abwehrreihen sind ja katastrophal und das nicht erst seit heute:(

  • #16
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Aber ‘geile’ Stimmung im Stadion, voller Einsatz aller 22 Aktiven, schon vier Tore bis zur Halbzeit. So mag ich Fußball. Und das Schönste ist: Man braucht nicht zittern, kann das Geschehen einfach auf sich wirken lassen und daran Spaß haben. Ich finde das gerade total super! 🙂

  • #17
    Klaus Lohmann

    Nee, hass schon recht, echt geiles Spielken. Und den Fischköppen gönn ich das von ganzem Herzen, wenn die Rettung noch klappt. Bremen (vor allem Bremerhaven) is geil;-)

  • #18
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Jetzt bin ich ja mal gespannt was aus Stuttgart wird, Klaus. So eine Demontage heute. Und die Fans haben das Spiel boykottiert. Könnte im Nachhinein ein großer Fehler gewesen sein. Jetzt haben die Bremer das Stadion alleine gefüllt und die Stimmung war völlig einseitig. Im Nachhinein nicht sehr clever von den VfB-Fans, auch wenn der Grund für das Fernbleiben natürlich damit nichts zu tun hatte… Bin auf die diesbezüglichen Debatten dazu im Nachgang gespannt.

  • #19
    Klaus Lohmann

    Robin, ja, "Commando Cannstatt" et. al. War da nicht Ende letzten Jahres auch was mit uns und Stuttgarter Doppelhaltern??
    http://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=commando-cannstatt-nimmt-zu-einbruch-stellung&folder=sites&site=news_detail&news_id=11472&gal_id=1095&bild_nr=1

    Aber höchstwahrscheinlich läuft so eine "Diskussion" wieder auf das gute alte "Es geht ums Prinzip!" und "Wir supporten auch in der 2. Liga!" hinaus.

  • #20
    Klaus Lohmann

    Und nur noch ein paar Minütchen bis zum "Wunder der Premier League", 2:2 Ausgleich der Blues gegen die Spurs;-)

  • #21
  • #22
    Klaus Lohmann

    Und Marc Selby wird grad auch noch Snooker-Weltmeister gegen die "gelbe Gefahr";-)))

    Weiß gar nicht, was ihr habt – so ein Couchpotatoe-Sportmontag ist doch oberklasse;-)))

  • #23
  • #24
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: "Leicester ist Meister!!!!" Das ist tatsächlich der Wahnsinn! Ein Fest für alle Fußballromantiker. Man sieht, es gibt vielleicht doch noch irgendwann die Chance die etablierte Rangfolge der Clubs aufzumischen. Zumindest einmal kurz…. Denn man kann sich vorstellen was jetzt mit dem Team passiert. Denn die Bayern Münchens dieser Welt werden die Stars von denen jetzt sicherlich ‘wegkaufen’ wollen. 😉

  • #25
    Walter Stach

    Robin -19-:
    Dein Hinweis auf das Alter ist angebracht, denn wenn ich mein heutiges Fan-Verhalten und meine heutige "Meinung" zum Verhalten anderer Fans mit dem vergleiche, wie ich mich als 2o Jähriger BVB-Fan verhalten habe, dann liegen dazwischen "Welten",

    Robin,
    sehr, sehr viele Fußball-Fans in England freuen sich mit dem Verein und den Fans aus Leicester über die Meisterschaft. Meine Tochter nebst Schwiegersohn , die in England leben, haben unter den vielen, vielen Leicesterr-Sympathisanten seit ca. einem halben Jahr regelmäßig ihre Hoffnung bekundet, daß Leicester Meister wird. Entsprechend ist die Freunde. Und die scheint mir weniger der Spielqualität von Leicester geschuldet zu sein, als dem Umstand, daß "die Großen" -ManU, ManCiti, Arsenal, Chelsea- auf der Strecke geblieben sind.

    Ja, ich denke, daß ist schon europaweit eine fußßallerische Sensation, gar nicht damit vergleichbar, daß z.B. bei uns auch Wolfsburg ‘mal deutscher Meister war.
    Und zum Stammpersonal gehört ein deutscher Profi, der in der Bundesliga nie gefragt war und in der Nationalmannschaft nicht -nicht mehr-gefragt ist. Letzteres kann ich nachvollziehen, da mit Boateng und Hummels eine "Weltklasse-Innenverteidigung" zur Verfügung steht.
    Und jetzt schreibe ich die fälligen Glückwunsch-Mails an die Verwandtschaft und Bekanntschaft in England, die allesamt Leicester die Daumen gedrückt haben.

  • #26
    Klaus Lohmann

    Wolfsburg ist sicherlich ein gutes Beispiel, aber imho weitaus passender wäre Kaiserslauterns Aufstieg und die sich direkt anschließende Meisterschaft mit "König Otto" 97/98. Claudio Rainieri wird wohl ab jetzt eine ähnliche "Heldenverehrung" zuteil werden;-)

  • #27
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Wobei Kaiserslautern ja auch keine ‘Trümmertruppe’ war damals. Der Abstieg war ein Witz damals, das Team hatte eigentlich Europapokalqualität. Das die damals abstiegen war ein schlechter Witz. Dann hielten sie den Kader weitestgehend zusammen, stiegen direkt wieder auf und wurden dann überraschend Meister. Aber die Truppe hatte schon Qualität, das war kein typischer Aufsteiger damals.

  • #28
    Walter Stach

    Robin, Klaus,
    warum ich in meinem Beitrag -25- spontan auf Wolfsburg und nicht auf Kaiserslautern gekommen bin, weiß ich nicht, jedenfalls wäre Kaiserslautern für den Vergleich mit Leicester geeigneter gewesen als Wolfsburg -hoffentlich ohne die Abstiegsparallele-.

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