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Einmal zum Mond: Sawsan Chebli

Wissenschaftliche Jahrhundertprojekte sind eine schöne Sache: Auch wenn andere Nationen ihren Erfolg feiern, ist dies doch oft ein Motor: Um andere Staaten zu motivieren schwierige Projekte anzupacken.

Die gestern von Israel unternommene Mission zum Mond, war so eine Mission, die international (mit Spannung) beobachtet wurde. Man muss den Machern dieses Projekts – dass ja erhebliche finanzielle Ressourcen verschlungen hat – zu ihrem Mut gratulieren, auch wenn es gescheitert ist.

Was daneben ist: Schadenfreude!

Was vollkommen daneben ist: Wenn eine politische Beamtin, wie Sawsan Chebli (SPD, ehemals stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes und aktuell aktiv als Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales), diesen Fehlschlag mit Häme kommentiert.

Der Vorschlag der SPD nach der Bundestagswahl 2017, Sawsan Chebli zur Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung zu machen, wurde aufgrund von Protesten zu dieser Personalie nicht realisiert:

Bei ihren Tweets, die denen von Donald Trump noch nicht ganz das Wasser reichen, kann man heuer nur froh sein, dass dieses Unterfangen gescheitert ist.

Immerhin: Im Gegensatz zu den letztlich von Bundespräsident  Steinmeier übermittelten Glückwünschen an das iranische Regime – ihr Kommentar erfolge nicht in meinem Namen…

Vielleicht sollte die SPD sich aber nicht mal nur kritisch ansehen, wen sie da in ihren Reihen duldet: Sondern auch (Stichwort: Staatsräson) handeln.

https://platform.twitter.com/widgets.js

Das Schöne am Web 2.0 und dieser ganzen Interaktivität: Die Kommentare zu ihrem Tweet zeigen, dass man mit dieser Ansicht nicht so alleine dasteht…

Für die nächste (bemannte) deutsche Mondmission…

Sawsan Chebli wäre für Deutschland definitiv eine würdige Vertreterin auf dem Mond – und könnte dort mit ihren Tweets auch weniger Schaden anrichten…

Und ja: Für ihren Genossen Ralf Stegner wäre, im bayerischen Weltraumprogamm, sicher auch noch eine Aufgabe zu finden. Dann wird’s im All auch nicht so langweilig.

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7 Kommentare zu “Einmal zum Mond: Sawsan Chebli

  • #1
    Ke

    Gut, die Mondfähre ist etwas hart gelandet. Dennoch ist das Projekt auch mit den tollen Bildern ein mutiges und auch erfolgreiches Projekt. Aber realistisch muss man sagen, dass andere Nationen schon früher mehr erreicht hatten. SU mit Crash schon 1959!!!
    Der Mond bekommt jetzt immer mehr Besucher.

    Ich war gestern während der Live Übertragung immer wieder über die Polit-Show verwirrt. Die anderen Raumfahr Nationen wirken immer so wissenschaftlich.

    Frau Chebli ist versorgt, sie hatte einen einflussreichen Job. Jetzt gibt es halt viele Fremdschämmomente, wenn mal wieder Twitter Nachrichten geteilt werden. Ferner frage ich mich,was im Kopf von Menschen vorgeht, die so reagieren, wenn andere grosse Dinge stemmen wollen und nur knapp scheitern.
    Fair play ist anders.
    Wer war damals eigentlich noch in der Auswahl als es um den Job als Pressesprecher ging?

  • #2
    nussknacker56

    Die Kommentare von Frau Chebli verraten nicht zum ersten Mal, wes Geistes Kind sie ist.

    "Vielleicht sollte die SPD sich nicht mal nur ansehen, wen sie da in ihren Reihen hat … sondern auch handeln" schlägt der Autor Peter Ansmann gutmütig vor. Ich bin mir sicher, dass die SPD genau weiß, wen sie da in ihren Reihen hat und dass Frau Chebli da keineswegs eine Außenseiterin ist.

    Im Gegenteil, sie passt bestens zu Schulz, Steinmeier, Gabriel, Nahles, Maas, Mäurer und wie sie alle heißen. Noch nicht auf demselben Karriere-Level, aber das kann ja noch werden.

  • #3
    Juppschmitz

    Frau Chebli ist erbärmlich.
    Und garantiert wird sie sich morgen bei allen entschuldigen, die sich durch ihre Haeme beleidigt fühlen.

  • #4
    Helmut Junge

    Mir kommt es auch wie Häme vor, aber auch wie Desinteresse an schwierigen technischen Projekten. Das ist schlimm genug, um bei mir auf Unverständnis zu stoßen.

  • #5
    Helmut Junge

    Technophobes Verhalten ist für mich persönlich genauso ein Verbrechen wie für Erdogan seine Islamophobie. . (siehe Erogan —"https://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1349805/Islamophobie-ist-Verbrechen-gegen-Menschlichkeit"
    (ohne Technologie wären wir eben keine Menschen, gäbe es auch nicht einmal die Idee von Menschlichkeit.

  • #6
    thomas weigle

    Gott sei Dank ist`s in die Hose gegangen, denn im Falle eines geglückten Manövers hätten die Israelis doch in nächster Zukunft den Mond besetzt, widerrechtlich Siedlungen und ein Apartheidregime errichtet.

  • #7
    Horst

    Geht halt nicht jeder Wunsch in Erfüllung. Ich wäre auch froh, wenn manche sich wenigstens vom Internet verabschiedeten statt gegen andere Stimmung zu machen. Andererseits wäre das vielleicht auf Dauer langweilig.

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