19

Felix Magath auf dem Markt – Ob Nuri Sahin, Marcel Schmelzer & Co beim BVB schon zittern?

BVB-Spieler Nuri Sahin. Foto: Robin Patzwaldt

Spannende Personalie heute im Weltfußball: Der inzwischen 64-jährige ehemalige Bundesligatrainer Felix Magath ist nicht länger Trainer beim chinesischen Erstligisten Shandong Luneng Taishan. Das bestätigte inzwischen auch sein ehemaliger Club in Asien ganz offiziell. Dies dürfte auch rasch Auswirkungen auf die Bundesliga, womöglich sogar auf uns hier im Ruhrgebiet haben.

Der seit Jahren als ‚harter Hund‘ bekannte Ex-Schalke-Trainer hatte das Amt in Asien im Juni 2016 übernommen und den Verein in der kürzlich zu Ende gegangenen Saison auf den sechsten Tabellenplatz der Chinese Super League geführt. Nun steht er dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung und wird damit mit Sicherheit sehr rasch auch einer der meistgenannten Namen im aktuell Fahrt aufnehmenden Trainerkarussell im hiesigen Profifußball.

Legendär ist Magath vor allem für sein knallhartes Training. Viele Spieler beklagten sich im Laufe der Jahre immer wieder über seine fordernde Art. Andererseits ist Magath mit dieser Härte häufig sehr erfolgreich gewesen. Zumindest sportlich. Neben Titeln mit dem FC Bayern München konnte er im Jahre 2009 als Trainer auch mit dem VfL Wolfsburg eine Meisterschaft in der Bundesliga erringen. Auf Schalke lief es danach für ihn hingegen dann deutlich weniger erfolgreich. Viele in Gelsenkirchen waren letztendlich erleichtert, als man sich wieder von ihm getrennt hatte.

Eines war den von Magath trainierten Teams  jedoch immer gemein: Die herausragende körperliche Fitness. Eine Eigenschaft die den Dortmunder Profis in den Augen vieler aktuell abzugehen scheint.

So gesehen wäre der Routinier sicherlich durchaus auch ein möglicher Nachfolgekandidat für Peter Bosz in Dortmund, sollte dieser die Trendwende in den nächsten Tagen nicht hinbekommen. Zumindest eben bis zum nächsten Sommer, wenn ein längerfristig eingeplanter Trainer beim Pokalsieger seinen Dienst antreten könnte.

Bisher kreist für diesen kurzfristigen Job bis zum Saisonende der Name Armin Veh über Dortmund. Darüber hinaus wird derzeit viel über Julian Nagelsmann, der aktuell bekanntlich noch für 1899 Hoffenheim tätig ist, als längerfristige Wunschlösung für den Job hinter der Bande ab Sommer 2018 an der Strobelallee spekuliert. Das würde also durchaus zusammenpassen.

Mit einem Felix Magath als ‚Übergangstrainer‘ bis zum Sommer womöglich in das Wintertrainingslager zu gehen, das wäre sicherlich eine extreme Herausforderung für die Aktiven der Schwarzgelben. Fitnessprobleme bzw. Konditionsprobleme dürfte der Kader danach jedoch mit Sicherheit nicht mehr haben.

Ob beispielsweise Nuri Sahin und Marcel Schmelzer, welche in den Augen vieler nicht unerheblichen Anteil an der Demission Thomas Tuchels im Frühsommer hatten, sich damit letztendlich einen Gefallen getan hätten? Manch ein Fan und kritischer Beobachter der Entwicklung der letzten Monate rund um den BVB könnte sich ein schadenfrohes Grinsen wohl nicht ganz verkneifen, wenn es in den nächsten Wochen tatsächlich so käme.

Ob Magath darüber hinaus den BVB auch wieder unter die ersten Drei in der Tabelle führen könnte? Sicherlich stünden die Chancen mit ihm auch nicht schlechter als unter Veh. Denn kurzfristig funktionierte Magath eigentlich immer ganz gut. Erst langfristig verlor er die die Gefolgschaft seiner Spieler dann häufiger. Als ‚Feuerwehrmann‘ könnte das Konstrukt in Dortmund jedoch tatsächlich auch funktionieren.

Möglich also, dass  es sich auch in dieser Hinsicht für viele BVB-Profis im Nachhinein persönlich noch als doppelt böser Fehler entpuppen könnte, dass man mit Thomas Tuchel nach zwei sportlich doch sehr erfolgreichen Jahren vielfach nicht über den Sommer dieses Jahres hinaus weiterarbeiten wollte, wenn am Ende dann Magath bis zum Saisonende zum BVB käme. Tuchel war einigen Aktiven im Kader, wenn man dem was so durchsickerte denn glauben kann, zu stur, zu verbissen, zu akribisch. Unter Magath dürfte das sicherlich nicht weniger der Fall sein. Ganz im Gegenteil, vermutlich. Spannend, auch für die derzeit körperlich nicht gerade austrainiert wirkenden Spieler in Dortmund.

Ob diese Aussicht dem Team am Samstag in Leverkusen zu mehr Engagement in der zweiten Halbzeit verhilft? 😉 Am Wochenende werden wir es erleben.

RuhrBarone-Logo

19 Kommentare zu “Felix Magath auf dem Markt – Ob Nuri Sahin, Marcel Schmelzer & Co beim BVB schon zittern?

  • #1
    Aquii

    Noch so ein Einbruch in Leverkusen wie am letzten Samstag und seine Chancen steigen sehr stark. Als erste Maßnahme stelle ich mir den gestrichenen Weihnachtsurlaub vor, den die müden Profis dann auf einem Haldengelände verbringen werden. Am 24., 25. und 26. dann jeweils zwei Einheiten, die erste morgens um 8. Aber sie werden alle fit sein bis zum Rückrundenstart.

  • #2
    Werntreu Golmeran

    Oh ja, das würde ich dem BVB gönnen. Da werden Schmelzer und Sahin nachts von Thomas Tuchel träumen und denken, sie seien im Himmel.

    Und auch auf die Gefahr, dass ich mich unbeliebt mache. Die Tage von Roman Weidenfeller wären dann auch gezählt, denn früher hätte der von den 4 Gegentoren mindestens einen gehalten. Der dritte Treffer war unhaltbar, bei 1, 2 und 3 hätte er aber früher mindestens an einem die Finger dran gehabt. Nicht, dass ich ihm einen Torwartfehler unterschieben will, die Leistung war fehlerfrei, aber er wirkte nicht mehr so spritzig und katzenhaft wie in seinen besten Tagen. Aber im Gegensatz zu Bürki muss man auch zugeben, dass er keine "Dinger" im kurzen Eck gefangen hat. Vielleicht bemüht man sich ja mal ganz konkret um Kevin Trapp? Das würde, wenn man am aktuellen Trainer festhalten wollte, dem "System Bosz" sicherlich zugute kommen, denn einen erfrischenden Angriffsfussball kann man nur dann erfolgreiche spielen, wenn man weiß, dass da einer ist, der zur Not auch mal einen vermeintlich todsicheren Konter abfängt.

    Und dann bräuchte man noch einen Innenverteidiger wie Matthias Ginter…

    =;-)

  • #3
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt
    Da hast Du ja jetzt einen rausgehauen, ja der Magath durfte in der Liste nun wirklich nicht fehlen 🙂

    Eine der letzten Trainerstationen Magaths war ja der englische Klub Fulham, dessen Abstieg er aber nicht verhindern konnte. Ich musste schmunzeln als ich vor Wochen ein Interview mit dem Fulham-Profi Steve Sidwell gelesen habe, der sich immer noch entsetzt über Magaths Methoden geäußert hat. Dazu habe gehört, so Sidwell, dass die Mannschaft auf dem Trainingsplatz einfach nur 40 Minuten strammstehen musste, sich nicht bewegen durfte. Das sei eine der Strafmaßnahmen gewesen, wenn Magath mit dem Spiel zuvor nicht zufreiden gewesen sei.
    Nach Auswärtspielen, so Sidewell habe Magath angeordnet, dass sich die Mannschaft um 21 Uhr noch zu einem Absacker treffe. Jeder Spieler durfte einen halben Liter Bier trinken oder auch ein Viertel Wein, wundert sich Sidwell 🙂
    In den letzten Tagen berichtete ein Co-Trainer Magaths, der in China für ihn tätig war, dass man als Co-Trainer dauerhaft nur eine Chance bei Magath habe, wenn man sich als Speichellecker zeige. Darauf habe er irgendwann keine Lust mehr gehabt.
    Auf Schalke holte Magath ja 14 neue Spieler und verkaufte 16, wurde wegen einiger Transfers auch als „Ramschkönig“ bezeichnet.
    In Wolfsburg stellte Magath bekanntlich einen neuen Bundesligarekord auf, weil er auch da kräftig das Personalkarussel drehte und 36 Spieler in einer Saison einsetzte.

    Langweilig würde es mit Magath als Übergangstrainer des BVB also nicht werden, aber ich verstehe den Vorschlag Magath aus den gnannten Gründen ohnehin als Scherz. An ihn dürfte beim BVB wohl ernsthaft niemand denken. Aber so lange die Trainerfrage beim BVB nicht endgültig geklärt ist, wird sicherlich jeder mal ins Spiel gebracht, der nicht bei drei auf den Bäumen ist 🙂

    Nicht nur Schmelzer und Sahin wären bei einer Magath-Verpflichtung entsetzt, da würde wohl die gesamte Mannschaft mit dem Kopf schütteln.
    Was die vorzeitige Trennung des sportlich erfolgreichen Tuchel angeht, ist denke mittlerweile klar, dass sich Schmelzer und Sahin, die ich aus unterschiedlichen Gründen durchaus auch kritisch sehe, vielleicht am Schluss nicht ganz korrekt verhalten haben, aber dass man sie nicht als Drahtzieher der Trennung sehen kann.
    Boss Watzle lieferte auf der Mitgliederversammlung erneut einen interessanten Hinweis dazu. Denn er sagte, er selbst habe maximal einmal pro Wochen Kontakt mit Tuchel gehabt und hätte das weiter aushalten können, aber Zorc habe täglich mit ihm zusammengearbeitet. Auch einige Medienberichte zuvor deuten darauf hin, dass u. a. Zorc irgendwann gar nicht mehr mit Tuchel klargekommen ist. Und auch der allseits geschätzte Chefscout Mislintat hat sich ja bei seinem kürzlichen Abschied nach England nochmals bitter über die Zeit mit Tuchel beklagt.
    Es scheint also intern schon auf verschiedenen Ebenen Probleme mit Tuchel gegeben zu haben, wobei man da die Schuld sicherlich nicht alleine bei Tuchel suchen darf, aber dass er fachlich sehr gut ist, jedoch einen etwas schwierigen Charakter hat, war ja bekannt.
    Unstrittig dürfte sein, dass die Bosse bei der Abwicklung der Trennung von Tuchel nicht gerade glücklich agierten, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Ein Fitnessproblem wird ja sowohl von Bosz als auch von den Bossen und besonders von Sportdirektor Zorc vehement bestritten. Es sei eher ein mentales Problem, ein Kopfproblem, heißt es. Das spielt sicherlich eine nicht unerhebliche Rolle, aber es bleiben auch Zweifel, ob z. B. in der wichtigen Saisonvorbereitung die Trainingsumfänge ausreichend waren. Jedenfalls baut der BVb regelmäßig ab ca. spätestens der 60. Minute ab.
    Dass Bosz zuletzt vor dem Derby einen Tag freigegeben hatte, war aus Sicht der heutigen wissenschftlichen Erkentnisse zur Trainingslehre in Ordnung. Denn nach hohen Belastungen ist nicht etwa viel Training angesagt, sondern Regeneration. Zuletzt eingesetzte Spieler müssen im Anschluss regenerieren, ansonsten erhöht sich die Verletzungsgefahr erheblich und auch die Leistungsfähigkeit nimmt ab.
    Nach den Erkenntnisse der Traingslehre hat Bosz also mit dem freien Tag nichts falsch gemacht, aber er hätte auch die Außenwirkung bedenken müssen und in dieser Hinsicht war das nicht glücklich, hätte doch besser die Spieler zusammengetrommelt, hätte ja nicht intensiv trainieren lassen müssen.

    Es hängt jetzt alles von den nächsten Spielen ab, wie lange Bosz nocht Trainer sein kann. Schon bei einer unbefriedigenden Leistung plus Niederlage in Leverkusen könnte die Entlassung folgen. Genauso gut dürfte Bosz sicherlich noch bis mindestens zur Winterpause weitermachen, wenn der BVB die Trendwende doch noch schafft. Genügend Qualität dazu hat das Team. Aber das alleine reicht nicht.
    Die Bosse würden sicherlich am liebsten bis zum Saisonende mit Bosz weitermachen, so lange das Hauptziel eines CL-Platzes erreichbar erscheint. Dass es aber über die Saison hinaus mit Bosz weitergeht ist derzeit eher nicht wahrscheinlich. Denn es sind Defizite in seinen Fähigkeiten als Trainer auf diesem Niveau offensichtlich geworden.
    Scheitert Bosz doch noch vor oder bis zur Winterapuse, wird es sehr schwierig, eine geeignete Übergangslösung zu finden, die auch erfolgversprechend ist. Dass Hitzfeld nicht mehr in den Trainerjob zurückkehrt, war und ist klar, aber laut mehreren Medienberichten hat auch Sammer signalisiert, nicht mehr als Trainer arbeiten zu wollen. Also geistern derzeit Namen wie Veh herum.

    Es sieht auf jeden Fall ganz dananch aus, dass sich der BVB zur neuen Saison auf der Trainerposition neu ortientieren möchte. Ideal wäre eine tragfähige und vor allem passende Zukunftslösung über mehrere Jahre.
    Aber ob da der so hoch gehandelte Nagelsmann wirklich eine Toplösung wäre? Nicht nur ich habe da meine Zweifel und glaube auch nicht, dass er beim FC Bayern derzeit bereits so hoch im Kurs steht, wie die Medien es immer wieder darstellen.
    Man darf nicht vergessen, dass Nagelsmann immer noch Berufsanfänger als Trainer im Profibereich ist. Das Hoffenheimer Profiteam trainert er erst seit Feburar 2016. Und international hat sich Nagelsmann mit Hoffenheim eher blamiert, ist in der CL-Quali gegen Liverpool untergegangen und dann in der Europa Leauge gegen wenig namhafte Gegner weit unter den Erwartungen geblieben. Hoffenheim ist in der EL-Gruppe letzter, ist bereits ausgeschieden. Auch in der Liga gibt es seit Wochen einen Abwärtstrend, hatte Nagelsmamnn Schwierigkeiten, die Dreifachbelastung zu managen.
    Erschwerend hinzu kommt, dass Nagelsmann vor Wochen in einem Interview erklärte, dass er vom FC Bayern träume, es ihn glücklicher machen würde, den FC Bayern trainieren zu dürfen und dass seine Familie ihren de Lebensmittelpunkt in München habe, derzeit dort ein Haus baue.
    Kann jemand, der öffentlich sagt, dass er vom FC Bayern träume, dann glaubwürdig sagen, dass er zum BVB möchte und kann er sich glaubwürdig mit dem BVB identifizieren? Können sich die Fans mit Nagelsmann identifizieren?
    Der FC Bayern hat zahlreiche Weltklassespieler in seinen Reihen, die schon alles mögliche gewonnen haben. Nagelsmann ist erst 30, hat noch nie einen Topklub trainiert, noch nichts gewonnen, ist international sogar in der EL gescheitert und trainiert überhaupt erst rund 1 1/2 Jahre im Profibereich. Hätten die Bayern-Stars vor Nagelsmann Respekt? Würden sie ihm alles abnehmen, wenn es gegen die Topteams in der CL geht. Da habe ich große Zweifel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FCB Nagelsmann als Favoriten auf den Trainerjob dort sieht.
    Dennoch würde es bei einer Verpflichtung durch den BVB auch noch so aussehen, dass Nagelsmann nur kommt, weil ihn sein Traumklub FC Bayern doch nicht will.

    Die Optimallösung für den BVB wäre ein deutschsprachiger Trainer, der schon jahrelang im Profibereich tätig ist und möglichst auch über eine gute internationale Erfahrung verfügt. Aber wer könnte das sein?
    Wenn man tatsächlich sagt, auch ein noch junger im Profibereich nicht so erfahrener Trainer käme für den BVB, obwohl das ein Risiko wäre, in Frage, dann verplfichtet man doch besser Hannes Wolf an Stelle von Nagelsmann. Wolf war sehr erfolgreich Nachwuchstrainer beim BVB, trainiert seit September 2016 den VfB Stuttgart und hat mit ihm den Aufstieg geschafft, steht mit dem VfB derzeit auf Platz 12 der Bundesliga, nur 3 Punkte hinter Hoffenheim.
    Und Wolfs Vertrag läuft Mitte 2019 aus, während Nagelsmann noch bis 2021 einen Vertrag in Hoffenheim hat. Er soll angeblich für 2019 über eine Ausstiegsklausel verfügen, aber eine Verplichtung 2018 würde dann eine hohe Ablöse zur Folge haben.

    Aber warten wir jetzt mal ab, wie das Spiel in Leverkusen läuft. Da ist wirklich alles denkbar, sowohl dass der BVB plötzlich groß aufspielt und gewinnt als auch eine erneute Niederlage mit Wiederholung er Abläufe und Probleme, wie man sie zuletzt leider sehen konnte.

  • #4
    andreas m.

    magath jetzt sofort und in ein paar wochen kevin grosskreutz zurueckholen, dann ist die rueckrunde gerettet!! 🙂

  • #5
    Walter Stach

    Robin,
    Du bist bemerkenswert kreativ bei der Suche nach einem neuen BVB-Trainer, wenn der denn kurzfristig vom Vorstand gewollt wird; auf Magath muß "man" erst einmal kommen.

    Ich teile mit Dir Deine Motivation, die Dich offenkundig auf Magath gebracht hat.

    Die Mannschaft kann offensichtlich mit dem menschlich angenehmen Umgang des Trainers mit ihr nicht umgehen -was mich am Profi-Verständnis der meisten Spieler zweifeln läßt , also auch daran, daß einige immer noch nicht begriffen haben, daß sie hochbezahlte Angestellte in einem Unternehmen sind -nicht mehr und nicht weniger- und zwar in einem Unternehmen, das von ihnen für das "viele Geld", das sie erhalten, Höchsleistungen zu verlangen hat, damit es im nationalen/internationalen Wettbewerb mithalten kann -zumindest einigermaßen-.

    Magath wäre jedenfalls jemand, der von den Profis stets Höchstleistungen -im Training, im Spiel einfordern würde -und sonst nichts!

    Im übrigen zur Real-Satire Magath: sh. Andreas m. -4-.

    PS
    Ob die vielen, vielen Schmelzer Fans beim BVB -und die Sahin-Anhänger-, allmählich damit beginnen werden , a.) über das Leistungsvermögen der Beiden kritisch nachzudenken -als "Stammspieler in einer Mannschaft mit Champ.lig Ambitionen; als Spieler, die sich nach wie vor für internationale Klasse halten?- und b.) ‚mal darüber nachzudenken beginnen, warum Schmelzer und Sahin bei Tuchel "schlechte Karten" hatten -sh. u.a. das lange Zögern von Tuchel, Schmelzer zum Mannschaftskapitän zu berufen, wo für die Fans Tuchel heftig kritisiert haben- und c.) bedenken werden, ob der Vorstand gut beraten war, sich insbesondere auf die Tuchel-Kritik von Schmelzer und Sahin zu stützen, um Tuchel "abzuschießen"?

    Jedem, der über ein wenig Menschenkenntnis verfügt, muß doch auffallen, daß Schmelzer in Mimik und Gestik, in seiner gesamten sog. Körpersprache -auf dem Platz und außerhalb desselben- und dann, wenn der "Statements" abgibt, eingeschüchtert und ängstlich wirkt. Er strahlt weder Zuversicht noch Selbstvertrauen, geschweige denn Aggressivität aus; das Gegenteil ist der Fall. Und trotzdem bleibt ausgerechnet er Mannschaftskapitän. Und trotzdem sind viele BVB-Fans nicht bereit, ihn als Kapitän kritisch zu hinterfragen, geschweige denn sich zu fragen, ob er, wenn der BVB einen Spitzenmannschaft in der Liga sein will -wieder werden will- , weiterhin iStammspieler sein kann.

    Mit meiner Meinung in Sachen "Stammspieler und Mannschaftskapitän Schmelzer" will ich nicht Schmelzer treffen -weder als Spieler und schon gar nicht darüber hinaus gehend als m.E. angenehmen Zeitgenossen , sondern meine Verwunderung über diejenigen äußern, die offenkundig nach wie vor Schmelzer für einen wichtigen Stammspieler halten -unverzichtbar?- und nach wie vor für den "richtigen" Kapitän einer Mannschaft, der es m.E. derzeit vor allem an Selbstvertrauen und an Aggressivität fehlt.

    Es geht also m.E. nicht nur darum, über den "richtigen Trainer" nachzudenken, sondern z.B. auch über ………

    Generell habe ich den Eindruck, daß im Vorstand, daß unter uns Fans, daß z.Teil in den Medien, der "Wert" von Spielern und Trainern -hier bezogen auf den BVB- immer noch und nach wie vor in erster Linie danach bestimmt wird, wie sich im "mitmenschlichen Umgang" zeigen, ob sie als "anständige Menschen" wahrgenommen werden, sympathisch, ja liebenswürdig und nicht ausschließlich (!!) nach ihrer Leistung "auf dem Platz" und den Erfolgen, die sie mit ihrer jeweiligen Mannschaft erzielen. Nur Letzteres hat im Profi-Sport, hier im Profi-Fußball, zu interessieren, also auch mit Blick auf BVB-Trainer und BVB-Spieler.

  • #6
    thomas weigle

    Die Zeiten, da Herr M seinem Vornamen alle Ehre machte, sind schon lange vorbei. Und würden in Dortmund nicht wiederkommen. Als Unterhaltungsangebot für den nicht BVB-Fan aber sicher großes Kino. Also her mit "Quälix", hehe.

  • #7
    thomas weigle

    @ Walter Stach Ein Frankfurter Spieler sagte mal erfolgreicher Rettungstat folgendes: "Ich weiß nicht, ob Magath die TITANIC gerettet hätte. Auf jeden Fall wäre alle topfit untergegangen." Ein halbes Jahr später wurder er aus dem Frankfurter Stadtwald gejagt, man bekam so allerhand zu lesen und zu hören. Es gibt wohl nur noch einen Extrainer, der noch "beliebter" in FFM ist: der Jupp aus Gladbach

  • #8
    Lukas N.

    @Walter Stach zu #5
    Robin wollte die ausufernde Trainerdiskussion und die Spekulationen um immer neue Namen, die angeblich als Übergangslösung im Gespräch sind, mit dem Vorschlag Magath sicherlich nur auf die Schippe nehmen, angereichert mit dem Hinweis, dass ja auch über evtl. mangelnde Fitness der Mannschaft gesprochen wird. Das ist ihm ja auch gelungen 🙂
    Beim BVB wird sicherlich niemand ernsthaft über Magath nachdenken.

    Was Schmelzer betrifft, ist mein Eindruck, dass er von der Mehrheit der BVB-Fans kritisch gesehen wird. Und es gibt nach meiner Wahrnehmung kaum einen BVB-Fan, der der Meinung ist, dass Schmelzer als Kapitän eine gute Besetzung ist. Im Gegenteil, die meisten Fans halten Schmelzer in der Funktion als Kapitän für eine Fehlbesetzung. Die meisten Fans denken auch, dass Guerreiro statt Schmelzer Linksverteidiger spielen sollte.
    Und damit sind wir bei einem der zentralen Probleme in diesem ja insgesamt nach wie vor stark besetzten Kader, nämlich dem Mangel an Führungsspielern. Führungspersönlichkeiten des Kalibers eines Kehl oder Hummels hat der BVB derzeit nicht.
    Den BVB müsste ein Spieler anführen, der unumstrittener Stammspieler ist und der auch in der Außendarstellung und Kommunikation gut ist.
    Beides trifft auf Schmelzer nicht zu. Schmelzers Statements / Interviews sind regelmäßig schwach oder er schießt damit sogar Eigentore. Das sieht aber auch die Mehrheit der BVB-Fans so.

    Man muss aber auch sehen, dass es ja Tuchel war, der Schmelzer zum Kapitän bestimmte und bei seiner Berufung zögerte Tuchel ja nicht, sondern erklärte öffentlich, dass das die einzig logische Entscheidung sei.
    Er machte damals deutlich, dass allenfalls noch Reus als Alternative in Frage gekommen wäre, aber der war zu diesem Zeitpunkt für Monate verletzt und ist es aktuell wieder, denn er ist leider sehr verletzungsanfällig. Reus wäre zumindest sportlich unumstritten, ist aber auch keine Führungspersönlichkeit. Tuchel sagte dann nach der Rückkehr von Reus auf den Platz auf eine entsprechende Frage eines Journalisten, dass er nochmals über die Kapitänsfrage nachdenke, was ihm Kritik einbrachte, blieb aber dann bei Schmelzer. Mein Eindruck war, dass Tuchel damit eher Reus nochmals hervorheben wollte, ohne wirklich an eine Änderung zu denken. Man kann auch den Kapitän nicht mitten in der Saison wechseln, sondern muss dann schon zumindest bis Saisonende bei der Entscheidung bleiben.

    Aber welche Alternativen hätte Tuchel gehabt? Sokratis wäre sicherlich jemand, den man sich da vorstellen könnte, aber er gibt keine Interviews auf deutsch, obwohl er durchaus ausreichend deutsch spricht und präsentiert sich generell nicht gern in der Öffentlichkeit, ist eher ein Schweiger.
    Schmelzer scheint, nach allem was bekannt ist, innerhalb der Mannschaft durchaus eine gute Position zu haben, sein Wort hat offenbar mannschaftsintern Gewicht. Mehrere Spieler haben auch schon erwähnt, dass er eine gute Sozialkompetenz habe. Und er ist natürlich schon extrem lange Zeit beim BVB, hat nochmals verlängert, war Teil der Meistermannschaft.
    Aus den genannten Gründen finde ich, dass man Schmelzer differenziert betrachen muss. Aber die Mehrheit der BVB-Fans ist klar der Meinung, dass eher Guerreiro spielen sollte und die große Mehrheit sieht Schmelzer nicht als geeigneten Kapitän an. Ich schließe mich dieser Auffassung an. Aber wo ist die überzeugende Alternative als Kapitän?

    Interessant ist, dass Du das Thema "mitmenschlichen Umgang" ansprichst. Ich stimme Dir zu, dass im Profisport Fußball in erster Linie die Leistung zählt. Allerdings darf es intern und im Umgang auch keine Reibungsverluste geben, die das miteinander in einem Klub gefährden könnten und die intern zuviel Kraft und Zeit kosten. Das hält kein Klub auf Dauer aus. Und gerade beim BVB ist es sehr wichtig, dass alle wichtigen Leute an einem Strang ziehen, weil man die PS dieses Klubs nur dann voll auf die Straße bringt.
    Watzke meinte ja im Zusammenhang mit der Trennung von Tuchel, dass man intern in der Zusammenarbeit mit dem Trainer an Grenzen gestoßen sei. Man habe sich in den gmeinsamen Jahren mit Tuchel "intern aufgerieben", so Watzke. Aus allem, was Watzke zuletzt auf der Mitgliederversammlung sagte, was Zorc in den letzten Monaten sagte, was gut informierte Journalisten berichteten, muss man den Schluss ziehen, dass vor allem Zorc und Tuchel irgendwann überhaupt nicht mehr miteinander klargekommen sind. Und auch der sehr anerkannte Chefscout Mislintat, der zuletzt leider nach England zu Arsenal wechselte, beklagte sich in seinen Abschiedsworten nochmals bitter über die Zeit mit Tuchel, vor allem darüber, dass ein Streit mit Tuchel derart eskalierte, dass Mislintat auf Dauer vom Trainingsgelände verbannt wurde und Tuchel kein Wort mehr mit ihm redete, das auch nicht mehr gekittet werden konnte. In der Mannschaft gab es wohl unterschiedliche Strömungen, wobei sich Schmelzer die Worte nach dem Pokalsieg sicherlich hätte schenken können. Ausgelöst wurden diese Worte wegen der Verbannung Sahins auf die Tribüne im Pokalfinale. Sahin war also nicht mal als Ersatzspieler auf der Bank, obwohl Weigl verletzt fehlte. Ginter spielte auf der 6, das aber nicht überzeugend.
    Schließlich haben sowohl Watzke als auch Präsident Dr. Rauball darauf hingewiesen, dass die Entscheidung zur Trennung von Tuchel in allen Klubgremien nach Darlegung der Gründe einstimmig gertragen worden sei.
    Man muss also davon ausgehen, dass es intern auf meheren Ebenen und mit mehreren wichtigen Personen Probleme mit Tuchel gegeben hat, die man als so schwerwiegend einstufte, dass man eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht mehr für machbar hielt. Auch von einem nicht mehr vorhandenen Vertrauensverhältnis war die Rede.
    Wer jetzt an dieser Entwicklung wieviel Schuld trägt, lässt sich von außen nicht einschätzen. Die Alleinschuld wird man Tuchel sicherlich nicht geben können, aber er hat wohl einen nicht geringen Anteil an dieser Entwicklung.

    Es ist auf jeden Fall sehr bedauerlich, dass die Trennung von einem sportlich erfolgreichen Trainer, der alle sportlichen Ziele erreichte, wegen offenbar großer interner Probleme auf mehreren Ebenen als unausweichlich angesehen wurde, dass man nicht wenigstens noch eine Saison bis Vertragsende für machbar gehalten hat. Aber ich denke auch, man muss das jetzt abhaken und nach vorne blicken.

    Generell gesehen bin ich auch der Meinung, dass es bei einem Trainer in erster Linie auf die sportliche / fachliche Kompetenz und den sportlichen Erfolg ankommt. Allerdings muss ein Trainer eines Topklubs auch akzeptieren, dass es intern trainerunabhängige Prozesse gibt (muss es auch geben, da Trainer meist nur einige Jahre bleiben) und dass gerade bei einem Klub wie dem BVB, der sich doch noch von einigen ganz großen europäischen Klubs durch eine eher familiäre Atmosphäre abhebt, eine gute interne Kommunikation mit allen Beteiligten und ein gutes miteinander sehr wichtig ist. Nur wenn die gesamte Führungsspitze einschließlich Trainer gut miteinander klarkommt und geschlossen auftritt, kann auf Dauer der bestmögliche Erfolg erzielt werden.
    Der Trainer eines Topklubs ist nicht nur als sportlicher Fachmann gefragt und da unterscheiden sich die Anforderungen auch im Vergleich zu eher kleineren Klubs.

    Dass man die Trennung von Tuchel nicht gut abgewickelt hat und die Bosse da eher unglücklich agierten, ist aber auch Fakt. Und ähnliches gilt auch für die Suche nach einem Nachfolger. Denn die Bosse waren offenbar davon überzeugt, Favre verpflichten zu können. Aber da spielte dessen Klub am Ende nicht mit, weil sie keinen überzeugenden Nachfolger gefunden haben. Aber Favre hätte auch vom Typ her und aufgrund der Probleme, die er schon bei mehreren Klubs mit Bossen hatte, auch gar nicht zum BVB gepasst.
    Am Ende wurde es dann auf dem sehr überschaubaren Trainermarkt Bosz und der wackelt jetzt nach Monaten bereits, das heißt, es gibt bereits große Zweifel, ob das die richtige Entscheidung war.

    Der Trainer ist eine Schlüsselposition im Klub und der muss fachlich für solch eine Aufgabe qualifiziert sein und auch ansonsten rundum gut zum Klub passen.
    Wie man aufgrund der aktuellen Diskussion sieht, sind kaum Trainer auf dem Markt, die für deutsche Topklubs in Frage kommen. Auch der FC Bayern, der noch höhere Anfoderungen stellt, tut sich da schwer.
    Also hoffen wir mal, dass, sollte eine vorzeitige Trennung von Bosz nicht vemeidbar sein, eine überzeugende Überganslösung und / oder dann eine überzeugende Zukunftslösung ab kommender Saison gefunden werden kann.

    Und jetzt schauen wir mit Spannung auf das Spiel in Leverkusen. Kan nda die Mannschaft plötzlich doch den Hebel umlegen und überzeugen oder setzt sich das fort, was wir zuletzt leider sehen mussten? Bald werden wir es wissen! Es bleibt spannend!

  • #9
    Klaus Lohmann

    @#2 Werntreu Golmeran: Zumindest bei mir bleibt die Beliebtheit gleich, denn Weide ist und bleibt nun mal ein Unsicherheitsfaktor bei *jedem* Spiel, egal in welcher Liga, welchem Pokal und welcher Spielrunde. Die Zeiten, als die muskelbepackten "Tugenden" der Kaiserslauterner Gerry-Ehrmann-Schule für Torwarte, in der auch Weide seine Karriere begonnen hatte, für spektakuläre Aktionen und ebenso spektakuläre Klöpse und Punkteverluste sorgten (siehe Tim Wiese), sind nun mal endgültig vorbei.

    Allerdings ist Roman W. nach seiner folgerichtigen "Entmachtung" unter Klopp ein fixer Bestandteil der Schmelle/Sahin-Fraktion geworden, die seitdem gegen alles rummäkelt und konter-rebelliert, was nicht in einer Vegötterung der eingebildeten "Althelden" oder "Bestandswahrer" mündet.

  • #10
    b

    Mit Magath könnte man natürlich Zorc und Watzke direkt mitersetzen, da würde man ja sogar noch Geld sparen und sich auf allen Positionen gleichzeitig verbessern!

  • #11
    Walter Stach

    1:1 in Leverkusen.
    Am Ende habe ich -gegen 1o Leverkusener- noch um das Unentschieden gebangt. So steht’s um uns!
    Die erste Halbzeit war erneut eine Katastrophe. Die schwere Verletzung von Phlipp nach wenigen Minuten hat unbestritten dem ohnehin angeschlagenen Selbstvertrauen der Mannschaft geschadet. Damit läßt sich jedoch die wieder einmal in vielen Szenen erschreckenden Leistung der Mannschaft nicht erklären, geschweige denn rechtfertigen.
    In der ersten Halbzeit bestand für den BVB mehrfach die Gefahr, "unter die Räder" zu geraten.
    "Glück" und "Bürki" haben uns davor bewahrt.

    Die Frage, ob und inwieweit die von mir in der 2. Halbzeit mit befriedigend- ausreichend bewertete Leistung des BVB im wesentlichen auf das Unterzahl-Spiel der Leverkusener zurückzuführen war oder auf eine deutliche Leistungssteigerung der meisten Spieler, kann ich nicht hinreichend begründet beantworten.

    Ich tröste mich damit , daß
    a.) die Spielzeit 2o17/2o18 noch sehr, sehr lange ist,
    daß
    b.) die Mannschaft genügend Potential hat, um hinter dem FCB mit allen anderen mithalten zu können,
    daß
    c.)
    mit einem neuen Trainer -sofort oder mit Beginn der Rückrunde?- eine Wende zum Positiven ehe möglich wäre als mit Bosz und
    daß
    d.) der Punkteabstand auf Platz 2 relativ gering ist.

    Also…
    nach wie vor kein Anlaß zur Euphorie, aber auch kein Anlass, bereits jetzt das "Handtuch" zu werfen, dh. für mich, sich auf eine Platzierung ab Platz 8 einzustellen.

  • #12
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ein 1:1 in Leverkusen ist grundsätzlich natürlich kein schlechtes Ergebnis. In der aktuellen Lage wird es aber zur Beruhigung der aufgeregten Gemüter in Dortmund vermutlich zu wenig sein.

  • #13
    Klaus Lohmann

    Dieses 1:1 in Überzahl gegen eine sich noch suchende Pillendreher-Truppe (wobei man Heiko jeden Respekt für seine bisherige Arbeit zollen muss) sollte uns nicht Richtung Platz 2, sondern sorgenvoll Richtung Platz 12, 13 oder sogar noch tiefer blicken lassen. Ich sehe trotz einer Armada von Warnblinkern und -rufen aus den letzten Wochen außer dem puren Willen keine Änderungen in Spielstärke und Konzept.

    Der Versuch mit Neven von der Tribüne in die Startelf mag zwar für die Fanseele ganz nett gewesen sein, aber an der äußerst konfusen Abwehrleistung hat er auch nix geändert – Bayer war gottseidank zu harmlos für mehr Tore und Bürki als Einziger endlich mal wieder sehr stark.

  • #14
    Lukas N.

    Dieses Unentschieden war nicht so schlimm, dass Bosz sofort entlassen hätte werden müssen, aber es war auch weit davon entfernt, als Befreiungsschlag gewertet werden zu können.

    Bosz kann mittlerweile machen was er will, die Trendwende gelingt einfach nicht. Auf drängen der Mannschaft hat er mittlerweile sogar sein so geliebtes System umgestellt, aber wenn ein Team derart verunsichert ist, ohne Selbstvertrauen oder gar Leichtigkeit agiert, bringt das alles nicht mehr soviel, vor allem nicht sofort.
    Die Statements nach den Spielen kann man mittlerweile kaum noch hören. Bosz sagt vor jedem Spiel, dass man gewinnen wolle und das werde man auch schaffen. Nach dem Spiel folgt dann regelmäßig die Feststellung, dass er mit dem Spiel nicht zufrieden gewesen sei. Und die Statements des Kapitäns Schmelzer kann man ohnehin meistens abhaken, so auch diesmal. Denn er meinte ja, in Überzahl habe man "geduldig gespielt" und insgesamt sei das "ein Schritt nach vorne" gewesen.

    Die Wirklickeit sieht so aus, dass der BVB bis zu Wendells Platzverweis in der 41. Minute kaum Land gesehen hat, Leverkusen die bessere Mansnchaft war, bis dahin 10 : 1 Torschüsse zu verzeichnen hatte. Aber diesmal zeigte Bürki, dass er ein guter Torwart ist, der hoffentlich seine Schwächephase überwunden hat.
    Der Maßstab muss die erste Halbzeit sein als man noch 11 gegen 11 spielte und da war nicht erkennbar, dass sich etwas verbessert hat. Bosz probiert auch nach wie vor immer wieder – nicht nur aus Verletzungsgründen – neue personelle Kostellationen auf dem Platz aus, hat dabei aber kein glückliches Händchen.
    Erst in Überzahl dominierte der BVB das Spiel, auch weil Leverkusen umstellte und alles defensiver ausrichtete. Aber selbst in Überzahl ist dem BVB nach vorne wenig eingefallen, war es eine Überlegenheit ohne richtig klare Torchancen, mit zu wenig Ertrag. Und hätte Bürki nicht auch in der zweiten Halbzeit glänzend gehalten, hätte einer der Leverkusener Konter leicht eine Niederlage bedeuten können. Immerhin ist Yarmolenko wenigstens noch der Ausgleich gelungen.

    Und so konnte Zorc nach dem Spiel erklären, dass man mit Bosz die Trendwende schaffen wolle, sich bisher nicht mit anderen Trainern befasst habe.
    Die Bosse befinden sich in einem Dilemma. Nachdem man sich vorzeitig von Tuchel trennte, will man nur Monate später nicht schon wieder einen Trainer entlassen müssen, einen Trainer, der sogar neu im Amt ist. Das würde auch die Frage aufwerfen, ob man da die richtige Auswahl getroffen hat. Zudem drängt sich derzeit auf dem Trainermarkt kaum jemand auf, bei dem man einigermaßen sicher davon ausgehen könnte, dass er sowohl kurzfritig übernehmen als auch die Trenwende verlässlich schaffen könnte.
    Es wäre auch wenig sinnvoll, sich wenige Tage vor dem schweren CL-Spiel in Madrid vom Trainer zu trennen, zumal selbst das weiterspielen in der EL noch nicht gesichert ist. Wer sollte das Team denn dann auch auf die schnelle auf Madrid vorbereiten?
    Derzeit ist also davon auszugehen, dass – wenn nicht gerade ein Katastrophenspiel abgeliefert wird – Bosz die wenigen Spiele bis zur Winterpause noch bekommt und man dann erneut berät, wie es weitergeht.
    Eines darf auf keinen Fall gefährdet werden, das ist das Mindestziel, also das erreichen eines CL-Platzes in der Liga. Aber auch da besteht so langsam die Gefahr, den Anschluss zu verlieren, muss man aufpassen.

    Ganz bitter sind natürlich die Verletzungen von Philipp und Castro. Aber das passt auch ins Bild. Wenn es nicht läuft, dann aber richtig und auch das Peck zieht man fast magisch an.

    Nach allem, was man bisher gesehen hat, muss man Zweifel haben, ob Bosz dieser Aufgabe auf diesem Niveau gewachsen ist. Es ist derzeit schwer vorstellbar, dass man mit ihm den Schalter doch noch mal komplett umlegen kann.
    Der BVB hat jetzt seit über 2 Monaten kein Bundesligaspiel mehr gewonnen und spielte zudem die schlechteste CL-Gruppenphase der Klubgeschichte, ist bereits aus der CL ausgeschieden und muss sogar um das weiterspielen zumindest in der EL zittern.
    Man kann aktuell also nur das Prinzip Hoffnung bemühen und wird als Fan jedes weitere Spiel mit einem zuvor unguten Gefühl betrachten.

  • Pingback: BVB-Fans: ‚Wir entlassen Trainer nur nach einem Pokalerfolg und einer guten Saison!‘ | Ruhrbarone

  • #16
  • #17
    Walter Stach

    Klaus Lohmann,
    einverstanden!
    Das gilt auch für den Hinweis auf das Tabellenende – 10 Punkteabstand zum Relegationsplatz!

    (Ich habe unter -11- abschließend meine "gute Hoffnung" bekundet, zu der -unbestritten- eine gehörige Portion Opitimus gehört angesichts der m.E. wiederum katastrophalen Leistung der Mannschaft in der I.Halbzeit gestern in Leverkusen).

    Und erneut zu Schmelzer:
    Diesbezügliche kritische Anmerkungen habe ich hier mehrfach gemacht; zuletzt unter -5- im drittletzten Absatz, auch bezogen auf seine Funktion als Mannschaftskaptiän und seine in dieser Funktion immer wieder gemachten unsäglichen, nichtssagenden Aussagen vor und nach einem Spiel. Er sollte sich sehr, sehr gründlich die Leistung "seiner " Mannschaft vor allem in der I.Halbzeit ansehen, seine persönliche eingeschlossen und sich dann fragen, ob seine Äußerung nach dem Spiel mit den Darbietungen der Mannschaft vereinbar ist.
    Realitätsfremd? Realitätsverweigerung?

    Mir fällt so eben mit Blick auf den Mannschaftskapitän und zugleich mit Blick auf Bosz noch etwas ein, was bedenkenswert sein könnte:
    Tedesco hat bekanntlich Höwedes als langjährigen Mannschaftskapitän von S04 "abgesetzt" und sich offenkundig auch nicht besonders dagegen verwehrt als Höwedes daraufhin bei S04 gekündigt hat. In Do seitens Watzke, Zorc und nicht zuletzt seitens des Trainers bezogen auf Schmelzer undenkbar? Ist das möglicherweise nur ein Symptom für das, was beim BVB falsch läuft? ( Watzke und Zorc schmeißen Tuchel `raus. Der bekennende Tuchel-Gegner Schmelzer bleibt Mannschaftskapitän. Ähnliches gilt für mich im übrigen auch für Sahin, der sich gestern wieder einmal in Sachen Zweikampfbereitschaft/Zweikampfhärte und Schnelligkeit wie ein "Altherren-Spieler" verhalten hat.

  • #18
    Klaus Lohmann

    @#17 Walter Stach: Sobald ich Schmelle sehe, durchdringt mich das – natürlich durch nichts in der Realität gerechtfertigte – komische Gefühl, ich erlebe wieder einen dieser "Klassenschleimer" aus der Schulzeit, der immer freiwillig die Tafel putzt und dem Klassenlehrer dessen Tasche nachträgt, aber den Sportlehrer und den coolen, politisch leicht linkslastigen Geschichtslehrer wg. heimlichen Rauchens im Lehrerzimmer beim Direx verpfeift;-)))

    Vielleicht sind die ganzen Ungereimtheiten, auch was Schmelles und Sahins Standing im Verein z.B. gegenüber eigentlich "geschassten" Leuten wie Subotic angeht, wirklich noch eine Art "Nachbeben" des Anschlags, vielleicht haben sich da intern Risse, Gräben und "Frontlinien" zwischen Mannschaft und Vereinsführung manifestiert, die Watzke und Susi nicht gekittet bekommen. Das wäre aber bei all den Zielen und Problemen eines Unternehmens mit "Milliardenwert" ein Offenbarungseid der Geschäftsführung und sollte dringend u.A. mit einer komplett neuen sportlichen Leitung (und dem Rückzug Watzkes aus dem reinen Sportalltag) bekämpft werden.

  • #19
    Walter Stach

    Klaus Lohmann,
    ja, auf solche Vergleiche kann man kommen, wenn es um Schmelzer geht.

    Im übrigen bin auch ich der Meinung, Waztke sollte sich ausschließlich "als Geschäftsführer des Unternehmens BVB" verstehen und sich aus allem, was den Spielbetrieb angeht, heraushalten.

    (Alles spricht dafür, daß das ein " Wunschtaum" ist und vermutlich bleiben wird. So nebenbei könnte "im Falle eines Falles" über das "Präsidentenamt" und seiner jetzigen Amtsinhaber R.Rauball nachgedacht werden. "Irgendwie" erscheint mir dieses Amt sinnlos zu sein , und der derzeiitge Amtsinhaber wirkt auf mich in diesem Amt stets "irgendwie" seltsam oder gar sich selbst überdrüssig.)

    Und Zorc?
    Ich bin unsicher in der Beurteilung seiner Persönlichkeit und vor allem unsicher in der Bewertung seiner Arbeit für den BVB und damit in der Beurteilung seiner Verantwortung für das was derzeit ist und "morgen" sein wird.
    ( Wie ist "seine Arbeitsplatz-Beschreibung"? Ist er zuständig und damit eigenverantwortlich für….?? Ja, für was? Oder ist er "nur" Zuarbeiter von Watzke?)
    Egal!
    Letztendlich dürfte es "bis auf Weiteres" nicht um Watzke und Zorc gehen, sondern darum, ob die Beiden am Bosc festhalten werden oder nicht – und ggfls. für wie lange-.

    PS
    Ich gehe davon aus, daß "der Präsident" dieserhalb seine ganz persönliche Meinung bestenfalls"in kleinster Runde äußern wird, aber jeder Konfrontation mit Watzke und Zorc aus dem Wege gehen dürfte. Oder irre ich mich insofern -bei der Bewertung des Präsidenten-Amtes und in der Wahrnehmung von R.Rauball in dieser Funktion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.