#1 | nussknacker56 sagt am 15. August 2022 um 20:06 Uhr

Gibt es unter den selbsternannten Vertretern des „globalen Südens“ nur einen Einzigen, der

a) einigermaßen kritikfähig ist (auch in der Gegenrichtung!) oder gar tatsächlich etwas zu sagen hat;
b) nicht in erster Linie darauf erpicht ist, sein Portemonnaie vollzustopfen, indem sie hier einem leichtgläubig veranlagten Publikum dessen anhaltende Verbrechen in Form von Kolonialismus inklusive eines mit Weißen untrennbar verbundenen Rassismus vorhalten;
c) schon mal auch nur einen nachhaltig-kritischen Blick auf die Zustände im eigenen Herkunftsland oder gar auf die des „globalen Südens“ geworfen hat und sich dort am Ende womöglich entsprechend engagiert?

Das kann ich mir mittlerweile kaum noch vorstellen. Die Gestalten, die hier aufschlagen – von Mbembe bis Ahsan – scheinen nur eines im Kopf zu haben: Die vorrangige Sanierung der persönlichen Finanzlage, verdeckt durch eine wortreiche Pseudokritik.