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Grenze dicht für die Bundespolizei

IMG_20150914_194159In Dortmund protestierten am Abend Antirassisten gegen die gestern eingeführten Grenzkontrollen in Süddeutschland. An den Katharinentreppen fanden sich etwa 100 Aktivisten ein. Die Kundgebung hatte nur kurz Bestand, denn vor der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof spielten sich spannendere Dinge ab.

Eine Handvoll Aktivisten stellte in einer Kunstaktion eine „Grenze“ um die Wache der Bundespolizei auf. Mit Flatterband und Stacheldraht wurde die Wache eingezäunt. Per Lautsprecher klärten die Aktivisten auf, dass sie gegen Grenzen und für Bewegungsfreiheit seien. Die Protestaktion fand bei der Bundespolizei-Wache statt, da 21 Hundertschaften dieser Behörde zur Grenzsicherung nach Bayern beordert worden waren.

Die Polizeikräfte, die für den Schutz der Kundgebung  an den Katharinentreppen eingeteilt waren, machten den Spaß mit und bewachten für eine Stunde die symbolische Grenze. Ein Regenschauer beendete die Aktion. Unter dem Jubel der antirassistischen Aktivisten baute die Polizei die „Grenzanlage“ ab.IMG_20150914_193839

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Ein Kommentar zu “Grenze dicht für die Bundespolizei

  • #1
    keineEigenverantwortung

    Grenzen, Einwanderungskontrollen sind demütigend.
    Erst geht es durch viele Flure, dann gibt es lange Schlangen, zum Abschluss wird man oft biometrisch erfasst und ist dem Beamten am Schalter ausgeliefert, weil er Beamter ist. und Macht hat. Ich hasse diese Prozeduren.
    Schlimmer wird es dann noch, wenn Schlagbäume im Inland vorhanden sind und auf Strassen etc. Kontrollen stattfinden. Im Ausland ist die Inland-Kontrolle in vielen Ländern Realität.

    Wir kennen so etwas nicht im Schengen-Raum. Ich freute mich über die fallenden Grenzzäune in Ungarn. Zu unseren engsten Nachbarn gab es vorher schon kaum noch Kontrollen. Bei ausländischen Gästen verweise ich immer als erstes auf diese Freiheit in Europa.

    Jetzt ist dies vorbei. Ausgerechnet Ungarn baut einen Zaun. Die Grenzen zu Österreich und Dänemark wurden/werden kontrolliert. Dass dies ausgerechnet diese Grenzen betrifft, ist tragisch komisch. Wir ärgern gerne die Österreicher beim Fußball, sie kommen mit dem Cordoba 78 Souvenir nach Deutschland. Nur wer hätte damit gerechnet, dass diese Grenzen als erste Grenzen kontrolliert werden?

    Es ist ein Zeichen des totalen Versagens der EU und der Politik. Jeder Provinzflughafen ist in der Lage, mehrere 1000 Passagiere zu kontrollieren und zu erfassen. Das soll an den Außengrenzen nicht funktionieren? Selbst unsere Polizei ist nicht in der Lage 500-1000 Personen eines Zuges zu kontrollieren? Das ist doch der Offenbarungseid der Behörden und der verantwortlichen Innenminister!!!!

    Jetzt gibt es wieder Kontrollen, die aber auch nur Bewegungen verdrängen. Es bleibt abzuwarten, wie Politik und unsere Behörden, die ja Profis sein sollten, mit den Herausforderungen umgehen. In einigen Ländern sind die Armeen im Einsatz. Die Entwicklung beängstigend.

    Was wird aus Europa. Aktuell komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass es sich auf das Vermessen von Gurken und das Prüfen von Glühbirnen beschränken soll. Gemeinsame Werte, Gesetze, Regelungen werden in den letzten Jahren sowieso ignoriert. Der Brexit ist zu erwarten.

    Es ist gut, dass für offene Grenzen in Europa demonstriert wird. Meine Meinung zur weltweiten freien Bewegung habe ich oft genug geäußert. Ich möchte aber auch gerne darauf hinweisen, dass selbst als EU-Bürger die Einreise in viele Länder ein extrem bürokratischer Akt ist.

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