„Israel ist der Jude unter den Staaten“

Tel Aviv
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Das „Bündnis gegen Israelkritik“ engagiert sich gegen Antisemitismus. Unser Gastautor Benedikt Johannes hat mit Markus Reissdorf, dem Sprecher des Bündnisses, gesprochen.

Warum habt ihr euer Bündnis „Bündnis gegen Israelkritik“ genannt? Wollt ihr Israelkritik verbieten?

Reissdorf: Nein, wir wollen nichts verbieten. Doch sind wir, wie der Name unseres Bündnisses schon sagt, gegen Israelkritik. Dieser Reaktion begegnen wir jedoch ziemlich häufig, ebenso wie der Floskel `Man wird doch Israel noch kritisieren dürfen`. Anders als diejenigen, die so fragen, glauben machen wollen, ist Israelkritik in Deutschland aber ein Massensport und keine unterdrückte Meinung. Schon das eingeschliffene Wort der Israelkritik, für das es keine Entsprechung für andere Länder gibt, macht deutlich, dass es sich um eine Worthülse handelt. Es gibt keine Spanienkritik oder Frankreichkritik. Es geht den Israelkritikern um eine zeitgemäße Formulierung ihres antisemitischen Ressentiments. Konkret bezogen auf die Ereignisse der letzten Wochen ist Israelkritik das Ticket, das jeder Antisemit lösen kann, ohne von der Staatsräson, die den offenen Antisemitismus ja verbietet, in die Schranken gewiesen zu werden. Die sogenannten Differenzierungen, die zwischen Judenhass und Israelkritik unterscheiden wollen, wurden von den Antisemiten verstanden, und an ihre Demonstranten durchgereicht: Sagt nicht „Juden“, sondern sagt „Zionisten“.

Ist also jede Kritik an Israel antisemitisch?

Unter den gegebenen Voraussetzungen ist jede Israelkritik antisemitisch. Lassen Sie mich das erläutern: Man kann Frankreich in vielen Belangen kritisieren, man kann die Wirtschaftspolitik, die Rüstungspolitik, die Außenpolitik, das demokratische Verfahren, also im Grunde alle Aspekte Frankreichs kritisieren, ohne dass dies die Existenz der Franzosen in Frage stellen würde. Ähnlich verhält es sich mit fast jedem Staat auf der Welt. Aber Israel ist ein in seiner Existenz bedrohter Staat, zu dem es keine Alternative gibt. Und anders als jeder andere Staat wurde Israel gegründet, um den von Antisemitismus bedrohten Menschen Schutz zu bieten, die im Ernstfall vom eigenen Staat oder von den anderen Staaten nicht geschützt würden. Deshalb kann es keine Kritik an Israel geben, wie es sie an Frankreich geben könnte, aber auch nicht gibt. Israel ist der Jude unter den Staaten und die Israelkritik ist das geopolitische Äquivalent des Antisemitismus. Alles, was derzeit als Kritik an der israelischen Regierung daherkommt, greift die „Kindermörder“-Rufe der Islamisten als aktualisierte Form der Ritualmordlegende auf und kritisiert gleichzeitig alles, was zur Sicherung der Existenz Israels dient. Und so wie es keinen Antisemitismus gibt, der es nicht auf die Vernichtung der Juden abgesehen hat, so gibt es auch keine Israelkritik, die nicht der Vernichtung des Staates Israel das Wort redet und damit die Existenz der in Israel und letztlich aller weltweit lebenden Juden bedroht, die der israelische Staat mit seinen Gewaltmitteln beschützt.

Warum betont ihr, Israelkritik sei kein Menschenrecht?

Das Recht auf Israelkritik wird von ihren Vertretern als ein Menschenrecht verstanden, das ihnen angeblich von verschworenen Kräften bestritten wird und sie mit Sanktionen belegt. Dabei beruft man sich gerne auf das Recht der Meinungsfreiheit. Gegen Kritik an seinen Behauptungen immunisiert sich der Israelkritiker durch die Klage, seine Menschenrechte würden unterdrückt. Die eingeforderte Meinungsfreiheit des Israelkritikers bestünde also in der Sicherheit, gegen alle Fakten und Widersprüche auf seiner Delegitimierung und Dämonisierung Israels zu beharren und sich dabei keinesfalls durch Kritik beirren lassen zu müssen. Indem Israelkritik geradezu als Menschenrecht eingefordert wird, wird es assoziativ in eine Reihe mit elementaren Menschenrechten, etwa auf Wohnung, soziale Sicherheit oder körperliche Unversehrtheit, gestellt. Die begründete Ablehnung der Israelkritik erscheint in dieser Weltanschauung geradezu als Angriff auf die Menschlichkeit.

Es gibt zwar kein Menschenrecht auf Israelkritik, aber doch ein Recht auf freie Meinungsäußerung…

Das steht außer Frage. Aber es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass eine Meinungsäußerung auf ihre innere Logik und ihre materiellen Konsequenzen hin untersucht werden sollte und aufgegeben werden muss, wenn sie falsch ist. Vollständig verwirklicht würde das „Menschenrecht“ auf unangefochtene Israelkritik in das irrsinnige Privileg münden, dem Vernichtungswunsch gegen den jüdischen Staat den Rang eines unhinterfragbaren und unveräußerlichen Anspruchs zu geben. Das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung, wie es zuerst die Französische und Amerikanische Revolution einforderten, geht dagegen von freien und aufgeklärten Bürgern aus, die in einer auf Logik und Evidenz basierenden Diskussion gemeinsam darüber streiten, eine vernünftig eingerichtete Welt und eine im Streben nach Unversehrtheit und Freiheit aller Menschen vereinte Menschheit zu erreichen. Die Israelkritik kämpft mit ihrem Anspruch, auch wider jede Logik und Evidenz auf ihrem Standpunkt zu beharren, gegen die vernünftigen Voraussetzungen eines gelingenden Meinungsaustauschs, wie ihn die Freiheit der Rede sicherstellen will. Kurz gesagt fordern die Israelkritiker nicht die Freiheit des rationalen Meinungsaustauschs, sondern stets die unbedingte Durchsetzung ihrer willkürlichen, irrationalen Meinung.

Nicht nur in dieser Hinsicht ist der Aufruf zur Demonstration in Köln resolut. Warum wird in eurem Aufruf der Islam an erster Stelle angegriffen und warum unterscheidet ihr nicht zwischen Islam und Islamismus?

Der Islam wird in unserem Aufruf deshalb an so prominenter Stelle erwähnt, weil die Gewalt, die während und nach den Demonstrationen gegen Israel von den Demonstranten ausging und eine körperliche Bedrohung für die hier lebenden Juden darstellte, mehrheitlich von Muslimen ausging, auch wenn die Demonstrationen wie zum Beispiel in Essen oftmals von Linken unterstützt wurden. Es ist bekannt, dass die Judenfeindschaft ein integraler Bestandteil sowohl der islamischen Geschichte als auch der gegenwärtigen islamischen Kultur ist. Dieser Judenhass wurde und wird immer wieder aktualisiert und führte zum Beispiel zur Kooperation von muslimischen Führern mit den Nazis. Der real existierende Islam als ungeglaubter Glaube und Hort von Tyrannei und Gegenaufklärung zeigt sich in diesen Wochen in der pogromartigen Verfolgung und Ermordung von Un- und Andersgläubigen. Wo gehen denn Muslime im Namen des Islam auf die Straße, um gegen diese Barbarei zu demonstrieren? Wo demonstrieren Muslime gegen die Ermordung ihrer Glaubensbrüder durch andere Muslime? Über die stets eingeforderte Unterscheidung von Islamismus und Islam stimmen die Muslime mit den Füßen ab. Dies ist zunächst ein praktisches Argument, warum wir uns dagegen entschieden haben, vom Islamismus zu sprechen. Aber auch theoretisch ist die Scheidelinie zwischen Islamismus und dem Islam nicht aufrechtzuerhalten. Weil der Koran eine wortgetreue Wiedergabe einer himmlischen Urversion seiner selbst sein soll, wird er von Muslimen wortwörtlich verstanden. Eine interpretierende Lesart des Koran wird sowohl von den Islamisten wie vom Mehrheitsislam abgelehnt. Und weil Mohammed in Medina herrschte und diese Herrschaft heute von der Mehrheit der Muslime als vorbildlich angesehen wird, gibt es keinen unpolitischen Islam. Wir sagen nicht, dass es keine ehrenwerten, friedlichen Muslime gibt. Nicht diese Muslime sind das Problem, sondern der Islam in seiner bisherigen und aktuellen Verfassung.

Gibt es denn nicht auch einen gemäßigten Islam?

Es gibt selbstverständlich gemäßigte Moslems, aber gerade diese wirken nicht als mäßigende Kräfte im Islam, weil dieser ihnen relativ egal ist. Viele Menschen bezeichnen sich als Moslems, aber der Islam ist für sie nur eine Erinnerung oder bietet ihnen einen netten Anlass für traditionelle Feste. Doch die wohlfeile Behauptung, der eigentliche, wahre Islam hätte mit dem politischen nichts zu tun, blamiert sich an der völligen Tatenlosigkeit gegen das andauernde oder ständig angedrohte Massaker. Auch die hiesigen offiziellen Muslime fanden mehr Gefallen an den Parolen vom „Kindermörder Israel“, an der totalen Dämonisierung nicht nur Israels, sondern der Juden überhaupt. Für eine Kritik am Abschlachten ihrer Glaubensgenossen im Irak und in Syrien waren sie kaum zu bewegen. Die Tatsache, dass es auch von den gemäßigten Muslimen keine Anstalten gab, den Antisemiten massenhaft entgegenzutreten, verbindet sie mit der infamen Gleichgültigkeit der übrigen, nicht-muslimischen Deutschen.

In eurem Aufruf thematisiert ihr das Verhältnis von deutscher Mehrheitsgesellschaft und den vorwiegend muslimisch geprägten propalästinensischen Demonstranten der letzten Wochen. Wie würdet ihr dieses Verhältnis beschreiben?

Das Verhältnis der deutschen Öffentlichkeit zu diesen Demonstranten ist ein ambivalentes. Einerseits sind diese Demonstrationen denen peinlich, die gewohnt sind, im Namen der Allgemeinheit zu schreiben und schon deshalb meinen, Verantwortung für Deutschland übernehmen zu müssen – denen stößt ein zu offensichtlich zur Schau getragener Antisemitismus auf, weil er den Ruf Deutschlands gefährden könnte. Andererseits wurden diese Demonstrationen gerade durch die Art der Berichterstattung in den Medien vorbereitet. Immer wieder wurde eine Verhältnismäßigkeit der Mittel von Israel gefordert und zur Unterlegung dieses Arguments das Ungleichgewicht der Opferzahlen hervorgehoben, so als wäre die Verteidigung Israels erst gerechtfertigt, wenn die Hamas ihr Ziel, die Juden umzubringen, erreicht hätte. Die Israelkritik befeuerte eine Stimmung, durch die der Mob auf der Straße sich als ausreichend legitimiert sehen konnte, den Worten Nachdruck zu verleihen. Dass der Mob sich dabei nicht mit den begrifflichen Feinheiten aufgehalten hat, die doch für das deutsche Selbstverständnis so wichtig sind, wird nun als mangelnde Integrationsleistung angesehen. Für Antisemiten sei kein Platz in Deutschland, wird nun plötzlich von denen gerufen, die bislang gegen den jüdischen Staat gehetzt und den Mob mit angestiftet haben. Es ist doch seit Jahren bekannt, dass es selbst nach den windelweichen Interviewfragen der Meinungsforschung in Deutschland einen festen Anteil von ca. 20 Prozent Antisemiten gibt. Fragt man danach, welcher Staat der größte Feind des Weltfriedens sei, nennen 65 Prozent der Deutschen Israel an erster Stelle. Angesichts solcher Zahlen muss man die antisemitischen Demonstrationen eher als Integrationsversuch werten. Dieser Versuch ist missglückt, weil die Demonstranten offen aussprachen, was die Mehrheit nur verdruckst zu Protokoll brachte. Deshalb sehen die Journalisten und Politiker momentan ihre Aufgabe darin, den Muslimen den politisch bereinigten Jargon der Israelkritik beizubringen.

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25 Kommentare

  1. #1 | 68er sagt am 29. August 2014 um 16:31 Uhr

    Hat sich jemand von den Ruhrbaronen mal den Aufruf durchgelesen, der ohne Impressum etc. unter http://www.israelkritik.de zu nachzulesen ist?

    Wenn das ernst gemeint ist, gründe ich sofort ein „Bündnis gegen Unsinn“.

  2. #2 | Erdgeruch sagt am 29. August 2014 um 16:44 Uhr

    Ich hätte da mal eine Frage. Warum glaubt ihr, hat sich die Stimmung gegen Israel in vielen Ländern außerhalb von Deutschland seit 1967 so Stück für Stück gedreht? Also auch in Ländern ohne muslimische Minderheit? Sind das alles auch Antisemiten für Euch? Überlegt doch mal, warum so viele Länder da einen Stimmungswandel durchgemacht haben.

    Anstatt dass man sich da langsam mal Gedanken macht, wie das historisch passiert ist, wie es zu dieser Meinungsänderung kam, kommen doch nur absolute undifferenzierte Glaubensbekenntnisse. Wenn man jemanden aufklären will über seine Sicht, fängt man doch zudem nicht an mit einem „alle anderen doof“ – Prinzip. Auch beantworte ich doch nicht einen Generalverdacht gegen alle Juden mit einem Generalverdacht gegen alle Muslime. Was soll das bringen? Wer nicht für mich ist, ist gegen mich?

    Sorry, aber genau diese absolute Haltung führt doch genau ins Gegenteil und befördert nur am Ende Anti-Semitismus. Zudem: ich glaube die meisten Leute von den zitierten 20 Prozent wissen doch oft gar nicht, was anti-semitisch an ihren Äußerungen ist (ich kenne die Studie der FES ja auch, samt der Autoren). Woher auch? Die meisten wissen doch beschämend wenig über das Judentum oder kennen überhaupt einen Juden (ist doch erschreckend, dass man in der Schule sich nicht darum bemüht). Eine Kampagne, die sich um Aufklärung bemüht, würde ich ja sofort unterstützen, aber das klingt eher nach dem Gegenteil, mehr eben nach Glaubensbekenntnis mit Anspruch auf die absolute Wahrheit.

    Was die mangelnde Kritikfähigkeit angeht. Ich formuliere es mal ganz offen. Ich denke, dass die israelische Regierung die aktuelle Lage militärisch erfolgreich ausgenutzt hat, um Fakten zu schaffen, aber plötzlich feststellte, dass sie in Norden territorial wirklich bedroht wird und ihre Operation abbrechen musste – weder wegen Druck von außen, noch von innen, sondern aus militärischen Gründen. Das mag sogar rational erklärbar sein, dass eine Regierung so handelt, bedeutet aber auch, dass sie Interessen jenseits der Selbsterhaltung für sich definiert hat (was nun mal alle Regierungen aller Länder so machen). Und das kann man wie bei jedem Land kritisieren. Und man muss sich ja auch dabei nicht von einigen Verrückten (das waren ja keine großen Aufläufe, sorry) vereinnahmen lassen. Aber jetzt stehe ich wohl auch in dieser einfach gestrickten Weltsicht als Anti-Semit dar, was mich doch nur noch den Kopf schütteln lässt. So verliert man doch nur Zustimmung.

    Und mal ehrlich. Lass uns doch mal zählen, welches das meistkritsierteste Land in Deutschland in diesem Jahr war. Die USA hat ja erfolgreich Griechenland abgelöst, wird aber gerade erfolgreich von Russland gejagt. Nein, in Deutschland ist man nunmal generell schnell in den Medien in der Kritik von anderen Ländern. Meistens stört es hier tatsächlich keinen, das ist richtig. Meistens wird generalisiert, das ist richtig. Meistens ist das totaler Quatsch, das ist richtig. Aber ändere ich durch Aufklärung und Debatte die Haltung der Menschen oder durch Beleidigung derselben?

    Man muss sich ja nicht nur darüber aufregen, warum jemand Parolen auf einer Demo brüllt, sondern auch überlegen, wie es dazu kam. Wie kriege ich die vom Hass wieder runter? Das ist natürlich viel viel schwieriger und macht die Welt komplizierter, aber was sonst?

  3. #3 | Ben sagt am 29. August 2014 um 17:20 Uhr

    Im Aufruf heißt es unter anderem: „Die Verkünder Allahs wollen die ganze Welt in einen autoritären Kollektivismus hineinterrorisieren, die strikte islamische Trennung des „Reinen“ vom „Unreinen“ soll alles beherrschen und jedes bisschen Leben, jedes bisschen Freiheit in Angst und Todeskult ersticken.“ – Wenn mir jemand den qualitativen Unterschied zwischen diesem Geschreibsel und dem der AfD, NPD und anderen Islamophoben erklären könnte, wäre ich echt sehr dankbar. Nichts gegen Polemik, aber hier bietet man jemandem eine Werbefläche, der ein nicht minder eingeschränktes Weltbild hat wie manch ein Israelkritiker.

  4. #4 | Thomas Wessel sagt am 29. August 2014 um 18:16 Uhr

    Da hat 68er #1 recht: Der Aufruf ist verquast. So richtig vieles ist, was oben zur „israelkritik“ gesagt wird – Sätze wie dieser hier sind absolut erfahrungsresistent, das ist astreines Ressentiment; Zitat: „Auch die hiesigen offiziellen Muslime fanden mehr Gefallen an … der totalen Dämonisierung […] der Juden überhaupt. Für eine Kritik am Abschlachten ihrer Glaubensgenossen im Irak und in Syrien waren sie kaum zu bewegen.“

    Und sowas aus Köln, wo DiTiB seinen Sitz hat, Dachverband der türkischen Moschee-Gemeinden und damit Repräsentant von ca 80 % der organisierten Muslime im Land. Am 25. Juli – die Free-Palestine-Demos liefen auf Hochtouren – gab DiTiB eine Presseerklärung raus, Zitat:

    „Der Ramadan ist fast vorüber. Es war wieder ein Fastenmonat ohne Frieden in weiten Teilen der Welt. Im Gegenteil fallen über Gaza und Israel Raketen vor allem auf Unschuldige und Schutzlose nieder, während diese Zeilen geschrieben werden. […] wir möchten zum Ende des Monats Ramadan auf die Länder mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung unsere Aufmerksamkeit richten.“

    Und dann – draußen brüllen die Free-Palestine-Demos – wird in aller Länge und Klarheit eine von der Türkei organisierte Konferenz islamischer Gelehrter aus 32 Ländern referiert und aus der Eröffnungsrede zitiert:

    >> „Es geht um die Frage, wie es sein kann, dass Muslime Moscheen, in denen der Name Gottes gelobt wird, bombardieren können, wie Menschen, die die selbe Gebetsrichtung haben, gegeneinander den Dschihad ausrufen können und wie unschuldige Menschen von ihren Brüdern im Glauben ohne Gnade getötet werden können.

    […] Das Töten, die Selbstmordattentate, das Entführen von Mädchen, das Bombardieren von Moscheen, also der Terror, zerstören jede Wahrnehmung und jede Einstellung gegenüber dem Islam.

    […] Die Gelehrten müssen die Muslime zur Mäßigung führen und die Umma vor jedwedem Extremismus und jedweder Gefahr schützen. Die Gelehrten müssen die Sucher von Recht und Wahrheit sein, ohne sich in irgendwelche schmutzigen politischen Beziehungen zu verstricken. Die Gelehrten können auf keinen Fall unter Führungen, die ihr Volk unterdrücken oder das Recht okkupieren dem Islam dienen.
    […] Wir haben als islamische Gelehrte zwar lang und breit erklärt, warum man während des Hacc [der Pilgerfahrt nach Mekka] nicht einmal eine Ameise töten darf, darüber aber vernachlässigt zu erklären, was es bedeutet, einen unschuldigen Menschen zu töten, und wir haben versäumt herauszuschreien, dass einen Menschen zu töten gleichzusetzen ist mit der Tötung der Menschheit.

    […] Niemand kann jemand anderen, der nicht seiner Konfession, seinen Ideen und seinem Verständnis anhängt als Ungläubigen bezeichnen und ihn dann töten und anschließend dies als Dschihad bezeichnen. Chaos in der Gesellschaft anzurichten, Zwietracht zu säen, Massentötungen zu begehen, Moscheen zu bombardieren und zu morden, nennt man Terror. Terror kann nicht als Dschihad durchgehen. Im islamischen Dschihad kann Terror keinesfalls als Methode akzeptiert und angewandt werden.“ <<

    Lohnt die Lektüre, der Text [www.ditib.de], lohnt auch die Kritik. Entscheidend aber hier: Er wurde veröffentlicht parallel zu dem Kindermörder-Geschrei, parallel auch zu den Auftritten Erdogans, der sich als Ober-Antisemit ums Präsidentenamt bewarb.

    Ich verstehe nicht, welchen Erkenntnis gewonnen werden kann, wenn man jede Differenz restlos wegbügelt. Differenzieren ist ein anderes Wort für Denken, in diesem Fall gilt auch der Umkehrschluss.

  5. #5 | Randoll Jama sagt am 29. August 2014 um 20:04 Uhr

    Hier steht übrigens mehr zu dem im Interview besprochenen Aufruf und zu der Demonstration am 6. September: http://www.israelkritik.de.

  6. #6 | Andi sagt am 29. August 2014 um 21:13 Uhr

    Ich hab mich schon am Kopf gekratzt als da stand ich darf die französische Außenpolitik kritisieren, aber nicht die israelische. Versteht mich nicht falsch, ich sehe ja auch, dass man den Leuten die Israels Existenzrecht infragestellen nicht ins Narrativ reden sollen. Aber jedwede Kritik an der israelischen Politik als Antisemitismus abzustempeln und diese damit quasi für sakrosant zu erklären ist genau das, was die Debatte so vergiftet.

    Die Islam-Kritik die hier exakt so von Gert Wilders oder einem Politiker von „Die Freiheit“ kommen könnte, spare ich mir mal zu kommentieren -_-

  7. #7 | Klaus Lohmann sagt am 30. August 2014 um 02:20 Uhr

    Kann es sein, dass hier die Allerallerwenigsten kapiert haben, dass „Israelkritik“ kein Begriff, sondern eine fett gelogene und trotzdem immer wieder, da Nazipolitisch selbsterhaltend-notwendig, permanent penetrierte Peinlichkeit des „Meisters aus Deutschland“ ist?

  8. #8 | Arnold Voss sagt am 30. August 2014 um 04:43 Uhr

    @ Klaus Lohmann # 6

    Die Allerwenigsten wollen halt sehen, dass der deutsche Antisemitismus nie aufgehört hat und ein neuer ebenso tiefsietzender muslimischer Antisemitismus durch Einwanderung hinzu gekommen ist.

  9. #9 | Arnold Voss sagt am 30. August 2014 um 04:57 Uhr

    @ Thomas Wessel #3

    Was haben sie erwartet? Dass die muslimischen Gelehrten die Stellen aus dem Koran zitieren, auf die sich IS, Hamas, Boko Haram und Konsorten berufen? Oder dass sie fordern, dass die endlich auch dem Koran zu verschwinden haben? Oder fass das Wort Ungläubiger aus dem Wortschatz der Gläubigen gelöscht wird?

    Nein, die machen das gleiche wie sie hier die letzen Wochen,Thomas: Sie interpretieren die heiligen Schriften schön damit sie zumindest in Deutschland als politisch korrekt rüber kommen. Den Rest der Muslime und die Mehrzahl der Immane vor Ort interessiert das allerdings einen feuchten Kehrricht. Sonst hätte es nämlich Demonstrationen gegen den religiösen Terror eines Teils ihrer Mitgläubigen gegeben.

  10. #10 | Nansy sagt am 30. August 2014 um 09:26 Uhr

    Verquaster Unsinn, mit Hang zur Leugnung der Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit zielt nicht nur auf bloße Fakten und Informationen, sondern auch auf Wertungen, Meinungen, Überzeugungen etc. Es gibt keinen Sonderstatus für Kritik an Israel, auch wenn manche das wünschen mögen. Diese sollten sich eher nach ihrem Demokratieverständnis fragen lassen.
    Die „Vorstellungen“ des „Bündnis gegen Israelkritik“ sind einfach nicht diskussionswürdig…

  11. #11 | urideg sagt am 30. August 2014 um 11:00 Uhr

    Ich habe als jemand, der sich handelnd und schreibend seit Jahren in „israelsolidarischen“ Kreisen bewegt, selten einen derart schwachsinnigen und totalitär argumentierenden „Text“ gelesen, wie den genannten. Es ist totalitäres Sektierertum, in seinem Auftreten bei Diskussionen (wie ich vor wenigen Tagen erleben durfte) immer spaltend und irrationale Feindseligkeiten evozierend. Möge Israel, mögen die hier lebenden Juden und Israelis von solch durchgeknallten Sekten verschont bleiben!

    Es ist wunderbar, dass es in Israel – im Gegensatz zu allen umliegenden 22 arabischen Staaten – eine so lebendige Diskussionskultur gibt. In Israel hätten solche selbsternannten verbal-Extremisten keinerlei Unterstützung (wobei ich davon ausgehen würde, dass nahezu niemand dieser Sekten-Gruppe, die bei Kundgebungen vielleicht, nach langer Vorbereitung, 30 oder 70 Menschen zu „organisieren vermögen – Vorbild: MLPD etc.), in Jüdischen Gemeinden gleichfalls nicht. Es ist bereits gesagt worden: Jedwede Kritik an der israelischen Politik als Antisemitismus abzustempeln und diese damit quasi für sakrosant zu erklären ist genau das, was die Debatte so vergiftet.

    Die Islam-Kritik die hier exakt so von Gert Wilders oder einem Politiker von “Die Freiheit” kommen könnte, spare ich mir mal zu kommentieren.“ Solche ideologischen Sektierer, die von der gesellschaftlichen Realität in Israel erkennbar absolut keine Ahnung haben, passen in der Tat gut zu Geert Wilders. Solche Gruppen spalten immer, sind zu Dialogen unfähig und mit einem demokratischen Diskurs nicht kompatibel. (Nur ein winziger Aspekt, weil ich kein Interesse habe, mich mit totalitären Sektierern zu beschäftigen: Nun gerade auf Frankreich zu verweisen, dass es dort eine sehr anderes Klima gäbe… – na, das ist mit der gegenwärtigen massiven „Fluchtbewegung“ von französischen Juden nach Israel ja besonders kompatibel.

  12. #12 | felix sagt am 30. August 2014 um 16:22 Uhr

    @urideg #11:
    „Nur ein winziger Aspekt, weil ich kein Interesse habe, mich mit totalitären Sektierern zu beschäftigen: Nun gerade auf Frankreich zu verweisen, dass es dort eine sehr anderes Klima gäbe… – na, das ist mit der gegenwärtigen massiven “Fluchtbewegung” von französischen Juden nach Israel ja besonders kompatibel.“

    Richtig, Sie haben den Text nicht gelesen. Es geht darum, dass „Frankreichkritik“, so es sie denn gäbe, etwas substanziell anderes wäre als Israelkritik. Wie Sie zu einem Urteil über einen Text kommen, ohne ihn gelesen zu haben, will ich gar nicht wissen.

  13. #13 | Nansy sagt am 30. August 2014 um 18:28 Uhr

    Mir scheint es wichtig, einige Zitate aus dem schon von @68er angesprochenen Aufruf von „Israelkritik“ zu bringen:

  14. #14 | Nansy sagt am 30. August 2014 um 18:32 Uhr

    zu 13: sorry, habe den Kommentarknopf zu früh gedrückt:
    Jetzt aber:

    „Antisemitische Lumpen sind in den vergangenen Wochen tagein, tagaus durch europäische Innenstädte gezogen, mit palästinensischen Gesinnungsfetzen um den Hals und selbstgefertigten oder auch vorab verteilten Plakaten in der Hand, auf denen die brutalste Dummheit prangte, während über ihren Köpfen schwarze, grüne und rote Fahnen flatterten. Aufgedrehte und erregte Jungmännerhorden suchten einander an Hitzigkeit der Raserei und Brachialität des Judenhasses zu übertreffen. Die Frauengrüppchen, der familiären Autorität, der handfesten Männerherrschaft über sie stets unterwürfig, waren trotz Sommerhitze oft züchtig verschleiert, wenngleich sich bei nicht wenigen dadurch das paradoxe Bild vom Kopftuch in Kombination mit Hotpants ergab…..“

    „….Der Spiegel, die Waffen-SZ, die liberalen und linken Zeitungen, das öffentlich-rechtliche Fernsehen… all diese Sturmgeschütze der Demokratie feuern unisono los, geben ihre freundschaftlichen Ratschläge an Israel, schreiben ihr infames „gerade wir als Deutsche“ hin, mahnen stirnrunzelnd zur Zurückhaltung im Raketenhagel, schwafeln von Gewaltspiralen und Pulverfässern, breiten ihre hübschen Lösungen der nahöstlichen Judenfrage aus…..“

    „Judenfrage“?, „Antisemitische Lumpen“ ? Irgendwie kommt mir diese Diktion doch bekannt vor….

  15. #15 | urideg sagt am 30. August 2014 um 18:45 Uhr

    Das ist fein, dass Sie wissen, was ich gelesen habe 😉

  16. #16 | urideg sagt am 30. August 2014 um 20:36 Uhr

    Statt dieses totalitär-verquerten Unfugs mal zum Abschluss zwei prima Beiträge:
    Eine Erinnerung an den großen (menschlich offenkundig sehr schwierigen) Keorg Kreisler:
    http://www.zeit.de/kultur/musik/2011-11/nachruf-georg-kreisler

    Und Henryk M. Broder, der wirklich etwas von Antisemitismus versteht (wenn er dies auch nur gelegentlich zeigt):
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9246823.html

  17. #17 | Stogumber sagt am 31. August 2014 um 09:30 Uhr

    Ich möchte nur einen verbreiteten Denkfehler aufgreifen:
    Hier wird mal wieder dekretiert: Es kann Meinungsfreiheit nur für diejenigen Meinungen geben, die wahr und gut sind.
    Aber: Wenn jemand dekretieren kann: Ich bestimme, was wahr und gut ist und was daher gesagt werden darf, dann hat er den Kern der Meinungsfreiheit de facto abgeschafft.
    Zur Meinungsfreiheit gehört das Recht, Vermutungen und Vorschläge zu äußern, die einem dekretierten Konsens über das Wahre und Gute widersprechen.
    Die Meinungsfreiheit kann wie jedes Grundrecht eingeschränkt werden durch andere Grundrechte. Aber das erfordert eine völlig andere Art von Diskussion.

  18. #18 | Michael sagt am 31. August 2014 um 12:33 Uhr

    @ urideg

    Die Ironie ihres Beitrages scheint mir darin zu liegen, dass sie das Bündnis der Sektierer bezichtigen dabei aber selber sektieren. Von welcher Position aus reden sie denn, wenn das Bündnis eine Sekte sein soll? Vom Standpunkt der Kirche, der diejenigen Positionen die ihr missfallen, zu diskreditieren versucht und als einziges Argument führen sie die Größe, d.h. die Anzahl der Personen an, die ruchbare Position vertreten. Weil sie höchstens 30 oder 70 Leute auf die Straßen bringen könnten, sollen deren Argumente falsch sein. Weil sie nicht innerhalb der jüdischen Gemeinde vertreten wird unrichtig. Das ist doch eine grundautoritäre Argumentation. Was sie berstimmt nicht wollen ist eine „lebendige Diskussionskultur“, das machen sie mit jedem ihrer Sätze klar, denn sie argumentieren nicht. Warum soll der Text oder die „Sekte“ denn „totalitär“ sein. Meinen Sie nicht dies müßte man, wenn nicht autoritär sein will, begründen. Sollen wir ihnen das einfach glauben, weil sie irgendeine ominöse Diskussion geführt haben?Interessant auch wie Sie auf die Kritik von felix reagieren, nämlich gar nicht. Felix hat doch recht, dass sie den Text nicht verstanden haben können, wenn sie dem Bündnis vorwerfen es würde Frankreich positiv hervorheben.
    Kurz: Es scheint mir als handelt es sich bei ihrer Kritik um Projektion.

  19. #19 | Thomas Wessel sagt am 31. August 2014 um 16:47 Uhr

    @ Arnold Voss #9 | Wenn krause Kritiker behaupten, „die hiesigen offiziellen Muslime“ hätten „Gefallen gefunden an der totalen Dämonisierung der Juden überhaupt“ – was ja noch eine der höflicheren Tiraden in deren Aufruf ist – und ich darauf hinweise, dass die Repräsentanten von rund 80 % der hiesigen Muslime das gerade Gegenteil getan haben und sich der türkisch-sunnitische Islam eben jener theologischen Selbstkritik stellt, von der wiederum Sie glauben, sie sei im Islam per se ausgeschlossen, erklären Sie: Ja was denn sonst! Begründung: Das sei alles nur ein Schönfärben – und zwar mit Tarnfarbe. Um „politisch korrekt rüberzukommen“. In Wirklichkeit, das suggerieren Sie, stünden alle in einer Front.

    Dies ist exakt der Punkt, an dem Kritik am Islam umschlägt ins Ressentiment.

  20. #20 | urideg sagt am 31. August 2014 um 16:59 Uhr

    Warum sagen Sie, statt eine pubertär-verquaste, mit Adorno nichts gemein habende, projektive Diktion zu verwenden, in Ihrer ressentimentgeladenen, autistisch-selbstgezogenen Diktion und aggressiven Grundhaltung – die sich durch Ihren gesamten Text zieht – nicht einfach klipp und klar, dass 99 Prozent aller „Mosleme“ identisch mit Isis ergo zu verhöhnende und zu eliminierende Fremdkörper, Objekte sind? Warum sagen Sie nicht klipp und klar, statt es in Ihrer infantil-pseudokritischen Diktion zu verbergen (und hierin doch zugleich zu offenbaren), dass für Sie keine
    Differenz zwischen Islam und Islamismus, Muslimen und Anhängern von ISIS besteht? (Warum sagen Sie nicht grad heraus, dass Mitglieder der hiesigen jüdischen Gemeinde, die absolute Majorität der hier lebenden Israelis (die es, ich kenne viele davon, „trotz alledem“ nicht ganz so garstig finden, hier zu leben 😉 ) dumme Deppen sind; von den Israelis ganz zu schweigen (dort gibt es solche abstrusen Sekten wie Sie nämlich nicht; es gibt einige überzeugte Antizionisten etc., ok, es gibt mehrere arabische bzw. arabisch-jüdische Parteien in der Knesset, was mehr als fein ist – aber zu so ner weltabgewandten totalitären Diktion neigt man in Israel nicht – dort gibt´s gegenwärtig andere Probleme und lebensbejahende Interessen).

    Warum sind Sie also zu feige, grad heraus zu sagen, was Sie mit dem 99,9 Prozent des „hiesigen Packs“ anzustellen gedenken? Vermutlich weil Sie als Sektenmitglieder (vergleichbar dem Bund gegen Antisemitismus oder der MLPD – nur halt mit anderen Fähnchen, aber in gleichem Geiste) immer noch den irrigen Eindruck zu vermitteln versuchen, „Linke“ zu sein.

    Aber gut, dass der arme Adorno Ihr totalitär-infantiles Geschreibsel nicht lesen muss 😉 Wie schrieb Adorno doch am 19.6.1968 an Herbert Marcuse, nach seiner unmittelbaren Konfrontation mit dem „linken Antisemitismus“ (dem Sie zugehörig sind – trotz aller verquerten Bemühungen 😉 : „Nachdem man in Frankfurt den israelischen Botschafter niedergebrüllt hat, hilft die Versicherung, das sei nicht aus Antisemitismus geschehen, und das Aufgebot irgendeines israelischen APO-Mannes nicht das mindeste. (…) (Und nun schreibt Adorno direkt über Sie:) Du müsstest nur einmal in die manisch erstarrten Augen derer sehen, die, womöglich unter Berufung auf uns selbst, ihre Wut gegen uns kehrten.“ Zeitgleich, dies bleibt nachzutragen, vollführten die Apologeten dieser Sekten ein – nur durch glückliche Umstände gescheitertes – Bombenattentat gegen die Gedenkfeier der Jüdischen Gemeinde in Berlin. Wenig später, im Februar 1970, wurden bei einem Brandanschlag auf das Gebäude der Israelischen Kultusgemeinde in München sieben Bewohner getötet.
    Übrigens, ganz nebenbei, noch nen heißer Tipp: Samstags, wenn Sie ihre Sekten-Inszenierung zelebrieren, dürfte das Büro der Linken geschlossen sein. Gleichfalls die Mensa. Und die Moschee hat Freitag Abend mehr Besucher (was wollen Sie eigentlich mit den anwesenden Moslems machen? Den Frauen das Kopftuch vom Kopf reißen? Den Männern den Bart abrasieren? Sie von der Niederträchtigkeit ihrer Existenz überzeugen?) Na, vielleicht lassen Sie sich zuvor noch mal von Pro Köln beraten. Markus Beisicht kennt sich diesbezüglich prima aus. Und er sucht immer Bündnispartner.). Genug von diesem Sektenwesen. Dass die Ruhrbarone dies veröffentlichen bleibt mir jedoch weiterhin unverständlich.
    By

  21. #21 | Laidback sagt am 31. August 2014 um 23:27 Uhr

    Ich habe den Aufruf auch in meinem Briefkasten gehabt und kann dem eigentlich fast überall folgen, den pauschalen und ziemlich polemischen Angriff auf „den Islam“ kann ich allerdings, auch nach dem Lesen dieses Interviews, nicht nachvollziehen. Handelt es sich bei einer solchen Argumentation nicht um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?

  22. #22 | Markus Wegner sagt am 1. September 2014 um 07:10 Uhr

    Hallo,
    Diesen Sloagen gegen Israel Kritik hätte auch von der NPD sein können der schaft Antisemitismus
    denkt mal drüber nach

    Gruß Markus

  23. #23 | Randoll Jama sagt am 1. September 2014 um 12:49 Uhr

    @Markus
    Wer sagt, am Antisemitismus wären seine Opfer selbst schuld – oder hätten auch nur irgendeinen Einfluss auf ihn – ist selbst ein Antisemit.

  24. #24 | Erdgeruch sagt am 1. September 2014 um 13:05 Uhr

    Interessante Meldung:

    http://peacenow.org.il/eng/GvaotDecleration
    Und nun die Reaktion des US-Regierung:

    http://m.huffpost.com/us/entry/5745498

    Also wenn ich jetzt die Kritik an der israelischen Regierung übernähme, dass sie durch diese Entscheidung im Westjordanland die zwei-Staaten-Lösung gezielt torpediert, wäre ich in der Logik ja Anti-Semit, aber dann auch alle anderen.

    Wenn man halt wie ein Hammer denkt, dann besteht die Welt nur noch aus Nägeln.

  25. #25 | urideg sagt am 1. September 2014 um 18:06 Uhr

    Ok, trotz aller Differenz 😉 : Hier gibts in Köln, 14.9. ab 13 Uhr, wirklich was zu tun!: Hier die Website zu dieser „Isis-Demo“ in Köln: https://www.facebook.com/events/591301380978510/?ref_newsfeed_story_type=regular.
    Und hier das Video mit dem Isis-Aufruf: https://www.youtube.com/watch?v=J37v00PqD6o

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