NRW-Kommunen: Gewerbesteuer stagniert – Sozialausgaben steigen weiter

Die Innenstadt von Essen mit Rathaus | Foto: Peter Hesse


Die Einnahmen der nordrhein-westfälischen Kommunen aus der Gewerbesteuer treten auf der Stelle.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) mitteilt, zahlten Unternehmen im Jahr 2025 rund 16,994 Milliarden Euro Gewerbesteuer an Städte und Gemeinden. Das waren lediglich 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 2024 hatte das Aufkommen bei 16,942 Milliarden Euro gelegen.

Damit endet vorerst der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre. Während die Gewerbesteuereinnahmen zuletzt kontinuierlich gestiegen waren, fällt das Plus nun kaum noch ins Gewicht.

Für viele Kommunen kommt die Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Gleichzeitig steigen die Sozialausgaben weiter an. Vor allem die Kosten für Bürgergeld, Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Unterbringung belasten die kommunalen Haushalte zunehmend. Viele Städte warnen seit Jahren vor einer wachsenden Schere zwischen stagnierenden Einnahmen und steigenden Pflichtausgaben.

Gerade finanzschwache Kommunen im Ruhrgebiet sehen sich dadurch unter Druck. Die Gewerbesteuer gilt als wichtigste eigene Einnahmequelle der Städte. Bleibt ihr Wachstum aus, während die Sozialausgaben weiter steigen, vergrößern sich die finanziellen Spielräume der Kommunen nicht mehr – trotz weiterhin hoher Belastungen.

Nach Angaben von IT.NRW hatten die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen 2025 insgesamt 16,994 Milliarden Euro Gewerbesteuer gezahlt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von lediglich 52 Millionen Euro.

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