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Onlinehandel: Warum ich euch reBuy nicht empfehlen kann

Der Paketbote ist der beste Freund unseres Autors.

Dass ich grundsätzlich ein Freund des Onlinehandels bin, das wissen Stammleser unseres Blogs inzwischen längst. Ich mag die unschlagbare Auswahl und den großen Preisvorteil im Internet. Service in Form von Beratung, mit dem der stationäre Einzelhandel für sich wirbt, ist für mich im Regelfall nicht wichtig. Ich informiere mich gerne im Vorfeld einer Kaufentscheidung selber über Produkte, wähle dann gezielt nach dem günstigsten Preis den Verkäufer meiner Wahl aus. Über die Nachteile und Konsequenzen der Tendenz zum Onlinehandel haben wir hier im Blog auch schon bei diversen Gelegenheiten diskutiert.

Natürlich ist auch der Handel im Internet nicht gänzlich ohne Tücken. Über negative Erfahrungen bei Amazon und Wish habe ich hier kürzlich auch schon berichtet.

Heute will ich hier an dieser Stelle etwas über meine Erfahrung beim Gebrauchtwarenhändler reBuy schreiben, dem ich in dieser Woche mein altes Smartphone verkauft habe, den ich euch aber, um das schon einmal vorweg zu nehmen, zumindest als Ankäufer eurer gut erhaltenen Gebrauchtwaren nicht empfehlen kann.

Als leidenschaftlicher Sammler von Büchern und CDs/DVDs hat man immer einmal wieder irgendwelche Produkte ‚über‘, die in der Sammlung irgendwann entbehrlich geworden sind. In diesem Zusammenhang habe ich in der Vergangenheit bereits häufiger einmal die Preis-Angebote von reBuy geprüft, diese jedoch stets für zu niedrig empfunden. Bücher und CDs, die einmal viel Geld gekostet haben ohne Not für nur noch ein paar Cent zu veräußern, das hat sich aus meiner Sicht nie gelohnt.

Wenn ich solche Einzelstücke aus meinen Sammlungen verkauft habe, dann in der Regel bei Amazon oder Ebay. Da blieb am Ende dann doch deutlich mehr für die eigene Tasche übrig als bei den Wiederverkäufern a la reBuy. Das liegt ja auch irgendwie in der Natur der Sache, schließlich will der Wiederverkäufer mit der angekauften Ware hinterher ja auch selber noch Profit machen.

Umso erstaunter war ich jetzt, als ich mein altes Smartphone einmal bei reBuy auf seinen Wert hin überprüft habe, dafür tatsächlich von dort rund 200 Euro angeboten bekam. Das inzwischen drei Jahre alte Gerät lag seit dem Eintreffen meines neuen Geräts im Sommer 2018 nur noch nutzlos bei mir im Regal, hätte mir theoretisch im Notfall einmal als Reservegerät diesen sollen, so dass ich mich für die angebotene Summe in passabler Höhe dazu entschloss es diesmal tatsächlich an reBuy abzugeben.

Ein Preisvergleich bei Ebay ergab zudem, dass das angebotene Geld in der Summe ziemlich genau dem aktuellen Erlös entsprach, den ich dort wohl zu erwarten gehabt hätte. Zieht man vom potentiellen Auktionserlös noch die traditionellen Gebühren ab, wäre bei Ebay am Ende mit einem realen Erlös von rund 160 Euro zu rechnen gewesen.

So gesehen gefiel mir das Angebot von rebuy diesmal sehr gut, selbst wenn ich direkt noch mit ein paar ‚Abzügen‘ nach dortiger Prüfung des Geräts rechnete, denn diese wurden mir von einem reBuy-erfahrenen Kunden im Freundeskreis schon direkt als wahrscheinlich angekündigt.

Trotz gewissenhafter Angabe des Zustandes meinerseits kam es letztendlich auch dazu. Eine Woche nach Einsendung des Handys an den Wiederverkäufer betrug das tatsächliche Angebot nämlich urplötzlich nur noch magere 125 Euro. Eine Differenz von rund 75 Euro zum Ursprungsangebot. Das war für mich dann schon ein ziemlicher Schock.

reBuy hatte seinerseits einen abweichenden Artikelzustand in drei Punkten festgestellt. Angeblich war das mitgeschickte Ladekabel unvollständig bzw. defekt, was allerdings nicht der Fall war. Ich hatte das Gerät nämlich vor dem Versand nach der langen Lagerzeit extra noch einmal mit diesem geladen, um es mit vollem Akku problemlos auf den Ursprungszustand zurücksetzen zu können.

Auch die angeblich von reBuy bei der hausinternen Prüfung festgestellten Mängel (Kratzer) am Rahmen und Display des Geräts vermochte ich vor dem Verschicken nicht zu konstatieren. Ich hatte das Gerät stets sehr sorgfältig gepflegt, es in einem Top-Zustand samt Originalkarton und Beschreibung etc. abgeschickt.

Was also tun?

Den angebotenen Rückversand der Ware wählen, mit dem Risiko dabei womöglich noch eine böse Überraschung zu erleben, oder doch zu dem viel niedrigeren Preis als anfangs gedacht verkaufen? Ich habe mich letztendlich zähneknirschend für den Verkauf meines Smartphones zum deutlich niedrigeren Preis entschieden. Trotz der am Ende um rund 40 Euro niedrigeren Erlös-Summe, im Vergleich zu einer privaten Versteigerung.

Mein persönliches Fazit zu reBuy als Ankäufer meiner Gebrauchtware: Einmal und nie wieder!

 

 

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Ein Kommentar zu “Onlinehandel: Warum ich euch reBuy nicht empfehlen kann

  • #1
    J3

    Dem kann ich nur beipflichten. Habe dort Mal ein Objektiv hingeschickt, das absolut neuwertig war. Das hatte ich nämlich auch erst einen Monat zuvor zu Weihnachten geschenkt bekommen, war von der Bildqualität aber nicht überzeugt, weshalb ich es verkauft habe. Ich hab die Preise nicht mehr im Kopf, aber mir wurde auch nach Einschicken ein weitaus niedrigerer Preis angeboten, weil ja deutliche Gebrauchsspuren vorhanden seien. Das Teil hatte keinen einzigen Kratzer.

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