
Martin Schulz war heute in Bochum um für die Europawahl zu werben. Das interessierte so gut wie niemanden.
Waffeln
“Auf eine Waffel mit Martin Schulz” heißt die Veranstaltung? Auf eine Waffel? Waffeln, das muss man wissen, sind in Bochum traditionell CDU-Naschwerk. An CDU-Wahlkampfständen gab es Waffeln von einem gewissen “Gerd”. Die SPD war die Wurst-Partei. Bei ihr gab es Bratwurst, keinen bourgeoisen Süßkram. Als Schulz kam, stand zwar schon der zentrale Parteiwaffelwagen aus Frankfurt, aber Waffeln gab es noch nicht. Selbst dieses Versprechen hat die SPD gebrochen. In Markus Feldenkirchens “Die Schulz-Story“, dem Poträt des 2017-Bundestagswahlkampfes, aß Schulz Currywurst. Immer. In jedem Hotel. In jeder Ratsstätte. Schulz war die Currywurst unter den Kandidaten. Etwas fettig, nicht wirklich scharf, aber von einer sympathischen Beliebigkeit. Natürlich traute ihm jeder zu, das Land ordentlich zu verwalten, aber den Verwalterjob hatte schon Merkel. Warum ohne Not wechseln?







