Wiesenhof: In drei Jahren vom umstrittenen Sponsor zum akzeptierten Partner?

Am Stadion in Bremen. Foto: Robin Patzwaldt
Am Stadion in Bremen. Foto: Robin Patzwaldt

Manchmal passieren rund um die Fußball-Bundesliga schon recht merkwürdige Dinge. Gestern zum Beispiel: Da verlängerte der SV Werder Bremen seinen Vertrag mit dem Hauptsponsor. Eigentlich keine besonders spannende Sache, außer vielleicht für Leute, die es mit den Kickern aus der Hansestadt halten. Doch in diesem Falle sieht es anders aus, denn der Hauptsponsor der Grünweißen ist der umstrittene Geflügelhändler ‚Wiesenhof‘. Ein Partner, der die Fans des Bundesligisten vor drei Jahren, als die Partnerschaft ursprünglich besiegelt wurde, noch zu tausenden auf die Barrikaden trieb.

Gestern jedoch, als der Vertrag vorzeitig noch einmal bis 2017 verlängert wurde, da hörte man keinerlei Proteste mehr. Ein 2012 noch als äußerst riskant eingestufter, da eventuell sogar imageschädigender Deal, hat sich am Ende für den Verein damit endgültig ausgezahlt.
Der ursprünglich wohl eher irgendwie aus der ‚Not‘ geborene Sponsoring-Vertrag hat seinen Schrecken für die Öffentlichkeit, auch für die Werder-Fans, inzwischen offenbar völlig verloren. Bemerkenswert!

Continue Reading

#Refugeeswelcome: MSV Duisburg spielt ohne das Aktions-Badge

Foto: MSV Duisburg
Foto: MSV Duisburg

Der MSV Duisburg wird am Wochenende seine Aktion zu Gunsten von Flüchtlingen in Duisburg und der Region in den Vordergrund stellen.

Der Club hatte bereits vor sechs Wochen seine Planungen zum Heimspiel gegen den FSV Frankfurt (Sonntag, 20. September 2015, 13:30 Uhr) unter dem Motto „Refugees Welcome“ gestartet und freut sich auf knapp 1.500 Flüchtlinge zu Gast in der Schauinsland-Reisen-Arena. MSV-Hauptsponsor Black Crevice verzichtet auf seinen Sponsoren-Aufdruck; das Team von Trainer Gino Lettieri wird mit dem Schriftzug „REFUGEES WELCOME“ spielen.

Die Zebras möchten dabei den Einsatz der Menschen in Duisburg, der Fans und des Vereins für Flüchtlinge in den Vordergrund stellen.  Angesichts der tief entbrannten und kontrovers geführten Diskussion um die Aktion „Wir helfen“ befürchtet der Club einen Schatten über die vorbereiteten Aktionen am Sonntag und in den kommenden Wochen. Das will man beim MSV vermeiden, und deshalb verzichtet man auf das angebotene Aktions-Badge auf dem Trikotärmel.

Continue Reading
Werbung
Werbung


Der Ruhrpilot

thyssen_krupp-steel
NRW: 
Koalition droht neuer Krach um Stahlindustrie…RP Online
Debatte: Satire darf immer noch alles…FAZ
Debatte: Willkommenskultur? Ein Totalausfall…Welt
Debatte: Achtung »Umvolkung«…Jungle World
Debatte: „Der Terrorismus ist eine Jugendkultur“…Zeit
Ruhrgebiet: Für RWE geht es um alles – Dax-Rauswurf droht…Manager Magazin
Ruhrgebiet: „Einen FC Ruhrgebiet darf es niemals geben!“…Bild
Ruhrgebiet: HoGeSa in Essen – Kritik an Demo-Entscheidung der Polizei…Der Westen
Bochum: Bundesamt lehnt Hilfsangebot von Bochumer für Flüchtlinge ab…Der Westen
Dortmund: Erstaufnahmestelle – Schlimmer geht immer…FAZ
Essen: Wie das Glasfasernetz von „essen.net“ ein Desaster wurde…Der Westen
Essen: Grüne legen Wahl von Kufen (CDU) nahe – aber nur indirekt…Der Westen

Frühstück für Bochum

Frank Goosen Foto: philippwente.com  LizenZ. Copyright
Frank Goosen Foto: philippwente.com LizenZ. Copyright


Frank Goosen:
 „Einen FC Ruhrgebiet darf es niemals geben!“…Bild
Bürokratie: Bundesamt lehnt Hilfsangebot für Flüchtlinge ab…Der Westen
ÖPNV: Bogestra erzielt mit Werbung 900.000 Euro Einnahmen jährlich…Der Westen
Warnsystem:  Stadt schafft mobile Sirenen für 135.000 Euro an…Der Westen
Event: Neue Urbanatix-Show feiert im November Premiere…Ruhr Nachrichten
Prinz-Regent-Theater: Neues Design und eine radikale Inszenierung…Ruhr Nachrichten
VfL: Bochum solidarisiert sich mit dem FC St. Pauli…Reviersport

Frühstück für Dortmund

Juicy_beats_gb
Juicy Beats:
Zusage für 2016…Coolibri
Erstaufnahmestelle: Schlimmer geht immer…FAZ
Museumsnacht:  24 Tipps…Der Westen
Dortmunder U: Ben Patterson eröffnet Ausstellung mit verrückter Aktion…Der Westen
Flüchtlinge: Köln soll Dortmund als Drehscheibe für Flüchtlinge entlasten…Der Westen
BVB: Zehntes Pflichtspiel, zehnter Erfolg…Reviersport
BVB: Park erlöst Tuchel…Zeit
BVB: Last-Minute-Sieg…FR-Online

Vom Beobachten, Mitmachen und einem System des Helfens – #trainofhopedo

Blick von einer Bahnsteigtreppe. Am Fuß der Treppe stehen Menschen, über der Treppenbrüstung hängt ein Transparent mit der Aufschrift Welcome to Germany".Es gibt Tage, da verlässt man die eigene Rolle. Dabei ist die journalistische eigentlich ziemlich komfortabel: Wir schauen zu, berichten, ordnen ein, bewerten. Wir bleiben aber immer irgendwie „draußen“. Und manchmal fällt das alles in sich zusammen und wir sind „drin.“ Seit in Dortmund alle paar Tage Hunderte geflüchteter Menschen ankommen, um im Kulturzentrum Dietrich-Keuning-Haus erstversorgt und dann in NRW verteilt zu werden, ist das mehr als einmal passiert. Und als es vor einigen Tagen hieß, die Anlaufstelle brauche jede helfende Hand für die folgende Nacht, hörten wir auf zu beobachten und halfen eine Nacht mit. In den letzten zwölf Tagen haben wir viel gelernt über Hilfe und Solidarität, „Gute“ und „Schlechte“ und über ein System des bürgerschaftlichen Engagements, das staatliche Aufgaben ersetzt. Von Alexandra Gehrhardt und Sebastian Weiermann

Irgendwie „drin“ waren wir eigentlich schon seit dem 5. September, als sich die Ereignisse, die seitdem in Sozialen Netzwerken unter dem Schlagwort „#trainofhope“ geschildert werden, ankündigten. Wir waren am Abend und in der Nacht am Hauptbahnhof, als dutzende Helfende eine beeindruckende Hilfsaktion auf die Beine stellten, und wir hatten Klöße im Hals, als am Sonntag und in den Tagen darauf die Züge einrollten, mehrere tausend Menschen, die über die halbe Welt unterwegs waren und auf ihrer Flucht Strapazen überstanden haben, die sich die meisten von uns nicht vorstellen können, Dortmund erreichten und mit Gesängen und Applaus begrüßt wurden. Wut und Freude mischten sich bei uns immer wieder miteinander. Freude über die Hilfsbereitschaft vieler Menschen. Wut über die Inszenierung von Politikern wie Innenminister Ralf Jäger, OB Ullrich Sierau oder Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Continue Reading
Werbung
Werbung


Seit heute steht es fest – Juicy Beats Festival 2016 findet statt

michalak-303
Juicy Beats 2015 Fettes Brot

Nachdem eine Unwetterwarnung (Sturmtief Zejlko war im Anmarsch) den zweiten Tag der Juicy Beats 2015 zwangsläufig hat ausfallen lassen, war die Zukunft um eine Fortsetzung des Festivals im nächsten Jahr ungewiß.

Heute aber gaben die Veranstalter offiziell bekannt, dass es eine 21. Ausgabe des größten Festivals für alternative Popmusik in NRW auch im nächsten Jahr geben wird.

Am 29.Juli und 30. Juli 2016 wird die Juicy Beats erneut über zwei Tage im Dortmunder Westfalenpark stattfinden.

Die ersten Tickets sind ab dem 01.10.2015 erhältlich. Weitere Informationen werden folgen.
Veranstaltet wird das Juicy Beats vom UPop e.V. zusammen mit der Popmodern GmbH und dem Jugendamt der Stadt Dortmund.

www.juicybeats.net

#refugeeswelcome: Der Streit um die ‚Bild‘-Kampagne lenkt von den tatsächlichen Problemen ab

Das Stadion des FC St. Paili in Hamburg. Foto: Daniel Jentsch
Das Stadion des FC St. Pauli in Hamburg. Foto: Daniel Jentsch

Nur ein wenig geschmackvoller Werbegag der ‚Bild‘? Eine ‚gute‘ Aktion? Wertvolle Hilfe, oder gar der guten Sache am Ende abträglich? Die Meinungen der Beteiligten und auch der Beobachter gehen aktuell sehr weit auseinander, wenn der Fußball-Zweitligist FC St. Pauli die am Wochenende die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Hermes und der „Bild“-Zeitung angedachte Aktion „Wir helfen -#refugeeswelcome“ boykottiert und als wohl einziger der 36 Proficlubs aus Liga 1 und 2 den dazugehörigen Aufdruck nicht auf dem Ärmel seiner Trikots präsentieren wird.

Diesen Entschluss erklärt der Hamburger Zweitligist mit seiner ohnehin gelebten „Willkommenskultur“. Um ein Zeichen für die Flüchtlingshilfe zu setzen, sollten alle 36 Profiklubs auf eine Werbefläche auf den Trikots verzichten. So zumindest der Plan.
Doch der Kiez-Club sieht lt. seinem Geschäftsführer Andreas Rettig „nicht die Notwendigkeit“, in der Sonntagspartie bei Eintracht Braunschweig an der freiwilligen Kampagne der Liga teilzunehmen. Ausgerechnet der als tolerant und ‚alternativ‘ bekannte Club macht bei so etwas nicht mit?

Continue Reading