
Eigentlich sind Sparkassenvorstände sowas wie die Kassenwarte der Städte. Bis vor gar nicht langer Zeit waren sie deswegen sogar Beamte. Sie hatten nichts vom Geldmächtigen Gehabe der Geschäftsbanker. Sparkassenvorstände sollten für die Städte da sein, für ihre Bürger. Deswegen wurden und werden sie geschützt und bezahlt von den Gemeinden und getragen von den Bürgern. Was aber kaum einer weiß: ausgerechnet bei den kommunalen Kassen können sich deren Vorstände in Absprache mit einem klitze-kleinen Zirkel aus der Politik selbst bedienen. Wie das geht, das zeigt das Beispiel Duisburg. Natürlich. Das Finanzministerium greift nicht ein.
Nach meiner Recherche können sich die Sparkassenvorstände im Ruhrgebiet etwa in Absprache mit wenigen kommunalen Politikern von SPD und CDU ungeahnte Luxusrenten sichern – ohne dass dies von den Aufsichtsbehörden verhindert wird.
Einen besonders lukrativen Fall von Luxusversorgung leistet sich die Sparkasse Duisburg. Dort erhält der ehemalige Vorstandschef Hans-Werner Tomalak ein Ruhegehalt von 65 Prozent seiner letzten anrechnungsfähigen Bezüge in Höhe von rund 550.000 Euro, nachdem er Ende März ausgeschieden ist. Das entspricht einer Pension von umgerechnet rund 30.000 Euro, die Tomalak jeden Monat bekommt. Das besondere daran: der maximal zulässige Spitzensatz für Rentenansprüche von Sparkassenchefs liegt laut Rheinischem Sparkassen- und Giroverband (RSGV) bei ebenfalls lukrativen 55 Prozent. Tomalak liegt also satte 10 Prozentpunkte über dem Spitzensatz.


































