Am heutigen 20. September steht schon wieder der alljährliche Weltkindertag auf der Agenda. In vielen Städten, auch hier im Ruhrgebiet, werden daher in den nächsten Tagen einmal mehr große und bunte Kinderfeste gefeiert, welche die Interessen der Kleinen kurzfristig auf die große Bühne heben sollen. Macht sich ja auch immer gut so etwas!
Mehr als 100.000 Besucher werden zum Beispiel alleine zum Weltkindertagsfest des Deutschen Kinderhilfswerkes am kommenden Sonntag in Berlin erwartet. Auf die dortigen Besucher warten dann rund 100 kostenlose Informationsangebote und Spiel- und Bastelaktionen für Kinder und Familien.
Das Weltkindertagsfest steht in diesem Jahr unter dem Motto „Chancen für Kinder!“. Zur offiziellen Eröffnung wird Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse erwartet. Schirmherr des bundeszentralen Weltkindertagsfestes ist Bundespräsident Joachim Gauck.
Alles schön und gut!
So gut die Aktion aber wohl im Kern auch gemeint ist, kann sie doch nicht vergessen machen, dass
Es gehört wohl längst zur Normalität, dass ein Jürgen Klopp die Meinungen der Öffentlichkeit spaltet. Die einen lieben ihn, die anderen Fallen scharenweise über ihn her, wenn sich der Erfolgstrainer von Borussia Dortmund einmal wieder eine Schwäche leistet.
Aktuell ist das wieder einmal der Fall. Als emotionsgeladener Trainer hat sich Jürgen Klopp in der Vergangenheit immer mal wieder Streitigkeiten mit Schiedsrichterassistenten und den sogenannten 4.Offfiziellen an der Seitenlinie geliefert. So nun eben auch beim Champions League-Auftakt des BVB am Mittwoch in Neapel. Eine Verbannung auf einen Tribünensitzplatz war die angemessene Folge für den Dortmunder Meistertrainer.
So scheinbar regelmäßig wie die übermäßigen Gefühlsausbrüche des Fußballehrers sind inzwischen aber auch die Versuche ihn dafür öffentlich zu maßregeln. Leistet Klopp sich einen ‚Ausraster‘ fällt sofort ein großer Teil der Medien und auch der Fans anderer Vereine über ihn her
Wie immer ist es nur eine kleine Meldung in der Lokalpresse, meist reicht es noch nicht einmal für die Printausgabe, oft noch nicht einmal das. In Gelsenkirchen und Dortmund haben zwei Institutionen der jeweiligen Kneipenszene geschlossen oder sind kurz davor. Unsere kleine Doku-Serie zum Kneipensterben…
Gestern berichtete Der Westen davon, dass das „Café Arminstraße“ zum 28. September nach 40 Jahren, mit wechselnden Betreibern, schließen wird. Glaubt man dem Artikel und Freunden, mit denen ich gestern noch gesprochen habe, dann ist es ein netter Laden gewesen, doch damit ist es nun vorbei. Vierzig Prozent weniger Umsatz seit Beginn des Rauchverbotes haben den Betreibern der Kneipe keine Wahl mehr gelassen und die selbstgezogenen Stammgäste, die dort zur Kippe ihr Bier getrunken haben, können, müssen, dürfen sich nun einen anderen sozialen Raum suchen. Das eine bereits etablierte Cocktailbar in die Räumlichkeiten des „Café Arminstraße“ umzieht ist da kein Trost, haben beide Konzepte doch unterschiedliche Zielgruppen. Aber damit dürften Heike Gebhard und Markus Töns, beide SPD, kein Problem haben, haben doch beide für das Gesetz von Barbara Steffens gestimmt. Vielen Dank dafür!
Noch nicht einmal in den Lokalteil hat es das „Concilium“ in Dortmund geschafft, das schon vor einigen Wochen, nach immerhin 30 Jahren, geschlossen hat. Im Gegensatz zum „Café Arminstraße“ jedoch kannte ich den Laden, inklusive Zigaretten, Bier und der Schocken-Becher am Tresen. In der Nähe zur Uni gelegen war es Treffpunkt für unterschiedlichste Gruppen und Grüppchen. Linux-Stammtisch oder Weltrevolution, hier wurde vieles besprochen, geplant und auch wieder verworfen. Es wäre jedoch nicht ganz richtig zu behaupten, das rot/grüne Rauchverbot hätten dem „Concilium“ den Garaus gemacht. Der letzte Betreiber hat auf eine Nachfrage noch nicht reagiert. Symptomatisch ist jedoch, dass der Vermieter in Zukunft „lieber keine“ Gastronomie mehr in seinen Räumen haben möchte und in der Regel wissen die Vermieter von Gewerbebetrieben, was in ihren Immobilien funktioniert und was nicht. Offiziell bedanken kann man sich bei Armin Jahl, Gerda Kieninger, Nadja Lüders und Guntram Schneider also noch nicht dafür, dass ihre Zustimmung zum Rauchverbot das Ende des Conciliums verursacht hat.