The Joy Formidable, Samstag, 9. Februar, 20.00 Uhr, Lido, Berlin
Der Ruhrpilot
Debatte: Die Spur der Scheine…FAZ
Debatte II: PeerBlog – War da was?…Pottblog
Debatte III: Nicht einmal wahlkampffähig…Post von Horn
Debatte IV: Christdemokraten wittern ein System…Südwest Presse
Ruhrgebiet: Die Ruhrwirtschaft zeigt sich optimistisch…Der Westen
Bochum: „Salve!“ den Kneipenbummlern…Der Westen
Bochum II: Akademiker blicken auf die Bühnen…Der Westen
Bochum III: Radikale Islamisten bringen Unruhe an die Uni Bochum…Der Westen
Dortmund: Städtische Kitas kürzen ihre Öffnungszeiten…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: TV-Tipp: Geierabend 2013…Pottblog
Duisburg: Gastwirt aus Duisburg erteilt NPD-Politikern Hausverbot…Der Westen
Duisburg II: Schienenwerk – Voest-Alpine besteht auf Schließung…Der Westen
Duisburg III: Piraten fordern Aufklärung über Unterschriftenliste…Der Westen
Duisburg IV: Duisburger Kinder haben größte Deutsch-Defizite in NRW…Der Westen
Essen: Brennendes Interesse an Müllheizkraftwerk…Der Westen
Integrationsminister Hahn wehrt sich gegen Rassismus-Vorwürfe

Hessens Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn geht in die Offensive. Nachdem er mit einer umstrittenen Äußerung über FDP-Chef Phillip Rösler massive Kritik erntete, wehrt er sich gegen Rassismus-Vorwürfe – und zieht Parallelen zur Sexismus-Debatte um seinen Parteikollegen Rainer Brüderle.
In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse vom heutigen Donnerstag sagte Hessens Integrationsminister Hahn: „Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.“ Viele sehen darin eine rassistische Äußerung. Im hessischen Landtag sagte etwa der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Günter Rudolph, Hahns Äußerung zeige, „dass der Integrationsminister selbst offenbar rassistische Tendenzen hat.“ Er sprach von einer „stillosen Entgleisung.“ Einige fordern bereits seinen Rücktritt.
Der Gescholtene geht nun in die Offensive. Er habe den Satz
Grund: Cyberattacken – Peerblog gibt auf
Eine verheerende Resonanz, Hackerangriffe, Spott und Häme – das Peerblog ist Geschichte. Die Macher erklärten eben das Ende des Projekts via Twitter. Damit ist Peer Steinbrück um einen Wahlkampfflop reicher.
Die für das Peerblog zuständige Agentur gibt die DDoS-Attacken der letzten 24 Stunden als Grund für das Ende des Projekts an.
Fortwährende Cyber-Attacken auf den Server der Website peerblog.de haben seit dem 6. Februar 2013, 20 Uhr, zu dauerhaften Unterbrechungen geführt. Die technische Analyse hat ergeben, dass die Cyber-Angriffe durch Massenfragen von sogenannten Zombies (infizierte Rechner unbeteiligter Personen) ausgelöst worden sind. Hinter den Virus- und Trojaner-Attacken steckt die Hacker-Gruppe „T3AM M3DUSA“, die auf Twitter ankündigte, den PeerBlog auf Dauer anzugreifen. Damit bleibt peerblog.de faktisch offline. Wir sehen uns deshalb gezwungen, die Website vom Netz zu nehmen.
Fair…rappt! Respekt in Wort und Sprache

Gestern Abend fand in der Weststadthalle in Essen die Abschlussveranstaltung des Raptext-Wettbewerbs „Fair rappt! Respekt in Wort und Sprache“ statt.
Das Projekt der Jugendhilfe Essen in Kooperation mit der Aidshilfe, das unter dem Motto „Demokratie erleben“ stand, hatte es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe des Mediums Musik, junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren, Spaß und Umgang mit der Sprache zu fördern und Ausgrenzung zu verhindern.
HipHop, eine der größten Jugendkulturen weltweit, und eine Musikrichtung, die oftmals ausgesprochen frauenfeindliche, sexistische und gewaltverherrlichende, aber auch politische uund sozialkritsche Inhalte transportiert , diente den Jugendlichen als Grundlage, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. So entstanden Songtexte, die von Gleichberechtigung erzählen, und dass niemand aufgrund seiner Herkunft, seines Geschlechts oder seines Glaubens benachteiligt werden darf.
Die Gewinner des Wettbewerbs, die Schule am Hellweg in Essen und der Mädchentreff Perle, hatten dann Anfang der Woche die einmalige Gelegenheit, an Workshops, geleitet von der Berliner Rapperin Sookee und Martin Stichler von der Jugendhilfe Essen, teilzunehmen.
LAST REMINDER: Heute Ruhrbarone-Lesung in Dortmund mit Bisley, Schlange und Schraven
Die schnelle, schmutzige Nummer: Lesung mit Sascha Bisley, Bastian Schlange und David Schraven im Herr Walter im Dortmunder Hafen.
Es werden gelesen: gefährliche, lustige und schräge Geschichten, und auch mindestens eine, die die Stimmung ruiniert.
Sascha Bisley ist Mit-Blogger bei den Ruhrbaronen-Dortmund, ausserdem macht er dortmund-diary.de, Jahrgang 1973, 196cm, Gewicht nach Stimmung, analog und digital, suchend und findend, Wanda the dog, Gitanes und Nespresso, Billecart-Salmon und Kronen Pils, Riesling und Korn, Street und Fine Arts, Apple und Technics, Canon und Rollei, Polaroid und Graffiti, Fixed Gear und Single Speed, 16 und 35mm

Bastian Schlange ist Chefredakteur des Ruhrbarone Bookzines und die bärtige Hälfte der Wattenscheider Schule vom Literary Lifestyle Terrorism. Als Verfasser geläufiger Stücke wie „Trockenfick und Männerkäse“ hat sich Herr Schlange seit April 2009 dem Straßenkampf mit Stift und Notizblock verschrieben. In seinen Undercover-Reportagen berichtet er von sozialistischen Bootcamps und natürlich von jeder Menge Alkohol und Zigaretten. In seinen Kolumnen widmet sich Herr Schlange der Seefahrt.
David Schraven ist Mitbegründer der Ruhrbarone und einer der Leute hinter dem Ruhrbarone Bookzine. Aktuell schreibt er bei der WAZ-Mediengruppe. Er liest regelmäßig Geschichten vor, die niemand lustig findet und die garantiert jede Stimmung ruinieren. Trotzdem gibt er nicht auf.
Lesung am 7. Februar 2013
Beginn: 20:15 Uhr – nach der Tagesschau
Eintritt: 6 Euro
Speicherstrasse 90
44147 Dortmund
Tel: +49 231 142410
www.herr-walter.de
ahoi@herr-walter.de
BVB: Der Verein sollte Robert Lewandowski zu einer Entscheidung drängen

Die jüngste Meldung der Kollegen von Sky, wonach der Wechsel von BVB-Stürmer Robert Lewandowski zum FC Bayern München inzwischen bereits fix sei, und der anschließende Versuch des Stürmers die Diskussionen über einen längerfristigen Verbleib in Dortmund, oder einen Vereinswechsel möglichst in den kommenden Sommer zu verschieben, das Alles entsteht so ja nicht einfach durch reinen Zufall. Und mal ganz ehrlich, inzwischen nervt es doch nur noch. Oder?
Robert Lewandowski und sein Management selber könnten die Spekulationen doch ganz leicht beenden, indem man nach monatelangen Vertragsverhandlungen mit dem BVB nun endlich mal Farbe bekennt.
Mag dieser Schwebezustand, welcher ja übrigens auch schon bei der Fußball-EM im letzten Sommer vorherrschte, am Ende vielleicht für den Polen selber von (in erster Linie) finanziellem Vorteil sein, wird er aber so langsam für alle anderen Beteiligten zu einem nur noch lästigen Problem.
TEAM M3DU5A hält Wort: Peerblog schon wieder offline
TEAM M3DU5A hält Wort: Nachdem das gestern bereits durch eine DDoS-Attacke lahmgelegte peerblog heute kurz online war ist es nun wieder nicht zu erreichen. TEAM M3DU5A stört sich an der undurchsichtigen Finanzierung des Peerblogs, dass sich heute in einem Artikel als Speerspitze einer neuen Medienkultur feiern ließ, die keine Presse mehr braucht – und wahrscheinlich auch keine kritischen Fragen. TEAM M3DU5A hat angekündigt, das peerblog dauerhaft lahmzulegen. Vielleicht wäre Transparenz eine Lösung für die Probleme des Peerblogs, aber wahrscheinlich würde das dort als Kulturbruch empfunden werden.
Die städtischen Raubkopierer aus Essen

Ist die Gratiskultur ein Problem?Auf jeden Fall nicht nur im Internet: Die Stadt Essen hat nach einem Bericht der NRZ seit 2006 ihren Pressespiegel raubkopiert und weder über bei der VG Wort noch mit der Presse-Monitor GmbH Vergütungsverträge abgeschlossen.
Wo in Essen die Schnorrer sitzen weiß spätestens nach einem Bericht der NRZ von Wolfgang Kintscher jeder: Seit 2006 hat die Stadtverwaltung täglich einen Pressespiegel von bis zu 80 Artikeln erstellt und verteilen lassen. Für Pressespiegel zahlt man abgaben. Nicht die Stadt essen, die den Pressespiegel nun eingestellt hat – angeblich um die Kosten zu sparen, die sie seit 2006 nicht mehr entrichtet hat. Städtisch finanzierte Raubkopierer, Schnorrer, die sich der Leistungen anderer bedienen. Eine Menge Geld:
Bei einem Kreis von 300 „Regelnutzern“ etwa sind derzeit 1,87 Cent pro Artikel und Regelnutzer zu berappen, der Rest ist dann simple Mathematik: Im Schnitt 80 Artikel mal 1,87 Cent mal 300 Regelnutzer mal 250 Arbeitstage bescheren unterm Strich Kosten von 112.200 Euro pro Jahr.
Geld, das den Verlagen und Journalisten zusteht, deren Texte in dem Pressespiegel vorkommen. Und es ist das Geld, mit dem sie die Steuern zahlen von denen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung ebenso bezahlt werden wie die Politiker, die jedes Mal verzückt sind, wenn sie ihren Namen in einem Medium lesen. Ich hoffe, jemand verklagt die Stadt. Und wenn die nicht zahlen kann? Taschenpfändung beim Oberbürgermeister. Aber bitte in Anwesenheit eines Pressefotografen.
Dortmunder U-Bahn: U wie ungünstig
Die Streckenführung der Dortmunder U-Bahn ist für viele Pendler ein Ärgernis. Nur mit Umsteigen kommen sie zum Hauptbahnhof. Schuld ist die Planung aus den 70er-Jahren.
Alle Wege führen zum Hauptbahnhof: In vielen Metropolen ist der Hauptbahnhof gleichzeitig der zentrale Knotenpunkt für die U-Bahnen. In Dortmund nicht. Wer aus dem Kreuzviertel, aus Dorstfeld, Brackel oder Scharnhorst zum Bahnhof will, muss zwangsläufig umsteigen. Entweder an der Reinoldikirche, am Stadtgarten oder in der Kampstraße.
„Das liegt am Leningrader Dreieck“, erklärt Bernd Winkelmann, Sprecher der Dortmunder Stadtwerke, die die Stadtbahn betreiben: „In den 70er-Jahren haben sich die Dortmunder Planer in zahlreichen Städten der Welt umgeschaut, welche Stadt mit Dortmund vergleichbar ist“. Die Wahl fiel auf das heutige Sankt Petersburg, das damalige Leningrad. Grund war die ähnliche Struktur der russischen Stadt: Dortmund ist flächenmäßig größer als viele andere deutsche Großstädte und viele Menschen wohnen in Vororten. Wie in St. Petersburg.



