3 Wochen wurde verhandelt, 16 Stunden dauerte das abschließende Beichtstuhl-Verfahren und am Ende kamen rund 200 Seiten. Der neue Koalitionsvertrag von Rot und Grün in NRW lässt viele Superlativen zu. Selten wurde so schnell ein 5 Jahres-Programm geschmiedet, selten zuvor wuchs der Umfang des Koalitionsvertrags um fast das Doppelte. Doch genauso umfangreich sind die Kuriositäten, die die Erstellung des Kraft-Paktes begleiteten. Die Ruhrbarone decken 10 Kuriositäten auf.
1. FDP: Ferndiagnose aus Berlin ging nach hinten los
Twitter gehört ja mittlerweile zum guten Stil jedes modern wirkenden Politikers. Und so wurde flux vor der Wahl auch noch ein Twitter-Account für Hannelore Kraft eingeführt. Peter Altmaier ist ja ohnehin ständig online. Und auch während der Koalitionsverhandlungen zwitschernden vor allem die Grünen über Randerscheinungen. Solange es bei Petitessen bleibt, muss man sich keine Sorgen machen. Dumm nur, wenn man via Twitter den politischen Schlagabtausch führt – und daneben liegt. Einmal mehr hat die FDP in Fettnäpfchen getreten, diesmal der künftige Generalsekretär der Kleinstpartei, Marco Buschmann. Über Twitter kommentierte er fleißig: „SPD demütigt die Grünen. Erneuerbare Energien müssen abgegeben werden.“ Tja, eine echte Exklusivgeschichte, die der Markt-Liberale Buschmann da auftischte. Denn genau das Gegenteil war der Fall – und Buschmanns Chef Lindner düpierte seinen Generalsekretär – unbewusst – in dem er genau das Gegenteil feststellte. Die süffisante Twitter-Antwort einer Grünen: „Wohl noch nicht ganz in NRW angekommen, was? Vielleicht erstmal auf Stand bringen lassen?“ Aua!





