Die BDS-Verharmlosung ist die Ursache für das Documenta-Desaster

Documenta 15 Foto: Foto: Michael Paetzold, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

Nachdem eindeutig antisemitische Bilder auf der Documenta in Kassel zu sehen waren, ist die Aufregung groß. Es wird nach Verantwortlichen gesucht und der Rücktritt von Sabine Schormann, der Generaldirektorin der Kunstshow, gefordert.  Alles richtig, Schormann und ihr Team sollten gehen. Doch haben sie Documenta alleine gegen die Wand gefahren?  

Die BDS-Verharmlosung ist der Grund des Documenta-Desasters. Seitdem der Bundestag 2019 in einem Beschluss, gegen den damals die heutige Kulturstaatsministerin Claudia Roth gestimmt hat, die BDS-Kampagne gut begründet als antisemitisch bezeichnet hat, wehren sich vor allem Funktionäre hochsubventionierter Kultureinrichtungen gegen dessen Konsequenzen. Sie kämpfen nicht für Kunst- oder Meinungsfreiheit, sondern für ihr Recht, mit Steuergeldern antisemitische Künstler und Intellektuelle in ihren Häusern auftreten zu lassen. BDS mag man nicht offen unterstützen. Man verharmlost ihn, nennt ihn eine Stimme aus dem globalen Süden, die gehört werden müsse und beschreibt

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Update: Anthroposophie – Eine kurze Kritik

André Sebastian Foto: PR

Am Freitag, den 24. Juni um 19 Uhr lädt Religionsfrei im Revier zu einem Vortrag von André Sebastiani im Kulturbahnhof Langendreer in Bochum ein. Das Thema ist der Titel seines im letzten Jahr in dritter Auflage erschienenen Buches: „Anthroposophie. Eine kurze Kritik“.  Anthroposophische Einrichtungen, ob Waldorfschulen oder Demeter-Höfe, sind etablierter Bestandteil der Gesellschaft. Gleichwohl unterliegt ihre ideologische Grundlage, dargelegt in den zahlreichen Schriften Rudolf Steiners und seiner heutigen Anhänger, seit langem der Kritik.

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Der Ruhrpilot

Barrikade im Hambacher Forst. Foto: Leuni Lizenz: CC BY-SA 4.0


NRW:
Droht Schwarz-Grün gleich ein Hambi 2.0(€)…WAZ
NRW: Land fordert Verlängerung für kostenlose Bürgertests…RP Online
NRW:
Das ignorierte Rotlicht-Milieu…Welt
NRW: Staatspreis für Michael Schumacher…BBV
Ukraine: Selenskyj fordert neues Sanktionspaket gegen Russland…Welt
Ukraine: „Putin wird so weit gehen, wie ihm Europa zu gehen erlaubt.“(€)…NZZ 
Ukraine: „Wir können den Krieg gewinnen“…FAZ
Ukraine:
Russischer Kampfjet abgestürzt…Spiegel
Ukraine: Deutschlands große Lücke bei den Waffenlieferungen(€)…FAZ
Ukraine:
Tote in Charkiw…Zeit
Ukraine:
Lyssytschansk und Sjewjerodonezk droht Einkesselung…FAZ
Ukraine:
Diese Todesurteile sind willkürlich(€)…Spiegel
Ukraine: Russland droht Litauen wegen Kaliningrad-Transit(€)…FAZ
Ukraine:
Die angebliche Blockade…taz
Ukraine: Es wird einsam um Deutschland und Europa…NTV
Debatte:
Die Leitung der Documenta muss sofort entlassen werden(€)…Welt
Debatte:
Die Judensau von Kassel(€)…FAZ
Debatte: Das bisschen Hitler…Jungle World
Debatte:
Kein Drittwelt-Rabatt mehr für Taring Padi(€)…NZZ
Debatte: Im Nebel der Unklarheiten(€)…Spiegel
Debatte: Waterloo der Postkolonialen…taz
Debatte: Die documenta-Dämmerung(€)…Zeit
Debatte:
Antisemitismus als System(€)…Welt
Debatte: Antisemitische Propaganda unter dem Deckmantel der Kunst(€)…Cicero
Debatte: Documenta muss klare Worte finden…FAZ
Debatte:
Roth „schadet dem Ansehen Deutschlands“…Bild
Debatte:
Bund bereitet Alarmstufe des Notfallplans Gas vor….Welt
Debatte: Lindner warnt vor „ernstzunehmender Wirtschaftskrise“…NTV
Debatte:
Bratwurst und Putin(€)…Cicero
Debatte: „Ampel will offenbar ein identitätspolitisches Signal setzen“(€)…Welt
Corona: COVID-19-Dashboard…RKI
Corona: 
Coronavirus-Outbreak…Worldometer
Corona: Eine Million aktive Fälle…Welt
Corona: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 488,7…Spiegel
Corona: Lauterbach will Zugang zu Bürgertests beschränken…Welt
Corona: Brauche ich jetzt doch die vierte Impfung?…Bild
Corona: „Virus ist trotz widriger Situation sehr fit geworden“…NTV
Bochum: „Das Expansionsmodell von Vonovia funktioniert nicht mehr“(€)…Welt
Bochum: Das Haus des Wissens wird gebaut(€)…WAZ
Bochum: Kliniken bauen neue Küche für 50 Millionen Euro(€)…WAZ
Dortmund: Ukraine-Helferin kritisiert Bürokratie(€)…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Wird der Ostenhellweg zur Billigmeile?(€)…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Philharmoniker-erobern neue Konzertgefilde(€)…WAZ
Duisburg: Übergriffe in vollen Bahnen(€)…WAZ
Essen: Thalys wird mit dem Red Dot Award ausgezeichnet…WAZ
Essen: Die Zentralbibliothek Essen soll umziehen…WAZ

Norbert Röttgen: „Nie wieder hilflos! Ein Manifest in Zeiten des Krieges“

Dr. Norbert Röttgen (CDU); Foto: Steffen Roth
Dr. Norbert Röttgen (CDU); Foto: Steffen Roth

Seit des russischen Angriffs auf die Ukraine wurden einige Bücher zu diesem Konflikt – der seit Jahren brodelt – und seinen Hintergründen herausgegeben. Im Schatten des aktuellsten Krieges in Europa hat nun auch Norbert Röttgen ein Buch veröffentlicht.

Das überraschende an dem Buch: Es ist nicht nur informativ, sondern auch wesentlich spannender als es der Titel vorab erahnen lässt. Die Hörbuchversion, die Grundlage für diesen Beitrag war, wird von Norbert Röttgen selbst gesprochen. Thema des Buches ist nicht nur Russland und der aktuelle Konflikt in der Ukraine, das außenpolitische Aushängeschild der CDU beschreibt und analysiert viel mehr die aktuelle Lage und geht der Frage nach, wie wir – der Westen – sehenden Auges in diese Krise laufen konnten. Vorab: Eine besondere Leseempfehlung an Menschen, die auf Social Media noch mit Putin-Trollen und russischen Bots diskutieren. Mit Märchen und Fake-News aus dem Kreml, wie z.B. das beliebte „Die NATO hat mit der Osterweiterung Russland zum handeln gezwungen“, räumt Norbert Röttgen auf. Und das gründlich.

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Aufgehängt, abgehängt: Documenta macht auch den letzten Israeli unsichtbar

„0,6 km bis Antisemitismus“: Documenta 15 im Juni 22 by Baummapper CC 3.0

Keine Israelis auf der Documenta? Den Vorwurf ließen die Kuratoren der Kassler Kunstausstellung gelassen vorüberziehen: Um „beide Perspektiven“ abzubilden, erklärte das indonesische Kollektiv, müsse man „unterschiedliche Perspektiven einladen“, darauf sei „geachtet“ worden. Tatsächlich hat es auf diese Weise ein Israeli in die Ausstellung für zeitgenössische Kunst geschafft  –  dargestellt als Schwein mit Davidstern, dazu der Schriftzug für alle Schriftgelernten: „Mossad“. Was aus diesem Israeli geworden ist? Erst aufgehängt, jetzt „abgehängt“. 

Presseerklärung der Documenta gestern Abend in Großbuchstaben: „VERDECKUNG EINER ARBEIT VON TARING PADI AUF DER DOCUMENTA FIFTEEN“. Verdeckung ist ein interessanter Begriff sowohl in der Kunstgeschichte wie in der des Antisemitismus‘, beide Male gilt: Was verdeckt wird, ist umso präsenter, Kunst ist Zeigen und Verdecken, Antisemitismus ist es auch, beide arbeiten mit Codes, die man kapiert oder nicht: Während die einen keinen Israeli sehen auf der Documenta, der Ausstellung für zeitgenössische Kunst, hat Taring Padi, indonesischer Kollektivakteur, längst einen Israeli mittenmang platziert, der Trick: Zeige ihn nie als Künstler, male ihn als Schwein.

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Einwohnerzahl des Ruhrgebiets sinkt leicht

Nordstadt: Bornstraße Blickrichtung Dortmund Innenstadt Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC BY-SA 4.0

Zum 31. Dezemebr 2021 lebten im Ruhrgebiet insgesamt 5.094.817 Menschen. Die Region hatte Ende Dezember 2021 insgesamt 7.667 weniger Einwohner als am 31. Dezember 2020, dies entspricht einem Rückgang um rund 0,2 Prozent. Das hat das Statistik-Team des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Grundlage aktueller Daten des Landesamtes IT.NRW errechnet. Im langfristigen Vergleich ist die Einwohnerzahl heute aber höher als vor zehn Jahren: Zum 31. Dezember 2011 lebten im Ruhrgebiet insgesamt 5.055.769 Menschen. Die Einwohnerzahl ist seitdem um rund 0,8 Prozent gestiegen.

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WAZ-Verlegerin: „Die Ausdünnung der Lokalredaktionen war ein Fehler“

Funke-Verlegerin Julia Becker Foto: Medienfachverlag Oberauer GmbH/Funke Lizenz: Copyright


„Die Sparrunden der Verlage in der Vergangenheit haben unverhältnismäßig stark die Redaktionen getroffen und dazu geführt, dass zum Beispiel das Netz der Lokalredaktionen immer mehr ausgedünnt wurde. Das war ein Fehler“, sagte Julia Becker, Chefin des Funke-Verlags, zu dem auch die WAZ gehört, selbstkritisch bei der Eröffnung des European Publishing Congress 2022 am Montagmorgen in Wien.

Auch mit der Zusammenstellung vieler Redaktionen ist die Funke-Verlegerin nicht zufrieden. „Wir haben allzu häufig versäumt, uns in den Redaktionen so bunt aufzustellen, wie unsere Gesellschaft heute ist. Auch wenn die digitale Revolution weiblich ist, haben wir noch immer zu wenige Frauen in den Redaktionen unserer Tageszeitungen und Plattformen, vor allem in Führungspositionen. Bei uns arbeiten zu wenige Menschen mit Migrationshintergrund. Wir stellen nur wenige Menschen mit „unbürgerlichen“ Biographien ein – Abitur, Studium, Journalistenschule, Volontariat sind noch immer die Normalität, obwohl vielleicht der Weltenbummler oder die engagierte Studienabbrecherin oder der Kollege, der schon mal in einem „richtigen“ Beruf gearbeitet hat, die interessanteren, weil lebensnäheren Geschichten zu erzählen hat. Wir müssen diverser im umfassenden Sinne werden, um nahe bei den unterschiedlichen Zielgruppen zu sein – und, ganz wichtig, um junge Menschen als Leserinnen und Leser zu gewinnen“, sagte Becker.

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