Der VfL Bochum 1848 hat das Revierderby gegen den FC Schalke 04 unter vielen Aspekten analysiert, so auch in puncto Spieltagsorganisation. Das in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden und dem Security-Dienstleister Klüh erarbeitete Sicherheitskonzept hat sich bewährt. Es kam zwar zu vereinzelten Auseinandersetzungen im Stadion, allerdings kann auch nach Rücksprache mit der Bochumer Polizei von einem weitestgehend störungsfreien Derby gesprochen werden.
Jochen Malmsheimer und Frank Goosen bieten mit Tresenlesen komische Literatur und noch mehr Humor | Foto: Daniel Sadrowski
Der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz ging in der vergangenen Woche an Jochen Malmsheimer und Frank Goosen. Mit ihrem Duo Tresenlesen haben sie die komische Literatur abwegiger Bauart in eine neue Dimension geführt. Ab 1992 haben die beiden Ruhrgebietsoriginale acht Jahre lang eine ganz eigene Art der in Rage gelesenen, satirischen Spontan-Komik entfaltet und sind auch nach ihrer 20 Jahre andauernden „Sommerpause“ unvergessen geblieben. Jetzt gastieren sie wieder auf Kleinkunstbühnen und treten bald in Herne auf.
Macht man schon vor einer emotionalen Auseinandersetzung verbal ein großes Fass auf, sollte man sich in der Sache dann auch durchsetzen, wenn es zählt. Gelingt dies nicht, sieht man ansonsten ziemlich blöde aus. Diese bittere Erfahrung mussten am vergangenen Wochenende die Fans des VfL Bochum machen.
Vor dem mit Spannung erwarteten Wiedersehen mit Ex-Trainer Thomas Reis, der am Samstag mit seinem neuen Klub, dem FC Schalke 04, im Bochumer Ruhrstadion zum ‚Kleinen Revierderby‘ zu Gast war, wurden bei vielen Erinnerungen an den unschönen Abgang des Coaches im vergangenen Herbst wach.
Reis, der im vergangenen Frühsommer den VfL zu einem überraschend ungefährdeten Klassenerhalt in Liga 1 geführt hatte, fiel an der Castroper Straße rasch in Ungnade, als seine angeblichen Gespräche mit den Schalkern über ein zukünftiges Engagement in Gelsenkirchen öffentlich bekannt wurden und zugleich der Saisonstart in Bochum sportlich misslang. Es folgte seine überraschend frühe Freistellung und kurz darauf tatsächlich auch der sich bereits in den Augen vieler zuvor anbahnende Vereinswechsel in Richtung des Ruhrgebietskontrahenten.
Seitdem ist der Name Reis in Bochum endgültig ein Reizwort. Dass sich der Trainer bei seiner ersten offiziellen Rückkehr ins Ruhrstadion mit Kritik auseinandersetzen müsste, war daher klar. Dass sie teilweise so entglitt, wie dann am Samstag überall zu sehen und zu hören war, der einstige Fanliebling aller Bochumer sich sogar als ‚Bastard‘ betiteln lassen musste, schoss dann jedoch mächtig über das Ziel und den üblichen Rahmen solcher Kritik hinaus.
Symbol der Unterdrückung: Afghanische Frauen mit Burka Foto (Ausschnitt): Steve Evans Lizenz: CC BY 2.0
Anlässlich des Internationalen Frauentags marschieren afghanische Frauen vom 5. bis 8. März von Berlin nach Brüssel, um Aufmerksamkeit für die immer unerträglicher werdende Lage für Frauen in Afghanistan zu erwirken und deutsche sowie europäische Politiker zur Unterstützung aufzufordern.
Mit einer Auftaktveranstaltung am Brandenburger Tor traten die Teilnehmerinnen der Protesttour gestern ihren Weg an, der sie bis vor das EU-Parlament führen wird. Auf der Demonstration in Berlin brachte unter anderem die Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Ulrike Trautwein, ihre Solidarität mit den Frauen in Afghanistan in einer Rede zum Ausdruck. „Der Wunsch nach
Lehrerworkshop (Symbolbild) Foto: W.W.Thaler, Herbert Weber Lizenz: CC BY 2.5
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Kultureller Frühschoppen zugunsten der Erdbebenopfer in der Türkei by Andreas Posmyk
„Erst kommt ein Erdbeben und dann eine Ulk-Nudel, kann das gutgehen?“ Frage von Esther Münch, die in ihrer Paraderolle als Waltraud Ehlert auf die Bühne der Christuskirche Bochum kam, von Beginn an machte sie klar: Es geht, klar, Bochumer Künstler hatten zum „Kulturellen Frühschoppen“ in die Kirche am Platz des europäischen Versprechens geladen, ihr Ziel: Spenden einwerben für die Opfer des Erdbebens in der Türkei und Syrien. Ergebnis: 14.961,40 € plus 1 Dollar, die teils im Vorfeld des Events und teils am Spendensonntag selber in einer durchgehend gut gefüllten Kirche eingeworben worden sind – hier auch durch den Getränke- und Snack-Verkauf, vor allem aber durch Spenden, die beim Ausgang in einem historischen Tresor der Sparkasse Bochum gesammelt wurden. Das Geld geht ohne Abzug an die Erdbeben-Soforthilfe der AWO Ruhr Mitte. Deren Vorsitzender, der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel (SPD), ist erst vor wenigen Tagen aus Adiyaman zurückgekehrt, er habe dort „apokalyptische Bilder“ gesehen, sagte er hörbar erschüttert.
Vergangene Zeiten: Tunis im Jahr 2012, Bild: Thomas v. der Osten-Sacken
Noch vor einigen Jahren schien es, als wäre Tunesien auf dem richtigen Weg und würde sich in die erste Demokratie im Maghreb verwandeln. Damit scheint nun Schluss zu sein. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.
Inzwischen ist klar: Was seit dem Sommer des Jahres 2021 in Tunesien geschah, kann guten Gewissens als Staatsstreich bezeichnet werden. Seitdem regiert Präsident Kais Saied immer autoritärer, hat inzwischen die Befugnisse des Parlaments so weit beschnitten, dass bei den letzten Wahlen die Beteiligung unter zehn Prozent lag, und nun ist er dabei, Judikative und Presse unter seine Kontrolle zu bringen.
Gegen den klaren Expertenrat soll das Deutsche Fotoinstitut nach Düsseldorf und nicht nach Essen – das hat Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) bestätigt. Sie führt dafür die Entscheidung der Ampelkoalition im Haushalt sowie angeblich „neue Erkenntnisse“ an. Von unserem Gastautor Matthias Hauer.
Im März 2021 schien die Entscheidung in der Standortfrage für das Bundesinstitut für Fotografie gefallen zu sein: Eine von der damaligen Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters (CDU) in Auftrag gegebene 82 Seiten starke Machbarkeitsstudie hatte Essen als Standort für das geplante Bundesinstitut empfohlen. Zuvor war bereits im Frühjahr 2020 eine Expertenkommission unter Leitung von Prof. Thomas Weski zu der Einschätzung gelangt, dass Essen „aufgrund einer hervorragenden Konzentration von Einrichtungen und vorhandener Sachkompetenz zum Schwerpunkt Fotografie“ der am besten geeignete Standort für dieses neu zu schaffende Institut sei.