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Ruhrbarone-Ausflugstipp: Der Allwetterzoo von Münster schlägt die Anlagen des Ruhrgebiets

Ein neugieriger Bär im Allwetterzoo Münster. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wer im Ruhrgebiet lebt, der ist mit wirklich konkurrenzfähigen Zoos nicht gerade gesegnet. Das Angebot in Dortmund zuletzt eher im Sinkflug, Gelsenkirchen noch etwas steril und künstlich wirkend und Duisburg auch nicht gerade glanzvoll, was seinen Zoo betrifft. Kleinere Anlagen wie Bochum oder Recklinghausen sind ohnehin keinen ernsthaften Vergleich mit anderen Tiergärten wert.

Kein Wunder also, dass immer mehr Tierfreunde zwischen Duisburg und Hamm Reisen in die Umgebung unternehmen, wenn sie Anlagen dieser Art sehen wollen. Besonders empfehlenswert sind da in leicht erreichbarer Nähe unter anderem der Aquazoo in Düsseldorf, aber auch der Allwetterzoo in Münster, den man auch in der Corona-Zeit jetzt wieder prima aufsuchen kann.

Gesagt, getan. Am Dienstag machten wir uns mit der Familie auf nach Münster, um dort am Ende einen halben Tag bei herrlichstem Wetter an der frischen Luft zu verbringen.

Mit der aktuell üblichen Schutzmaske ausgestattet wurde die früher als künstlich empfundene, inzwischen aber sehr schön nachgerüstete Anlage am Rande der Stadt nach ein paar Jahren Pausen einmal wieder neu erkundet. Bei herrlichstem Sonnenschein, kurvten wir gut zweieinhalb Stunden kreuz und quer durch den Allwetterzoo, hielten uns dabei stets draußen auf, so dass wir den Mund- und Nasenschutz in der Praxis nur an der Kasse benötigten. Die Tierhäuser waren an diesem Tag allesamt geschlossen, die Bewohner hielten sich allesamt auf dem Außengelände auf, welches selbst bei relativer Fülle auf den Wegen absolut stressfrei zu nutzen war.

Im Gegensatz speziell zum von unserer Familie privat sonst häufig aufgesuchten Zoo in Dortmund, präsentierten sich in Münster fast alle Gehege top gepflegt und auch wirklich aktuell von Tieren bewohnt. Baustellen gab es hier zwar auch, doch waren dies im Vergleich zur Ruhrgebietsmetropole vertretbar wenige. Zudem zeichnet sich Münster im Mai 2020 durch eine wesentlich attraktivere Tierschar aus. Hier gibt es im Gegensatz zu Dortmund wirklich fast alles, was das Zoobesucherherz erfreut. Löwen, Elefanten, eine große Anzahl unterschiedlichster Affen. In Dortmund sucht man danach derzeit noch immer vergeblich.

Da erscheint auch der im Vergleich beider Anlagen in Münster hohe Eintrittspreis (am Dienstag haben wir in Münster 15 Euro pro Erwachsenem bezahlt) nicht überteuert. Natürlich muss man schon erwähnen, dass ein Besuch in Münster, gerade mit einer größeren Familie, alles andere als eine preisgünstige Angelegenheit ist. Im direkten Vergleich zu den Ruhrgebietszoos erscheint der Eintrittspreis in Münster jedoch keinesfalls zu hoch. Insbesondere auch die Zoom Erlebniswelt von Gelsenkirchen liegt da ja ohnehin schon ähnlich hoch wie der Zoo in Münster.

Zumal der dortige Allwetterzoo wirklich top gepflegt und absolut vorzeigbar ist, was man insbesondere von der Anlage in Dortmund seit Jahren leider nicht mehr sagen kann. Gelsenkirchen kann den Vergleich mit Münster da schon eher aufnehmen, traf jetzt aber trotz allem nicht so gut den Geschmack unserer Familie wie der von allen Familienmitgliedern stets sehr geschätzte Allwetterzoo in Münster.

Wer also in den kommenden Tagen und Wochen einmal Lust auf etwas echtes Urlaubsfeeling in der Heimat hat, dem sei ein Besuch in Münster an dieser Stelle ans Herz gelegt.

Zur Einstimmung habe ich euch, wie in unsere losen Reihe der Ruhrbarone-Ausflugstipps stets üblich, wieder ein paar frische Fotos von dort mitgebracht.

 

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Ein Kommentar zu “Ruhrbarone-Ausflugstipp: Der Allwetterzoo von Münster schlägt die Anlagen des Ruhrgebiets

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    thomas weigle

    An den Fotos gibt es, wie gewohnt bei Dir, nix zu mäkeln, die gefallen sehr, bei zweien musste ich sogar herzhaft lachen. Der Zoo in MS ist klasse, ohne Frage. Was man so im Fernsehen über den "wilden Westen" sieht, also über die anderen Zoos in NRW,finde ich so kritikwürdig nicht. Und auch kleine Tierparks sind doch attraktiv, jedenfalls der in Bielefeld, der sich der heimischen Tierweld verschrieben hat, ist ein absoluter Publikumsmagnet, v.a. an sonnigen Feier-und Sonntagen.

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